Wie man Geranien im Herbst zu Hause durch Stecklinge vermehrt: Zeitpunkt

Geranie

Die vegetative Vermehrung von Geranien ist einfach. Selbst ein Gartenneuling kann das. Dies ist eine hervorragende Methode, um eine alte Pelargonie zu verjüngen und mehrere gesunde, blühende Pflanzen gleichzeitig zu erhalten. Im Gegensatz zur Anzucht aus Samen bleiben bei Stecklingen alle sortentypischen Merkmale der Mutterpflanze erhalten. Dies ist besonders wertvoll bei der Vermehrung seltener Sorten.

Reproduktionsmethoden

Pelargonien tauchten im 17. Jahrhundert erstmals in europäischen Ländern auf und erfreuten sich sofort großer Beliebtheit. Züchter entwickeln ständig neue Sorten, und mittlerweile gibt es über 400 verschiedene. Zu den beliebtesten Sorten unter Gärtnern zählen großblütige, zonale, duftende, doldenblättrige, einfarbige und Engel-Pelargonien.

Pelargonien vermehren sich:

  • Samen;
  • Stecklinge;
  • das Buschland teilen.

Die Anzucht aus Samen ist der arbeitsintensivste Prozess, da dabei nicht immer die Eigenschaften der Elternsorte erhalten bleiben. Die Teilung einer ausgewachsenen Pflanze erfolgt meist beim Umpflanzen an einen neuen Standort.

Wichtig!
Geranien lassen sich zu Hause schneller und einfacher durch Stecklinge vermehren. Die aus Stecklingen gezogenen Jungpflanzen behalten alle Merkmale der Mutterpflanze.

Zonale Geranien gedeihen am besten durch Stecklinge. Junge Pflanzen beginnen innerhalb von drei Monaten nach dem Einpflanzen zu blühen. Bei anderen Sorten verläuft dieser Prozess deutlich langsamer; sie blühen erst sechs bis fünfzehn Monate nach der Vermehrung.

Ein weiterer Zweck von Stecklingen ist die Verjüngung einer ausgewachsenen Pflanze. Wird dies nicht beachtet, verwandelt sich eine schöne, kräftige Pflanze innerhalb weniger Jahre in einen langen, kahlen Stängel mit wenigen Blütenständen an den Triebspitzen.

Schneideperiode

Alle Eingriffe, die die Pflanze mechanisch beschädigen, müssen unter Berücksichtigung des Jahreszyklus und der biologischen Eigenschaften der jeweiligen Art erfolgen. Andernfalls wird die Überlebensrate der Pelargonie beeinträchtigt, sortentypische Merkmale gehen verloren und ihre Krankheitsresistenz wird verringert.

Stecklinge älterer Pelargonien wurzeln deutlich schlechter. Mit zunehmendem Alter nimmt die Wurzelbildungsfähigkeit der Pflanze aufgrund ihrer geringeren Wasserspeicherkapazität und langsamerer Stoffwechselprozesse ab. Daher ist es ratsam, Stecklinge zügig zu schneiden.

Pelargonienstecklinge werden im Herbst und Frühling geschnitten. Obwohl einige Gärtnereien Geranienstecklinge ganzjährig, auch im Winter, annehmen, ist der optimale Zeitpunkt dafür August/September oder März/April.

Im Frühjahr geschnittene Stecklinge haben eine höhere Bewurzelungswahrscheinlichkeit. Zu den dafür notwendigen Faktoren zählen konstant hohe Temperaturen, Zugluftfreiheit und ausreichend Sonnenlicht für die Auxinsynthese. Der Nachteil von Frühjahrsstecklingen liegt darin, dass das Pflanzmaterial bereits Blütenknospen trägt, was den Zierwert der Mutterpflanze mindert.

Im Herbst gehen Pelargonien in eine Ruhephase über, und ihr Stoffwechsel verlangsamt sich. Daher ist die Vermehrung von Geranien durch Stecklinge im Haus im Herbst etwas schwieriger und langsamer, wenn die Stecklinge von einem über sechs Jahre alten Strauch stammen. Pflanzgut von jungen Pelargonien entwickelt sich schnell und blüht im Folgejahr.

Wichtig!
Stecklinge und Bewurzelung erfolgen bei allen Pelargonienarten gleich. Edle Pelargonien werden aufgrund ihrer Neigung zu Fäulnis durch Staunässe nur in Erde bewurzelt. Andere Arten können sowohl in Erde als auch in Wasser bewurzelt werden.

Stecklinge vorbereiten

Für ein besseres Anwachsen sollten Sie Mutterpflanzen auswählen und Stecklinge nach folgenden Regeln schneiden:

  • Gesunde und kräftige Pelargonien eignen sich zur Vermehrung;
  • Stecklinge werden aus dem oberen Teil des Strauchs geschnitten;
  • Verwenden Sie für Arbeiten ein scharfes Messer mit desinfizierter Klinge;
  • Es werden 8 cm lange Stecklinge mit 2-3 Internodien schräg abgeschnitten;
  • Ist der Stiel lang, werden zwei Stecklinge davon abgeschnitten, wobei der obere Schnitt direkt über der Knospe erfolgt.
  • Der Stumpf oberhalb der Knospe wird so kurz wie möglich gehalten, um Fäulnis zu vermeiden.
  • Die Blätter werden von unten abgerissen, sodass 3 bis 5 Blätter am Stängel verbleiben;
  • Alle Blütenstängel mit Knospen werden gepflückt, um das Überleben zu verbessern.

Vorbereitung des Pflanzmaterials zur Bewurzelung

Pelargonienstecklinge wurzeln in der Regel auch ohne Vorbereitung gut, aber um die Chancen auf eine erfolgreiche Vermehrung zu erhöhen, werden verschiedene Maßnahmen ergriffen:

  1. Nach dem Schneiden werden die Stecklinge zum Trocknen für 2-3 Stunden auf einer ebenen Fläche in einem abgedunkelten Raum ausgelegt.
  2. Getrocknete Stecklinge werden mit zerkleinerter Aktivkohle, Holzasche oder Kornevin behandelt. Das gleiche Verfahren wird für Stecklinge an der Mutterpflanze angewendet.
  3. Vor dem Einpflanzen werden die Stecklinge zusätzlich mit einem Wurzelbildungsstimulator behandelt.

Wurzelbildung im Wasser

Diese Methode zur Vermehrung von Pelargonienstecklingen ist die einfachste. Um das Wurzelwachstum anzuregen, werden die Stecklinge in Gefäße mit sauberem Wasser gestellt, wobei die unteren Enden 2–3 cm tief eingegraben werden, damit die Triebe genügend Luft bekommen. Zur Desinfektion wird Aktivkohlepulver in die Gefäße gegeben. Dies verhindert das Verfaulen der Stecklinge.

Wichtig!
Das Wasser wird wöchentlich gewechselt. Sollte der Flüssigkeitsstand im Glas aufgrund starker Verdunstung schnell sinken, füllen Sie einfach Wasser nach.

Der Anzuchtraum wird auf einer Temperatur von 14 bis 16 Grad Celsius gehalten. Bei niedrigeren Temperaturen wurzelt der Steckling nicht und fault. Nach 7 bis 10 Tagen bilden sich Wurzeln am unteren Ende. Nach zwei Wochen sind diese ausreichend lang, und die Jungpflanze wird ins Freiland umgepflanzt. Anschließend wird der Sämling wie gewohnt gepflegt.

Wurzelbildung im Boden

Bei den meisten Geranienarten werden Stecklinge direkt in das Substrat gepflanzt. Verschiedene Erdmischungen eignen sich zur Bewurzelung:

  • selbstgemischte Erde aus gleichen Teilen Gartenerde mit neutralem Säuregehalt, Humus, Sand und Rasensoden;
  • eine Erdmischung aus fertiger Universalerde für Zimmerblumen mit dem Zusatz von Sand und Vermiculit;
  • Kokossubstrat;
  • eine Mischung aus gleichen Teilen Perlit und Torf;
  • Torfmoos;
  • Fertige Torftabletten.

Verwenden Sie zum Einpflanzen der Stecklinge kleine Töpfe, Einwegbecher oder andere geeignete Behälter mit einem Fassungsvermögen von 100–200 ml. Achten Sie darauf, Löcher in den Boden zu bohren und eine Drainageschicht einzulegen. Füllen Sie die ausgewählte Erde in desinfizierte Behälter und gießen Sie sie mit kochendem Wasser oder einer rosafarbenen Kaliumpermanganatlösung.

Graben Sie in der Mitte des Topfes ein 3 cm tiefes Loch in die Blumenerde und setzen Sie den unteren Teil des vorbereiteten Stecklings hinein. Bedecken Sie ihn anschließend mit Erde und drücken Sie diese fest. Stellen Sie die Töpfe mit den Stecklingen auf eine helle Fensterbank, jedoch nicht in die direkte Sonne. Achten Sie während der Bewurzelung auf eine Raumtemperatur von 18 bis 25 Grad Celsius.

Während der Bewurzelung die Stecklinge mäßig gießen. Die Erde weder austrocknen noch Staunässe vermeiden. Die Blätter nicht gießen. Erfolgreiche Bewurzelung erkennt man am Wachstum neuer Blätter am Steckling. Die Jungpflanze kann dann in ihren endgültigen Topf umgepflanzt werden.

Wichtig!
Beim Einpflanzen von Stecklingen ist es praktisch, diese einzeln in Töpfe zu setzen. Sollten mehrere Pflanzen in einem Gefäß vereint werden, ist ein Abstand von 3 cm zwischen ihnen einzuhalten, um ein Verheddern der Wurzeln zu verhindern.

Vermehrung im Gewächshaus

Diejenigen, die an der Masse beteiligt sindGeranien anbauen Gärtner verwenden oft Mini-Gewächshäuser, um Stecklinge zu bewurzeln. Diese bestehen aus einem breiten, mit Erde gefüllten Behälter, der mit Glas oder Folie abgedeckt wird. Ein Mini-Gewächshaus beschleunigt die Bewurzelung und ermöglicht die gleichzeitige Bearbeitung mehrerer Stecklinge, wodurch Platz auf der Fensterbank gespart wird. Man kann es selbst aus Haushaltsgegenständen bauen oder fertig kaufen.

Füllen Sie die Anzuchtschale im Gewächshaus mit nährstoffreicher Erde, setzen Sie mehrere Stecklinge hinein und decken Sie sie mit einem Deckel ab. Gießen Sie regelmäßig, damit die Erde nicht austrocknet. Vermeiden Sie Staunässe, da die Stecklinge sonst faulen. Entfernen Sie den Deckel nach zwei Wochen, wenn die Stecklinge Wurzeln gebildet haben.

Jede Pelargonie benötigt unterschiedlich viel Zeit zum Bewurzeln. So brauchen beispielsweise Königsgeranien einen Monat, während Efeugeranien nur zwei Wochen benötigen. Eine erfolgreiche Bewurzelung erkennt man an den jungen Blättern, die am Steckling wachsen. Sobald diese erscheinen, wird der Sämling mitsamt dem Wurzelballen in seinen endgültigen Topf umgepflanzt.

Überweisen

Pelargonien werden in Töpfen gezogen.Der Topf sollte ein Fassungsvermögen von maximal 0,75 Litern haben. Ein zu großer Topf regt die Pflanze zu einem ausgedehnten Wurzel- und Laubwachstum an, was die Blüte beeinträchtigt. Aus demselben Grund sollten Geranien nicht mit Stickstoffdünger gedüngt werden. Der gewählte Topf muss Abzugslöcher im Boden haben und zu 15 % mit Blähton gefüllt werden.

Für den Anbau von Geranien eignet sich eine Erdmischung aus folgenden Bestandteilen:

  • 2 Teile Rasenerde;
  • 1 Teil Torf;
  • 1 Teil Sand.

Die vorbereitete Erde wird mit einer schwachen Kaliumpermanganatlösung befeuchtet, um sie zu desinfizieren und zu strukturieren. Anschließend wird der vorbereitete Topf zu zwei Dritteln gefüllt. Der bewurzelte Steckling wird dann in den Topf umgesetzt. Dies gelingt am besten durch Umsetzen, um das Wurzelsystem nicht zu beschädigen. Der restliche Raum wird mit Erde aufgefüllt, wobei der Topf gelegentlich geschüttelt wird, um Lufteinschlüsse zu vermeiden. Die Pflanze wird dann mit lauwarmem, abgestandenem Wasser gegossen.

Wichtig!
Efeu-Geranien wirken besonders attraktiv, wenn sie in Gruppen gepflanzt werden. In diesem Fall werden die Pflanzen in einem länglichen Gefäß im Abstand von 15 cm gesetzt.

Pflege junger Pflanzen

Für die Jugend Geranien werden gepflegt Ausgewachsene Pflanzen erhalten die gleiche Pflege. Stellen Sie Töpfe mit Sträuchern auf nach Süden ausgerichtete Fensterbänke mit viel Licht oder Halbschatten. In besonders heißen Perioden sollten die Geranien beschattet werden, um Sonnenbrand zu vermeiden.

In der warmen Jahreszeit benötigen Geranien häufiges Gießen. Im Winter reicht es, sie ein- bis zweimal pro Woche zu gießen. Dies hängt von der Sorte und der Raumluftqualität ab. Zusätzliches Befeuchten wie Besprühen ist nicht nötig. Lockern Sie regelmäßig die Erde im Topf und entfernen Sie verwelkte Blätter und verblühte Knospen.

Wichtig!
Wenn die Winterruhe beginnt, werden Pelargonien in einen kühleren Raum mit einer Temperatur von 8 bis 12 Grad Celsius gestellt. Man kann die Töpfe einfach näher ans Fenster stellen.

Um das Wachstum anzuregen und die Blüte zu fördern, werden Geranien im Frühling und Sommer zweimal monatlich mit einem mineralischen Dünger mit geringem Stickstoffanteil gedüngt. Für einen dichteren Wuchs sollten die Triebspitzen und einige Seitentriebe regelmäßig entfernt werden.

Tipps und Empfehlungen

Um eine erfolgreiche Vermehrung durch Stecklinge zu gewährleisten, raten erfahrene Gärtner Folgendes:

  • Ein paar Tage vor dem Schneiden der Stecklinge sollte die Mutterpflanze nicht mehr gegossen werden;
  • Zum Schutz vor Pilzbefall sollten die eingepflanzten Stecklinge 2 Tage lang mit Plastiktüten oder Glasgefäßen abgedeckt werden;
  • Zum Einpflanzen von Stecklingen kleine Töpfe verwenden oder mehrere in Blumentöpfe stellen;
  • Nicht verwenden zum Anbau von Geranien Tongefäße mit poröser Struktur, da diese die Verdunstung von Feuchtigkeit fördern;
  • Im Sommer können Geranien in ein Blumenbeet im Garten umgepflanzt oder einfach ins Freie gestellt werden.

Abschließend

Die Vermehrung durch Stecklinge ist eine wunderbare Möglichkeit, schnell und ohne großen Aufwand einen kleinen Geraniengarten auf der Fensterbank anzulegen. Sie eignet sich auch hervorragend, um geliebte Pflanzen, die ihren dekorativen Reiz verloren haben, wiederzubeleben.

Vermehrung von Geranien durch Stecklinge
Kommentare zum Artikel: 2
  1. Julia

    Vielen Dank, alles ist sehr einfach und verständlich dargestellt.

    Antwort
  2. Nina

    Vielen Dank für den Artikel. Alles ist einfach und verständlich geschrieben. Ich habe Ihre Methode zur Vermehrung von Geranienstecklingen ausprobiert, die den Sommer über draußen standen. Meine sind ein Jahr alt. Alle Stecklinge haben Wurzeln geschlagen. Im Frühjahr 2020 wird die Datscha also wunderschön sein. Das war erst mein erster Sommer mit der Bepflanzung. Alle waren begeistert. Sie hat den Erholungsbereich richtig aufgewertet.

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