Sibirien liegt in einer gemäßigten Klimazone, wo eine gute Ernte nicht einfach ist. Beim Gemüseanbau zu Hause berücksichtigen die Menschen die natürlichen und klimatischen Bedingungen, machen sich mit den Anbautechniken vertraut und wählen kälteresistente Sorten. Dank der sorgfältigen Arbeit von Züchtern kommen jedes Jahr neue Hybrid-Saatgutsorten für sibirische Gurken auf den Markt. Und auch 2020 bildet da keine Ausnahme.
Die Vor- und Nachteile der sibirischen Selektion
Gurken gedeihen am besten in Wärme und viel Licht und vertragen keine Trockenheit. Züchter arbeiten jedoch unermüdlich an der Entwicklung neuer Sorten, die trotz des kurzen, kalten sibirischen Sommers im Boden, im Gewächshaus oder im Frühbeet gut wachsen. Die Samen dieser Pflanzen sind sehr widerstandsfähig gegen Temperaturschwankungen, behalten ihre Fruchtknoten und verfügen über ein starkes Immunsystem. Die meisten ertragreichen Sorten benötigen keine Bestäubung durch Bienen, was ein weiterer klarer Vorteil ist. Züchter entwickeln früh- und mittelfrühe Sorten, sodass die Ernte bereits in der ersten Sommerhälfte beginnen kann. Trotz dieser Vorteile müssen einige Bedingungen erfüllt sein, um eine reiche Ernte zu gewährleisten:
- Die durchschnittliche tägliche Lufttemperatur sollte nicht unter +14 °C fallen.
- Das schwach entwickelte Wurzelsystem erfordert sorgfältige Pflege; beim Umpflanzen der Sämlinge werden alle Arbeitsschritte mit besonderer Sorgfalt ausgeführt.
- Überwachen Sie den Säuregrad des Bodens; dieser sollte nicht höher als pH 5,6 sein.
- Vermeiden Sie es, Setzlinge in Lehmboden zu pflanzen. Pflanzen wachsen in Lehmboden schlecht, und der Fruchtansatz wird geringer ausfallen.
- Regelmäßige Fütterung.
- Für einen optimalen Fruchtansatz werden Sorten mit weiblichen Blüten bevorzugt. Wie auf dem Foto zu sehen ist, produzieren diese Gurken 5–7 Früchte pro Fruchtknoten.
Wenn nicht alle Samen bei der Aussaat verwendet werden, sollten sie sachgemäß aufbewahrt werden, um ihre Keimfähigkeit zu erhalten. Papiertüten eignen sich ideal. Um zu verhindern, dass Nagetiere an die Samen gelangen, sollten sie in eine Blechdose mit Belüftungslöchern gegeben werden. Die optimale Temperatur für die Keimung liegt bei +15 °C.
Sibirische Sorten für Freiland
Ob man Gurken im Gewächshaus oder im Freiland anbaut, ist reine Geschmackssache. Dabei spielt die Bestäubungsmethode eine wichtige Rolle. Zu den neuen Gurkensorten des Jahres 2020, die in Sibirien gezüchtet wurden, gehören selbstbefruchtende und bienenbestäubte Hybriden. Die Temperatur ist vor dem Auspflanzen der Setzlinge im Garten entscheidend, insbesondere bei der Direktsaat.
Totosha
Eine ultrafrühe, selbstbefruchtende Gewürzgurke, die an karge Klimabedingungen angepasst ist. Der Fruchtknoten bildet bis zu vier Gurken pro Knoten. Sie erreichen eine Länge von 9 cm, wiegen 50 g und liefern einen Ertrag von 30 kg/m². Das Fruchtfleisch ist nicht bitter, fest und knackig, und die Früchte sind sattgrün mit Warzen. Hervorragend zum Einlegen und für Salate geeignet. Säen Sie die Samen in ein 1,5 cm tiefes Loch bei 25 °C und decken Sie sie mit Frischhaltefolie ab. Für eine größere Ernte gießen Sie alle zwei Wochen mit warmem Wasser und düngen Sie.
Uralochka
Eine frühreife, parthenokarpe Hybridgurke für Salate und Konserven. Die Gurken sind spindelförmig und hellgrün, mit großen Warzen und nicht bitterem Fruchtfleisch. Jede Gurke wiegt 95–110 g und ist 8–10 cm lang. Der Ertrag liegt bei 7–8 kg pro Quadratmeter. Die Aussaat erfolgt, sobald keine Frostgefahr mehr besteht und die Bodentemperatur 12 °C erreicht hat. Diese Hybridgurke ist resistent gegen viele Krankheiten, insbesondere gegen Cladosporiose.
Dimka
Laut Beschreibung verträgt diese winterharte, parthenokarpe Sorte problemlos wechselnde Witterungsbedingungen. Die Hybride reift früh, die erste Ernte erfolgt bereits nach 45 Tagen. Die kurzen Gurken, bis zu 10 cm lang und 70–80 g schwer, eignen sich zum Einmachen. Das Fruchtfleisch ist saftig und knackig, die Schale dünn und zart. Pro Quadratmeter können bis zu 5 kg Früchte geerntet werden. Die Sorte ist sehr resistent gegen verschiedene Krankheiten und stressresistent. Besonders geschätzt wird sie für ihre Fähigkeit, ihr marktfähiges Aussehen lange zu bewahren.
Homer
Eine parthenokarpe Einlegegurke, die auch mit wenig Licht gut zurechtkommt. Die Fruchtbildung beginnt 45 Tage nach dem Austrieb. Dank ihrer weiblichen Blüten können pro Quadratmeter etwa 9 kg Gurken geerntet werden. Die Gurken sind zylindrisch, 9 cm lang, mit kurzen Streifen und mittelgroßen Warzen. Jede Gurke wiegt etwa 50 g. Die robuste Immunität dieser Hybride macht sie resistent gegen Fusarium, Bakterienwelke und Falschen Mehltau.
Augustinus
Diese ertragreiche, mittelfrühe, selbstbefruchtende Gurkensorte ist eine neue Bereicherung für die sibirischen Gurkensammlungen. Sie zeichnet sich durch eine einheitliche Form, weißliche Stacheln und große Warzen aus. Die Gurken wiegen 70–110 g, sind 9–12 cm lang und liefern einen Ertrag von bis zu 6 kg/m². Ihre Resistenz gegen Falschen Mehltau und die lange Haltbarkeit haben ihr bei Landwirten einen besonderen Stellenwert eingebracht. Diese frühe Gurkensorte eignet sich zum Einmachen und für Salate. Die ersten Früchte erscheinen 37–40 Tage nach der Keimung.
Höhepunkt
Eine bienenbestäubte, frühreife Gurkenhybride für die Einmachproduktion. Ihre glatte, zylindrische Form ist warzig, und das Fruchtfleisch ist zart und nicht bitter. Die Fruchtbildung beginnt nach 48–50 Tagen. Die weibliche Blütenform gewährleistet einen hohen Ertrag von 4 kg/m². Die Gurken erreichen eine Länge von 10–12 cm und ein Durchschnittsgewicht von 80–100 g. Diese Sorte ist besonders resistent gegen Falschen Mehltau.
Tigerjunges
Eine neue Hybridgurkensorte für den sibirischen Garten. Sie kann unter Folienabdeckung oder im Freiland angebaut werden. Diese frühreife, parthenokarpe Sorte trägt ihre ersten Früchte 37 Tage nach der Blüte. Die kleinen Gurken (7–8 cm) liefern bis zu 6 kg Ertrag pro Quadratmeter. Sie ist sehr resistent gegen Wurzelfäule und übersteht kurze Trockenperioden problemlos. Besonders geschätzt wird sie für ihren Geschmack und die reiche Ernte. Sie eignet sich hervorragend zum Einmachen und Einlegen.
Zauberer
Eine mittelfrühe Sorte, die sich für den Anbau in Tunneln, Gewächshäusern und im Freiland eignet. Vom Austrieb bis zur Fruchtbildung vergehen 42–44 Tage. Die Pflanze wird von Bienen bestäubt und ist sehr resistent gegen Bakterienwelke und Falschen Mehltau. Kurzfristiger Trockenstress wird gut vertragen. Die hellgrünen Früchte weisen große Warzen und dunkle Stacheln auf. Sie erreichen eine Höhe von 7–9 cm und ein Durchschnittsgewicht von 82–88 g, was einem Ertrag von 7–9,5 kg/m² entspricht. Die Früchte sind vielseitig verwendbar.
Für Gewächshäuser
Für Gurkenanbau unter GewächshausbedingungenBeim Gurkenanbau in Gewächshäusern oder Folientunneln sollten Sie Sorten wählen, die keine Insektenbestäubung benötigen. Alles, was zur Bestäubung nötig ist, befindet sich in der Blüte. Gartenportale bieten eine große Auswahl an sibirischen Gurken zum Kauf an. Viele Verbraucher kaufen bedenkenlos Saatgut, dessen Verpackung Bezeichnungen wie „parthenokarp“, „selbstbestäubend“ oder „bestäubungsfrei“ enthält. Dabei handelt es sich meist um Hybriden mit hoher Resistenz gegen verschiedene Krankheiten.
Lächeln
Eine mittelfrühe Gewächshausgurke. Sie neigt zur Parthenokarpie und hat einen buschigen Fruchtknoten. Die Früchte sind zylindrisch mit weißlichen Pickeln und großen Warzen. Das feste Fruchtfleisch macht diese Sorte ideal zum Einmachen. Die Gurken erreichen eine Höhe von 6–8 cm und wiegen 40 g. Pro Quadratmeter können bis zu 10 kg Ertrag geerntet werden. Diese Hybride wird für ihren hervorragenden Geschmack und ihre Krankheitsresistenz geschätzt. Die Samen werden 1 cm tief mit einem Abstand von 35 cm in die Pflanzlöcher gesetzt. Für ein kräftigeres Wachstum und einen höheren Ertrag sollte nach dem Anfeuchten des Bodens abwechselnd mit mineralischen und organischen Düngemitteln gedüngt werden.
Altai
Diese frühreife, pflegeleichte Gurkensorte liefert im kühlen Klima Sibiriens eine reiche Ernte. Die ersten Früchte können bereits nach 5 Wochen geerntet werden. Die Sträucher erreichen eine Höhe von 1,3 m, die Früchte selbst sind 8–10 cm lang. Das durchschnittliche Gurkengewicht liegt bei 85–115 g. Die Schale ist sattgrün, dunkelgrün und mit weißen Noppen besetzt. Die Gurke gedeiht sowohl im Gewächshaus als auch im Freiland und ist recht resistent gegen gängige Krankheiten. Pro m² können problemlos 5–7 kg Früchte geerntet werden. Bei der Aussaat im Freiland werden die Samen 1,5–2 cm tief gesät und die Beete zunächst abgedeckt. Für die Keimung sind Temperaturen von mindestens 23 °C erforderlich. Stroh gilt als bestes Abdeckmaterial, da es sich mit der Zeit zersetzt und den Boden düngt.
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Igel
Eine parthenokarpe, mittelfrühe Sorte für den Gewächshausanbau. Sie bevorzugt sonnige Standorte, verträgt aber auch leichten Schatten. Die Früchte sind 12–16 cm lang, wiegen 110 g und liefern einen Ertrag von 8 kg/m². Die weiblich blühenden Pflanzen tragen fünf Früchte pro Blattachsel. Die zylindrischen Früchte weisen große Warzen auf. Aufgrund ihres Geschmacks ist sie hervorragend für Salate und zum Einmachen geeignet. Diese Hybride ist besonders resistent gegen plötzliche Temperaturschwankungen, hohe Luftfeuchtigkeit und Bakterienwelke.
Shustrets
Diese vielseitige, selbstbefruchtende Gurkensorte trägt sowohl im Gewächshaus als auch im Freiland Früchte und eignet sich auch zum Einlegen. Die hochwachsenden Pflanzen tragen bereits 40–45 Tage nach der Pflanzung Früchte von 11–13 cm Länge und 120–150 g Gewicht. Bei guter Pflege können bis zu 5 kg Gurken pro Quadratmeter geerntet werden. Diese Sorte ist resistent gegen Gurkenmosaik, Wurzelfäule und Mehltau. Die Gurken sind zylindrisch mit kleinen, hellen Streifen und einer dünnen Schale, die mit weißlichen Stacheln besetzt ist. Dank ihres guten Aussehens eignen sich diese Gurken auch für den Transport über weite Strecken.
Uralgurke
Eine frühreife, parthenokarpe Sorte mit weiblichem Fruchtknoten. Diese vielseitige Sorte gedeiht in Gewächshäusern, Treibhäusern und im Freiland. Die erste Ernte kann nach 48–50 Tagen genossen werden. Die Gurken sind zylindrisch, 6–8 cm lang und wiegen 80–100 g. Die Früchte sind nicht bitter und knackig, wodurch sie sich gut zum Einlegen eignen. Die Sämlinge sind resistent gegen Pilz- und Bakterienkrankheiten. Der Ertrag beträgt ca. 6 kg/m². Die Samen werden 2 cm tief in die Erde gesät und mit Frischhaltefolie abgedeckt.
Die sibirische Gurkensammlung wird jährlich um neue Hybriden erweitert. Selbst in einer Region mit rauem Klima und unberechenbaren Sommern gedeihen die Menschen prächtig. Sie bevorzugen Sorten, die in dieser Region gezüchtet und an die spezifischen klimatischen Bedingungen angepasst sind. Zudem wässern und düngen sie regelmäßig und ernten rechtzeitig.



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