Funkien sind relativ pflegeleicht. Sie gedeihen im Schatten des Gartens und benötigen weder häufiges Gießen noch Umtopfen. Die größte Herausforderung für diese Pflanze ist jedoch der Winter. Der Austrieb und der Zustand des Strauchs im Frühjahr hängen maßgeblich von der Pflege ab. Rückschnitt, Düngung und Schädlingsbekämpfung sind wichtige Schritte, um Funkien im Herbst zu pflegen und sie auf den Winter vorzubereiten.
Hauptereignisse
Obwohl der Strauch mehrjährig ist und selbst kalte und milde Winter übersteht, sind Schäden unvermeidlich, wenn er nicht zumindest minimal zurückgeschnitten wird. Ob man die gesamte Funkie zurückschneiden sollte oder nicht, ist unter Gärtnern ein umstrittenes Thema, aber es ist bei Weitem nicht die einzige notwendige Maßnahme.
Trimmen
Unter Rückschnitt versteht man entweder das Entfernen der Blütenstängel oder das Abschneiden aller Blätter. Ersteres sollte im Spätsommer erfolgen. Die Pflanze ist eine Zierpflanze und bildet keine üppigen, schönen Knospen; ihre Blüte dient rein praktischen Zwecken, nämlich der Samenverbreitung. Um ein üppiges Laub zu gewährleisten, werden die Blüten sofort nach dem Auftreten der ersten gelben Flecken oder wenige Tage später entfernt. Bleiben sie bis zum Herbst stehen, müssen sie vor dem Winter zurückgeschnitten werden.
Gärtner, die das Beschneiden befürworten, argumentieren, dass die Pflanze dadurch mehr Saft in den Wurzeln speichert, was sie widerstandsfähiger macht und ihr hilft, den Winter besser zu überstehen. Im Frühjahr ist der Strauch nicht mehr durch alte Blätter beschwert und wirft diese umgehend ab, um sofort neue Blätter zu bilden. Außerdem können die Blätter des Vorjahres verschiedene Infektionen und Schädlinge anlocken, was das neue Laub beeinträchtigen und das Aussehen der Funkie mindern kann.
Gegner des Rückschnitts weisen jedoch darauf hin, dass unter einer Schneedecke vergrabene Blätter zu Kompost werden. Sie dienen als guter Mulch für den Boden und liefern der Pflanze die ersten Nährstoffe, die sie im Frühjahr so dringend benötigt. Wichtig ist, dass ein Rückschnitt von Funkien zum falschen Zeitpunkt sehr gefährlich sein kann. Es ist entscheidend, dass alle Schnittstellen vor dem ersten Frost Zeit zum Verheilen haben. Wird dieser Schritt ganz ausgelassen, ist das Frostrisiko minimal.
Professionelle Gärtner sind der Ansicht, dass sich die Vorbereitung von Funkien auf den Winter und den Schutz vor Krankheiten auf einen Teilschnitt beschränken lässt. Dies ist die sicherste Methode, obwohl auch ein vollständiger Rückschnitt möglich ist. Dabei werden lediglich verwelkte und gelbe Blätter, Blütenstängel und verdächtige Triebe entfernt, der Rest bleibt stehen. Ein vollständiger Verzicht auf diesen Schritt wird nicht empfohlen, da er zum Absterben der Pflanze führen kann.
Unterschlupf
Funkien aller Sorten müssen im Herbst abgedeckt werden, wenn die Temperaturen unter -10 Grad Celsius fallen. Diese Maßnahme dient der Erhöhung der Schneedecke; eine zusätzliche Isolierung ist nicht erforderlich. In südlichen Regionen ist eine Abdeckung möglicherweise nicht notwendig.
Es ist wichtig, das richtige Material zu wählen. Selbst unter Schnee bleibt der Strauch „lebendig“, daher sind Dachpappe oder Plastikfolie ungeeignet: Darunter sammelt sich Feuchtigkeit, die die Luftzirkulation behindert, und der Strauch verrottet. Sie können Folgendes verwenden:
- Agrofaser;
- Sackleinen;
- Fichtenzweige.
Zuerst den Boden gründlich mulchen, dann den Strauch vollständig bedecken, dabei einen kleinen Rand freilassen. Manche Gärtner verstärken die Mulchschicht im Wurzelbereich. Wächst der Strauch stark aus, kann man ihn zusätzlich mit dicken Zweigen beschweren und die Krone mit einem Seil oder einer Schnur festbinden. So ist er zuverlässig vor Wind geschützt.
In nördlichen Regionen ist eine mehrschichtige Abdeckung unerlässlich. Funkien werden auf die lange Winterkälte vorbereitet, indem die Wurzeln mit einer Schicht aus Torf und Fichtenzweigen bedeckt und anschließend mit einem großporigen Geotextil abgedeckt werden. Nach dem ersten Schneefall sollte der Strauch in jeder Region von Hand abgedeckt werden. So ist die Funkie auch bei leichtem Niederschlag geschützt.
Vorbereitungszeiträume
Das Pflanzen und Pflegen von Funkien im Freiland ist in den meisten Regionen die gängigste Methode. Unabhängig von der Region ist der Vorbereitungszeitraum derselbe. Nach dem Rückschnitt, Düngen und dem letzten Gießen sollten Sie 2–3 Wochen bis zum ersten Frost warten. Falls Sie nicht alle Arbeiten erledigen können, verzichten Sie am besten auf das Entfernen der Blätter und beschränken Sie sich auf das Stutzen der Blütenstängel.
In der Moskauer Region und in Zentralrussland ist kein aufwendiger Schutz für Sträucher nötig. Sorgfältiges Mulchen und Beschneiden genügen. Diese Arbeiten können von Mitte September bis Mitte Oktober durchgeführt werden. In der Wolgaregion sollte besonderes Augenmerk auf den Windschutz gelegt werden, da große Sträucher der Windlast möglicherweise nicht standhalten.
Aufgrund des Ural-Klimas ist es wichtig, die Wettervorhersage für jedes Jahr zu berücksichtigen. Schnee fällt üblicherweise sofort, die ersten Fröste treten Ende Oktober auf. Daher sollte die Vorbereitung der Funkien Mitte September beginnen und spätestens Anfang Oktober abgeschlossen sein. Besonderes Augenmerk sollte auf das Mulchen gelegt werden; eine einzelne Schicht genügt. Bei einem schneearmen Winter empfiehlt es sich, mehrere Schutzschichten aufzutragen und zusätzlich Schnee zu verteilen.
Entgegen der landläufigen Meinung gedeihen Funkien auch im sibirischen Winter. Eine dicke Schneedecke bietet ihnen den besten Schutz. Regionen näher am Fernen Osten erhalten weniger Niederschlag und stärkere kalte Winde, was bei der Wintervorbereitung berücksichtigt werden sollte. Am besten eignen sich Fichtenzweige, die nach gründlichem Mulchen ausgelegt werden. Bei zu erwartendem starkem Frost kann die Pflanze zusätzlich mit einer Mischung aus Erde und Stroh abgedeckt werden. In windreichen Gebieten ist zusätzlich die Verwendung von Agrofaser erforderlich. Die Vorbereitungen sollten bis Mitte September abgeschlossen sein, um zu verhindern, dass der erste Frost das Wurzelsystem schädigt.
Mildere Winter sind in der Region Leningrad üblich, doch der Schnee bleibt dort oft nicht liegen und schmilzt regelmäßig bis Januar. Daher ist es wichtig, die Wurzeln gründlich zu mulchen, den Strauch abzudecken und anzubinden, insbesondere wenn er groß und ausgewachsen ist. Alle Arbeiten sollten bis Mitte Oktober abgeschlossen sein; das Abdecken der Funkie Anfang November ist akzeptabel, der Rückschnitt sollte jedoch bis zum 15. Oktober erfolgen.
Typische Fehler
Obwohl Funkien zu den pflegeleichtesten Pflanzen zählen, können selbst kleinere Pflegefehler, insbesondere im Herbst, ihr Wachstum und ihre Entwicklung erheblich beeinträchtigen. Frost ist die häufigste Ursache für Wurzelschäden, gefolgt von Schädlingen, die in rauen Klimazonen nach Nahrung suchen. Vermeiden Sie daher Folgendes:
- verspätete Versetzungen;
- Späte Rückschnitte;
- falsche Fütterung;
- den Boden austrocknen;
- Treibhauseffekt.
Es wird nicht empfohlen, den Strauch nach August umzutopfen. In dieser Zeit haben die Wurzeln keine Zeit, sich zu stärken, und werden geschwächt, wodurch die Pflanze den Winter wahrscheinlich nicht übersteht. Der ideale Zeitpunkt zum Umtopfen einer Hosta ist das Frühjahr. Ein später Rückschnitt ist ebenfalls unerwünscht; am besten sollte man ganz darauf verzichten.
Das könnte Sie auch interessieren:Stickstoffdünger wird nach September nicht mehr empfohlen. Funkien sollten am Ende des Sommers in eine Art Winterschlaf verfallen und Pflanzensaft in ihren Wurzeln speichern, während Stickstoff das Wachstum neuer Blätter anregt. Diese neuen Blätter überstehen keinen Frost, und die gesamte Pflanze wird geschwächt. Ausreichende Feuchtigkeit ist der wichtigste Faktor für die Wurzelgesundheit der Funkie. Ist der Boden trocken, wird die Überwinterung sehr schwierig, insbesondere für junge Pflanzen.
Die Wahl des falschen Abdeckmaterials kann eine ganze Funkie zum Absterben bringen. Dachpappe scheint aufgrund ihrer Dicke einen zuverlässigen Schutz zu bieten, während Plastikfolie kalte Winde abhält und preiswert ist. Beide Methoden erzeugen jedoch einen Treibhauseffekt. Feuchtigkeit sammelt sich im Inneren, und Wassertropfen können gefrieren und den oberirdischen Teil der Funkie schädigen. Überschüssige Feuchtigkeit führt zu Schimmelbildung.
Vorbehandlung
Wenn Sie die Regeln zur Vorbereitung Ihrer geliebten Funkien auf den Winter befolgen, können Sie ein schnelles Erwachen im Frühling gewährleisten. Besonderes Augenmerk sollte auf Düngung, Mulchen und die letzte Bewässerung gelegt werden. Der Zeitpunkt sollte sich nach den jährlichen Wettervorhersagen und dem durchschnittlichen Klima richten, die allgemeinen Regeln für die Vorbehandlung gelten jedoch universell.
Die Bewässerung sollte nach August schrittweise reduziert werden. Bei ausbleibendem Regen ist es ratsam, nur noch morgens kurz zu gießen. Steht der Strauch an einem sonnigen Standort, sollte er vor dem Wintereinbruch regelmäßig gegossen werden. So können die Wurzeln Feuchtigkeit aufnehmen und werden dadurch flexibler und widerstandsfähiger. Dies ist besonders vorteilhaft vor dem strengen Winter. Erst wenn die Pflanze abgedeckt ist, sollte mit dem Gießen aufgehört werden.
Funkien reagieren im Herbst am besten auf Komplexdünger, während auf stimulierende Präparate verzichtet werden sollte. Düngen Sie idealerweise direkt nach dem Gießen oder Regen in den feuchten Boden. Im Herbst ist nur eine Wurzeldüngung empfehlenswert; eine Blattdüngung ist nicht mehr notwendig, da das Blattwachstum in dieser Zeit nicht erforderlich ist. Superphosphate und Kaliumkonzentrate können verwendet werden, 30–40 Gramm pro Quadratmeter Boden, verdünnt gemäß den Anweisungen.
Im Winter stellen Raupen und Käfer eine besondere Bedrohung für die Funkie dar. Nacktschnecken und Nacktschnecken sind in dieser Zeit nahezu inaktiv. Mit einfachen Hausmitteln können Sie sich vor all diesen Schädlingen schützen. Bestreuen Sie beispielsweise vor dem Abdecken der Funkie die gesamte Fläche unter dem Blätterdach mit zerstoßenen Eierschalen. Im Frühjahr liefert diese Schicht Kalzium, das der Funkie zugutekommt. Sobald die Funkie austreibt, werden Nematoden, einer der gefährlichsten Schädlinge, aktiv. Da sie sich nicht vollständig beseitigen lassen, sollten Sie die Blätter vor dem Abdecken untersuchen. Schneiden Sie einen Funkienzweig fein ab, stellen Sie ihn in ein Glas, bedecken Sie ihn mit Wasser und lassen Sie ihn einige Stunden im Licht stehen. Untersuchen Sie ihn anschließend sorgfältig: Befinden sich kleine weiße Würmer im Wasser, graben Sie die Funkie sofort aus, um zu verhindern, dass sie im Frühjahr andere Pflanzen befällt.
Das Mulchen von Funkien vor dem Winter ist unerlässlich. Eine Mischung aus gleichen Teilen Torf, Sägemehl und trockenem Humus eignet sich gut. Die Mulchschicht sollte mindestens 1 cm dick sein. Je stärker der Frost und je weniger Schnee liegt, desto mehr Mulch wird benötigt. Bei starkem Schneckenbefall empfiehlt es sich, Tabakpulver und Phytosporin beizumischen. Tabakpulver schützt vor Schädlingen, Phytosporin vor Pilzen, die von diesen Tieren übertragen werden. Im Frühjahr dient der Mulch als wertvoller Dünger.
Hilfreiche Tipps
Wenn es darum geht, zu entscheiden, ob und wie Funkien (Hosta) im Winter abgedeckt werden müssen, befolgen Sie am besten diese einfachen Richtlinien. Schneiden Sie die Pflanzen nur mit einer scharfen Gartenschere. Entfernen Sie keinesfalls auch nur gelbe Blätter oder vertrocknete Blütenstängel von Hand und verwenden Sie keine stumpfen Messer oder Scheren. Eingerissene Schnittkanten brauchen lange zum Heilen und ziehen Schädlinge an. Die Pflanze muss viel Energie für die Heilung aufwenden, was sie für den Winter schwächt.
Das könnte Sie auch interessieren:Nach dem Winter bleibt die Mulchschicht meist unter dem Strauch, doch bei schwacher Erwärmung und spätem Frühlingsbeginn empfiehlt es sich, diese Schicht zu entfernen. So kann sich der Boden erwärmen, und der Strauch kann schneller wachsen und sich mit Pflanzensaft füllen. Dies gilt sowohl für panaschierte als auch für die anspruchsvolleren blauen Sorten.
Die Sträucher vertragen die Schneelast gut, daher können Sie den Schneeschutz im Laufe des Winters mehrmals mit Schnee bedecken. Je größer die Schneedecke, desto besser. Funkien sind zwar frostbeständig, bevorzugen aber Wärme.
Die richtige Wintervorbereitung ist für alle Funkienarten unerlässlich. Mit einfachen Regeln lassen sich selbst junge Sträucher schützen und ein schnelles jährliches Wachstum fördern. Unabhängig von der Schnittart sind ausreichendes Düngen und Wässern wichtig. Diese Maßnahmen sind nicht arbeitsintensiv, sollten aber je nach Pflanzregion zu einem bestimmten Zeitpunkt durchgeführt werden.

Die angesagtesten Blumen des Jahres 2025
Große Keramiktöpfe und Pflanzgefäße: Worin liegt der Unterschied und wie wählt man den richtigen für seine Pflanzen aus?
Schönheit und Pflegeleichtigkeit: Die 10 schönsten und pflegeleichtesten Zimmerblumen
Die 15 schönsten Blumen, die in der Vase lange halten