
Das Auftreten von Schwarzbeinigkeit an Gurken ist ein Problem, mit dem fast jeder Gärtner konfrontiert ist. Diese Krankheit breitet sich schnell über die gesamte Ernte aus und zerstört die Pflanzen. Daher ist es entscheidend, schnell zu reagieren und Maßnahmen zu ergreifen, um diesen gefährlichen Pilz zu bekämpfen und sein Wiederauftreten wirksam zu verhindern.
Was ist der Grund?
Die Pflanze wird nicht nur an den Wurzeln, sondern auch im Boden selbst von Pilzbefall befallen. Diese Form ist resistent gegen widrige äußere Einflüsse und überlebt problemlos selbst unter nährstoffarmen Bedingungen.
Wichtig!
Der Pilz kann nicht nur im Freiland, sondern auch unter Gewächshausbedingungen, auf organischem Material und sogar an den Wänden von Anzuchtbehältern lange überleben.
Die Schäden und ersten sichtbaren Anzeichen werden durch eine kritische Ansammlung parasitärer Pilze verursacht. Dies geschieht aufgrund unzureichender Bodenbearbeitung oder der Ausbringung kontaminierter Düngemittel. Zu den offensichtlichen Ursachen der Schwarzbeinigkeit bei Gurken zählen eine ungenügende Reinigung der Pflanzgefäße, fehlende Fruchtfolge und der Anbau unterschiedlicher Kulturen auf derselben Parzelle über mehrere Jahre.
Die rasche Entwicklung von Pilzerkrankungen wird stets durch Faktoren wie die folgenden begünstigt:
- Überbewässerung;
- plötzliche Temperaturänderungen;
- niedrigere Temperaturen in der Nacht;
- unzureichend aufgelockerter und gedüngter Boden;
- schwache Beleuchtung.
Symptome
Schwarzbeinigkeit befällt vor allem die schwächsten Triebe und jüngsten Sämlinge. Die ersten Symptome treten am deutlichsten während des Keimblattaustriebs und der aktiven Entwicklung auf. Im Anfangsstadium der Krankheit verfärbt sich der Wurzelhals: Er wird braun, verändert seine Form und schrumpft deutlich. Auch im Wurzelsystem treten degenerative Prozesse auf: Kleine und junge Wurzeln vergilben und werden dünner.
Im nächsten Entwicklungsstadium befällt die Krankheit die Keimblätter. Diese beginnen zu welken, verfärben sich gelb und fallen ab. Ein weiteres Symptom wird sichtbar: Der untere Teil des Wurzelhalses wird feucht, verfärbt sich und dunkelt nach. Schließlich stirbt die Pflanze vollständig ab.
Man kann schon vor dem Pflanzen von Gurkensetzlingen erkennen, ob der Boden in diesem Gebiet kontaminiert ist. Die Schwarzbeinigkeit befällt viele blühende Pflanzen, darunter auch Stauden. Levkojen und Löwenmäulchen sind besonders anfällig für Pilzinfektionen.
Wie man behandelt
Schwarzbeinigkeit lässt sich am einfachsten durch vorbeugende Maßnahmen bekämpfen. Hat die Krankheit jedoch bereits ein Gewächshaus oder ein Feld befallen und Sämlinge infiziert, sollten die schwächsten Pflanzen samt Wurzelballen vernichtet werden. In manchen Fällen ist der Pilzbefall so stark, dass alle Sämlinge infiziert werden; dann sind weitere Bekämpfungsmaßnahmen empfehlenswert.
Änderungsbedingungen
Zunächst muss Staunässe vollständig vermieden und die Luftzirkulation verbessert werden, um ein aktives Trocknen zu gewährleisten. Dazu müssen Sie Folgendes tun:
- Bewässerung auf ein Minimum reduzieren;
- Sand auf die oberste Bodenschicht geben oder das Beet einfach auffüllen;
- Zwischenfrüchte zum Schutz vor Kälte.
Wichtig!
Beim Aufbringen einer zusätzlichen Schicht über dem Boden ist darauf zu achten, dass eine ordnungsgemäße Drainage und die Abwesenheit von stehendem Wasser sowie eine ausreichende Belüftung gewährleistet sind.
Werden Gurken in Töpfen angebaut und hat der Gärtner Zugang zu einem Gewächshaus, ist es wichtig, die Bodenschicht unter den Pflanzen vor dem Auskühlen zu schützen. Dies kann erreicht werden, indem man mehrere Kartons unter den Topf stellt oder eine gefaltete Schaumstoffplatte zwischen Boden und Knospe legt.
Zusätzlich können Sie die Wurzeln und den Wurzelhals mit trockener Asche bestreuen; dieser „Trocknungsvorgang“ muss täglich wiederholt werden.
Verarbeitung durchführen
Eine der wirksamsten Methoden zur Bekämpfung von Pilzbefall ist das Gießen mit speziellen Lösungen, darunter:
- Mischung aus organischen Düngemitteln;
- Bordeauxbrühe;
- Kaliumpermanganatkonzentrat.
Bordeauxbrühe ist eine preiswerte und für die Pflanze und ihre zukünftigen Früchte unbedenkliche Lösung. Pro Quadratmeter Boden wird ein Liter Lösung benötigt. Die erforderliche und sichere Konzentration des Wirkstoffs beträgt 1 Prozent. Alternativ kann Kaliumpermanganatlösung verwendet werden: Geben Sie 5–7 Gramm der Lösung in einen Eimer Wasser (durchschnittlich 5–8 Liter). Die zu behandelnde Fläche wird analog zur Bordeauxbrühe berechnet.
Nach der Behandlung ist es wichtig, die Immunität der Pflanzen und ihre Widerstandsfähigkeit gegen Pilzinfektionen zu erhalten. Eine Aschelösung eignet sich hierfür ideal. Geben Sie 2 Tassen der trockenen Mischung in einen Liter abgekochtes (nicht kaltes) Wasser. Lassen Sie die Mischung 10 Stunden ziehen und verdünnen Sie sie anschließend mit Wasser auf 10 Liter. Gießen Sie regelmäßig und mäßig. Sie können auch benachbarte Pflanzen behandeln, die noch keine Anzeichen der Krankheit zeigen. Besonders anfällig für diese Art von Pilzinfektion sind beispielsweise Radieschen, Paprika, Kohl und Tomaten.
Wichtig!
Der Einsatz von Wirkstoffen und Fertigmischungen zur Behandlung ist zwar möglich, doch können solche Medikamente einen negativen Einfluss auf empfindliche Jungpflanzen haben.
Resistente Sorten
Zu den gegen Pilzkrankheiten resistenten Gurkensorten gehören:
- "Murashka F1";
- "Frühling";
- Delikatessen
- "April";
- "Nezhinsky".
Die Sorte „Nezhinsky“ wurde speziell für risikoreiche Anbauregionen entwickelt. Sie ist tolerant gegenüber niedrigen Temperaturen, wenig Licht und Schwarzbeinigkeit. Die kleinen Früchte eignen sich ideal zum Einmachen. Sie gedeihen sowohl im Gewächshaus als auch im Freiland.
Die Hybride „Aprelsky“ eignet sich für gemäßigte und südliche Klimazonen und trägt dort bereits im April erste Früchte. Der Hauptunterschied liegt in der Fruchtgröße. Gurken mit einer Länge von über 22 Zentimetern und einem Gewicht von bis zu 250 Gramm sind typisch für diese Sorte.
Die Sorte „Delikatesny“ ist sowohl feuchtigkeits- als auch kältetolerant und daher gegen die meisten Pilzkrankheiten resistent. Ihr Hauptmerkmal ist der höhere Zuckergehalt, der der Frucht einen einzigartigen Geschmack verleiht.
Die F1-Sorten „Murashka“ und „Rodnichok“ sind erfahrenen Gärtnern seit Jahrzehnten bekannt. Sie sind anspruchslos im Freiland, vertragen problemlos schwere und sogar sumpfige Böden und bringen einheitliche, mittelgroße Früchte mit großen Noppen hervor.
Wirksame Prävention
Infektionen lassen sich vermeiden, indem man die richtigen Setzlinge auswählt, sie sorgfältig auf das Pflanzen vorbereitet und schädliche Mikroorganismen aus dem Boden entfernt. Untersuchen Sie die Setzlinge, falls Sie sie auf dem Markt oder in einer Gärtnerei gekauft haben, zunächst genau. Pflanzen mit Krankheitsanzeichen sollten nicht eingepflanzt werden. Es empfiehlt sich, die Samen in einer schwachen Kaliumpermanganatlösung einzuweichen. Auch die Wurzeln gekaufter Setzlinge können vor dem Einpflanzen mit dieser Lösung abgespült werden.
Die Bodenvorbereitung erfolgt durch Übergießen des Bodens mit kochendem Wasser und Kaliumpermanganat. Die Lösung kann im gleichen Verhältnis wie zur Behandlung befallener Pflanzen angesetzt werden. Bei bereits erfolgtem Befall sollte der Vorgang mehrmals wiederholt werden. Auch der Boden für Kästen und Pflanzgefäße wird entsprechend vorbereitet.
Wichtig!
Saure Böden, die einen idealen Nährboden für Pilze aller Art bieten, erfordern besondere Vorbeugemaßnahmen. Geben Sie 1 Kilogramm Kalk pro Quadratmeter Boden hinzu und mischen Sie ihn gründlich ein. Dadurch wird der pH-Wert des Bodens vor der Bepflanzung verbessert. Zusätzlich kann Asche als Dünger in einer Menge von 100 Gramm pro Quadratmeter zusammen mit dem Kalk ausgebracht werden.
Beratung
Rauschbrand kann auch dann auftreten, wenn alle vorbeugenden Maßnahmen getroffen wurden. Um dies zu vermeiden, sollten Sie einige einfache Regeln befolgen.
- Berechnen Sie die Pflanzdichte. Dies ist besonders wichtig für diejenigen mit kleinen Parzellen oder für vertikal wachsende Gurken. Eine zu dichte Bepflanzung verhindert die Belüftung des Bodens und führt zu Schimmelbildung.
- Achten Sie während der Anzuchtphase der Sämlinge besonders auf den Zustand der Erde nach dem Gießen. Ein leichter weißer Belag ist sehr unerwünscht, da er ein erstes Anzeichen für Schimmelbildung ist. Dies lässt sich verhindern, indem Sie die Erde mit Asche bestreuen oder für bessere Belüftung im Topf sorgen.
- Einige Tage nach dem Einpflanzen empfiehlt es sich, das Gießen für 2–3 Tage einzustellen. Anschließend die Erde vorsichtig auflockern, ohne die Wurzeln zu beschädigen, und die Pflanze anhäufeln. In den folgenden zwei bis drei Wochen in Furchen mit ausreichendem Abstand zum Stamm gießen.
Schwarzbeinigkeit ist eine gefährliche Krankheit, die, einmal aufgetreten, über mehrere Ernten hinweg mehrere Anbausaisons vernichten kann. Sie lässt sich jedoch auch mit Hausmitteln und unter Einhaltung grundlegender landwirtschaftlicher Praktiken bekämpfen.

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