Warum verfärben sich die Ränder der Gurkenblätter gelb? Was kann man dagegen tun?

Gurken

Gurkenblätter verfärben sich an den Rändern meist gelb, bedingt durch ungünstige Witterungsbedingungen, einen ungünstigen Standort oder mangelhafte Pflege. Solche Veränderungen des Laubs deuten in der Regel nicht auf Krankheiten oder Schädlinge hin. Es mag jedoch Ausnahmen geben.

Gründe für die Gelbfärbung der Blattränder

Dies ist wohl das häufigste Problem beim Gurkenanbau. Solche Anzeichen sollten nicht ignoriert werden. Verfärben sich die Blattränder der Gurken gelb, verkürzt sich ihre Fruchtzeit deutlich. Es gibt sechs Hauptfaktoren, die zu diesem Problem führen können.

Temperaturänderungen

Gurken sind wärmeliebende Pflanzen. Plötzliche Temperaturschwankungen können zudem dazu führen, dass sich die Blattränder gelb verfärben. Dies beeinträchtigt das Wachstum und reduziert den Fruchtertrag.

Beim Anbau von Gurken im Gewächshaus ist eine sorgfältige Temperaturkontrolle wichtig. Ist es zu heiß, vermehren sich Bakterien rasant und die Wurzeln der Pflanzen können faulen.

Ungeeigneter Standort für den Anbau

Ein gelber Rand an Gurkenblättern kann auf einen ungeeigneten Standort hindeuten. Achten Sie besonders auf die Lichtverhältnisse. Gurken lieben die Sonne. Bei zu viel Sonne vergilben die Blätter jedoch und der Boden trocknet schnell aus. In diesem Fall kann ein schattiger Bereich über dem Pflanzort Abhilfe schaffen. Am besten decken Sie die Pflanze während der heißesten Perioden ab.

Das Anpflanzen der Pflanzen im Schatten ist nicht optimal. Der Boden darunter bleibt ständig feucht, und die Blätter erhalten nicht genügend UV-Licht. Daher ist ein halbschattiger Standort die beste Wahl.

Mangel an Nährstoffkomponenten

Das sicherste Anzeichen für einen Mangel an Mikronährstoffen bei einer Pflanze ist eine Vergilbung, die sich vom Blattrand über das gesamte Blatt ausbreitet. Um dieses Problem zu beheben, müssen Sie wissen, welche Nährstoffe die Pflanze benötigt:

  1. Gurken benötigen vor allem Kaliumdünger. Dieser stärkt die Widerstandsfähigkeit der Pflanze gegen Krankheiten und Schädlinge und verbessert den Geschmack der Früchte. Kaliummangel äußert sich durch einen gelbgrünen Blattrand, einen bitteren Geschmack der Früchte und lange Triebe mit wenigen Fruchtknoten. Kaliummagnesiumsulfat oder Gemeine Esche helfen der Pflanze, sich zu erholen.
  2. Bor-Mangel kann sich auch durch eine Vergilbung der Blätter äußern. Ein häufiges Begleitsymptom sind deformierte Früchte. Gurken können während der Blütezeit mit Borsäure gedüngt werden. Die Borsäure wird im Verhältnis 1 g auf 5 Liter Wasser verdünnt.
  3. Gelbe Blattränder an Gurken können ebenfalls auf Kalziummangel hinweisen. Ohne ausreichende Nährstoffversorgung können sie zudem braun werden und welken. Kreide, Dolomitmehl oder andere kalziumhaltige Düngemittel können in diesem Fall Abhilfe schaffen.
  4. Beim Anbau von Gurken auf sandigen Böden ist zusätzliches Mangan erforderlich. Ein Mangel dieses Spurenelements äußert sich durch Beulen auf den Blattspreiten und eine allmähliche Gelbfärbung von den Rändern zur Mitte hin.
  5. Eine schwach aussehende Pflanze ohne Fruchtansatz deutet auf Stickstoffmangel hin. In diesem Fall vergilben die Gurkenblätter und vertrocknen. Abhilfe schafft Ammoniumnitrat. Am besten düngt man jedoch vor dem Fruchtansatz, da sich der Stickstoff in den Früchten anreichert.
  6. Eisenmangel äußert sich durch gelbe Ränder an den oberen Blättern. Eisensulfat ist ein ausgezeichnetes Heilmittel.
Notiz!
Eisensulfat ist außerdem ein ausgezeichnetes Mittel zur Vorbeugung von Pilzerkrankungen.

Bewässerung

Bei trockenem und sonnigem Wetter empfiehlt es sich, die Pflanze täglich gründlich zu gießen. Bei gemäßigtem Wetter genügt es, sie 2-3 Mal pro Woche zu gießen.

Wird die Pflanze nicht ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt, suchen die Wurzeln diese an der Oberfläche und trocknen in der Sonne aus. Dies führt zu einer Gelbfärbung der Blätter und Fruchtknoten. Auch zu viel Wasser schadet Gurken. Es entwickelt sich Wurzelfäule im Wurzelsystem. Diese Fäule breitet sich dann auf die Stängel aus und lässt die Blätter hell werden.

Krankheiten, die zu Vergilbung führen

Pilzkrankheiten befallen häufig die Pflanze. Die Blätter beginnen sich gelb zu verfärben, wenn Infektion von Gurken mit einer der Krankheiten:

  1. Echter Mehltau. Er zeigt sich durch einen weißen Belag und vergilbte Blattränder. Bei den ersten Anzeichen von Mehltau sollte die Pflanze behandelt werden, da sonst alle Blätter abfallen. Bordeauxbrühe und Topaz sind empfehlenswerte Fertigpräparate. Biobauern können Königskerze verwenden. Die häufigsten Ursachen für Mehltau sind Gießen mit kaltem Wasser und plötzliche Temperaturschwankungen.
  2. Fusariumwelke. Sie beginnt mit einer Vergilbung der Blattränder. Nach und nach breitet sich die Krankheit auf die gesamte Pflanze aus. Pilzsporen unterbrechen die Nährstoffversorgung. Dieser Pilz lässt sich nicht durch einfaches Besprühen der Gurken bekämpfen. Der befallene Strauch sollte entfernt und verbrannt werden.
  3. Wurzelfäule. Dabei verfault das Wurzelsystem der Pflanze. Die Blätter verfärben sich allmählich gelb, beginnend an den Rändern. Der befallene Strauch wird entfernt, und die Stelle, an der er gepflanzt war, wird vorbeugend mit Asche oder Kalk angereichert.
Notiz!
Um den Verlust der gesamten Ernte zu vermeiden, ist es besser, eine mit Pilzen befallene Pflanze so schnell wie möglich aus dem betroffenen Gebiet zu entfernen.

Schädlinge

Wenn sich an den Blattspreiten von Gurken ein gelber Rand bildet, sollten Sie diese sorgfältig untersuchen. SchädlingsbefallDie häufigsten Schädlinge, die die Kulturpflanze befallen, sind Baumwollblattläuse, Spinnmilben und Gewächshaus-Weiße Fliegen.

Schädlingsbekämpfung kann eine echte Herausforderung sein, und nicht jeder erkennt Schädlinge. Deshalb verwende ich zur Wiederherstellung des Buschlandes meist Universalinsektizide.

Was tun, wenn die Blätter an den Rändern gelb werden?

Wenn sich gelbe Ränder an Gurkenblättern bilden, muss die Ursache umgehend ermittelt und der Pflanze geholfen werden, das Problem zu überwinden. Jede Anbauart hat ihre Besonderheiten.

Im Gewächshaus

Für eine gute Gurkenernte müssen der Pflanze optimale Wachstumsbedingungen geboten werden. Im Gewächshaus müssen bestimmte Regeln beachtet werden:

  1. Die Sträucher sollten frei von überschüssigen Blättern und Seitentrieben sein. Sorgfältiger Formschnitt ist unerlässlich.
  2. Richtiges Gießen: Gießen Sie unter jede Pflanze einen Eimer warmes Wasser. Sie können den Gießbedarf feststellen, indem Sie die Erde zwischen benachbarten Pflanzen auflockern. Ist die Erde noch feucht, gießen Sie nicht. Im Durchschnitt ist bei gemäßigtem Wetter 2-3 Mal pro Woche zusätzliches Gießen nötig.
  3. Der Boden um jeden Strauch herum sollte gemulcht werden. Dadurch wird ein vorzeitiges Austrocknen verhindert und Unkraut beseitigt.
  4. Optimale Temperaturbedingungen. Tagsüber sollte die Temperatur im Gewächshaus zwischen 25 und 30 °C und nachts zwischen 18 und 20 °C liegen.
  5. Lüften ist eine gute vorbeugende Maßnahme gegen die Ausbreitung von Pilzinfektionen.
  6. Rechtzeitige FütterungDie

Wenn Sie die Anbauregeln befolgen, können Sie viele Krankheiten vermeiden und eine gute Gurkenernte erzielen.

Im offenen Gelände

Die allgemeinen Pflegeempfehlungen für Gurken im Gewächshaus und im Freiland sind ähnlich. Die Pflanzen benötigen die gleiche Bewässerung, Düngung und den gleichen Schutz vor Schädlingen und Krankheiten.

Es gibt jedoch einige grundlegende Merkmale beim Anbau von Nutzpflanzen direkt im Freien:

  • An kalten Tagen müssen die Betten mit Spinnvlies, Folie oder einem anderen dafür geeigneten Material abgedeckt werden.
  • Es ist besser, abends oder morgens zu gießen;
  • Gießen Sie das Wasser direkt unter die Wurzeln und achten Sie darauf, die Blätter der Pflanze nicht zu berühren.
  • Jäten Sie vorsichtig und achten Sie darauf, das Wurzelsystem des Strauchs nicht zu beschädigen.

Diese Maßnahmen sind durchaus in der Lage, ein Vergilben der Gurkenblätter zu verhindern und tragen zur Steigerung des Ernteertrags bei.

Auf der Fensterbank

Die Hauptgründe für die Gelbfärbung der Blattränder bei Gurkenkeimlingen ähneln denen bei ausgewachsenen Pflanzen. Es gibt jedoch einige Besonderheiten zu beachten:

  1. Es ist nicht genügend Platz vorhanden. Wenn das Wurzelsystem eingeengt ist, verfärben sich die Blätter bald gelb. Umtopfen in einen größeren Topf löst dieses Problem.
  2. Hohe Luftfeuchtigkeit kann die Ausbreitung von Pilzerkrankungen begünstigen. Die wirksamste Methode zur Bekämpfung ist regelmäßiges Lüften des Raumes.
  3. Falsches Gießen. Die Erde in den Töpfen sollte stets feucht gehalten werden. Vermeiden Sie sowohl zu starkes Austrocknen als auch zu viel Gießen.
  4. Sämlinge sollten ein- bis zweimal mit einem mineralischen Volldünger gedüngt werden. Ein Mangel an Mikronährstoffen kann zu einer Vergilbung der Blätter führen.
  5. Unzureichendes Licht beeinträchtigt die Blattfarbe. Am besten verwendet man Pflanzenlampen abends und morgens.

Die sorgfältige Einhaltung aller oben genannten Regeln schützt die Pflanzenkrone vor Vergilbung und trägt zu einer gesunden Ernte bei.

Wie man Gurken behandelt und füttert

Ist die Pflanze bereits beschädigt, können Sie sowohl altbewährte Hausmittel als auch verschiedene chemische Präparate zur Behandlung einsetzen.

Medikamente

Zuerst muss die Ursache der Vergilbung ermittelt werden. Anschließend die entsprechende Behandlung gemäß Anleitung durchführen. Hier ist eine Liste der gängigsten Behandlungsmethoden für Gurken:

  1. Fitosporin. Hilft bei der Bekämpfung häufiger Krankheiten. Besprühen Sie die Pflanzen während der Blüte- oder Wachstumsphase mit der Lösung. Das Produkt enthält spezielle Phytobakterien und Spurenelemente. Geben Sie 15–20 Gramm Pulver in 5 Liter abgekochtes Wasser. Lassen Sie die Mischung vor der Anwendung 30–40 Minuten ziehen. Besprühen Sie die Gurken einen Monat lang einmal wöchentlich.
  2. Oxychom. Dieses universelle Mittel bekämpft die meisten Pflanzenkrankheiten im Garten. Lösen Sie 20–30 g des Produkts in 10 Litern Wasser auf. Besprühen Sie die Gurken zweimal im Monat.
  3. Topaz. Kann nicht nur zur Pflanzenbehandlung, sondern auch zur Krankheitsvorbeugung eingesetzt werden. Topaz ist in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich, Pulver lässt sich jedoch am einfachsten anwenden. Lösen Sie 20 g des Produkts in 10 Litern Wasser auf. Sprühen Sie zweimal im Monat. Sollten die Blätter nach 30 Tagen immer noch gelb werden, verlängern Sie die Behandlung um einen weiteren Monat.
  4. Quadris. Zur Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten bei Gartenpflanzen. 200 ml der Lösung in 2,5 Liter Wasser geben, gründlich verrühren und mit weiteren 2–4 Litern auffüllen. Die Lösung ist innerhalb von 24 Stunden verwendbar.
Notiz!
Gurken sollten am besten bei ruhigem Wetter mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden, um ein Bespritzen benachbarter Pflanzen zu vermeiden. Regen innerhalb von 24 Stunden nach dem Besprühen wäscht die Lösung leicht von den Blättern ab und macht die Behandlung somit wirkungslos.

Volksheilmittel

Volksheilmittel sind im Anfangsstadium einer Pflanzenkrankheit wirksam. Wenn Sie die Symptome der Krankheit frühzeitig bemerken, können Sie eine der folgenden Methoden anwenden:

  1. Gib 1 Liter Molke und ein halbes Glas Zucker zu 5 Litern Wasser. Diese Mischung soll die Eierstockentwicklung beschleunigen.
  2. 700 g Zwiebelschalen in einem Eimer Wasser kochen, 10-12 Stunden ziehen lassen und anschließend im Verhältnis 1:4 mit Wasser verdünnen. Diese Lösung kann Schädlinge von den Blättern fernhalten.
  3. Im Frühstadium der Schädlingsbekämpfung werden Gurkensträucher mit einer schwachen Magnesiumpermanganatlösung behandelt.
  4. Zwischen den Reihen gepflanzter Tabak hilft bei der Bekämpfung von Weißen Fliegen.
  5. Eine Seifenlösung hilft gegen Blattläuse. Lösen Sie ein halbes Stück Waschseife und eine Tasse Asche in einem Eimer Wasser auf.
  6. Parasiten lassen sich auch manuell mit einem in Seifenwasser getränkten Schwamm entfernen.

Bei starkem Schädlingsbefall und fortschreitenden Krankheiten ist der Einsatz von chemischen Mitteln sinnvoll. Dabei ist zu beachten, dass sich die darin enthaltenen Substanzen im Boden und in den Früchten anreichern können.

Wie man Gurken füttert

Die sicherste Methode, das Vergilben von Gurkenblättern zu verhindern, ist die regelmäßige Gabe von Stickstoffdünger. Für eine Düngelösung 20–30 g Dünger in 5–7 Litern Wasser auflösen. Vermeiden Sie es, die Dosierung in der Hoffnung auf eine stärkere Wirkung zu erhöhen. Eine zu konzentrierte Lösung kann die Pflanze verbrennen.

Notiz!
Unmittelbar nach dem Düngen müssen Gurken mit warmem Wasser gegossen werden.

Stickstoffdünger kann nicht nur an den Wurzeln der Pflanze angewendet werden. Die Lösung kann auch auf Gurkenblätter und -triebe gesprüht werden.

Verhütung

Um Ihre Gurken und die Ernte vor Verderb zu schützen, ist es wichtig, ihren Zustand genau zu überwachen. Ein paar einfache Tipps helfen, Krankheiten und Schädlinge zu verhindern oder schnell zu beseitigen und eine gute Ernte zu sichern:

  • Mehrmals im Monat sollten die Blattspreiten kurz auf Krankheiten und Schädlinge untersucht werden;
  • Unkraut rechtzeitig jäten;
  • Rechtzeitig wässern und den Boden auflockern;
  • Bei Bedarf füttern und vorbeugende Behandlungen gegen Pilzerkrankungen durchführen;
  • Beachten Sie die Fruchtfolge.
Notiz!
Am besten wählt man den Standort für Gurken im Herbst. Düngen Sie den Boden vorher und sorgen Sie für eine gute Drainage.

Um die Ursache zu ermitteln Vergilbung der Gurkenblätter Viele Faktoren müssen berücksichtigt werden, vom Geschmack der Früchte bis hin zu Ort und Art der Vergilbung (Letzteres lässt sich am einfachsten durch den Vergleich von Fotos und Videos ähnlicher Vorgänge im Internet feststellen). Trotz der Eigenheiten der Pflanze ist eine gute Ernte recht einfach zu erzielen. Man muss lediglich für optimale Wachstumsbedingungen, rechtzeitiges Gießen und Schädlingsbekämpfung sorgen.

Was tun, wenn die Ränder von Gurkenblättern gelb werden?
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