Kein Hobbygärtner, der Kürbis oder Zucchini liebt, kann der Versuchung widerstehen, Patisson-Kürbis anzubauen. Diese Gemüsesorten ähneln sich zwar, doch Patisson-Kürbisse sind im Geschmack feiner und sehen ansprechender aus als ihre zylindrischen Verwandten. Die Anzucht und Pflege von Patisson-Kürbissen aus Setzlingen ist beliebter als die Direktsaat, da die Pflanzen kräftiger wachsen und schneller Früchte tragen. Wir verraten Ihnen nun, wie Sie Patisson-Kürbisse optimal pflegen.
Vor- und Nachteile von Squash
Zunächst möchte ich erklären, warum Gärtner so gerne Kürbis anbauen – was sind seine Vorteile? Tatsache ist, dass die Ernte dieser interessant aussehenden Früchte (und sogar das Beobachten des Wachstums der kleinen Kürbisse) ein ästhetischer Genuss ist. Darüber hinaus ist das Fruchtfleisch dieser Früchte viel zarter als das von Zucchini oder auch von Speisekürbis. Viele essen Kürbis gerne roh, und wenn er gekocht wird, dann in sehr einfachen Gerichten: gebratene Kürbisscheiben oder marinierter Kürbis (mit wenigen Gewürzen).
Dieses Gemüse hat jedoch auch seine Nachteile. Kürbis ist empfindlicher als Zucchini: Nicht jeder Boden ist für ihn geeignet, und die Früchte selbst sind anfällig für Pilzkrankheiten, die zu einem dunklen Fleckenmuster führen können.
Welche Bedingungen sind für den Anbau von Kürbis im Garten erforderlich?
Diese Pflanze bevorzugt fruchtbaren Boden: Im Gegensatz zu Kürbis und Zucchini gedeiht Patisson-Kürbis in sandigem Lehmboden nicht gut. Schwarzerde oder ein ähnlich leichter, nährstoffreicher Boden ist am besten geeignet.
Was den Lichtbedarf angeht, liebt diese Pflanze volle Sonne. Pflanzt man Kürbis in fruchtbaren Boden, stellt das Beet aber in den Schatten, erhält man zwar einen kräftigen Strauch mit großen Blättern, aber nur wenigen Früchten. Damit der Kürbis in der Sonne nicht austrocknet und gleichmäßig wächst, sollte man ihn regelmäßig gießen und dabei den Wasserstrahl direkt in das Pflanzloch und nicht auf die Blätter richten.
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Wann pflanzt man Kürbissetzlinge?
Für eine reiche Ernte gilt: Je früher, desto besser. Dabei müssen Sie jedoch das regionale Klima und die Wetterbedingungen berücksichtigen. Kürbisse vertragen keinen Nachtfrost, daher sollten sie erst gepflanzt werden, wenn die Nachttemperaturen mindestens 10 Grad Celsius erreichen. Die ideale Tagestemperatur für das Wachstum von Kürbissen liegt bei etwa 25 Grad Celsius. Kühlere Tage verlangsamen das Wachstum der Pflanzen. Im Allgemeinen werden Kürbissetzlinge in der zweiten Maihälfte oder im Juni ins Freiland gesetzt.
Kürbis – Anbau und Pflege von Setzlingen
1. Für jeden Sämling ein Loch mit 30–40 cm Durchmesser und 20 cm Tiefe ausheben. Es ist seit Langem bekannt, dass Kürbisse mit größeren Pflanzlöchern deutlich besser gedeihen als solche mit flachen Löchern oder solche, in denen nach dem Gießen Wasser austritt (dies geschieht, wenn die Ränder des Lochs ausgewaschen sind). Kurz vor dem Einpflanzen das Loch vollständig mit Wasser füllen und warten, bis es vollständig versickert ist. Den Sämling mittig in das Loch setzen, mit feuchter Erde am Boden fixieren und leicht mit feiner, trockener Erde bestreuen (dies verhindert, dass die Erde zu schnell austrocknet).
2. Am ersten Tag müssen sich die Kürbissetzlinge erst einmal etablieren. Lassen Sie sie daher am besten in Ruhe und gießen Sie sie nicht. Tagsüber wirken die Blätter noch etwas schlaff, aber am nächsten Tag sind sie mit Erdsäften gesättigt und erstrahlen in neuem Glanz.
3. Bewässern Sie die Kürbispflanzen regelmäßig: mindestens alle zwei Tage, am besten früh morgens oder nach Sonnenuntergang. Zusätzlich zum regelmäßigen Gießen empfiehlt sich die Verwendung spezieller Düngemittel: fermentierter Königskerzenaufguss (1 kg Königskerze auf 30 Liter Wasser) oder Kräuteraufguss (1–2 kg Brennnessel, Schöllkraut oder andere saftige Wildkräuter auf 30 Liter Wasser), der ebenfalls vor dem Gießen fermentieren sollte. Gießen Sie die Kürbisse mit diesen Aufgüssen maximal alle zwei Wochen.
4. Die ersten Fruchtknoten an Kürbissträuchern können sogar vor der Blüte erscheinen. Während dieser Zeit – sowohl der Blüte als auch der Fruchtbildung – müssen die Pflanzen besonders sorgfältig behandelt werden. Sie sollten häufiger gegossen werden, aber Oberflächenbehandlung Besser ist es, bei Aufgüssen zu bleiben: Ihr Geruch kann Insekten verscheuchen, und dann fällt die Ernte mager aus.
5. Beim Gießen (ob mit Wasser oder Dünger) ist eine einfache Regel zu beachten: Gießen Sie die Kürbisse direkt in das Pflanzloch, damit die Blätter nicht bespritzt werden. Andernfalls können die Pflanzen Sonnenbrand bekommen (wenn Sie morgens gießen) oder eine Pilzkrankheit entwickeln (wenn Sie abends gießen).
6. Es dauert mindestens 10 Tage, bis eine einzelne Kürbisfrucht reif ist, also haben Sie Geduld! Kontrollieren Sie Ihre Kürbispflanzen regelmäßig und entfernen Sie befallene Früchte umgehend. Sind mehrere Kürbisfrüchte betroffen, isolieren Sie die betroffene Pflanze am besten von den anderen, indem Sie sie ausgraben und aus dem Garten entfernen.
Kürbisse aus Setzlingen zu ziehen ist eine recht einfache Aufgabe, die wunderschöne Ergebnisse liefert!
