Wie bekämpft man Weiße Fliegen an Gurken im Gewächshaus?

Gurken

Die zukünftige Ernte ist durch die Weiße Fliege bedroht, ein kleines, schmetterlingsähnliches Insekt. Erwachsene Tiere und Larven befallen Gurkenpflanzen in Gewächshäusern und Frühbeeten. Ihre Hauptnahrungsquelle ist der Pflanzensaft, der innerhalb von ein bis zwei Wochen allmählich verdirbt und die Pflanzen welken. Die Bekämpfungsmethoden werden anhand der Anzahl der befallenen Sträucher ausgewählt. Die Behandlung dauert 5–11 Tage, anschließend erfolgt eine Vorbeugung gegen ein erneutes Auftreten.

Merkmale des Schädlings

Die Bekämpfung der Weißen Fliege wird durch ihre Anpassungsfähigkeit an Umweltbedingungen erschwert. Weiße Fliegen, deren Lebensdauer drei Jahre nicht überschreitet, sind von Temperaturen bis zu -5 °C unbeeindruckt. Die Ernte kann nur durch eine umfassende Behandlung der gesamten Fläche erhalten werden. Trotz ihres kurzen Lebenszyklus legt der Schädling bis zu 100 Eier, die er auf der Blattunterseite ablegt. Wird nur ein Teil des Gartens behandelt, wandert die Weiße Fliege einfach in einen anderen Bereich ab.

Das erste Entwicklungsstadium der Weißen Fliege wird als Nymphe bezeichnet. Dank ihres schützenden Panzers können die Larven nicht mit Chemikalien bekämpft werden. Innerhalb von 2–3 Tagen nach der Eiablage beginnen die Insekten, Pflanzensaft zu saugen. 10–15 Weiße Fliegen reichen aus, um die Ernte in einem Gewächshaus zu vernichten. Die weiteren Entwicklungsstadien sind:

  • Phase IV – Die Larve bewegt sich aktiv über die Blattoberfläche;
  • V — Reproduktion ist nach 5-6 Tagen möglich.

Die Gefahr bei Gelegen der Weißen Fliege besteht darin, dass die meisten Larven weiblich sind. Sie können sich bis zu 12 Generationen pro Jahr fortpflanzen.

Notiz!
Sind die Bedingungen günstig und erfolgt keine Reaktion seitens des Gärtners, dauert der fünfstufige Lebenszyklus des Insekts nicht länger als vier Wochen.

Ursachen und Symptome

Die Weiße Fliege ist ein Insekt, das warmes Klima und hohe Luftfeuchtigkeit bevorzugt. Im Freien überlebt sie nicht lange. Rinderhalter, die grundlegende Vorbeugemaßnahmen nicht beachten, sind gefährdet. Larven können durch kontaminiertes Saatgut eingeschleppt werden. Eine vorbeugende Behandlung von Sämlingen, Werkzeugen und dem Gewächshaus selbst mit einer gesättigten Kaliumpermanganatlösung kann Probleme vermeiden. Der Schädling dringt beträchtlich tief in den Boden ein. Der Schweregrad der Symptome hängt von der Insektenkolonie und ihrer Aktivität ab.

  • Die Blattoberfläche erhält einen weißen Belag;
  • Die Blätter werden klebrig;
  • Veränderung der Blattfarbe, die Blätter rollen sich ein;
  • Einige Blätter weisen gelbe oder grüne Flecken auf;
  • Die Innenseite der Blattspreite ist mit Larven bedeckt;
  • Die Äste sind mit einer schwarzen Plakette bedeckt;
  • Die Geschwindigkeit der Sämlingsentwicklung nimmt ab.

Sobald eines dieser Symptome auftritt, sollte die Behandlung sofort begonnen werden. Andernfalls sind die Schäden erheblich. Ein allmählicher Nährstoffmangel führt zu Fruchtnekrose und schnellem Welken.

Methoden der Schädlingsbekämpfung in Gewächshäusern und im Freiland

Je nach Befallsstadium stehen Gärtnern drei verschiedene Bekämpfungsmethoden zur Verfügung. Befinden sich nur ein bis drei Sträucher im Befall, kommen mechanische Methoden zum Einsatz. Weiße Fliegen werden von Hand gesammelt und in einen luftdichten Behälter gegeben. Jedes Blatt, an dem der Parasit gefunden wurde, wird mit einer milden Seifenlösung abgewischt. Bei größeren Gewächshäusern oder Beeten werden Fliegenfallen aufgestellt. Diese können im Handel gekauft oder selbst hergestellt werden.

  • ein Behälter mit leuchtend gelber oder orangefarbener wasserfester Farbe;
  • Plastikteller;
  • Der Teller wird bemalt und trocknen gelassen;
  • Bedecken Sie es mit einer klebrigen Substanz;
  • Das Kennzeichen ist mit einer Hintergrundbeleuchtung ausgestattet;
  • Die fertige Falle hängt über den Gurken.

Hausmittel sind bei mäßigem Befall wirksam. Diese Empfehlungen eignen sich sowohl für Gewächshäuser als auch für Freilandflächen.

Weg Dosierung Notiz Anwendung
Waschmittel 100 g geriebene Seife werden in einem 6-Liter-Behälter mit Wasser aufgelöst. - Die so entstandene Lösung wird einmal wöchentlich auf die Sämlinge gesprüht.
Der Geruch von frischem Knoblauch ist für Schädlinge schädlich. 100 g geriebener Knoblauch werden in ½ l Wasser aufgelöst. Die 72 Stunden lang gezogene Mischung wird gefiltert und mit sauberem Wasser im Verhältnis 5 g auf jeden Liter Flüssigkeit vermischt. Der Wurzelbereich muss mit der Mischung behandelt werden.
Schafgarbe 100 g zerstoßene Blätter einer frischen Pflanze werden mit 1 Liter kochendem Wasser übergossen. Die Mischung wird 48 Stunden lang gezogen. Die Besprühung erfolgt einmal alle 3 Tage.
Löwenzahn 200 g Löwenzahnblüten werden zusammen mit Wurzel und Blütenständen mit warmem Wasser gewaschen und in einem Fleischwolf zerkleinert. Der Brei wird mit 1 Liter kochendem Wasser übergossen und 48 Stunden lang ziehen gelassen. Die Behandlung wird einmal alle 7 Tage durchgeführt.

Der Einsatz biologisch aktiver Substanzen wird in jedem Befallsstadium empfohlen. Zu beachten ist jedoch, dass sie nicht auf Flächen angewendet werden sollten, auf denen mehr als 50 % der Sämlinge befallen sind. Die biologisch aktiven Substanzen sollten abgewechselt werden, da die Schädlinge sonst Resistenzen entwickeln.

Notiz!
Der natürliche Feind der Weißen Fliege ist der Marienkäfer, auch bekannt als Goldauge. Eine kleine Kolonie genügt, um den Schädling zu eliminieren.

Man kann nicht nur Insektennützlinge, sondern auch Nützlingspflanzen einsetzen. Der Duft von Ringelblumen wirkt als Barriere gegen Trauermücken.

Chemische Bekämpfungsmethoden

Starker Schädlingsbefall im Gewächshaus oder Garten verhindert die Anwendung der oben beschriebenen Methoden. Chemische Mittel sind die einzige wirksame Schädlingsbekämpfungsmethode. Die wichtigste Regel ist, die auf der Produktverpackung angegebene Dosierung einzuhalten. Überschreiten Sie nicht die empfohlene Konzentration, da sonst die Pflanzen geschädigt werden. Hier ist eine Liste wirksamer Produkte:

  1. Akarin ist ein Breitbandwirkstoff. Er dringt in die Pflanzenstruktur ein. Sobald der Schädling versucht, den Pflanzensaft des Sämlings zu saugen, nimmt er das Gift auf.
  2. „Aktara“ bekämpft sowohl Larven als auch ausgewachsene Insekten. Sämlinge werden alle 5 Tage besprüht.
  3. „Admiral“ ist ein Breitbandmittel. Es erwies sich als wirksam, als eine große Mückenkolonie den Garten befallen hatte. Es dringt tief in den Boden ein und tötet Larven, Jungtiere und ausgewachsene Mücken.

Die Behandlung erfolgt unter Tragen eines Schutzanzugs und einer Schutzmaske. Anschließend werden die verwendeten Geräte unter fließendem Wasser abgespült.

Eine Infektion kann verhindert werden.

Die Maßnahmen beginnen im Herbst. Nach der Ernte sollten die Wände und der Boden des Gewächshauses desinfiziert werden. Eine konzentrierte Kaliumpermanganatlösung kann durch ein im Gartenfachhandel erhältliches Spezialprodukt ergänzt werden. Anschließend wird der Boden mit einer Schutzfolie abgedeckt. Alle leicht zugänglichen Stellen, an denen Schädlinge eindringen können, sollten mit einem Desinfektionsmittel behandelt werden.

Notiz!
Auf der Verpackung sollte vermerkt sein, dass es sogar die Schutzhülle des Insekteneis auflöst.

Die Produkte „Intar-Vir“ und KRA-Aerosol haben sich als wirksam erwiesen. Wer seinen Garten nicht mit Chemikalien bewässern möchte, kann ein Hausmittel verwenden: Dazu mischen Sie Industriealkohol und Wasser im Verhältnis 1:1 in einen Eimer und bewässern die betroffene Stelle damit. Insekten, ob ausgewachsen oder noch jung, haben keine Chance.

Jede Ecke des Gewächshauses sollte behandelt werden. Bleibt eine Stelle unbehandelt, tauchen die Insekten im Folgejahr wieder auf. Eine weitere Hausmethode wird zum Besprühen von Sämlingen verwendet: 3 Esslöffel Alkohol (96 %) in 1 Liter sauberem Wasser auflösen. Weitere vorbeugende Empfehlungen:

  1. Hormonelle chemische Behandlungen (Match, Admiral) sind gegen Larven und Junginsekten wirksam. Sie sind wirkungslos, wenn zuvor adulte Insekten im Gebiet vorhanden waren.
  2. Alkali ist tödlich für Schädlinge. Es genügt, den Boden unmittelbar nach der Ernte und zwei Wochen vor der Aussaat einer neuen Kultur umzugraben. Geben Sie dabei 100 g gelöschten Kalk pro Quadratmeter hinzu.
  3. Die Begasung eignet sich nur für Gewächshäuser. Es gibt zwei Möglichkeiten: Erstens können Sie eine fertige Rauchbombe im Gartencenter kaufen. Ob Sie eine Schwefel- oder Tabakrauchbombe verwenden, spielt keine Rolle. Der Rauch ist unbedenklich für Mensch und Pflanze. Zweitens können Sie Ihre eigene Begasungslösung herstellen. Verwenden Sie dazu eine Metallschale und mischen Sie 80 g Schwefel pro Quadratmeter Oberfläche unter die Lösung. Schließen Sie das Gewächshaus und verteilen Sie die Rauchbombe darauf. Der Rauch dringt sogar in den Boden ein und tötet die Schädlinge ab.

Eine Schwefelkerze ist eine vorbeugende Methode, die sich für den Einsatz in großen Gewächshäusern eignet. Die Behandlung erfolgt abends bei Wind- und Regenstille. Vor Beginn der Behandlung sind Schutzmaske und Schutzanzug zu tragen.

Prävention in einem wiederholt infizierten Gebiet

In Gewächshäusern und im Freiland, wo die Schädlinge mehr als vier- bis fünfmal aufgetreten sind, sind drastischere Maßnahmen zur Vorbeugung erforderlich. Eine radikale Methode zur Bekämpfung von Mücken ist Kälte. Schon geringe Temperaturänderungen können sowohl ausgewachsene Tiere als auch Jungtiere abtöten. Gärtner schließen das Gewächshaus und kühlen es auf -20 °C ab. Es herrscht der Irrglaube, dass Frost durch Schnee ersetzt werden kann. Es lohnt sich, das Gewächshausdach zu öffnen und den Boden einer weißen Schneedecke auszusetzen.

Weiße Fliegen gedeihen unter Schnee. Jahrelang verharren die Insekten in einem Ruhezustand unter der warmen Schneedecke. Nur ein plötzlicher Temperatursturz auf -15 °C bis -20 °C tötet die Schädlinge. Dieser „Temperaturschock“ dauert 12 Stunden.

Notiz!
Die beschriebene Methode ist nutzlos, wenn die Region milde Winter hat. Eine Alternative zur Kälteprävention ist die Desinfektion im Herbst und Frühjahr. Drei Wochen vor der geplanten Pflanzung wird der Garten begast.

Weiße Fliegen, die Gurken im Gewächshaus befallen, können die gesamte Ernte innerhalb von ein bis zwei Wochen vernichten. Dieses anpassungsfähige Insekt ist im Puppenstadium nahezu resistent gegen Chemikalien, was die Bekämpfung erschwert. Regelmäßige Kontrollen helfen, Ernteschäden zu vermeiden. Sobald weiße Flecken an den Pflanzen entdeckt werden, sollten diese umgehend entfernt werden. Die Wirksamkeit von Behandlungen ist oft gering. Regelmäßige vorbeugende Maßnahmen tragen dazu bei, das Risiko zu reduzieren.

Weiße Fliege auf Gurken im Gewächshaus
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