Liebst du es, in deiner Datscha in der Banja zu entspannen? Wir zeigen dir, wie du einen Badeschwamm aus Eichenholz herstellst! Eine Kindheitserinnerung hallt wider mit dem Gesang: „Besen, Besen … Wasser im Waschbecken …“ Seit jeher waren Waschbecken und Goliks – wie die Zweigbündel früher genannt wurden – die wichtigsten Utensilien beim Baden in der Banja. Doch Waschbecken gehören der Vergangenheit an, ersetzt durch moderne Sanitäranlagen. Und die Besen und Goliks – der Gesang einer entspannten Seele – lassen sich durch nichts anderes ersetzen als durch echte Zweige eines jungen Baumes. Wir wählen Eiche.
DIY-Badezimmerbesen aus Eichenholz
Ein Bündel Eichenzweige schenkt dem Träger die Kraft, die die Natur mächtigen Bäumen verleiht, die über Generationen wachsen und in ihren Jahresringen die Geheimnisse vergangener Jahrhunderte bergen. Es wird ihm in der Sauna Freude bereiten; ein Meister weiß, wie man einen Eichenholz-Badeschwamm herstellt, wann der richtige Zeitpunkt zum Schneiden der Zweige ist und wie man den Baum schützt, damit kräftige junge Triebe weiterwachsen, aus denen der Meister ein weiteres Geschenk für Saunaliebhaber fertigt.
Ausgezeichnete Eichenzweige werden aus den Zweigen alter, durch Wind und Frost gehärteter Bäume gebunden. Für die Bündelung werden junge Bäume, jünger als fünf Jahre, verwendet. Die Zweige werden zu zwei Zeitpunkten geerntet: zur Blütezeit der Wiesengräser und bei den ersten Winterfrösten, wenn die Eichen noch belaubt sind. Die Wintereiche gilt als besonders wohltuend für den Menschen, da sie in der Sauna an Kraft und Widerstandsfähigkeit gewinnt.
Interessant! Hochwertige Besen werden aus verschiedenen Eichenarten hergestellt: Wintereiche, Stieleiche und Berg-Eiche. Dies sind die wichtigsten Eichenarten in Russland. Dichte Wälder beherbergen dreihundert Jahre alte Bäume, deren Zweige besonders kräftig und gesund sind.
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Arten des Besenbindens
Liebhaber von frischem Eichendampf binden ihre Bündel meist selbst. Sie wissen, dass es zwei Arten von Besen gibt: runde und flache, fächerförmige. Davon hängt auch die Art des Bindens ab – kreisförmig oder mit einer Drehung, die als „Schaufelbindung“ bezeichnet wird.
Die Zweige werden kreisförmig wie ein Blumenstrauß angeordnet. Der kräftigste Zweig kommt in die Mitte, und die Zweige mit den breiten Blättern werden dicht an dicht darum gelegt. Dabei ist darauf zu achten, dass die Blätter beim Falten des „Straußes“ nach außen zeigen und die Blattunterseite zur Mitte des Bündels gerichtet ist. Die Dicke des Griffs richtet sich nach einem angenehmen Griff und beträgt im Durchschnitt maximal 5 cm Durchmesser. Diese Griffstärke gewährleistet das gleichmäßige Trocknen aller zusammengebundenen Zweige.
Für die Schlinge können je nach Vorliebe verschiedene Materialien verwendet werden – Draht, kunststoffummanteltes Kabel oder Hanfschnur. Dabei gibt es auch einen kleinen Trick: Nachdem die Zweige vollständig getrocknet sind, sollte die Schlinge etwas fester gezogen werden, da die Zweige schrumpfen und der Griff des Bündels etwas dünner wird.
Jeder Handwerker kann die Herstellung eines Eichenholz-Badehausbesens nach seinem Geschmack und Können selbst bestimmen. Die „Schaufelmethode“ ist eine spezielle Technik, um den Besen flach und handlich zu gestalten. Der Handwerker formt zunächst eine Seite des Holzbündels, dreht es dann um und vollendet die andere Seite.
Es gelten die gleichen Prinzipien:
- Die Zweige sollten frei von Knoten und Dornen, biegsam und saftig sein;
- Die Blätter müssen sehr groß sein, solche findet man nur tief im Wald oder hoch in den Bergen;
- In der Tiefe wird ein dickerer Ast platziert, an den Rändern werden dünnere Äste befestigt;
- Die Blätter sollten vom Besen nach außen zeigen;
- Die Bindung ist fest genug, damit der Besen seine Form behält, und locker genug, damit beim Trocknen Luft zu jedem Zweig und jedem Blatt gelangen kann.

Die fertigen Produkte werden auf althergebrachte Weise getrocknet: paarweise zusammengebunden, damit sie leichter aufgehängt werden können. Die Paare werden locker aufgehängt, um eine optimale Luftzirkulation zu gewährleisten. Das Trocknen unter einem doppelten Dach, wie es in alten Dorfhäusern üblich ist, ist empfehlenswert. Solche Dächer erleben heute im Holzhausbau eine Renaissance.
Manche Strickerinnen drücken ihre rundgestrickten Stücke sofort flach. Erfahrene Strickerinnen hingegen bügeln nur gut getrocknete Besen. Sie prüfen den Trocknungsgrad durch Tasten. Dazu berührt man die Mitte mit der Hand und schiebt die Zweige vorsichtig auseinander. Die teilweise getrockneten Blätter und Stängel verströmen eine erfrischende Kühle.

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