Anbau von Gurken der Sorte "Liliput f1" und Pflegehinweise

Gurken

Hybridgurkensorten sind im Freilandanbau unverzichtbar. Sie sind widerstandsfähiger gegenüber wechselnden Witterungsbedingungen und weniger anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Die Sorte „Liliput F1“ zeichnet sich durch Rekorderträge aus und ist anspruchslos an die Wachstumsbedingungen. Beschreibung und Fotos der Sorte belegen ihre hervorragende Marktfähigkeit. „Liliput F1“ hat von Anbauern zahlreiche positive Bewertungen erhalten.

Allgemeine Beschreibung der Sorte

Die Gurkensorte „Liliput F1“ ist eine Hybride. Sie wurde 2007 vom russischen Unternehmen „Gavrish“ entwickelt und 2008 in das staatliche Sortenregister aufgenommen. Die Sorte eignet sich für den Anbau im Gewächshaus und im Freiland und gedeiht im Klima Zentral- und Nordwestrusslands.

Die Sträucher erreichen eine mittlere Höhe. Ausgewachsene Pflanzen benötigen eine Stütze. Sie verzweigen sich mäßig stark und wachsen kräftig seitlich. Ein zusätzlicher Formschnitt ist nicht erforderlich. Die kleinen Blätter können grün oder dunkelgrün sein. Die Blüten sind weiblich. Die Fruchtknoten entwickeln sich in Gruppen in den Blattachseln. Ihre Anzahl variiert zwischen 3 und 10.

Wichtig!
Die zukünftige Erntemenge hängt maßgeblich von der Qualität des Saatguts ab.

Fruchteigenschaften

Gurken zeichnen sich durch ihre frühe Reife aus. Vom Austrieb bis zum Erscheinen des Grüns vergehen nicht mehr als 40 Tage. Die Früchte wachsen langsam und sind klein, ihrem Namen entsprechend. Sie erreichen eine Länge von 7–9 cm, selbst wenn die Ernte nicht rechtzeitig abgeschlossen wird. Zu diesem Zeitpunkt beginnen die Gurken leicht an Dicke zuzunehmen, jedoch nicht wesentlich.

Die Gurken haben einen durchschnittlichen Durchmesser von 3 cm und wiegen etwa 80–90 g. Sie sind glatt, länglich und haben eine dünne Schale. Ihre Farbe ist sattgrün, oben etwas heller als unten. Feine, helle Streifen sind sichtbar. Die Oberfläche der Gurken ist mit vielen kleinen, weißen Stacheln besetzt. Die festen Gurken lassen sich gut transportieren und haben einen knackigen Biss. Das saftige Fruchtfleisch hat einen angenehm frischen Geschmack und entwickelt keine Bitterkeit. Gurken dieser Sorte werden frisch in Salaten und Vorspeisen verwendet. Aufgrund ihrer geringen Größe eignen sie sich ideal zum Einlegen und für andere winterliche Zubereitungen.

Ertrag der Sorte

„Lilliput F1“ bezieht sich auf parthenokarpe Pflanzen. Das bedeutet, dass sie keine Bienen oder andere Insekten zur Bestäubung benötigt. Diese Eigenschaft wirkt sich positiv auf den Gurkenertrag aus. Bienen fliegen schließlich nicht bei Regen oder Wind. Im Gewächshaus müssen sie zudem durch zusätzliche Maßnahmen angelockt werden. Bei diesen Hybriden ist dieses Problem deutlich geringer.

Die Ernte sollte mit einem scharfen Messer oder einer Schere erfolgen; vom Pflücken der Gurken per Hand wird abgeraten. Dies beschädigt die Pflanze und kann zu ihrem Absterben führen. Der Ertrag der Sorte „Liliput F1“ ist stabil und konstant und nimmt auch bei widrigen Witterungsbedingungen nicht ab. Bei richtiger Pflege können bis zu 10 kg Gurken pro Quadratmeter geerntet werden.

Wichtig!
Das tägliche Pflücken von Gurken fördert eine intensivere Bildung neuer Fruchtknoten an den Sträuchern.

Vor- und Nachteile der Sorte

Diese Hybride unterscheidet sich von anderen Sorten durch mehrere bedeutende Vorteile. Zu ihren wichtigsten Vorteilen zählen:

  • stabiler Ertrag;
  • frühe Reife;
  • gute Immunität;
  • ansprechendes, marktgerechtes Aussehen der Früchte und ausgezeichnete Haltbarkeit;
  • angenehmer Gurkengeschmack und keine Bitterkeit;
  • Vielseitigkeit der kulinarischen Verwendung von Früchten;
  • Möglichkeit des Anbaus im Freiland;
  • keine Vergilbung bei überwachsenen Gurken;
  • Fähigkeit zur Selbstbestäubung.

Diese Eigenschaften haben dieser Sorte einen ausgezeichneten Ruf eingebracht. Ihr einziger Nachteil sind die hohen Saatgutkosten. Und bei Hybriden ist es unmöglich, selbstständig Samen aus den Früchten zu gewinnen.

Resistenz gegen Krankheiten und Schädlinge

Liliput F1-Gurken sind, wie andere ähnliche Hybriden, weniger anfällig für viele Krankheiten. Sie erkranken deutlich seltener. WurzelfäuleEchter Mehltau und Cladosporiose werden durch eine starke Immunität erreicht. Die Pflanzen können anhaltenden Regen oder vorübergehenden Wassermangel ohne nennenswerte Schäden überstehen. Sie sind weniger anfällig als andere Arten. Schädlinge. Unter Gewächshausbedingungen können sie jedoch von Weißen Fliegen, Blattläusen und Spinnmilben befallen werden.

Um dies zu verhindern, sollten Sie alle vertrockneten Blätter und verdorbenen Früchte umgehend entfernen. Das Gewächshaus und die Arbeitsgeräte sollten regelmäßig desinfiziert werden. Fruchtwechsel gilt ebenfalls als wirksame Vorbeugung gegen Schadinsekten. Auch die Behandlung der Pflanzen mit Knoblauchaufguss beugt einem Befall vor. Sind die Sträucher bereits befallen, sollten sie mit einem modernen Insektizid besprüht werden.

Wichtig!
Während der Wachstumsphase sind Stickstoff und Kalium die wichtigsten Nährstoffe für Gurken.

Merkmale der Agrartechnologie der Sorte

Gurken lassen sich durch Aussaat oder Jungpflanzen vermehren. Die Wahl der Methode hängt vom Klima Ihrer Region ab. Säen Sie die Samen für Jungpflanzen Anfang Mai aus. Verpflanzen Sie die Jungpflanzen rechtzeitig ins Gewächshaus, da sie sonst zu groß werden und schwach wachsen. Die Temperatur im Gewächshaus sollte nicht unter 15–18 °C fallen. Vermeiden Sie den Anbau der Sorte „Liliput F1“ im Tiefland, da die Pflanzen dort aufgrund von Staunässe an den Wurzeln absterben. Wählen Sie einen sonnigen Standort, da Schatten das Wachstum und die Fruchtbildung dieser Hybride beeinträchtigt. Düngen Sie den Boden regelmäßig mit mineralischen Bestandteilen und organischem Material. Neutraler oder leicht saurer Boden ist ideal. Gurken gedeihen nicht in Lehmboden.

Experten empfehlen beim Pflanzen ein 50x50 cm großes Pflanzmuster. Die Pflanzlöcher sollten maximal 2 cm tief sein. Junge Sämlinge müssen vor dem Umsetzen ins Gewächshaus abgehärtet werden. Dazu sollten sie einige Wochen vorher kurz ins Freie gestellt werden. So können sie sich schneller an die neuen Bedingungen anpassen. Zu viele Seitentriebe können die Beete beschatten, daher sollten sie gegebenenfalls entfernt werden. Unkrautbekämpfung hilft, Unkrautwuchs zu reduzieren. Den Boden mulchen.

Rezensionen

Valentina

Wir bauen auf unserer Datscha schon seit vielen Jahren Gurken an. Einige pflanze ich im Gewächshaus, die kälteresistenteren Sorten im Freiland. Seit einigen Jahren kaufe ich Samen der Hybrid-Sorte „Liliput F1“, von der mir eine Freundin erzählt hat. Die ganze Familie liebt diese leckeren kleinen Gurken. Wir machen den ganzen Sommer über Salate damit, und im Herbst legen wir sie ein oder marinieren sie.

Swetlana

„Liliput F1“ ist meine absolute Lieblingssorte geworden. Wir ernten mit minimalem Aufwand die größte Menge an Gurken. Jeden Tag können wir knackige, feste Gurken pflücken. Ich ziehe sie als Setzlinge; einmal habe ich es mit Samen versucht, aber da sind nicht alle gekeimt. Ich gieße sie regelmäßig, aber sparsam mit warmem Wasser. Die Ranken binde ich immer an ein Rankgitter; ohne Stütze wachsen sie schlecht. Und nicht vergessen: Düngen!

Wichtig!
Pro Quadratmeter sollten nicht mehr als drei Gurkensträucher gepflanzt werden, da die Pflanzen sonst zu dicht stehen und sich ihre Triebe und Wurzeln verflechten.

Die Liliput F1-Hybride zeichnet sich unter ihren Hauptkonkurrenten durch ihre gurkenförmigen Früchte, ihre frühe Reife und ihre gute Widerstandsfähigkeit gegenüber widrigen Umweltbedingungen aus. Sie wird für ihre Pflegeleichtigkeit, ihren hervorragenden, nicht bitteren Geschmack und ihre lange Haltbarkeit geschätzt.

Gurken Liliput f1
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