Anpflanzen und Pflegen von Himbeeren im Freiland

Himbeere

Himbeeren sind nicht nur leckere und aromatische Beeren, sondern auch eine wahre Fundgrube an Vitaminen und Mineralstoffen. Das Anpflanzen und Pflegen im Freiland erfordert bestimmte Kenntnisse, die wir Ihnen gerne vermitteln. Für jeden Gärtner ist der Anbau im eigenen Garten ein absolutes Muss. Vor allem, da die Pflanze praktisch von selbst wächst und nur minimale Pflege benötigt.

Vorbereitung des Pflanzmaterials

Der einfachste, aber nicht der zuverlässigste Weg, an einen Setzling zu kommen, ist der Kauf im Laden. Hier ist jedoch äußerste Vorsicht geboten: Verkäufer geben oft kranke Pflanzen aus, die weder Ertrag bringen noch am neuen Standort gedeihen.

Die nächste Möglichkeit ist, einen Steckling zu nehmen. Fragen Sie einfach einen Gärtner, der Himbeeren anbaut. Dabei wird der jüngere Teil samt Wurzeln und Erde mit einem Spaten vom älteren Strauch getrennt. Anschließend werden die Triebe des neuen Strauchs entfernt und er wird an den gewünschten Standort gepflanzt. Das Umpflanzen kann im Frühjahr, Sommer oder Herbst erfolgen, wobei die erste Variante vorzuziehen ist.

Eine weitere Möglichkeit ist die Vermehrung durch Stecklinge. Schneiden Sie dazu im Juni bis zu 12 cm lange Stecklinge von 2-3 Jahre alten Wurzelausläufern. Stellen Sie diese für etwa 6 Stunden in eine Bewurzelungslösung und pflanzen Sie sie anschließend in einen mit einem Torf-Sand-Gemisch gefüllten Topf. Decken Sie den Topf mit Frischhaltefolie ab und stellen Sie ihn an einen warmen Ort. Nach einem Monat pflanzen Sie die Stecklinge in einen größeren Topf um. Sobald sie angewachsen sind und wachsen, sollten sie für kurze Zeit ins Freie gestellt werden. Nach einer Woche können sie an ihren endgültigen Standort umgepflanzt werden.

Auswahl einer Landestelle

Ausreichend Licht ist die wichtigste Voraussetzung für die Wahl des Standorts für Himbeeren. Andernfalls, wenn sie im Schatten gepflanzt werden, können sie sich ausdehnen und die Zweige, die die Beeren tragen, beschatten.

Es ist außerdem wichtig, einen ebenen oder leicht geneigten Pflanzplatz zu wählen. In höheren Lagen herrscht Trockenheit, in tieferen Lagen hingegen Staunässe.

Was den Boden betrifft: Himbeeren bevorzugen leichte, fruchtbare Böden, Schwarzerde und lehmige Böden.

Wenn an der Stelle, an der Sie Himbeeren anpflanzen möchten, zuvor Nachtschattengewächse (Kartoffeln, Tomaten oder Paprika) angebaut wurden, sollten Sie einen anderen Standort wählen. Hülsenfrüchte und Getreide eignen sich jedoch als Vorpflanzen.

Wann und wie man pflanzt

Himbeersträucher werden im Frühjahr oder Herbst gepflanzt. Die Pflanzanleitung bleibt gleich, aber die Vorbereitungsprozedur ändert sich.

  • Vorbereitung im Frühjahr. Im zeitigen Frühjahr werden etwa 50 cm tiefe und breite Pflanzlöcher ausgehoben. Die Erde wird beiseitegelegt. Der Abstand zwischen den Löchern beträgt mindestens einen halben Meter, der zwischen den Reihen 1,5 Meter. Die restliche Erde wird mit Kompost vermischt. Pro Loch werden 50 Gramm Kalium, 400 Gramm Asche und 100 Gramm Superphosphat hinzugegeben. Diese Mischung wird anschließend in die Pflanzlöcher gefüllt.
  • Vorbereitung im Herbst. Die beste Zeit für die Herbstpflanzung ist Ende September. Eineinhalb Monate vor der Pflanzung sollte der Boden umgegraben und mit zwei Eimern Mist, 300 Gramm Superphosphat und 150 Gramm Kalium pro Quadratmeter angereichert werden.
  • Pflanzung. Vor dem Pflanzen wird die Erde im Pflanzloch aufgelockert, sodass eine Mulde entsteht. Der Setzling wird in die Mitte gesetzt, die Wurzeln werden ausgebreitet und mit Erde bedeckt. Anschließend wird ein Loch um den Setzling herum ausgehoben und mit Wasser gefüllt. Die Erde wird dann gemulcht und der Setzling auf 30 cm über dem Boden zurückgeschnitten.

 

Himbeeren neigen dazu, sich auszubreiten. Um zu verhindern, dass sie das gesamte Beet überwuchern, empfehlen wir, Eisen- oder Schieferplatten um den Rand des Himbeerbeets auszulegen.

Pflege von Himbeeren

  • Frühlingsaktivitäten. Sobald der Schnee geschmolzen ist, entfernen Sie das Laub vom letzten Jahr und stützen Sie die Sträucher, indem Sie sie an Pfählen festbinden.
  • Düngung. Himbeersträucher sollten jährlich mit Stickstoffdünger versorgt werden. Ende März mischen Sie dazu einen Eimer Wasser, eine Schaufel Kuhmist und 5 Gramm Salpeter und gießen die Lösung unter jeden Strauch.
  • Herbstliche Arbeiten. Nach der Ernte wird die Mulchschicht unter den Sträuchern entfernt und verbrannt. Der Boden wird umgegraben. Kalium- und Phosphordünger werden nach Bedarf ausgebracht.
  • Bewässerung. Himbeeren sollten nur bei Trockenheit gegossen werden, wobei darauf zu achten ist, dass die oberste Bodenschicht bis in eine Tiefe von 35 cm durchfeuchtet ist. Tropfbewässerung ist für die optimale Feuchtigkeitsregulierung am besten geeignet.
  • Rückschnitt. Im Frühjahr werden Himbeertriebe, die im Winter erfroren, abgebrochen oder unterentwickelt waren, bis zu einer gesunden Knospe zurückgeschnitten. Im Herbst werden zweijährige und andere fruchttragende Triebe entfernt.
  • Vorbereitung auf den Winter. Himbeersträucher werden so nah wie möglich an den Boden gebogen und mit Draht fixiert. Die Blätter werden entfernt. Um Frostschäden zu vermeiden, müssen die Sträucher vollständig mit Schnee bedeckt werden.


Schenkt man Himbeeren ein wenig Aufmerksamkeit, kann man ihre „Dankbarkeit“ in Form köstlicher Beeren zu schätzen wissen.

Einen Kommentar hinzufügen

Apfelbäume

Kartoffel

Tomaten