Gladiolen sind eine Bereicherung für jeden Garten. Diese mehrjährige Blume verliert jedoch mit der Zeit ihre Knollen. Wird die Generationenfolge nicht beachtet, geht die Sortenvielfalt verloren. Die durchschnittliche Lebensdauer einer Knolle beträgt bis zu fünf Jahre. Am einfachsten lässt sich eine würdige neue Gladiole aus Ablegern (Kindeln) ziehen.
Eigenschaften der Knollen
Aus Brutzwiebeln gezogene Gladiolen wachsen in der Regel kräftig, gesund und schön. Die Zwiebeln werden in zwei Größen unterteilt:
- von 5 bis 10 mm, aus solchen Knollen blühen die Pflanzen im ersten Jahr und die Sorteneigenschaften kommen besser zum Ausdruck;
- von 3 bis 5 mm, Ergebnisse zeigen sich in der Regel erst nach einem Jahr.
Die Größe und Anzahl der Knollenknospen hängen direkt von folgenden Faktoren ab: Mikroklima, Bodenfeuchtigkeit und Länge der Vegetationsperiode. Frühe Sorten bilden große, späte Sorten kleine Knollenknospen. Diese sind in der Regel von einer harten Schicht umgeben.
Die harte, geschlossene Schale schützt die kleine Knolle vor Austrocknung und anderen negativen Einflüssen. Sie erhält die Keimfähigkeit auch im zweiten Lagerjahr aufrecht, verhindert aber gleichzeitig die Keimung.
Das könnte Sie auch interessieren:Sortierung und Vorbereitung zur Lagerung
Beim Ausgraben der Gladiolenzwiebeln im Herbst sollten die Knollen getrennt, gewaschen und getrocknet werden. Anschließend werden sie ein bis zwei Tage lang an einem trockenen, sonnen- und windgeschützten Ort ohne Frost gelagert. Das Trocknen dauert etwa drei Wochen. Danach werden die Knollen nach Größe und Sorte sortiert und an einem trockenen Ort bei Temperaturen über Null Grad, idealerweise bis zu 15 °C, aufbewahrt.
Die Gladiolenzwiebeln sollten monatlich kontrolliert und verwelkte oder runzlige Knollen aussortiert werden. Bewahren Sie die Knollen in Papier- oder Gazebeuteln auf. So kann die Luft während der Lagerung um die Knollen zirkulieren. Zum Schutz vor Schädlingen legen Sie einige Knoblauchzehen darunter.
Vorbereitung zur Landung
Eine gesunde Zwiebel ist von einer Schutzschicht umgeben, die die Keimung lange verzögern kann. Daher muss diese Schicht entfernt oder aufgebrochen werden. Dieser Eingriff muss vorsichtig durchgeführt werden, um das Innere der Zwiebel nicht zu beschädigen.
Geschälte Brutzwiebeln keimen viel schneller und leichter. Bei flacher Pflanztiefe bilden sie eine große Zwiebel.
Eine einfache und effektive Methode ist das Vorkeimen der Knollen vor dem Pflanzen. Dafür eignen sich die Bedingungen im Haus. Die Raumtemperatur sollte über dem Gefrierpunkt liegen. Die nach Sorte und Größe sortierten Knollen werden in Gläser oder Gefrierbeutel gegeben. Anschließend wird eine warme Kaliumpermanganatlösung hinzugefügt: 5 g Lösung auf 10 Liter Wasser (40 °C).
Anschließend die Gläser oder Beutel verschließen und Löcher hineinstechen, damit Luft hineingelangen kann. Die Babys sollten nicht vollständig mit Wasser bedeckt sein, sondern nur der Boden.
Nach etwa 14–15 Tagen sollten die ersten Wurzeln und Keimlinge erscheinen. Das Auflegen der Knolle auf ein feuchtes Gazetuch in einem Behälter an einem kühlen Ort (z. B. im Keller) kann die Keimung beschleunigen. Die Keimdauer verlängert sich dadurch zwar, die Keimlinge erscheinen aber nahezu gleichzeitig.
Das Pflanzen und Ziehen schöner Blumen aus Stecklingen ist nicht besonders schwierig. Man muss lediglich einige Regeln für das Pflanzen, Lagern und Sortieren beachten.
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