Nicht überall ist Platz für große Himbeersträucher. Oft werden sie irgendwo in einer Ecke hinter einem Zaun gepflanzt und vernachlässigt. Doch selbst auf kleinem Raum lässt sich eine gute Himbeerernte erzielen. Alles, was es dazu braucht, ist die richtige Pflanzung und Düngung. Eine sachgemäße Düngung im Herbst maximiert den Ertrag.
Merkmale des Verfahrens
Die Düngung von Himbeersträuchern im Herbst und Winter ist unerlässlich. Nach der Ernte muss sich die Himbeerpflanze schnell erholen und auf die neue Saison vorbereiten. Dieser wichtige Schritt umfasst Düngung, fachgerechten Rückschnitt, Bewässerung und weitere wichtige Maßnahmen.
Zuerst entfernt man überschüssige und fruchttragende Triebe. Bei herkömmlichen Himbeersorten geschieht dies im letzten Sommermonat, bei remontierenden Sorten Ende September. Anschließend wird der Boden flach, etwa 20 cm tief, umgegraben. Unkraut wird dabei auf natürliche Weise entfernt, muss aber natürlich trotzdem ausgerissen werden.
Himbeersträucher gedeihen natürlicherweise in humusreichen Böden. Aus diesem Grund bestreute man sie in der bäuerlichen Zeit mit Mist und Stroh aus der Scheune. Diese Methode hilft auch, die Anzahl der für Himbeeren schädlichen Insekten – des Himbeerkäfers – zu reduzieren.
Sie können Mist kaufen oder Ihren eigenen Kompost aus dem herstellen, was Sie gerade zur Hand haben. Sie können Unkraut, Küchenabfälle, Torf, Laub oder Grasschnitt verwenden.
[sc name=»info-dashed» text=»Vogelkot ist eine gute Ergänzung. Drei bis fünf Eimer organisches Material pro Quadratmeter Himbeersträucher gelten als ausreichend.»]
Diese Menge sollte nur alle zwei bis drei Jahre ausgebracht werden. Es schadet nicht, dem Boden etwas Asche beizumischen – etwa zwei bis drei Handvoll pro Quadratmeter Sträucher. Eine gründliche Vorbereitung auf den Winter ist wichtig.
Verwendung mineralischer Komponenten
Es ist wichtig zu wissen, dass Mineraldünger bei der Himbeerpflege nur ergänzend zu organischen Düngemitteln eingesetzt werden. Organische Substanz verrottet schnell, nährt den Boden und verbessert seine Struktur. Mineraldünger hingegen reichern den Boden mit essenziellen Elementen an.
Bei der Herbstdüngung von Himbeeren sollte auf Stickstoff verzichtet werden. Dieser fördert übermäßiges Triebwachstum, wodurch die Triebe nicht rechtzeitig an den Winter angepasst werden können und schließlich absterben. Kalium ist ein weiterer nützlicher Dünger, den die Pflanze benötigt, um die Kälte zu überstehen. Eine Kaliumdüngung erhöht die Frostresistenz der Triebe.
Ein weiterer nützlicher Herbstdünger ist Phosphor. Wenn man ihn beim Umgraben des Bodens ausbringt, wird er bis zum Frühjahr vom Boden aufgenommen. Tatsächlich ist die Herbstdüngung von Himbeeren am effektivsten. Der Boden wird so lange mit den zugeführten Mikronährstoffen angereichert, und im Frühjahr kann der Strauch diese Dünger aktiv nutzen.
[sc name=»info-attention» text=»Die Verwendung von chlorhaltigen Düngemittelkomplexen ist strengstens verboten. Dies kann die Entwicklung nicht nur des Wurzelsystems, sondern auch der Triebe und Früchte negativ beeinflussen. Spezielle Düngemittelkomplexe sind in jedem Online-Shop für Gartenbedarf erhältlich.»]
Düngungsregeln
Für die Winterdüngung von Himbeeren im Herbst gelten bestimmte Regeln. Graben Sie rund um die Sträucher etwa 20 cm tiefe Löcher im Abstand von 30–35 cm und geben Sie Dünger hinein. Dadurch gelangen die Nährstoffe besser in die Wurzelschichten des Bodens. So entsteht ein direkter Kontakt zwischen Humus und Wurzeln, was einen hervorragenden Effekt hat. Vergessen Sie nicht, die gesamte Fläche mit Erde zu bedecken, um die Wurzeln vor Winterschäden zu schützen.
Für die Herbstpflege der Pflanze können Sie eine Mischung aus Kaliumsulfat und Superphosphat-Granulat herstellen – 20 bzw. 40 Gramm pro Quadratmeter. Superphosphat-Pulver ist für diese Mischung ungeeignet, da es vom Boden nicht aufgenommen wird und die Wurzeln nicht erreicht. Bei Jungpflanzen reduziert sich die Dosierung dieser Mischung auf 20 bzw. 10 Gramm.
Eine weitere Möglichkeit ist der Himbeerdünger „Autumn“. Er eignet sich besonders für stark saure Böden. Neben Kalium und Phosphor enthält er Bor, Magnesium und Kalzium. Die empfohlene Aufwandmenge beträgt 30–40 g/m². Die Anwendungshinweise müssen unbedingt beachtet werden, da das Endergebnis davon abhängt.
Es gibt eine ganze Reihe von Ratschlägen zur Pflege verschiedener Gartensträucher, aber alle sind nur in bestimmten Situationen angebracht.
[sc name=»info» text=»Sobald alle Nährstoffe dem Himbeeranbau zugeführt wurden, sollte der Boden abgedeckt werden. Wird dies vernachlässigt, trocknet der Boden schnell aus, was zu einer verminderten Wintervitalität der Sträucher und einer reduzierten Knospenbildung führt.»]
Mulch und seine Eigenschaften
Als Mulchmaterial eignet sich jedes organische Material: gehäckseltes Gras, Laub, Stroh, Heu, Sonnenblumenkernschalen und Ähnliches. Gemüsereste oder Laub sollten jedoch nicht verwendet werden. Bereiten Sie eine 10 bis 15 cm dicke Mulchschicht vor. Der Mulch zersetzt sich zudem zu Dünger. So kann die Herbstdüngung der Himbeeren mit Mineraldünger ihre volle Wirkung entfalten. Über den Winter nimmt der Strauch alle notwendigen Nährstoffe auf, und Sie können im Sommer eine reiche Ernte einfahren.
Viele Gärtner vernachlässigen das Mulchen, dabei ist es für Pflanzen aller Art äußerst vorteilhaft. Es schützt nicht nur die Wurzeln, sondern bildet auch einen zukünftigen Düngerkomplex. Wenn Sie geeignetes Mulchmaterial haben, können Sie es gerne verwenden.
Vergessen Sie nicht, dass der Herbst eine gute Pflanzzeit für Himbeeren ist. Wenn Sie beim Pflanzen die gleichen Düngeempfehlungen beachten, können Sie die ersten Beeren schon im Frühjahr ernten. Auch das Düngen der Himbeeren mit Mist im Herbst ist empfehlenswert.
Durch die sachgemäße Anwendung von Kompost und Humus wird nicht nur eine konstante Versorgung der Wurzeln mit Mikroelementen sichergestellt, sondern auch die Wurzelzone geschützt.
Pflegehinweise
Abschließend sei noch erwähnt, dass die Pflanze nach der Sommerhitze möglicherweise unter Wassermangel leidet. Vergessen Sie daher nicht, sie im Herbst zu gießen. Im Herbst beschleunigt sich das Wurzelwachstum, da das Triebwachstum nachlässt.
Ist der Boden trocken, stellen die Wurzeln ihr Wachstum frühzeitig ein, wodurch die Pflanze im Winter geschwächt wird. Selbst bei milden Wintern können die Folgen gravierend sein. Der beste Zeitpunkt zum Gießen ist Ende September. Allerdings sollte man Staunässe vermeiden, da diese das Wachstum des oberirdischen Grases anregt.
Die Bewässerung sollte der Feuchtigkeit im Boden zuführen. Das bedeutet nicht nur oberflächliches Gießen (ein Eimer pro Strauch), sondern etwa 50 Liter Wasser pro Pflanze, um die wachsenden Wurzeln ausreichend zu befeuchten. Viele Gärtner schneiden ihre Sträucher in dieser Zeit zurück, was zu einem erheblichen Feuchtigkeitsverlust führt. Durch die Bewässerung kann dieser Verlust ausgeglichen werden. Heutzutage ist die Herbstdüngung von Himbeeren nach dem Rückschnitt besonders wichtig, da Stecklinge die Nährstoffversorgung der Pflanze beeinträchtigen.
Vergessen Sie nicht, Himbeeren im Herbst für den Winter zu düngen; dies ist ein entscheidender Schritt für die Pflanze. Auch für Gartenneulinge ist dieser Vorgang unkompliziert. Die Pflege von Himbeeren erfordert keine besonderen Kenntnisse. Ein gut gedüngter Strauch belohnt Sie reichlich mit köstlichen, saftigen und aromatischen Beeren. Die Ernte wird so üppig ausfallen, dass Sie den ganzen Winter über Freude daran haben.

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