Bei dieser Anzuchtmethode werden die Samen in eine spezielle, aus Erde und Klebeband geformte und aufgerollte Struktur gegeben. Das spart Platz, vereinfacht die Pflege und fördert ein schnelleres Wachstum. Für die Anzucht von Paprikasämlingen in solchen „Schnecken“ benötigen Sie: Paprikasamen, Anzuchterde, Klebeband, Wasser und einen Pflanztopf.
10 einfache Schritte:
- Bereiten Sie alle notwendigen Materialien vor.
- Füllen Sie den Pflanzbehälter mit Erde bis zu einer Tiefe von etwa 5 cm.
- Den Boden mit Wasser befeuchten.
- Verteilen Sie die Paprikasamen gleichmäßig auf der Bodenoberfläche.
- Rollen Sie das Polyethylenband zu einer Rolle von etwa 10 cm Breite und der gleichen Länge wie der Pflanzbehälter auf.
- Schütten Sie eine etwa 2 cm dicke Schicht Erde auf die entstandene „Rolle“ und verteilen Sie diese gleichmäßig über die gesamte Oberfläche.
- Übertragen Sie die „Rolle“ vorsichtig in den Pflanzbehälter, sodass sich die Samen am Boden befinden.
- Verteilen Sie die restliche Erde über die gesamte Oberfläche der „Rolle“.
- Wiederholen Sie diese Schritte, bis der gesamte Behälter gefüllt ist.
- Befeuchten Sie die Erde erneut mit Wasser.
Decken Sie den Behälter mit den Setzlingen mit Folie oder Glas ab, um einen Treibhauseffekt zu erzeugen.
Und nun eine detaillierte Anleitung für Anfänger.
Wozu dient eine Schnecke bei Sämlingen?
Eine Anzuchtschale ist eine weiche, aufgerollte Unterlage für Laminatböden. Dank ihrer einzelnen Fächer können Sie Dutzende von Samen aussäen, ohne dass sich die Wurzeln der Sämlinge verheddern. Diese Methode bietet zahlreiche Vorteile:
- die Fähigkeit, die Bodenfeuchtigkeit und die Keimung der Samen zu steuern;
- In einem Schneckenhaus gezogene Pflanzen neigen weniger zum Vergeilen und sind nahezu krankheitsfrei. Bei richtiger Pflege schimmelt die Erde nicht, und Sämlinge sind weniger anfällig für Schwarzbeinigkeit;
- Durch die Anwendung dieser Methode kann das Pflücken vermieden werden, was sich positiv auf Wachstum und Ertrag auswirkt;
- Kompaktheit - in einer Schnecke mit einem Durchmesser von 20 cm können etwa 100 ausgewachsene Pflanzen gezogen werden;
- niedrige Bau- und Materialkosten.

Manche Gärtner weisen darauf hin, dass der größte Nachteil der Schneckenkeimung die Verlängerung der Sämlinge ist, aber auch bei anderen Keimungsmethoden können Pflanzen aufgrund von Überwässerung des Substrats oder unzureichender Beleuchtung in die Länge wachsen.
Technologie
Gemüsebauern bevorzugen den Anbau von Paprika für Sämlinge Im Hausgarten. Hierfür wird das Pflanzgut Ende Februar oder Anfang März in den Boden gesät. In Zentralrussland erfolgt die Pflanzung in der zweiten Märzhälfte.
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Keimung und Ertrag der zukünftigen Ernte hängen von der richtigen Auswahl und Vorbereitung des Saatguts ab. Vorbehandeltes Pflanzgut kann direkt in die Erde gesät werden. Erfahrene Gärtner empfehlen beim Kauf von handelsüblichem Saatgut (oder bei selbst gezogenem Saatgut) folgende Richtlinien zu beachten:
- Zunächst einmal muss das richtige Saatgut ausgewählt werden.

Beim Kauf ist es wichtig, auf das Verfallsdatum und die Verpackung zu achten. - Die unverpackten Samen werden mit destilliertem (geschmolzenem) Wasser übergossen, um alle Samen, die an die Oberfläche steigen, zu entfernen, und 1 Stunde lang stehen gelassen.
- Bereiten Sie eine schwache Kaliumpermanganatlösung zu und legen Sie das Pflanzmaterial zur Desinfektion hinein.
- Die Samen werden aus der Flüssigkeit genommen und in ein warmes Tuch gewickelt. Sie sollten dort 24 Stunden lang bleiben.
Nach Abschluss aller Arbeitsschritte können Sie mit den Vorbereitungen zum Aussäen der Samen beginnen.
Erforderliche Materialien
Nachdem die Samen vorbereitet sind, benötigen Sie eine fruchtbare Erdmischung. Diese sollte locker und frei von Fremdkörpern sein. Sie können die Erde durch ein Gartensieb sieben und anschließend befeuchten, sodass sie sich beim Zusammendrücken in der Hand zu einem Klumpen formen lässt. Bereiten Sie nun die Grundmaterialien für die Schneckenzucht vor:
- Die Dicke der porösen Polypropylen-Unterlage unter Laminatböden sollte etwa 2 mm betragen. Polypropylen ist ein umweltfreundliches Material und kann mit Lebensmitteln in Kontakt kommen.
- Sie benötigen Toilettenpapier (am besten zweilagiges).
- Zur Sicherung der Konstruktion können Sie ein dünnes Seil oder ein Gummiband verwenden.

Samen in einer Schnecke - Sie sollten einen Behälter mit Wasser und eine Sprühflasche vorbereiten.
- Zum einfacheren Aussäen können Sie eine Pinzette verwenden.
- Eine Tüte oder Frischhaltefolie hilft dabei, Gewächshausbedingungen zu schaffen.
- Bereiten Sie Sägemehl vor, um Feuchtigkeitsansammlungen zu vermeiden. Ein Plastikeimer oder ein anderer Lebensmittelbehälter eignet sich als Behälter. Der Durchmesser des Behälters sollte 1–5 cm größer sein als der Durchmesser der Schnecke.
Manche Gemüsebauern verwenden bei der Aussaat Wachstumsstimulanzien wie Epin oder Enegen.
Landwirtschaftliche Anbautechnologie
Zuerst wird das Substrat in etwa 10 cm breite Streifen geschnitten. Darauf wird Toilettenpapier ausgelegt, wobei der obere Rand des Substrats 1,5 cm übersteht. Das Papier wird mit Wasser oder einem Wachstumsförderer befeuchtet. Das Pflanzmaterial wird 4 cm vom Rand des Streifens entfernt ausgelegt. Der Abstand zwischen den Samen sollte mindestens 2 cm betragen.

Nach 5–7 Tagen wird die Anzuchtschale ausgerollt und die Keimung der Samen überprüft. Nicht gekeimte Samen werden ersetzt. Anschließend wird die gesamte Oberfläche der Anzuchtschale mit einem Substrat bedeckt, dessen Schichtdicke 1,5 cm nicht überschreiten sollte. Das Substrat wird leicht angedrückt und mit einer Sprühflasche befeuchtet. Die Anzuchtschale wird in die Schale gerollt und fixiert. Der Boden des Behälters wird mit einer dünnen Schicht Sägemehl ausgelegt, die Anzuchtschale wird hineingesetzt und großzügig mit einer Sprühflasche befeuchtet. Der Behälter wird mit Plastikfolie abgedeckt, die nach dem Erscheinen der Keimlinge nach und nach entfernt wird.
Pflanzung im Freiland
Die Anzucht von Nutzpflanzen in einer Schnecke gewinnt jedes Jahr an Popularität, da man so gesunde Setzlinge ohne Ernte ziehen kann.
Sieben bis zehn Tage vor dem Auspflanzen an ihren endgültigen Standort sollten die Sämlinge durch kurze Spaziergänge im Freien abgehärtet werden. Die ersten Spaziergänge sollten nicht länger als 20 Minuten dauern, die Dauer wird dann allmählich verlängert.
Nach der Abhärtung gewöhnen sich die Pflanzen an die Bedingungen im Freien und vertragen das Umpflanzen besser.
Der Boden im Beet sollte mäßig fruchtbar und locker sein. Ein leicht saurer oder neutraler pH-Wert ist optimal. Vor dem Einpflanzen der Setzlinge den Boden gründlich auflockern und ebnen. Lassen Sie etwa 50 cm Abstand zwischen den Reihen und 40–45 cm zwischen den Pflanzlöchern. Manche Gemüsegärtner pflanzen die Setzlinge dichter (20 x 50 cm), um auf Stützen verzichten zu können. Die Pflanzen stützen sich gegenseitig, sodass selbst ein starker Windstoß die Paprikapflanzen nicht umwirft.
Die Anzuchtschale wird vorsichtig ausgerollt und ins Beet gelegt. Die Sämlinge werden mitsamt dem Wurzelballen entnommen. Hochwachsende Sorten pflanzt man am besten in die Mitte des Beetes, während Zwerg- und niedrigwachsende Sorten am Rand platziert werden sollten. Die Pflanzen sollten auf der gleichen Höhe eingepflanzt werden, auf der sie sich in der Anzuchtschale befanden. Der Sämling wird in das Pflanzloch gesetzt, mit Erde bedeckt und leicht angehoben, um die Wurzel richtig zu positionieren. Anschließend wird die Erde um die Pflanze herum angedrückt und gegossen. Es wird empfohlen, die Beete mit trockener Erde oder Torf zu mulchen.
Sie können Bögen über dem Bett anbringen und, um ein Durchhängen der Folie zu verhindern, auf beiden Seiten eine Schnur zwischen den Bögen spannen.
Weitere Pflege der Pflanzen
Nach der Aussaat benötigt die Pflanze 10 bis 12 Tage, um sich an den neuen Standort anzupassen.
Die Sämlinge wirken in diesem Stadium möglicherweise schwach und ungesund. Selbst bei leichten Wurzelschäden gedeiht die Pflanze im Freiland. Um die Wurzelbildung zu fördern, kann die Erde im Pflanzloch leicht aufgelockert werden, damit die Wurzeln frische Luft bekommen. Die Hauptauflockerung erfolgt drei Wochen nach dem Pflanzen.
Gießen Sie die Pflanzen in den ersten Tagen vorsichtig, da zu viel Wasser Fäulnis und zu wenig Wasser Welke verursachen kann. Am besten befeuchten Sie die Erde um die Stängel täglich mit 100–150 ml Wasser pro Pflanze. Ab einer Woche nach dem Einpflanzen können Sie wieder regelmäßig gießen.

Diese Bewässerungsmethode wirkt sich positiv auf den Geschmack der Ernte aus. Während der Reifephase werden die Pflanzen alle fünf Tage großzügig gegossen. Durch regelmäßiges Gießen erhalten Sie schmackhafte, saftige und pralle Paprika.
Unter den vielen verfügbaren Düngemitteln bevorzugen Gemüsebauern Phosphate und Harnstoff. Auch Vogelkot und Kuhmist, mit Wasser verdünnt, werden als Dünger verwendet. Spezielle Düngemittel sollten erst dann eingesetzt werden, wenn das Problem der Pflanze identifiziert wurde.
- Wenn der Busch einen violetten Schimmer angenommen hat, fehlt ihm Phosphor;
- Wenn Verbrennungen an den Blättern auftreten, liegt höchstwahrscheinlich ein Kaliummangel im Boden vor.



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