Begonien wachsen auf fast jeder Fensterbank. Diese Pflanze ist nicht nur wegen ihrer vielfältigen Blütenfarben und -formen beliebt, sondern auch wegen ihrer schönen Blätter. Die Pflege von Zimmerbegonien ist nach dem Kauf nicht besonders schwierig.
Merkmale der Begonienpflege nach dem Kauf
Während Gartenbegonien in unserem Klima prächtig gedeihen, können Topfbegonien (Wurzel- und Knollenbegonien) ihren Besitzern Probleme bereiten. Wie pflegt man Begonien also am besten zu Hause, nachdem man sie im Geschäft gekauft hat, damit sie prächtig blühen und das Fensterbrett verschönern?
Die Pflege von Topfbegonien beginnt nach dem Kauf mit der Wahl des richtigen Standorts. Im Allgemeinen bevorzugen Begonien Wärme, Privatsphäre und Halbschatten, weshalb sie auf Fensterbänken, insbesondere solchen mit Ausrichtung nach Osten und Norden, gut gedeihen.
An zu sonnigen Standorten sind die Pflanzen direktem Sonnenlicht ausgesetzt, daher sollte man sonnige Fensterbänke auf der Süd- oder Westseite vermeiden.
Wenn auf den Blättern, die dem Fenster zugewandt sind, große, trockene, braune Flecken auftreten, ist die Pflanze verbrannt. Sie sollte so schnell wie möglich an einen schattigeren Standort gestellt werden.
Begonien benötigen einen fruchtbaren, gut durchlässigen Boden mit mäßiger Feuchtigkeit und neutralem pH-Wert. Leicht saurer Boden ist ebenfalls geeignet. Immerblühende Begonien sind die robustesten Vertreter der Pflanzenarten und gedeihen selbst in relativ nährstoffarmen Böden gut.
Die Pflege einer Topfbegonie erfordert nach dem Kauf manchmal das Umtopfen in einen neuen Topf. Zunächst ist es wichtig, einen geeigneten Topf auszuwählen – ein flacher, aber breiter Topf ist ideal.
Das könnte Sie auch interessieren:Optimale Temperatur und Bewässerung für Begonien
Die meisten Begonien gedeihen gut bei Zimmertemperatur. Die optimale Temperatur im Frühling und Sommer liegt zwischen 15 und 22 °C. Im Winter sollte die Temperatur nicht unter 12 °C fallen.
Die richtige Bewässerung ist ein wichtiger Bestandteil der Pflege von Topfbegonien nach dem Kauf. Im Frühling und Sommer benötigen die Pflanzen reichlich Wasser, im Winter sollte der Boden mäßig feucht gehalten werden. Begonien vertragen trockene Erde nicht gut, und wenn man das Gießen vergisst, werden sie früher oder später krank.
Gründliches Gießen bedeutet nicht, die Töpfe komplett feucht zu lassen. Nach einigen Minuten sollte das überschüssige Wasser abgegossen werden. Abgekochtes, auf Zimmertemperatur abgekühltes Wasser eignet sich gut zum Gießen von Begonien. Es ist eine hervorragende Alternative zu Leitungswasser, das oft von minderer Qualität ist.
Achten Sie beim Gießen darauf, dass die Blätter der Begonie nicht nass werden. Sollte dennoch Wasser darauf spritzen, nehmen Sie die Pflanze vom Fensterbrett, stellen Sie sie für einige Minuten vom Fenster weg und lassen Sie sie ungestört trocknen. Dies ist besonders im Sommer wichtig, wenn die Sonneneinstrahlung am intensivsten ist.
Die Luftfeuchtigkeit in unmittelbarer Nähe von Pflanzen lässt sich am besten erhöhen, indem man die Töpfe auf Blähton stellt und Wasser hineingießt. Im Winter ist es besonders wichtig, Zugluft zu vermeiden, da die erhöhte Luftzirkulation die Luftfeuchtigkeit senkt.
Das könnte Sie auch interessieren:Wie oft und welche Art von Dünger sollte verwendet werden?
Düngen Sie die Pflanzen alle zwei Wochen mit einem mineralischen oder Kombinationsdünger. Dies ist besonders wichtig für Topfpflanzen mit dekorativem Laub. Für Begonien eignet sich am besten Flüssigdünger, der mit Wasser verdünnt wird (gemäß Packungsanweisung).
Manchmal können Langzeitdünger verwendet werden. Am besten mischt man die Granulate beim Umtopfen in die Erde. Ist ein Umtopfen in naher Zukunft nicht geplant, empfiehlt es sich, einfach eine kleine Menge Düngerkugeln auf die Erde zu streuen.
Es ist wichtig, die Angaben des Herstellers zur Wirkungsdauer des Produkts zu beachten. In der Regel hält die Wirkung 3–6 Monate an. Nach diesem Zeitraum sollte die Anwendung wiederholt werden.
Begonien in einen neuen Topf umpflanzen
Wenn die Pflanze ihren Topf vollständig ausfüllt, ist es Zeit zum Umtopfen. Dies geschieht am besten im Frühling. Der neue Topf sollte nicht wesentlich größer sein als der vorherige. Begonien benötigen ein Substrat mit hohem Humusgehalt. Universalerde oder ein torfhaltiges Substrat eignen sich gut.
Der optimale pH-Wert des Bodens für Begonien im Topf liegt zwischen 4,5 und 5,5. Falls die Pflanzen zu voluminös werden, können Sie zwischen April und Ende Juni Erde hinzufügen, um den hervorstehenden Wurzelhals und die Wurzeln zu bedecken.
Das könnte Sie auch interessieren:Reproduktion
Es gibt verschiedene Methoden, Begonien zu vermehren. Zu Hause kann man Stecklinge von den Trieben trennen. Diese sollten etwa drei Wochen lang in feuchte Erde gestellt werden. Anschließend werden die bewurzelten Stecklinge in einzelne Töpfe gepflanzt.
Professionelle Gärtner bevorzugen jedoch die Vermehrung über Knollen, da diese qualitativ hochwertigere Pflanzen hervorbringt, die der Mutterpflanze ähnlicher sind. Dazu wird die ausgegrabene Knolle mit einem scharfen Messer geteilt, sodass jedes Teilstück mindestens einen Trieb besitzt.
Schutz vor Krankheiten
Begonien leiden gelegentlich unter Pilzinfektionen, die meist durch zu hohe Luftfeuchtigkeit verursacht werden – Grauschimmel und Mehltau. Die Hauptsymptome sind Flecken (graubraun bzw. weiß) auf den Blättern.
https://youtu.be/_NijN2uS7VA
Fungizide können im Frühstadium der Krankheit helfen, doch in schwereren Fällen ist es ratsam, die befallenen Pflanzen zu entfernen, um Schäden an anderen Blüten zu vermeiden. Eine gute vorbeugende Maßnahme ist das umgehende Entfernen vergilbter Blätter und verwelkter Begonienblüten.

Die angesagtesten Blumen des Jahres 2025
Große Keramiktöpfe und Pflanzgefäße: Worin liegt der Unterschied und wie wählt man den richtigen für seine Pflanzen aus?
Schönheit und Pflegeleichtigkeit: Die 10 schönsten und pflegeleichtesten Zimmerblumen
Die 15 schönsten Blumen, die in der Vase lange halten