So pflegen Sie Begonien richtig zu Hause: nützliche Tipps

Blumen

Begonien sind tropische Pflanzen mit prächtigen Blüten und ebenso schönen Blättern. Es gibt zahlreiche Sorten und Arten in der Gattung Begoniaceae. Ein optimales Klima in Innenräumen zu schaffen, ist nicht einfach, doch mit einigen Tipps gelingt der Anbau. Sie können jede gängige Sorte für die Zimmerkultur wählen; alle gedeihen gut in Wohnungen. Die Vermehrungsmethoden variieren, und die passende Methode sollte anhand der Wurzelstruktur ausgewählt werden.

Beschreibung der Pflanze

In der Natur gibt es über 1.000 Begonienarten, und die sorgfältige Arbeit von Züchtern hat zur Entstehung weiterer 2.000 Hybriden geführt. Aufgrund dieser Vielfalt ist eine systematische Klassifizierung der Pflanzen schwierig. Als grundlegendste Einteilung gelten blühende und blattreiche Sorten, mehrjährige, laubabwerfende und immergrüne sowie knollen- und wurzelbildende Begonien. Viele Arten und Hybriden lassen sich in Innenräumen kultivieren. Ihre Pflege ist ähnlich, es gibt jedoch einige Unterschiede. Knollenbegonien beispielsweise vertragen keine Staunässe; die unterirdischen Pflanzenteile werden schnell von Pilzbefall befallen und sterben ab.

Begonien stammen ursprünglich aus Westafrika, wo sie erstmals in tropischen Regionen nahe des Amazonas entdeckt wurden. Einige Arten sind auch in den wärmeren Klimazonen Südostasiens und Indiens verbreitet. Die Gattung der Begoniengewächse (Begoniaceae) ist zahlreich und vielfältig und umfasst Pflanzen mit unterschiedlichen Wuchsformen: Kletterpflanzen, Halbsträucher, Epiphyten, Sträucher und krautige Pflanzen. In freier Natur bevorzugen sie Standorte mit indirektem Licht, hoher Luftfeuchtigkeit und leicht saurem Boden. Sie vertragen hohe Temperaturen gut, reagieren aber empfindlich auf Staunässe. Dies sind die grundlegenden Anforderungen für ein gesundes Wachstum von Begonien in Innenräumen.

Aufmerksamkeit!
Auch Zierbegonien blühen, doch ihre Knospen sind weniger beeindruckend, manchmal sogar unscheinbar. Dies wird jedoch durch die Schönheit ihrer Blätter mehr als wettgemacht.

Geschichte des Auftretens in der Zimmerfloristik

Die Begonie wurde nach dem Gouverneur von Haiti, Michel Begon, benannt, der eine Pflanzensammelexpedition in die Antillen in Ostindien organisierte und finanzierte. Sein Freund, der französische Botaniker Charles Plumier, nahm aktiv an dieser Reise teil. Er war es auch, der vorschlug, die Gattung dieser wunderschönen Pflanzen nach seinem Freund zu benennen.

Die Blume gelangte im 18. Jahrhundert unter Kaiser Peter dem Großen zusammen mit anderen tropischen Pflanzen aus Holland nach Russland und in andere GUS-Staaten. Erst im 19. Jahrhundert, nach der Entdeckung attraktiver, großblütiger Knollenbegonien im Jahr 1866, begannen Züchter aktiv mit der Entwicklung von Hybriden. Heute findet man diese Pflanzen in botanischen Gärten weltweit, und aus der großen Vielfalt kann jeder Gärtner die passende Sorte für sich auswählen und zu Hause anbauen.

Beliebte Sorten für den Heimgebrauch

Zimmerbegonien werden in zwei Gruppen unterteilt: Zierbegonien mit Blüten und Zierbegonien mit Laub, die entweder Knollen oder Wurzeln bilden. Blühende Begonien sind wegen ihrer üppigen Knospenbildung und der Blütenstände in verschiedenen Formen und Farben sehr beliebt. Sie ähneln Rosen, Nelken, Pfingstrosen und Kamelien. Moderne Hybriden bringen große Blüten hervor. Bei richtiger Pflege erscheinen sie im frühen Frühling und blühen bis in den Herbst hinein.

Beliebte Sorten

Liste beliebter Sorten:

  • Senator;
  • Vermögen;
  • Fimbriata Pink;
  • Venus;
  • Immerblühend;
  • Grandiflora;
  • Aprikose;
  • Nonstop;
  • Marmorata;
  • Doppelweiß;
  • Elatior;
  • Bada Boom;
  • Picoti;
  • Marmor.

Laubabwerfende Pflanzen unterscheiden sich von Blütenpflanzen durch ihre weniger attraktiven Blüten. Der Wert dieser Sorten liegt in ihren Blättern, die durch ihre Formen und Farben beeindrucken. Diese Pflanzen sind anspruchsvoller in Bezug auf Licht und Düngung. Licht- oder Nährstoffmangel im Boden beeinträchtigt den Zustand der Blätter und lässt sie weniger kräftig und attraktiv erscheinen. Längere Vernachlässigung kann zum Verlust der sortentypischen Merkmale führen.

Laubabwerfende Pflanzen

Liste beliebter Zierlaubsorten:

  • Metall;
  • Bauer;
  • Mason;
  • Faust;
  • Credner;
  • Palomar-Prinz;
  • Charlotte Chiffon;
  • Grünes Gold;
  • Schwarzer Prinz.
Interessant!
Es gibt strauchartige Sorten, die sich für den Anbau in Gärten eignen. Die Pflanzen erreichen eine Höhe von 3 Metern. In Russland werden sie aufgrund ihrer Ungeeignetheit für das dortige Klima nicht angebaut.

Wie man Begonien zu Hause pflegt

Begonien benötigen im Haus intensive Pflege. Wichtige Faktoren sind die Raumtemperatur, die Bodenfeuchtigkeit und der Düngebedarf. Im Sommer empfiehlt es sich, die Pflanzen nach draußen zu stellen, jedoch erst nach einer anhaltenden Erwärmung – frische Luft wirkt sich positiv auf diese tropische Pflanze aus. Kontrollieren Sie den Zustand der Pflanzen im Freien mindestens einmal wöchentlich. Untersuchen Sie die Blätter sorgfältig auf Krankheiten und Schädlingsbefall. Behandeln Sie die Pflanzen alle 21 bis 30 Tage mit systemischen Fungiziden und Insektiziden.

Das beste Mittel ist, die Pflanzen im Sommer ins Freie zu stellen oder auf die Veranda zu platzieren. Wichtig ist jedoch, sie vor den ersten Herbstfrösten zu schützen. Plötzliche Temperaturstürze und Zugluft schaden dieser Pflanzengattung. Topfpflanzen sollten daher am besten ins Haus geholt und vorher gegen Schädlinge behandelt werden. Pflege von Begonien Es gibt noch weitere Regeln, die befolgt werden müssen.

Bodenanforderungen

Begonien haben strenge Ansprüche an den Boden. Er muss locker, nährstoffreich und durchlässig für Feuchtigkeit und Luft sein. Die Pflanze benötigt leicht sauren Boden. Eine Erdmischung für die Zimmerkultur kann aus folgenden Zutaten hergestellt werden:

  • Gartenerde – 2 Teile;
  • Laubboden – 1 Stunde;
  • Torf im Flachland – 1 Stunde;
  • Perlit oder Vermiculit – 0,5 h.;
  • Sand – 0,25 h.

Im Fachhandel sind spezielle Substrate erhältlich. Diese sind steril und ohne Vorbehandlung direkt zum Bepflanzen geeignet. Selbstgemischte Erde aus einzelnen Komponenten sollte im Backofen erhitzt oder mit Kaliumpermanganat behandelt werden, um Schädlingeier und Pilzsporen abzutöten. Zusätzlich sollte Humus als Langzeitdünger beigemischt werden.

Beleuchtung

Begonien benötigen unabhängig von der Sorte helles, indirektes Licht. Bei zu wenig Licht bilden sich keine Blütenknospen, und panaschierte Sorten verlieren ihre prächtigen Farben. Am besten stellt man die Topfpflanze auf ein nach Osten oder Westen ausgerichtetes Fensterbrett. Südfenster benötigen zusätzlichen Schatten, um Sonnenbrand zu vermeiden.

Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit

Für ein gesundes Wachstum und eine üppige Blüte benötigt eine Pflanze ein bestimmtes Temperaturregime. Dies ist besonders im Winter wichtig, wenn blühende Sorten ihre Knospen bilden. Die Temperaturen sollten zwischen 16 und 18 °C liegen. Im Sommer ist ein Anstieg auf 23 bis 25 °C akzeptabel. Plötzliche Temperaturschwankungen, insbesondere während der Knospenbildung, sind schädlich für die Pflanze.

Aufmerksamkeit!
Zierbegonien mit ihrem üppigen Laub und ihre Blüten vertragen zusätzliche Feuchtigkeit gut. Beim Besprühen sollte man jedoch den Wasserstrahl kontrollieren und darauf achten, dass kein Wasser auf die Blätter und Knospen tropft, da dies unschöne Flecken hinterlassen kann.

Bewässerung

Zimmerbegonien benötigen regelmäßiges Gießen. Die Erde sollte feucht, aber nicht trocken oder nass sein. Bei Knollenpflanzen gießen Sie vorsichtig am Topfrand, ohne die Knolle zu bespritzen. Im Sommer gießen Sie alle 5–7 Tage, im Winter höchstens alle zwei Wochen. Staunässe ist schädlich für Begonien, daher ist ein Abfluss im Topf wichtig. Verwenden Sie zum Gießen warmes, abgestandenes Wasser.

Düngung

Begonien benötigen Nährstoffe, um gut zu gedeihen und üppig zu blühen. Topfpflanzen erhalten diese Nährstoffe durch Dünger. Während der Wachstumsphase sollte alle zwei Wochen ein speziell für Blühpflanzen entwickelter Dünger verwendet werden. Am besten eignet sich ein Dünger mit hohem Kalium- und Phosphorgehalt. Für sommergrüne Begonien ist Stickstoff vorzuziehen (bei Blühpflanzen verzögert er die Knospenbildung und führt zu spärlicher Blüte).

Methoden der Pflanzenvermehrung

Es gibt verschiedene Methoden zur Vermehrung von Zimmerbegonien. Die optimale Methode hängt von der Jahreszeit und der jeweiligen Sorte ab. Blühende Sorten lassen sich am besten durch Aussaat vermehren. So erhält man viele Jungpflanzen, ohne die Mutterpflanze beschneiden zu müssen. Zierbegonien mit schönem Laub werden durch Teilung der Rhizome und Bewurzelung von Blättern vermehrt. Dadurch bleiben die sortentypischen Merkmale auch bei der Vermehrung von Hybriden erhalten.

Knollen

Knollenpflanzen werden durch Teilung des Rhizoms vermehrt. Sorgfältige Überwachung des Vorgangs ist unerlässlich, und das Pflanzgut muss vorsichtig abgetrennt werden. Die entstehende Tochterknolle muss einen Trieb und mehrere Wurzeln aufweisen, sonst wurzelt sie nicht. Am besten teilt man eine ausgewachsene Pflanze im Frühjahr oder Frühherbst. Im Winter sollte man die Teilung nicht vornehmen, da die Jungpflanzen dann geschwächt sind.

Aufmerksamkeit!
Das Schneiden einer reifen Knolle zur Gewinnung neuer Pflanzen ist verboten. Selbst bei Einhaltung aller Verarbeitungsanweisungen sterben in 90 % der Fälle beide Teile ab.

Stecklinge

Stecklinge werden zur Vermehrung von Zierpflanzen (Blatt- und Blühpflanzen, außer Knollenbegonien) verwendet. Bei Blattbegonien werden mehrere Triebe mit langen Stielen abgetrennt. Von blühenden Pflanzen werden mindestens 10 cm lange Stecklinge geschnitten. Das so gewonnene Material wird in Wasser mit zerstoßener Aktivkohle bewurzelt. Bewurzelungsfördernde Mittel beschleunigen den Prozess. Sobald sich kleine Wurzeln gebildet haben, werden die Pflanzen ins Freiland umgepflanzt und in einem Gewächshaus weiterkultiviert.

Durch Teilung des Rhizoms

Zierbegonien werden meist durch Rhizomteilung vermehrt. Sie wachsen horstbildend und bilden einzelne Ableger mit freiem Wurzelsystem. Um eine kleine Pflanze zu erhalten, schneidet man einfach einen Trieb ab und bestreut die Schnittstelle der Mutterpflanze mit zerstoßener Holzkohle. Am besten entfernt man den Steckling (mit einigen Blättern) zusammen mit etwas Erde aus dem Substrat, wobei das Wurzelsystem unbedingt erhalten bleiben muss. Die Pflanze wird in einen separaten Topf umgepflanzt und wartet, bis sich Wurzeln gebildet haben. Sobald die Wurzeln den Wurzelballen umschlossen haben, kann die Pflanze in einen größeren Topf umgepflanzt werden.

Anzucht aus Samen

Die Vermehrung durch Samen wird bei der Anzucht von blühenden Sorten angewendet. Diese Methode wird häufig von professionellen Züchtern eingesetzt, die neue Sorten entwickeln möchten. Frisches Saatgut hat eine gute Keimrate mit einer Erfolgsquote von 90 %. Die Anzucht beginnt Anfang Februar, um sicherzustellen, dass bis zum Herbst eine ausgewachsene Pflanze heranwächst.

Die Samen sollten in flachen Anzuchtgefäßen ausgesät und mit Plastikfolie abgedeckt werden, um gewächshausähnliche Bedingungen zu schaffen. Die Samen dürfen nicht in die Erde gedrückt oder mit Erde bedeckt werden; sie sollten lediglich leicht angedrückt werden. Die Anzuchtschalen sollten warm gehalten werden, die Erde sollte regelmäßig ausgetrocknet werden. Gelegentlich sollte die Erde mit einer Sprühflasche besprüht werden. Die Raumtemperatur sollte mindestens 20 Grad Celsius betragen.

Die ersten Triebe erscheinen innerhalb einer Woche an der Oberfläche. Sobald die Triebe gleichmäßig ausgetrieben sind, wird das Gewächshaus entfernt und die Pflanzen stehen bei Zimmertemperatur. Der Topf wird regelmäßig gedreht, damit die Triebe aufrecht wachsen. Nach einem Monat werden die Pflanzen in separate Töpfe umgepflanzt. Es ist wichtig, das Wurzelsystem nicht zu beschädigen, da die Triebe sonst absterben.

Pflanzenkrankheiten und Schädlinge

Wird die Pflanze nicht richtig gepflegt, kann sie erkranken. Begonien werden häufig von Schädlingen befallen und müssen daher regelmäßig kontrolliert werden, insbesondere wenn sie im Freien oder auf einem Balkon wachsen. Häufige Probleme sind:

  • Die Blätter fallen ab – die Raumtemperatur ist gesunken, der Pflanze ist kalt, sie sollte an einen warmen Ort gestellt werden;
  • Die Blätter begannen an den Rändern zu welken und auszutrocknen – Wassermangel;
  • spärliche oder fehlende Blüte – zu kleiner Topf, alte oder ungeeignete Erde, Nährstoffmangel;
  • Welken der Blätter – hohe Temperatur und niedrige Luftfeuchtigkeit;
  • kleine weiße Flecken auf der Außen- oder Innenseite des Blattes – echter Mehltau;
  • Braune und schwarze Flecken deuten auf eine Pilzinfektion hin.
Aufmerksamkeit!
Wenn die Veränderung des Erscheinungsbildes auf einen Verstoß gegen landwirtschaftliche Praktiken zurückzuführen ist, sollten diese angepasst werden. Bei Schädlings-, Pilz- oder Bakterienbefall sollte die Kulturpflanze mit speziellen Präparaten behandelt werden.
Krankheiten

Begonien sind beliebte Zimmerpflanzen. Ihre Schönheit und Pflegeleichtigkeit machen sie zu einer begehrten Pflanze für Hobbygärtner. Es gibt zahlreiche Sorten, von denen über 1000 in der Natur heimisch sind, während die übrigen Züchtungen zu verdanken sind. Für eine prächtige Begonie braucht es mehr als nur Einpflanzen und Gießen; regelmäßiges Formen und Düngen, Schädlingsbekämpfung und die richtige Winterruhe sind ebenfalls notwendig. Wer die richtigen Pflegehinweise beachtet, kann sich an üppigen Blüten oder dichten, leuchtend farbigen Blättern erfreuen.

Begonien sind tropische Pflanzen.
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