
Ein plötzlicher Temperaturanstieg oder eine erhöhte Luftfeuchtigkeit begünstigen die Entwicklung von Bakterienflecken an Auberginen. Der Erreger gedeiht sowohl im Freiland als auch in Gewächshäusern. Temperaturen zwischen 25 °C und 26 °C sowie eine Luftfeuchtigkeit zwischen 85 und 90 % lösen diesen Prozess aus.
Schnelles Handeln kann Ernteausfälle verhindern. Gärtner müssen zügig und richtig handeln; daher müssen sie zunächst die Ursache der bakteriellen Infektion herausfinden.
Ursachen der Krankheit
Verschiedene Fehler zählen zu den wichtigsten negativen Faktoren, die zur Entstehung von Bakterienflecken führen. Botaniker haben folgende Ursachen identifiziert:
- Mangel an Sonnenlicht oder künstlichem Licht;
- falsche Bewässerungsmethode;
- zu kaltes Wasser zur Bewässerung verwenden;
- Nährstoffmangel im Boden;
- falsche Wahl des Düngemitteltyps;
- zu dichte Anpflanzung von Nachtschattengewächsen auf einem Gebiet;
- Der Boden wurde nach der Ernte nicht umgegraben;
- Die Beete sind mit Pflanzenresten übersät;
- das Auftreten eines Krankheitsausbruchs in einem benachbarten Gebiet;
- Gartenarbeiten mit nicht desinfizierten Gartengeräten;
- Die Handhabung von Sämlingen ohne Verwendung von Gartengeräten führt zu Mikroverletzungen, durch die der Krankheitserreger eindringen kann;
- Verwendung von infiziertem Saatgut zur Aussaat.
Die Geschwindigkeit, mit der sich ein bakterieller Krankheitserreger entwickelt, hängt maßgeblich davon ab, wie er in den betroffenen Bereich gelangt. Es kann einige Stunden bis mehrere Tage dauern, bis er aktiv wird.
Ein Gärtner, der die Sicherheitsregeln beachtet und regelmäßig vorbeugende Behandlungen an Setzlingen und Boden durchführt, ist einem geringeren Risiko ausgesetzt. Der Erreger hat praktisch keine Überlebenschance. Kälte und Hitze sind weitere starke Feinde der Bakterien.
Symptome der Krankheit
Diese bakterielle Krankheit tritt ohne festgelegte Zeitspanne gehäuft auf. Bakterienflecken können Auberginen in jedem Wachstumsstadium befallen. Zunächst ist die Blattoberfläche mit zahlreichen kleinen schwarzen Flecken bedeckt, die sich durch einen deutlichen gelben Rand erkennen lassen. An Stängeln und Blattstielen zeigen sich ebenfalls zahlreiche längliche Flecken.
Innerhalb von 7–9 Tagen entwickeln sich erhabene Stellen mit wässrigen Rändern. Innerhalb von 1–2 Wochen sind die betroffenen Stellen mit zahlreichen Geschwüren bedeckt. Der bakterielle Erreger infiziert dann Pflanzenreste und Saatgut im Garten.
Behandlung von Bakterienflecken
Botaniker zählen diese Krankheit zu den komplexesten. Der Einsatz biologisch aktiver Substanzen und Pestizide ist nur im Anfangsstadium möglich. Andernfalls müssen selbst teilweise befallene Pflanzen samt Saatgut sofort entfernt werden. Alle entfernten Pflanzen müssen verbrannt werden, da sonst eine erneute Infektion der Auberginen unvermeidlich ist.
Ein Gärtner, der die Krankheit frühzeitig erkennt, hat die Chance, sie mit schonenden Methoden zu bekämpfen. Der befallene Strauch sollte entfernt und alle verbleibenden Pflanzen mit Fitoflavin-300 behandelt werden. Die Vorgehensweise ist wie folgt:
- Nehmen Sie 20 ml der Substanz ein;
- Das Auflösen in 10 Litern Wasser bei Raumtemperatur ist zwingend erforderlich.
- Die empfohlene Verbrauchsmenge beträgt 2 Liter pro Busch;
- Es werden 2 Behandlungen im Abstand von 14 Tagen durchgeführt;
- Nach der Behandlung der Sämlinge hält die Schutzwirkung 20 Tage lang an.
Unmittelbar nach dem Auftragen des Präparats fügt der Gärtner Bakterienpräparate hinzu. Zu den gebräuchlichsten gehören:
- "Gamair" (1 Liter pro Busch) - 1 Tablette pro 10 Liter Wasser einnehmen;
- "Alirin" - 2 Tabletten pro 10 Liter bei einem Verbrauch von 1 Liter pro Busch.
Beide Präparate sollten maximal zweimal pro Vegetationsperiode angewendet werden. Eine höhere Anwendungshäufigkeit wird nicht empfohlen, da dies die Sämlinge schädigen kann.
Statistiken zeigen, dass kranke Sämlinge selten eine gute Ernte bringen. Es ist nicht ratsam, Ressourcen für die Behandlung zu verschwenden. Ziel des Gärtners ist es, die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.
Falls die Krankheit zwei Saisons hintereinander auftritt, muss der verwendete Boden komplett ausgetauscht werden.
Präventive Maßnahmen
Saatgut sollte nur von gesunden Pflanzen entnommen oder im Fachhandel erworben werden. Auch in diesem Fall ist eine vorbeugende Desinfektion des Saatguts in einer schwachen Kaliumpermanganatlösung unerlässlich. Die Behandlung dauert 20 Minuten. Eine weitere praktische Empfehlung ist die Fruchtfolge. Vermeiden Sie es, Nachtschattengewächse direkt nacheinander im selben Beet anzubauen. Die folgenden Tipps ergänzen die Liste der Vorsichtsmaßnahmen:
- regelmäßiges Entfernen von Unkraut und Pflanzenresten;
- Bereitstellung von Sämlingen in geschlossenem Boden mit optimaler Temperaturvorgabe;
- Einhaltung der Bewässerungs- und Düngevorschriften;
- Pflanzen Sie die Setzlinge nicht zu dicht beieinander in das Beet.
Eine separate Kategorie vorbeugender Maßnahmen umfasst den Rat, gegen viele Krankheiten resistente Sorten zu verwenden. Die Liste solcher Sorten lautet wie folgt:
- Mittelfrühe Sorten: "Goliath", "Vikar";
- für Gewächshäuser: "Nutcracker", "Purple Miracle", "Baron", "Bagheera";
- frühe Sorten: „Amethyst“, „Japanische Zwergrose“;
- für offenes Gelände: "Orion", "Taste of mushrooms", "Eastern Express";
- Späte Sorten: „Torpedo“ und „Mishutka“.
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Schwarze Bakterienflecken sind eine bakterielle Erkrankung, die nur im Frühstadium behandelt werden kann. Selbst wenn die Sämlinge gerettet werden können, ist leider keine gute Ernte zu erwarten. Ein weiteres Problem besteht darin, dass der befallene Strauch zum Überträger des Erregers wird. Daher empfiehlt es sich, ihn zusammen mit dem Saatgut zu vernichten. Vorbeugung, ausreichendes Gießen und Düngen helfen, die Ausbreitung der Bakterien im offenen und geschlossenen Boden zu verhindern.

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