Keimung von Gurkensamen in Sägemehl: Merkmale und Vorteile der Keimung

Gurken

Eine neue Methode zur Anzucht von Gurkensetzlingen in Sägemehl erfreut sich zunehmender Beliebtheit bei Hobbygärtnern. Sie erfordert nur geringe finanzielle Investitionen und lässt sich auch auf kleinen Höfen leicht umsetzen. Durch Befolgen der von Agronomen entwickelten Richtlinien und Verstehen der Besonderheiten dieser Methode können Sie die Keimung verbessern und das empfindliche Wurzelsystem vor Beschädigungen schützen.

Kann man Gurkensamen in Sägemehl aussäen?

Die Verwendung von Sägemehl als Keimsubstrat ist unter Gärtnern als japanische Methode des Gurkenanbaus bekannt. Bei richtiger Anwendung verspricht sie gesunde Sämlinge mit gut entwickelten Wurzeln, die resistent gegen Temperaturschwankungen sind und eine gute Ernte liefern. Obwohl sie erst seit Kurzem an gemäßigte Klimazonen angepasst wird, hat sie bereits zahlreiche positive Rückmeldungen erhalten.

Bei dieser Methode wird die Erde durch Holzspäne ersetzt. Bei korrekter Anwendung wird die Keimung beschleunigt und die Keimrate steigt auf 90–95 %. Die so gewonnenen Gurkensämlinge lassen sich problemlos ins Freiland verpflanzen, ohne dass die empfindlichen Wurzeln beschädigt werden. Die Überlebensrate liegt bei 95–100 %.

Vorteile der Sägemehlmethode

Die japanische Methode zur Züchtung von Gurken mit besonders schnellem Triebwachstum wird von einheimischen Agrartechnikern weiterhin erforscht und ergänzt.

Zu den Vorteilen und Nutzen der landwirtschaftlichen Methode gehören:

  • Materialverfügbarkeit, niedrige Kosten, einfache Technologie.
  • Durch die Aufrechterhaltung des richtigen Gleichgewichts von Temperatur und Luftfeuchtigkeit wird das Wurzelsystem erwärmt.
  • Die leichte und lockere Struktur des Sägemehls regt das Wachstum des Wurzelsystems an.
  • Es gibt keine Pilze oder schädlichen Bakterien, Schädlinge oder Unkrautsamen.
  • Die Keimungsmethode ist umweltfreundlich und unbedenklich für die Anwendung in einer Wohnung.
Wichtig!
Gurken in Sägemehl anzubauen, erleichtert die Gartenarbeit: Das Material muss nicht desinfiziert oder gereinigt werden. Agronomen empfehlen diese Technik für die Aussaat vieler wärmeliebender Pflanzen.

Vorbereitende Arbeiten

Mit dieser Methode können Sie Gurken direkt in vorbereiteten Beeten in Sägemehl pflanzen oder sie im Gewächshaus aussäen. Es gibt zwei Möglichkeiten:

  1. Bereiten Sie Plastikbecher oder -boxen für die Setzlinge vor, die nach dem Auspflanzen ins Freiland in einem warmen Raum verbleiben sollen.
  2. Man formt Beete mit einzelnen Löchern, gibt Dünger und Asche hinzu, füllt sie mit Sägemehl und sät angefeuchtetes Saatgut aus.
Sämlinge im Sägemehl

Die zweite Methode, Gurken in Sägemehl anzupflanzen, wird nur bei konstant warmen Lufttemperaturen angewendet, starke Fröste ausgenommen.

Pflanzmaterial

Vor dem Anpflanzen von Gurken ist die sorgfältige Auswahl des Saatguts entscheidend. Da es Dutzende von Sorten gibt, empfiehlt es sich, solche zu verwenden, die an das lokale Klima und die dortigen Bedingungen angepasst sind. Experten raten zum Kauf zweijähriger Setzlinge: Diese bringen gesündere und kräftigere Jungpflanzen hervor.

Gurkensamen, die älter als fünf Jahre sind, keimen selbst unter optimalen Bedingungen schlecht. Gärtner lassen oft Samen aus ihren Beeten zurück. Am besten verwendet man sie erst nach einem Jahr, um Pflanzen mit überwiegend männlichen Blüten zu vermeiden, die keine Ernte bringen.

Behälter für Sämlinge

Gurkensetzlinge lassen sich am besten in Sägemehl vorziehen, indem man sie in kleine Töpfe oder geeignete Materialien (Torf, lebensmittelechter Kunststoff, Ton, Glas oder Holz) pflanzt. Ein 20 x 30 cm großer Kasten speichert Wärme und Feuchtigkeit optimal, verhindert Staunässe und sorgt für gute Luftzirkulation. Alternativ kann man die Samen auch in Torftöpfen aussäen, die sich nach dem Umpflanzen im Boden allmählich zersetzen.

Wichtig!
Agronomen raten von der Verwendung von Metallbehältern ab. Beim Kontakt mit Wasser und Düngemitteln oxidieren diese und setzen dabei giftige Verbindungen frei, die sich im Wurzelsystem der Pflanze anreichern.

Sägemehlsubstrat

Für die Gewinnung hochwertiger Keimlinge ist die Wahl des richtigen Sägemehls entscheidend. Empfohlen wird Sägemehl von Obst- und Laubbäumen. Sie können es selbst ernten oder in einem Sägewerk kaufen. Grobes Sägemehl ist für die Keimung von Gurkensamen ungeeignet, da es die Wurzelentwicklung nicht ausreichend fördert.

Das Substrat muss für die Keimung von Gurkensamen ordnungsgemäß vorbereitet werden:

  • Das Sägemehl sollte zweimal mit kochendem Wasser übergossen werden, um den Staub abzuwaschen und das Holzharz aufzulösen.
  • Gießen Sie das vorbereitete Material in Behälter und füllen Sie diese zu ¼ ihres Volumens.
  • Übergießen Sie es mit heißem Wasser und lassen Sie es einweichen, bis es vollständig aufgesogen ist.

Wichtig!
Von der Verwendung von Sägemehl aus Spanplatten oder alten Möbeln wird abgeraten, da dieses Industrieleim, giftige Substanzen und Formaldehyd enthält. Die Späne sollten fein und locker sein und nicht durch lange Lagerung verdichtet.

Das Verfahren zum Anpflanzen in Sägemehl

Die Samen können bei Bedarf in warmem Wasser, Wachstumsförderern oder einer Wurmkompostlösung eingeweicht werden. Dadurch verkürzt sich die Zeit bis zum Erscheinen der ersten Triebe. Die Sämlinge werden in heißes Sägemehl getaucht und sorgfältig mit einer 2 cm dicken Schicht Holzsubstrat bedeckt.

Die Oberfläche der Box sollte sorgfältig mit transparenter Folie abgedeckt werden. Dadurch wird eine hohe Luftfeuchtigkeit aufrechterhalten und der Behälter wirkt wie eine Thermoskanne. Dies ermöglicht eine verlustfreie Keimung der Samen mit bis zu 100%iger Effizienz. Bei Einhaltung dieser Technik zeigen sich die ersten grünen Triebe in 3–5 Tagen.

Pflegehinweise

Die Sägemehlmethode ermöglicht eine besonders schnelle Keimung und halbiert so die Zeit. Die Hauptaufgabe des Gärtners besteht darin, die Luftfeuchtigkeit aufrechtzuerhalten und die Behälter stets dem Licht auszusetzen. Lampen können die Beleuchtung verstärken und so ein optimales Gewächshausklima schaffen.

Wenn das Substrat ausgetrocknet ist, gießen Sie es mit warmem, stehendem Wasser, wobei Sie Staunässe vermeiden sollten. Die Folie wird leicht angehoben, um die Gurkenkeimlinge abzuhärten und ihnen eine robuste Widerstandsfähigkeit zu verleihen. Viele Gärtner stellen sie tagsüber ins Gewächshaus oder auf die Fensterbank.

Umpflanzen in ein Gewächshaus

Pikieren Sie die Sämlinge sofort nach dem Erscheinen des ersten Blattpaares. Das Auspflanzen erfolgt jedoch am besten bei frostfreiem Wetter. Erfahrene Gärtner empfehlen, gekeimte Gurken nach 10–11 Tagen an ihren endgültigen Standort zu verpflanzen.

Das Substrat ist so locker und luftig, dass sich die Pflanze leicht entnehmen lässt, ohne die Wurzeln zu beschädigen. Daher spart die Aussaat in heißem Sägemehl Zeit und Geld. Sollten Sie bei der Vorbereitung oder der Pflege der Sämlinge auf Schwierigkeiten stoßen, beantwortet Ihnen dieses Video Ihre Fragen und erleichtert Ihnen den Vorgang.

Diese neue Methode zur Anzucht von Gurkensämlingen eignet sich für alle Sorten. Sie verbessert die Saatgutqualität, fördert die Keimung und erhöht die Gesundheit der Jungpflanzen. Darüber hinaus ist der Ertrag dieser Pflanzen um 15–20 % höher, ohne dass zusätzlicher Dünger benötigt wird.

Wie man Setzlinge in Sägemehl zieht
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