Beim Pflanzen von Tomatensämlingen sollte man den Mondkalender konsultieren, dies ist aber nur ein Schritt. Man muss auch die Wachstumsperiode der jeweiligen Sorte beachten und die 60 Tage vom Aussäen bis zum Auspflanzen der Sämlinge im Freien genau zählen.
Besondere Pflege Tomatensämlinge benötigen unter der Plastikfolie besondere Aufmerksamkeit. Sobald die ersten Keimlinge erscheinen, etwa vier bis fünf Tage nach dem Einpflanzen, können sie auf eine Fensterbank gestellt und wie üblich gepflegt werden: viel Licht, regelmäßiges Gießen und Düngen. In diesem Artikel erklären wir Ihnen alle Schritte zur Anzucht von Tomatensämlingen zu Hause.
Was man anbauen kann
Viele Gärtner bereiten den Boden bereits im Herbst für die zukünftigen Setzlinge vor. Dies ist ein aufwendiger Prozess, der viel Zeit und Mühe kostet. Daher empfiehlt eine andere, modernere Gruppe von Gärtnern die Verwendung spezieller Torfquelltöpfe. Diese sind in Gartencentern erhältlich und haben einen Durchmesser von 2,5 bis 7 Zentimetern. Torfquelltöpfe eignen sich hervorragend für den Anbau von Tomaten; wählen Sie solche mit einem Durchmesser von mindestens 4 cm.
Neben Erde oder Torfquelltöpfen benötigen Sie für die Anzucht in Innenräumen auch Kunststoffschalen mit einzelnen Zellen. Jede Schale sollte eine Schale und einen Deckel haben (falls Sie keinen Deckel haben, können Sie einfache Plastikfolie verwenden). Für die Keimung der Samen benötigen Sie eine hohe Luftfeuchtigkeit und ein bestimmtes Mikroklima; ein Deckel oder eine Plastikfolie trägt dazu bei.
Samen pflanzen
Gießen Sie reichlich Wasser in die Zelle mit der Tablette oder der Erde. Die Erde sollte einige Tage vor der Aussaat angefeuchtet werden. Machen Sie ein 1 cm großes Loch in die Mitte und legen Sie den Samen hinein. Bedecken Sie die Erde um die zukünftige Tomatenpflanze mit den Fingern.
Decken Sie nun jeden Behälter mit einem Deckel ab oder, falls Sie keinen haben, mit Frischhaltefolie. Die Folie ist dünn genug, um die Ränder gut abzudecken. Stellen Sie die Behälter an einen warmen Ort und öffnen Sie die Folie erst, wenn die ersten Keimlinge erscheinen. Entfernen Sie dann die Folie und stellen Sie den Behälter auf eine Fensterbank.
Wichtig! Je nach Sorte keimen Tomaten in der Regel 4–6 Tage nach dem Pflanzen. Entfernen Sie die Folie sofort nach dem Keimen, um eine Überhitzung der Pflanze zu vermeiden.
Für Sämlinge erforderliche Temperatur
Dies ist eine entscheidende Frage bei der Anzucht von Tomatensämlingen in Innenräumen. Es ist nicht immer möglich, die optimale Temperatur zu Hause zu erreichen. Ab dem Zeitpunkt der Aussaat sollte die Temperatur etwa 20 Grad Celsius betragen. Sobald die Sämlinge keimen, sollte die Temperatur auf etwa 16 Grad Celsius sinken; nachts darf es natürlich etwas kälter sein.
Tomatensämlinge können bei einer Mindesttemperatur von 6–8 Grad Celsius sicher angezogen werden. Eine etwas höhere Temperatur ist jedoch durchaus vorteilhaft. Dadurch wird ein kräftiges und schnelles Wachstum gewährleistet.
Interessant! Auf jedem Quadratmeter freier Fläche lassen sich 4–5 Tomatenpflanzen anbauen. Im Vergleich dazu bietet dieselbe Fläche nur Platz für 1–2 Gurkenpflanzen oder Rhabarberwurzeln, aber für 7 Auberginen und bis zu 20 Kopfsalate.
Saatgutverarbeitung und -vorbereitung
Dieser Schritt ist beim Tomatenanbau entscheidend. Weichen Sie die Samen eine halbe Stunde lang in einer 1%igen Kaliumpermanganatlösung ein. Spülen Sie sie anschließend in warmem, sauberem Wasser ab und lassen Sie sie weitere 24 Stunden einweichen. Während dieser Zeit quellen die Samen auf und müssen danach abgehärtet werden. Stellen Sie die Saatschale dazu 12 Stunden lang bei einer Temperatur zwischen 0 und 4 Grad Celsius auf. Anschließend halten Sie sie für die gleiche Zeit bei 20 Grad Celsius.
Die Abhärtung der Samen beginnt eine Woche vor der Aussaat. Sobald das erste Blatt erscheint, können die Tomatensämlinge umgepflanzt werden. Nach der Ausbildung der Hauptwurzel bilden sich kräftig Adventivwurzeln.
Wir sorgen für angemessene Betreuung.
Nachts sollten Tomatensämlinge, die sich nach dem Freilegen etwas erholt haben, auf den Balkon oder die Loggia gestellt werden. Wichtig ist, dass die Temperatur dort etwa 10 Grad Celsius beträgt. Nach weiteren drei Tagen werden die Tomaten mit zimmerwarmem Wasser gegossen. Sind die Sämlinge schwach, kann ein Mikronährstoffdünger verwendet werden. Dazu werden 20 Gramm Dünger auf 10 Liter Wasser verdünnt.
Sobald es anhaltend warm ist, sollten Tomatensämlinge ins Freie gestellt werden. Anfangs nur für ein paar Stunden, dann die Zeit allmählich verlängern. Dies ist wichtig, damit die Tomaten nach dem Auspflanzen gut anwachsen.
Wichtig! Beim Kauf von Jungpflanzen im Handel sollten Sie solche mit dunkelgrünen Blättern wählen. Gekaufte Jungpflanzen sollten an bewölkten oder regnerischen Tagen eingepflanzt werden.
So bereiten Sie Tomatensämlinge zu Hause vor – Schritt für Schritt und zuverlässig. Dieser Prozess dauert etwa zwei Monate. Wenn Sie alles richtig machen, erhalten Sie eine kräftige Pflanze, die Sie ins Freiland pflanzen und eine reiche Ernte liefern wird.

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