Wann und welche Düngemittel sollte man für Gurken im Gewächshaus verwenden, um eine große Ernte zu erzielen?

Gurken

Gurken im GewächshausDer Anbau von Gurken im Gewächshaus und im Freiland unterscheidet sich im Prinzip nicht wesentlich, es gibt aber dennoch einige Feinheiten zu beachten. Die richtige Düngung ist entscheidend für eine gute Ernte. Es reicht nicht, einfach verschiedene Düngemittel zu verwenden; sie muss zum richtigen Zeitpunkt und gezielt erfolgen, basierend auf Empfehlungen und den Bedürfnissen der Pflanze.

Gurken im Gewächshaus düngen: ein Düngeplan

Düngung im GewächshausZunächst ist es wichtig zu wissen, dass Gurken eine kurze Wachstumsperiode haben. Sie müssen mindestens drei- bis viermal pro Saison gedüngt werden. Die Häufigkeit der Düngung hängt direkt von der gewählten Gurkensorte sowie von der Bodenqualität und -fruchtbarkeit ab. Nährstoffarme Böden erfordern häufigeres Düngen, der Abstand zwischen den Düngungen sollte jedoch mindestens zwei Wochen betragen.

Düngeplan:

  1. Die Sämlinge werden vor dem Auspflanzen an ihren endgültigen Standort zunächst gedüngt. Komplexe Mineraldünger, verdünnt mit Wasser, eignen sich hierfür ideal. Sie enthalten die optimalen Anteile an Makro- und Mikronährstoffen für das Wachstum und die volle Entwicklung der Sämlinge.
  2. Die Düngung erfolgt ein zweites Mal, sobald sich die Jungpflanzen an die neuen Bedingungen gewöhnt haben. Dies geschieht in der Regel frühestens zwei Wochen nach dem Umpflanzen ins Gewächshaus. Zu diesem Zeitpunkt benötigen die Sämlinge den meisten Stickstoff, da dieser die Wurzelentwicklung und ein üppiges Blattwachstum fördert.
  3. Die nächste Düngung sollte 14 Tage nach der vorherigen erfolgen; in dieser Zeit verbrauchen die Pflanzen viel Energie. Nährlösungen mit hohem Kalium- und Phosphorgehalt sind ideal.
  4. Gurken werden zuletzt während der Fruchtbildung gedüngt. Um schöne und schmackhafte Früchte zu gewährleisten, werden Kaliumpräparate hinzugefügt. Eine Lösung aus Kaliumsulfat oder Kaliumnitrat eignet sich gut.

Bei Bedarf können Sie die Gurken zusätzlich mit Blattdüngung versorgen.

Wie man Gurken nach dem Anpflanzen im Gewächshaus düngt

Hefe für GurkenDünger wird 14 Tage nach dem Pflanzen ausgebracht. Geeignete Düngemittel sind mineralische und organische Substanzen mit hohem Stickstoffgehalt, den Gurken in dieser Wachstumsphase benötigen. Vogelmist, verdünnt mit Wasser im Verhältnis 1:16, ist empfehlenswert. Eine Harnstofflösung (siehe unten) ist ein ausgezeichneter Mineraldünger.

Verbindung:

  • Superphosphat 60 g;
  • Harnstoff 1 EL;
  • Wasser 10 l;

Vorbereitung:

Dem abgesetzten Wasser werden mineralische Bestandteile zugesetzt und gründlich vermischt, bis sie sich vollständig aufgelöst haben.

Anwendung:

Die jungen Sämlinge werden an den Wurzeln mit einer Nährlösung bewässert; dies macht man am besten abends oder früh morgens.

Wie man Gurken während der Blütezeit düngt

Komplexdünger für GurkenDie wichtigsten Nährstoffe für die Pflanze in diesem Entwicklungsstadium sind Kalium und Phosphor. Holzasche enthält eine hohe Konzentration dieser Nährstoffe, ist chemikalienfrei und versorgt die Pflanzen mit allen notwendigen Elementen. Alternativ können Sie auch einfache oder komplexe Mineraldünger verwenden. Dünger mit hohem Stickstoffgehalt sollten vermieden oder nur in geringen Mengen eingesetzt werden. Lösungen auf Basis von Ammophoska sind hervorragend geeignet.

Verbindung:

  • "Ammophoska" 25 g;
  • Königskerze 1l;
  • Wasser 10 l;
  • beliebiger Komplexdünger 30 g;

Vorbereitung:

Gieße warmes Wasser in einen Eimer und gib alle Zutaten nacheinander hinzu. Vermische die entstandene Lösung gründlich.

Anwendung:

Der Flüssigdünger wird abends oder morgens an die Wurzeln der Sträucher ausgebracht. Pro Pflanze werden etwa 200 ml Lösung verwendet.

Wie man Gurken während der Fruchtbildung düngt

GurkenernteWährend dieser Zeit empfiehlt es sich, ausschließlich natürliche Zutaten – Bio-Produkte oder traditionelle Heilmittel – zu verwenden, um die Anreicherung von Chemikalien im Obst zu verhindern. Chemikalien können den Nährwert des Obstes negativ beeinflussen, insbesondere wenn das Gemüse für Kinder bestimmt ist. Gurken eignen sich gut für Kräuteraufgüsse.

Verbindung:

  • Gras;
  • Wasser;

Vorbereitung:

Füllen Sie ein Gefäß mit beliebigen grünen Kräutern, geben Sie warmes Wasser hinzu und lassen Sie es eine Woche lang ziehen. Vor Gebrauch 1:10 mit Wasser verdünnen.

Anwendung:

Die Prozedur gelingt am besten bei bewölktem Wetter. Die entstandene Lösung wird, nachdem der Boden zuvor angefeuchtet wurde, direkt an die Wurzeln der Gurken gegossen.

Wichtig!

Für die Düngung von Gewächshausgurken eignen sich Flüssigdünger besser, da sich Trockendünger aufgrund ausbleibenden Regens möglicherweise nicht vollständig auflösen.

Wie man Gurken düngt, damit sie nicht gelb werden

Die Blätter verfärben sich gelbPflanzenblätter vergilben aus verschiedenen Gründen, darunter Nährstoffmangel, mangelnde Pflege oder sich verschlechternde Wetterbedingungen. Das Besprühen junger Sämlinge mit einer Nährlösung kann Abhilfe schaffen.

Zutaten zum Kochen:

  • 30 Tropfen Jodlösung;
  • 20 Gramm zerstoßene Waschseife;
  • 1 Liter Kuhmilch;
  • 10 Liter Wasser;

Vorbereitung:

Alle Zutaten in warmes, chlorfreies Wasser geben und gründlich verrühren, bis sie sich vollständig aufgelöst haben. Gesammeltes, sonnenerwärmtes Regenwasser eignet sich gut.

Anwendung:

Die so gewonnene Flüssigkeit wird etwa alle vierzehn Tage zur Behandlung der Sträucher verwendet; die erste Besprühung junger Sämlinge erfolgt im Stadium von 3-4 Blättern.

Düngemittelarten für Gurken im Gewächshaus

Pflanzen im Freien erhalten Nährstoffe nicht nur durch Dünger, sondern auch auf natürliche Weise. In Gewächshäusern werden diese Elemente ausschließlich über Dünger zugeführt. Daher benötigen Gurken im Gewächshaus häufigere Düngung; ein Mangel oder eine unzureichende Düngung kann zur Auslaugung des Bodens führen. Die Düngung beginnt bereits vor dem Einpflanzen der Setzlinge und erfolgt mit mineralischen und organischen Bestandteilen. Ein Wechsel der Düngemittel erzielt gute Ergebnisse. Nach dem Düngen sollte das Gewächshaus unbedingt gut belüftet werden.

Organische Düngemittel für Gewächshausgurken

KönigskerzeOrganische Substanz fördert das Pflanzenwachstum und ist zudem frei von Chemikalien, was für viele Gärtner ein entscheidender Vorteil ist. Sie kann während der gesamten Wachstumsperiode verwendet werden. Am häufigsten werden Düngelösungen zur Düngung von Gurken eingesetzt.

Wichtig!

Frischer Mist enthält viel aktiven Stickstoff, der Pflanzen schädigen kann und zudem Viren und Bakterien enthalten kann. Daher wird er über den Winter in einer Kompostgrube gelagert oder mit Wasser verdünnt und fermentiert.

Holzesche

Ideal für Gewächshauspflanzen, enthält es viele lebenswichtige Nährstoffe für Wachstum und Entwicklung. Die Asche beugt zudem effektiv Pilzkrankheiten vor. Die Lösung ist sehr einfach zuzubereiten; sie benötigt 24 Stunden zum Ansetzen.

Verbindung:

  • 100 Gramm Asche;
  • 10 Liter Wasser;

Vorbereitung:

Die Mischung in sauberes, vorzugsweise gefiltertes Wasser bei Raumtemperatur geben und 24 Stunden ziehen lassen. Die Lösung gelegentlich umrühren.

Anwendung:

Während der gesamten Wachstumsperiode anwenden, im Abstand von 10–14 Tagen. Den Dünger direkt an die Wurzeln der Gurken geben und darauf achten, dass er nicht auf die Blätter gelangt.

Vitamincocktail aus Kräutern

RasendüngerErstens spart diese Art von Dünger Geld, und zweitens wird er aus natürlichen Inhaltsstoffen hergestellt und ist sehr vorteilhaft für Gurken.

Verbindung:

  • 1 kg Gras;
  • 12 Liter Wasser;

Vorbereitung:

Sie können jedes beliebige Kraut verwenden; Quinoa, Spitzwegerich und Brennnessel eignen sich hervorragend. Die Kräuter werden entkernt und zerstoßen. Übergießen Sie die Mischung mit heißem, aber nicht kochendem Wasser und lassen Sie sie 72 Stunden ziehen.

Anwendung:

Vor Gebrauch abseihen. Verbrauch: 2-3 Liter Lösung pro Quadratmeter Anbaufläche.

Königskerze

Mit Kuhmist bestreuenEs sättigt die Pflanzen mit Stickstoff und anderen nützlichen Substanzen und wird hauptsächlich als dritter Dünger verwendet.

Verbindung:

  • düngen;
  • Wasser;

Vorbereitung

Für die Lösung mischt man einen Teil Königskerze mit zehn Teilen Wasser, lässt die Mischung zwei Wochen an einem warmen Ort ziehen. Während dieser Zeit sollte die Flüssigkeit gären, was sich durch das Auftreten von Blasen zeigt.

Anwendung:

Vor Gebrauch die entstandene Lösung nochmals 1:10 verdünnen und auf die Wurzeln auftragen. Es empfiehlt sich, den Boden vorher anzufeuchten.

Notiz!

Durch die regelmäßige Zugabe von Nährstoffen zum Boden sind Gurken viel weniger anfällig für Krankheiten und Schädlingsbefall.

Mineraldünger für Gewächshausgurken

KalidüngerMineraldünger werden während der gesamten Vegetationsperiode ausgebracht, wobei der spezifische Bedarf der jeweiligen Kulturpflanze zum Anwendungszeitpunkt berücksichtigt wird. Sie können entweder Einzelmineralien oder Mehrnährstoffdünger verwenden. Die Anwendung muss mit Vorsicht und in der richtigen Dosierung erfolgen; ein Überschuss bestimmter Mikronährstoffe kann sich negativ auf Gurken auswirken und sogar zum Absterben der Pflanze führen. Für die erste Düngung kann folgende Zusammensetzung verwendet werden.

Zutaten:

  • Doppelsuperphosphat;
  • Kaliumsulfat;
  • Ammoniumnitrat;

Vorbereitung

Geben Sie 10 Liter warmes Wasser in ein 12-Liter-Gefäß, fügen Sie 15 Gramm Ammoniumnitrat, 25 Gramm Superphosphat und 20 Gramm Kaliumsulfat hinzu. Rühren Sie die Lösung, bis sich alle Komponenten vollständig aufgelöst haben.

Anwendung:

Verwenden Sie die Lösung zum Gießen. Die erhaltene Düngermenge reicht für etwa zwanzig Sträucher.

Wichtig!

Ammophoska ist ein hervorragender Erstdünger für Nutzpflanzen; er enthält weder Nitrate noch Chlor, die gesundheitsschädlich sind. Er eignet sich für alle Bodentypen und weist einen hohen Gehalt an Stickstoff, Kalium und Phosphor auf.

Gurken im Gewächshaus düngen

Sollten Ihre Pflanzen während der Blütezeit geschwächt erscheinen, können Sie Abhilfe schaffen, indem Sie die oberirdischen Pflanzenteile mit einer Superphosphatlösung besprühen. Die Zubereitung ist recht einfach, am besten führen Sie die Behandlung jedoch einen Tag zuvor durch.

Verbindung:

  • Superphosphat;
  • Wasser;

Vorbereitung:

65 Gramm der Mischung in einen Liter heißes Wasser geben und 24 Stunden ziehen lassen, dabei gelegentlich umrühren. Nach Ablauf der Zeit weitere 9 Liter warmes Wasser in das Gefäß mit der Lösung geben.

Anwendung:

Gurkensträucher werden abends oder morgens mit einem Sprühgerät behandelt.

Arten der Gurkendüngung im Gewächshaus

Die Wurzeldüngung ist die häufigste Methode bei Nutzpflanzen. In kritischen Situationen oder wenn Pflanzen aus verschiedenen Gründen keine Nährstoffe aufnehmen können, werden sie jedoch mit Nährlösungen besprüht. Diese Art der Düngung nennt man Blattdüngung. Hierfür werden organische und mineralische Düngemittel sowie traditionelle Heilmittel verwendet.

Wurzelernährung

Sie werden bei anhaltend warmem Wetter angewendet. Morgens oder abends ist der beste Zeitpunkt dafür. Gießen Sie die Sämlinge vorsichtig und vermeiden Sie dabei den Kontakt mit den Blättern. Vor der Düngung empfiehlt es sich, die Erde anzufeuchten, damit die Nährstoffe schneller in das Wurzelsystem eindringen können.

Blattdüngung

Blattdüngung von Gurken im GewächshausDiese Düngemittel kommen in kühlen Sommern oder bei schwach entwickelten bzw. beschädigten Wurzeln zum Einsatz. In diesen Fällen können die Pflanzen keine Nährstoffe aufnehmen. Am besten sprüht man abends, damit die Blätter die Mikronährstoffe über Nacht aufnehmen können. Die Düngerkonzentration sollte halbiert und der Dünger mit einem Feinsprühgerät auf die oberirdischen Pflanzenteile aufgebracht werden. Erfahrene Gärtner empfehlen, Haftmittel zu verwenden, damit die Flüssigkeit möglichst lange an den Blättern haftet. Die Blattdüngung ermöglicht es den Pflanzen, die benötigten Nährstoffe deutlich schneller aufzunehmen, was besonders bei starkem Nährstoffmangel wichtig ist. Es wird empfohlen, beim Ausbringen des Düngers Handschuhe und eine Atemschutzmaske zu tragen.

Interessant! Die Ergebnisse der Blattdüngung lassen nicht lange auf sich warten; Verbesserungen im Zustand der Sämlinge sind bereits 2-3 Stunden nach dem Besprühen erkennbar.

Was tun, wenn Gurken in ihrer Entwicklung hinterherhinken?

Jeder Gärtner kennt das Problem: Sämlinge wachsen plötzlich und scheinbar grundlos nicht richtig. Oft liegt es an Nährstoffmangel. Komplexe Mineraldünger können hier Abhilfe schaffen, da sie alle notwendigen Mikronährstoffe im optimalen Verhältnis enthalten.

Wie erkennt man, was einer Pflanze fehlt?

GewächshausSämlinge entwickeln sich oft nicht richtig, sehen unansehnlich aus und die Blätter vergilben oder verblassen. Unerfahrene Gärtner vermuten zunächst Schädlinge oder Krankheiten. Da sie aber keine Anzeichen einer Krankheit feststellen, rätseln sie, was die Sämlinge beeinträchtigt. Die Ursache ist schließlich ganz einfach: zu wenig oder zu viel Dünger.

Die Erde im Gewächshaus hilft Ihnen dabei, zu verstehen, welche Nährstoffe Ihren Gurken fehlen:

  • Stickstoffmangel tritt häufig auf Podsolböden auf;
  • Ein Mangel an Bor, Kalium und Kupfer tritt häufig in leichten sandigen und sandigen Lehmböden auf;
  • Manganmangel kann auf alkalischen, torfigen und karbonatischen Böden auftreten;
  • In den Torfgebieten im tiefer gelegenen Teil des Gebiets tritt häufig ein Kupfermangel auf;

Kaliummangel (K)

Besonders während der Reife- und Fruchtansatzphase ist dies wichtig. Ein Mangel beeinträchtigt den Geschmack der Früchte erheblich. Auch ihre Form verändert sich: Gurken werden schmaler und verkrüppeln sich am Stielansatz. Der Mangel betrifft auch die Blätter, die an den Rändern austrocknen. Durch reichliches Gießen lässt sich Abhilfe schaffen. Sollte sich die Situation nach zwei bis drei Tagen nicht bessern, kann eine Aschelösung oder Kaliumsulfat hinzugegeben werden.

Stickstoffmangel (N)

Alle Pflanzen benötigen während ihrer Wachstumsphase Stickstoff, und Gurken bilden da keine Ausnahme. Stickstoff ist besonders wichtig während der Wachstumsphase und der Wurzelentwicklung. Ein Mangel hat erhebliche Auswirkungen auf die Ernte. Die Blätter werden zunächst heller, vergilben aber unbehandelt und fallen ab. Das Stängelwachstum stoppt, und es bilden sich keine Früchte. Auch die Farbe der Früchte verändert sich und wird blass. Bei einem Stickstoffüberschuss verfärbt sich die Gurkenschale gelblich und bekommt kleine Flecken. Bei Stickstoffmangel kann eine Blattdüngung mit einer Harnstofflösung erfolgen. Diese wird durch Mischen von 15 Gramm Harnstoff mit 10 Litern warmem Wasser hergestellt. Während der Fruchtbildung empfiehlt sich die Verwendung eines organischen Düngers, beispielsweise eines Kräuteraufgusses.

Wichtig!

Die Anwendung von Ammoniumnitrat nach der Blüte kann zur Anreicherung von Nitraten in Gurken führen.

Magnesiummangel (Mg-Mangel)

Bei unzureichender Menge des Stoffes im Boden weisen die Blätter der Pflanze eine ungleichmäßige Färbung auf, wobei helle und dunkle Flecken entstehen.

Kalziummangel

Ein Anzeichen für Kalziummangel sind blasse Blätter mit gelblichem Rand. Mit der Zeit welken sie und rollen sich nach oben ein.

Bor-Mangel (B)

Bor-Mangel bei GurkenDer Mangel äußert sich im Verlust von Blüten und Fruchtknoten. Auf den neu gebildeten Früchten ist ein heller Streifen zu erkennen, und die Gurken haben eine gekrümmte Form. Die Blätter weisen einen gelben Rand auf.

Phosphormangel (P-Mangel)

Pflanzen benötigen Phosphor in jeder Wachstumsphase. Ein Mangel äußert sich durch langsames Triebwachstum, kleineres Laub und Blattverfärbungen. Die Blattadern verfärben sich violett und fallen im fortgeschrittenen Stadium vollständig ab. In Notfällen können die Pflanzen mit einer Ammophoska- oder Superphosphatlösung behandelt werden, die aus einem Esslöffel des jeweiligen Stoffes und einem Eimer abgestandenem Wasser hergestellt wird. Dieser Zustand ist jedoch recht selten und tritt meist bei der Pflanzung von Sämlingen in nährstoffarmen, stark sauren Böden auf.

Wichtig!

Bei einem Überschuss an Phosphor wird Kalium schlecht aufgenommen.

Molybdänmangel

Molybdänmangel tritt vor allem in Sumpfgebieten und beim Anbau von Nutzpflanzen in Senken mit stehendem Wasser auf. Die Pflanzen werden schwach und weisen Chlorit auf, und die Früchte verfaulen, bevor sie reif sind. Auch Böden mit Schwermetallen oder hohen Ammoniumstickstoffgehalten können zu Molybdänmangel führen.

Eisenmangel (Fe)

WurzelernährungDer Mangel äußert sich in verkümmertem Wachstum und schwacher Blüte sowie einer helleren Färbung im oberen Bereich der Pflanze. Das Laub entlang der Blattadern ist blassgrün. Dieses Problem lässt sich durch die Anwendung einer 5%igen Eisensulfatlösung auf die Wurzeln beheben.

Mangel an Kupfer (Cu), Zink (Zn) und Mangan (Mn)

Zinkmangel äußert sich durch ungleichmäßige Vergilbung und Asymmetrie der Blätter. Dieser Mangel lässt sich durch die Zugabe von Zinksulfat zum Boden beheben. Für die Besprühung wird eine 0,04%ige Lösung hergestellt.

Ein Mangel an Mangan im Boden führt dazu, dass sich die Blätter einrollen und dunkelgrün werden. Ein zu hoher Mangangehalt kann zum Absterben der Pflanze führen.

Deutliche Anzeichen von Kupfermangel sind blasse Blätter, welkende Blüten und schwaches Triebwachstum. Eine Bodenbehandlung mit 1%igem Kupfersulfat im Frühjahr kann dem vorbeugen; sie ist zudem eine hervorragende Präventionsmaßnahme gegen Pilzkrankheiten.

Abschluss

Die Düngung von Gurken im Gewächshaus stellt besondere Anforderungen, die beim Anbau in Innenräumen beachtet werden sollten. Für eine gute Ernte ist es wichtig, einen Düngeplan einzuhalten und zu wissen, welche Nährstoffe die Pflanze zu jedem Zeitpunkt benötigt.

 

Gurken im Gewächshaus
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