Wie man Thuja zu Hause vermehrt: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Bäume

Die immergrüne Thuja ist eine beliebte Pflanze für die Landschaftsgestaltung und Gartenplanung. Um Geld zu sparen, kann sie Vermehrung zu Hause Auf verschiedene Weise. Um den Verlust von Sämlingen und Fehler zu vermeiden, ist es wichtig, die Besonderheiten des Prozesses zu verstehen und den richtigen Boden und die richtige Methode auszuwählen.

Grundlegende Reproduktionsmethoden

Die Thuja ist eine frostharte Pflanze, die häufig in Gärten zu finden ist. Viele Gärtner kaufen lieber große Jungpflanzen, da sie die Vermehrung scheuen. Tatsächlich ist die Vermehrung aber ganz einfach, selbst für Anfänger. Es gibt verschiedene Methoden, die man zu Hause anwenden kann:

  • Samen;
  • durch Stecklinge;
  • Schichtung;
  • durch Teilung des Busches.

Die Wahl hängt von der Sorte, der Jahreszeit, dem Alter der Mutterpflanze und dem regionalen Klima ab. In wärmeren Regionen kann die Vermehrung im Herbst erfolgen, ohne dass die Gefahr von Frühfrösten besteht. In der gemäßigten Zone sowie in den Regionen Moskau und Leningrad ist der beste Zeitpunkt für Stecklinge und Teilung der Sträucher Mitte Frühling, etwa in der ersten Aprilwoche.

Vor- und Nachteile verschiedener Zuchtmethoden

Jede Methode hat ihre eigenen Vorteile:

  • Die Vermehrung von Thuja durch Stecklinge ist die einfachste und zugänglichste Methode. Stecklinge lassen sich durch Beschneiden des Strauchs zu jeder Jahreszeit gewinnen. Diese Methode erfordert keine zusätzlichen Investitionen und hat eine hohe Anwachsrate.
  • Die Anzucht aus Samen ist eine arbeitsintensive Methode, die Erfahrung und Kenntnisse der Agrartechnik erfordert. Mit der richtigen Vorgehensweise lassen sich viele Setzlinge und ein guter Gewinn erzielen. Die Anzucht dauert jedoch mindestens drei bis vier Jahre.
  • Die Wurzelteilung ist eine gute Methode, um seltene Sorten schnell und einfach zu vermehren. Der Nachteil liegt im hohen Arbeitsaufwand und der Notwendigkeit, die ausgewachsene Pflanze auszugraben.
  • Das Absenken führt selten zum gewünschten Ergebnis. Nach dem Bedecken mit Erde verfaulen die Zweige oft, wodurch die Bildung neuer Wurzeln verhindert wird.

Vermehrung von Thuja durch Stecklinge zu Hause

Für Gartenneulinge empfiehlt sich die Vermehrung junger Thujapflanzen aus Stecklingen. So erhält man garantiert 50–80 % kräftige Jungpflanzen pro Strauch. Nach ein bis zwei Jahren können diese ins Freiland umgepflanzt, zu einer Hecke geformt oder an Endverbraucher verkauft werden.

Regeln für das Schneiden von Thuja-Stecklingen

Unter günstigen Bedingungen lässt sich der Strauch im Herbst oder in jedem Frühjahr durch Stecklinge vermehren. Im warmen Klima der Krim und der Region Krasnodar empfiehlt sich dafür Ende Februar, nachdem der Schnee vollständig geschmolzen ist. Gleichzeitig wird die Thuja zurückgeschnitten, um eine schöne Krone zu erhalten. Wichtig ist dabei, dass die Pflanze keine neuen Triebe mehr bildet.

Für Stecklinge wählen Sie 4–5 Jahre alte Sträucher mit kräftigen, verholzten Ästen und einer dichten Krone. Zum Umpflanzen eignen sich obere Triebe von mindestens 20 cm Länge mit sichtbaren neuen Knospen und Anzeichen aktiven Wachstums. Untere Triebe wurzeln weniger gut und benötigen länger, um ein Wurzelsystem zu entwickeln.

Nach dem Rückschnitt erhält man 5–8 Stecklinge pro Strauch. Entfernen Sie mit einem scharfen Messer vorsichtig die unteren Äste und schneiden Sie die Schnittstellen länglich ein, sodass das Holz freiliegt; daraus entwickeln sich die Wurzeln der jungen Lebensbäume. Nach der ersten Behandlung können die Schnittstellen mit einer schwachen Wachstumsstimulanslösung besprüht werden. Bereiten Sie im Voraus ein flaches Gefäß mit zimmerwarmem Wasser vor, in das Sie die beschnittenen und desinfizierten Stecklinge stellen.

Wichtig!
Manche Gärtner sind der Ansicht, dass es für eine erfolgreiche Bewurzelung besser ist, den Ast mit einer scharfen Bewegung abzureißen, sodass ein langes Stück Rinde daran zurückbleibt.

Merkmale der Bewurzelung von Stecklingen

Beim Schneiden von Zweigen für zukünftige Sämlinge ist es wichtig, den Ansatz am Hauptstamm – die sogenannte Ferse – lang zu lassen. Je länger die Verbindung, desto höher die Wahrscheinlichkeit der Bewurzelung. Falls kein Wachstumsförderer vorhanden ist, können die Zweige in ein feuchtes Tuch gewickelt und 8–10 Stunden lang so gelassen werden.

Die vorbereitete Erde sollte in saubere, mit einer schwachen Kaliumpermanganatlösung behandelte Behälter gefüllt werden. Praktischer ist es, die Lebensbaumstecklinge in einzelne, leicht zu transportierende oder umzustellende Töpfe zu pflanzen. Wiederverwendbare, flache Pflanzschalen sind im Fachhandel erhältlich.

Die Bewurzelung einer Thuja aus einem abgeschnittenen Zweig ist einfach, wenn man die Schritt-für-Schritt-Anleitung befolgt:

  • Die Ferse und die Schnittwunde werden sorgfältig mit dem Wachstumsstimulans „Kornevin“ oder „Epin“ behandelt.
  • Die Zweige werden vorsichtig schräg in den angefeuchteten Boden gesteckt, wobei versucht wird, sie 2–2,5 cm tief einzudrücken.
  • Drücken Sie mit den Fingern die Erde gegen den Stamm, verdichten Sie sie dabei.
  • Die Pflanze wird mit warmem oder abgestandenem Wasser gegossen, und die restliche Flüssigkeit wird aus dem Untersetzer abgelassen.
  • Behälter oder Kisten werden mit transparenter Folie abgedeckt, um einen Treibhauseffekt zu erzeugen und die Luftfeuchtigkeit aufrechtzuerhalten.

Vor Beginn der Schneidearbeiten müssen alle Schneidwerkzeuge sterilisiert und mit Alkohol abgewischt werden, um eine bakterielle Kontamination der Stecklinge zu verhindern. Dies beugt Graufäule, Halsfäule, Krautfäule und der Pilzkrankheit Triebsterben bei Nadelbäumen vor.

Nach dem Einpflanzen ist es wichtig, eine Luftfeuchtigkeit von mindestens 70 % aufrechtzuerhalten. Am besten stellt man die Sämlinge an einen hellen, zugluftfreien Ort ohne Temperaturschwankungen und schützt sie vor direkter Sonneneinstrahlung und Staunässe.

Auswahl von Boden und Düngemitteln

Thuja wurzelt am besten in einem neutralen Boden mit einem pH-Wert von 4–5,5. Staunässe verträgt sie schlecht, und in schlecht durchlässigen Böden fault sie häufig. Ziersorten benötigen ein leichtes Substrat, dem folgende Bestandteile beigemischt sein sollten:

  • gesiebter Flusssand;
  • Rasenboden;
  • Torf;
  • Blatthumus.

Vor dem Einpflanzen alle Zutaten in einem Behälter vermischen und mit warmem Wasser, dem Kaliumpermanganat zugesetzt wurde, gießen. Dies tötet Bakterien und Schädlinge ab und beugt Krankheiten und Schäden an den Sämlingen vor. Die Erde für Stecklinge muss mit einer kleinen Menge Dünger und Nährstoffen angereichert werden.

  • Holzasche;
  • Knochenmehl;
  • Kompost.

Synthetische Düngemittel, die Stickstoff, Kalium und Phosphor enthalten, sollten erst im Spätsommer ausgebracht werden. Sie können Stecklinge schädigen, Verbrennungen verursachen und junge Wurzeln zerstören.

Eine alternative Methode der Vermehrung von Kartoffeln

Eine ungewöhnliche, aber effektive Methode zur Vermehrung von Zier-Thuja ist das Einpflanzen von Stecklingen in eine frische Kartoffelknolle. Diese Methode empfiehlt sich besonders für die Bewurzelung schwacher Zweige seltener Sorten. Die Wurzel dient dabei als Nährstoffspeicher und versorgt die Pflanze mit Feuchtigkeit und Vitaminen.

Nach der Ernte der Thujazweige wählen Sie einige Kartoffeln aus, die frei von Fäulnis und Krankheiten sind. Waschen Sie diese, entfernen Sie alle Keimaugen und stechen Sie mit einem antiseptischen Nagel ein Loch in die Erde. Pflanzen Sie die Kartoffeln in Kisten oder Töpfe, setzen Sie die Stecklinge hinein und bedecken Sie sie mit nährstoffreicher Blumenerde.

Sie können selbst ein einfaches Gewächshaus bauen und Lebensbäume direkt in Kartoffelbeete im Freiland pflanzen. Gießen Sie die Wurzeln regelmäßig und düngen Sie sie mit Holzasche und Kompost. Nach der Bewurzelung können die jungen Sträucher an ihren endgültigen Standort verpflanzt werden.

Wichtig!
Die „Kartoffelanbaumethode“ eignet sich für viele Bäume und Obststräucher und hilft, vom Aussterben bedrohte Sorten zu retten.

Pflanzenpflege

Nach der Vermehrung sollten die Töpfe und Kisten an einen warmen Ort gestellt werden. Wurde die Vermehrung im Februar oder März durchgeführt, ist es ratsam, sie ins Haus oder in den Keller zu holen und für zusätzliche Beleuchtung zu sorgen. Thuja benötigt Feuchtigkeit zum Anwurzeln, Kondenswasser kann jedoch zu Wurzelfäule führen.

Gießen Sie die Sämlinge direkt in die Erde, wobei Sie die Schnittstellen und die Wurzeln aussparen. In den ersten ein bis zwei Monaten ist es am besten, die Erde mit Wasser zu besprühen und vor jedem Gießen zu prüfen, ob sie trocken ist. Vom Mulchen der Sämlinge wird abgeraten, da dies zu Staunässe und Fäulnis des noch nicht entwickelten Wurzelsystems führt.

Wird die Pflanze fachgerecht durch Stecklinge vermehrt, bilden sich Ende August oder Anfang September Wurzeln. Bei günstigem Wetter kann die junge Thuja ins Freiland gepflanzt werden. Mit Schutz und Isolierung übersteht sie den Winter und treibt im Frühjahr neu aus.

Die Vermehrung und der Anbau von Thuja ist nicht schwierig, wenn man fachkundige Ratschläge befolgt. Am besten eignet sich die Stecklingsvermehrung und das Einpflanzen in kleine Töpfe. Bei regelmäßiger Bewässerung und Düngung wurzeln die Sämlinge schnell an, die Überlebensrate liegt bei bis zu 80 %.

Vermehrung der Thuja
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