10 Fehler, die Sämlinge ruinieren

Gemüse

Gesunde Sämlinge sollten ein gut entwickeltes Wurzelsystem, einen kräftigen Stamm und grüne Blätter aufweisen. Fehler bei der Anzucht von Sämlingen können zu übermäßigem Längenwachstum des Stammes führen. Sämlinge können zu groß werdenSie können erkranken oder absterben. Selbst nach dem Auspflanzen junger Pflanzen im Garten gelingt die Ernte nicht immer. Verunreinigter Boden, zu enge Töpfe, dichtes Pflanzen, minderwertiges Saatgut und unsachgemäße Pflege sind die Hauptfehler, die zu Problemen bei der Keimung führen.

Saatgut

Nach der Samenernte müssen die Samen getrocknet und belüftet werden. Bewahren Sie sie bis zur Aussaat in feuchtigkeitsdichten, fest verschlossenen Gläsern auf. Werden die Lagerbedingungen nicht eingehalten, können die Samen schimmeln, schwarz werden oder verfaulen. Solches Material ist zur Aussaat ungeeignet.

Zu tiefes Aussäen kann die Keimung der Sämlinge beeinträchtigen. Die empfohlene Pflanztiefe beträgt 1–2 cm. Werden die Samen tiefer gesät, keimen sie möglicherweise nicht, da sie die dicke Bodenschicht nicht durchdringen können. Manche Pflanzenarten werden nicht tief gesät, sondern bleiben auf der Bodenoberfläche und werden regelmäßig gegossen.

Achten Sie beim Kauf von Saatgut im Laden auf das Verfallsdatum auf der Verpackung. Abgelaufenes Saatgut keimt nicht oder nur teilweise. Sortieren und prüfen Sie beim Auspacken alle Samen sorgfältig.

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Seriöse Hersteller und vertrauenswürdige Händler bieten eine Garantie auf ihre Produkte. Vermeiden Sie den Kauf von Pflanzgut unbekannter Herkunft auf unstrukturierten Märkten.

Pflanzboden

Verseuchte Erde kann das Pflanzenwachstum hemmen oder Sämlinge abtöten. Man kann nicht einfach Erde aus dem Garten nehmen und Samen aussäen. Für kräftige Sämlinge ist etwas Aufwand nötig – entweder man stellt selbst nährstoffreiche Erde her oder kauft sie im Handel. Typischerweise besteht diese aus Rasensoden, Torf, Sand und Humus. Jede Pflanze benötigt ihre eigene Erdmischung und ihr eigenes Mischungsverhältnis.

Zur Desinfektion kann das Substrat eingefroren, mit kochendem Wasser übergossen oder im Backofen (20 Minuten bei 80–90 °C) gebacken werden. Dadurch werden Schädlinge, Viren und Pilze abgetötet. Alternativ kann die Erde auch mit einer Kaliumpermanganatlösung bewässert werden.

Behälter für Sämlinge

Zu enge Pflanzgefäße und Töpfe ohne Abflusslöcher können das Pflanzenwachstum behindern. Sämlinge erkranken, und die Ursache ist oft unklar. Viele Samen verfaulen in solchen Töpfen und sterben ab. Das Wurzelsystem muss sich frei entwickeln können; davon hängt das Wachstum der Sämlinge ab.

Am besten eignen sich spezielle Anzuchtgefäße. Falls diese nicht verfügbar sind, können Sie auch Becher mit den Maßen 10 x 10 cm verwenden. Torfquelltöpfe, Plastikbehälter und Anzuchtkassetten sind ebenfalls gängige Optionen.

Vorbereitung vor der Aussaat

Wie Erde müssen auch Samen desinfiziert werden. Unbehandeltes Material kann sich infizieren und die Krankheit auf benachbarte Pflanzen übertragen.

Weichen Sie die Samen eine halbe Stunde lang in einer Kaliumpermanganatlösung ein. Spülen Sie sie anschließend ab und legen Sie sie für zwei Tage in ein feuchtes Mulltuch, damit sie keimen können. Dieses Verfahren verkürzt die Keimzeit. Im Handel erhältliche Samen sind in der Regel bereits vorbehandelt, sodass keine weiteren Schritte erforderlich sind.

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Sie können anregende Badezusätze verwenden, die das Wachstum beschleunigen.

Aussaatzeitpunkt für Sämlinge

Sobald der Boden 10–13 Grad Celsius erreicht hat, werden die Setzlinge in die Beete gepflanzt. Rechtzeitige Aussaat gewährleistet eine rechtzeitige Keimung, und die Setzlinge sind zum Zeitpunkt der Bodenerwärmung ausgewachsen. Es ist ratsam, diesen Zeitpunkt nicht zu verpassen. Der optimale Pflanzzeitpunkt hängt vom regionalen Klima, der Pflanzensorte und der Anbaumethode (mit oder ohne Folie) ab.

Berechnen Sie die Wachstumsperiode der Sämlinge von der Aussaat bis zum Einpflanzen. Unreife Sämlinge blühen später, während überwachsene Sämlinge lange brauchen, um sich zu etablieren.

Temperatur und Beleuchtung

Jede Pflanzenart hat ihre eigene Keimtemperatur. Manche benötigen Temperaturen von nur 5–7 °C, andere keimen erst bei 18–22 °C. Wärmeliebende Sämlinge sollten nicht in kalte Erde oder in einem Gewächshaus gepflanzt werden. Bei niedrigen Temperaturen verdunstet weniger Feuchtigkeit, und die Pflanzen nehmen weniger Nährstoffe aus dem Boden auf. Kalte Erde begünstigt das Wachstum von Pilzen. Das Pflanzenwachstum verlangsamt sich, und die Pflanzen werden anfälliger für Krankheiten.

Um dies zu vermeiden, sollten die Sämlinge vor dem Auspflanzen abgehärtet werden, indem man sie täglich 2-3 Stunden im Freien verbringt. Über Nacht sollten sie in einem warmen Raum stehen.

Jede Gemüsepflanze benötigt eine bestimmte Anzahl an Tageslichtstunden, etwa 12 bis 16 Stunden. Ohne Licht strecken sich die Sämlinge, wachsen kräftig und ihre Stängel werden dünn. Diese Pflanzen sind anfällig für Krankheiten und vertragen das Umpflanzen schlecht.

Um das Problem an den kurzen Wintertagen zu lösen, ist zusätzliche Beleuchtung erforderlich. Ein nach Süden ausgerichtetes Fensterbrett oder ein verglaster Balkon mit Südausrichtung eignen sich gut für Pflanzgefäße mit Setzlingen.

Dichte Bepflanzung

Werden die Setzlinge zu dicht gepflanzt, verkümmern sie und erhalten zu wenig Licht. Außerdem wird bei zu dichtem Pflanzabstand die Luft nicht ausreichend belüftet, was zu Nährstoffmangel führt. Zudem besteht die Gefahr von Pilzkrankheiten.

Dicht gepflanzte Pflanzen sollten ausgedünnt werden, sodass zwischen den Sämlingen 2–3 cm Abstand bleiben. Einzelne Anzuchttöpfe sind die beste Option für die Aussaat, da sie das Ausdünnen und Pikieren überflüssig machen.

Aufmerksamkeit!
Jede Sämlingsart hat ihr eigenes Pflanzmuster. Vor der Aussaat sollten Sie unbedingt die Eigenschaften der jeweiligen Sorte studieren und die Pflanzanleitung befolgen.

Tauchen

Pflücken Dies ist für viele Pflanzenarten ein unerlässliches Verfahren. Sobald sich zwei bis drei Blätter gebildet haben, werden die Sämlinge in einzelne Töpfe umgepflanzt. Werden sie nicht rechtzeitig pikiert, verkümmern sie und werden geschwächt, wenn sie zu dicht beieinander stehen.

Das Umpflanzen junger Pflanzen muss fachgerecht erfolgen. Eine Beschädigung des Wurzelsystems führt zum Absterben der Pflanze. Oft wird die Pflanze zusammen mit dem Wurzelballen in einen anderen Topf umgepflanzt. Wurden die Sämlinge in Torfquelltöpfen vorgezogen, ist kein Umpflanzen nötig. Auch beim Pflanzen in Pflanzlöcher sollte Torf verwendet werden.

Die Sämlinge werden bis zu den Keimblättern tief gepflanzt oder die Wurzeln um ein Drittel gekürzt. Die Hauptwurzel und die dicken Wurzeln dürfen nicht beschädigt werden. Die Sämlinge stehen die ersten drei Tage nach dem Umpflanzen im Schatten. Die erste Bewässerung erfolgt 4–5 Tage nach dem Umpflanzen. Einige Pflanzen sollten nicht umgepflanzt werden, da dies ihr Wachstum und ihre Entwicklung verlangsamt.

Unregelmäßigkeiten bei der Bewässerung

Nach der Aussaat sollte die Erde feucht, aber nicht nass gehalten werden. Am besten besprüht man die Erde ein- bis zweimal pro Woche mit Wasser, anstatt zu gießen. Trockene Erde verhindert die Keimung, und zu viel Feuchtigkeit fördert Pilzbefall.

Die Häufigkeit des Gießens hängt von der Pflanzenart ab – feuchtigkeitsliebende Pflanzen benötigen mehr Wasser als trockenheitsverträgliche. Sämlinge sollten mit stehendem, geschmolzenem oder Regenwasser gegossen werden, jedoch nicht mit kaltem Wasser (18–20 °C).

Sämlingskrankheiten

Ignoriert man die ersten Anzeichen einer Pflanzenkrankheit, kann man einen Großteil seiner Ernte verlieren. Pilze breiten sich schnell aus, und auch benachbarte Pflanzen können infiziert werden.

Wenn Blätter gelb werden oder abfallen, der Stamm schwarz wird, die Pflanzen austrocknen, schwächer werden oder ihr Wachstum einstellen, ist sofortiges Handeln erforderlich. Zuerst muss die Krankheitsursache ermittelt werden, dann kann die Behandlung erfolgen. Kranke Sämlinge werden entfernt, die verbleibenden mit Fungiziden behandelt. Zur Vorbeugung können Gliocladin und Trichodermin in den Boden eingearbeitet werden. Die Vorbereitung vor der Pflanzung, einschließlich der Desinfektion von Boden und Saatgut, ist unerlässlich.

Das Abhärten junger Pflanzen ist bei der Anzucht von Sämlingen entscheidend. Werden sie nicht abgehärtet, erfrieren die jungen Sämlinge bei Kälte. Durch das Abhärten wird das schnelle Wachstum der Sämlinge verlangsamt, sobald sie zu wachsen beginnen. Zu große Sämlinge wurzeln schlecht. Das Wachstum lässt sich durch weniger Gießen verlangsamen. Obwohl man aus Fehlern lernen kann, ist es besser, Tipps und Tricks zu nutzen, um Fehler bei der Anzucht von Sämlingen zu vermeiden.

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