Austrocknende Blattränder bei Gurken: Ursachen und Behandlung

Gurken

Gurkenblätter fördern die Entwicklung der Eierstöcke und haben eine Schutzfunktion. Daher ist eine Farbveränderung das erste Warnzeichen. Selbst erfahrene Gärtner kennen das Problem trockener Gurkenblätter: Warum? Was hilft? Häufige Pflegefehler. Beispiele hierfür sind falsches Gießen oder Düngen. Auch Krankheiten oder Schädlinge können Schäden verursachen.

Anzeichen für Austrocknung bei Sämlingen und ausgewachsenen Gurkensträuchern

Die Alarmsymptome sind vielfältig. Trockene Blätter können unterschiedlich aussehen. Im Allgemeinen gibt es jedoch einige typische Anzeichen:

  1. Lediglich die Blattränder der Gurken trocknen aus. Das Innere der Blätter bleibt möglicherweise hellgrün und frisch, die Ränder rollen sich jedoch ein und trocknen schnell aus. Um Schäden am gesamten Blatt zu verhindern, sollte die Behandlung umgehend begonnen werden.
  2. Blasse Färbung. Das gesamte Blatt kann blass sein, oder nur die Blattadern bleiben grün.
  3. Weißliche Flecken. Mit der Zeit nehmen sie zu. Manchmal breiten sich diese Flecken auf benachbarte Blätter aus. Die Farbe kann anfangs bräunlich-gelb sein und dann verblassen.

Oftmals leiden nur die älteren Gurkenblätter, und erst dann vertrocknen die jungen Triebe. Zuerst verfärben sich die Blätter und rollen sich ein; unbehandelt zerfallen sie schließlich. Dies sollte vermieden werden, da es das Gemüse vor zu viel Sonne und Schädlingen schützt.

Wichtig!
Die Blattränder von Gurkenblättern trocknen oft aus, beginnend an der Basis. Dies tritt bei Pilzbefall auf. Die Triebe der Sämlinge verkümmern schnell und sterben ab. Es dauert nur 4–7 Tage, bis der Strauch vollständig geschädigt ist. Eine Veränderung des Aussehens gilt als erstes Anzeichen.

Warum trocknen Gurkenblätter aus?

Das Welken der Blätter ist ein natürlicher Vorgang und kein Grund zur Sorge. Die alten Blätter haben ihren Zweck erfüllt. Neue Triebe beginnen zu wachsen und benötigen nun die richtige Pflege. Dieser Prozess ist besonders gut sichtbar, wenn die Gurken in Innenräumen angebaut werden. In diesem Fall genügt es, überschüssige Blätter zu entfernen.

Alle anderen Ursachen lassen sich in zwei Kategorien einteilen: unsachgemäße Gurkenpflege und das Auftreten von Krankheiten oder Schädlingen. Ungeeignete Wachstumsbedingungen begünstigen das Auftreten von Insekten, die das Laub schädigen. Jedes Detail zählt, wie beispielsweise die richtige Beleuchtung oder die klimatischen Bedingungen.

Krankheiten und Schädlinge

Krankheiten, die Gurkenstängel oder -blätter befallen, sind meist pilzbedingt. Auslöser können plötzliche Temperaturschwankungen, hohe Luftfeuchtigkeit oder Umweltfaktoren sein. Die trockenen, gelben Gurkenblätter verfaulen dann aufgrund der Fusariumwelke. Diese äußert sich durch gelbe Flecken, die mit der Zeit immer größer werden. Zuerst wird das Wurzelsystem befallen und verfault langsam. Nachts erholt sich das Laub wieder. Unbehandelt bilden sich weiße Flecken. Die Fotos zeigen, wie schnell die Blattschäden fortschreiten. Die Pflanze stirbt schließlich ab, und der gesamte Strauch ist infiziert. Fusariumwelke wird häufig durch Samen, unzureichend vorbereiteten Boden oder die Überreste befallener Blütenstände im Boden verursacht.

Falscher Mehltau ist auch als „Echter Mehltau“ bekannt. Er entsteht bei übermäßiger Feuchtigkeit, beispielsweise durch häufigen Regen. Besonders gefährlich ist er bei niedrigen Temperaturen, da sich die verursachenden Pilze dann optimal vermehren. Auf den oberen Blättern bilden sich braune Flecken. Auf der Unterseite ist ein schwacher violetter Belag sichtbar. Die Symptome lassen sich in der Regel gut behandeln. Echter Mehltau ist leicht zu erkennen. Er führt dazu, dass Gurken im Freiland gelb werden. Charakteristische große Flecken bilden sich. Der Belag ist auf der Blattunterseite sichtbar.

Schädlinge sind ein weiterer Faktor, der Gurken zum Austrocknen bringt. Sie entziehen der Pflanze alle Nährstoffe und schädigen so schnell ihre Struktur. Dadurch entstehen Flecken auf der Oberfläche. Eine genaue Untersuchung der Pflanzen hilft, den Schädling zu identifizieren. Spinnmilben beispielsweise sind leicht an den Gespinsten auf der Blattunterseite zu erkennen.

Folgende Schädlinge treten häufig in Gurkenbeeten auf:

  • Spinnmilbe;
  • Nematoden;
  • Blattlaus;
  • Wollläuse;
  • Schildläuse.

Als erstes reagieren die Blätter der jungen Gurkenpflanzen. Sie können absterben. In diesem Fall müssen sie mit einem speziellen Präparat behandelt oder die Pflege der Sämlinge angepasst werden.

Unsachgemäße Pflege

Für die Chlorophyllbildung ist ausreichend Licht erforderlich. Der oberständige Fruchtknoten reagiert besonders empfindlich auf UV-Mangel. Vermeiden Sie, dass Gurkenblätter von benachbarten Beeten beschattet werden.

Diese Gemüsesorte benötigt gleichmäßige Feuchtigkeit. Es ist wichtig, sie häufig, aber sparsam zu gießen. An besonders heißen Tagen verdunstet viel Wasser. Das Wurzelsystem erhält dann kaum Wasser, daher sollte mindestens zweimal täglich gegossen werden.

Wichtig!
Bewässerungswasser wird üblicherweise aus Brunnen oder Bohrlöchern entnommen. Die optimale Temperatur liegt knapp über 22 Grad Celsius. Ist es kälter, kann das Wasser in Fässern gelagert und erwärmt werden.

Die Wassermenge wird fortlaufend an die wechselnden Wetterbedingungen angepasst. Der Boden sollte in einer Tiefe von 8–12 Zentimetern stets leicht feucht sein. Junge Gurkenblätter trocknen in einem speziellen Gewächshaus aus, wenn der empfohlene Bewässerungsplan nicht eingehalten wird. Ein Eimer Wasser pro Quadratmeter alle paar Tage ist ausreichend. Auch wenn die unteren Gurkenblätter leicht gelb werden, ist die richtige Bewässerung wichtig. Ist das Beet im Gewächshaus zu nass und locker, sollte die Bewässerung eingestellt werden. Es empfiehlt sich, die Oberfläche mit Sand oder Asche zu bestreuen. Eine Erhöhung der Bewässerungshäufigkeit kann Abhilfe schaffen. Falls dies nicht hilft, liegt ein anderes Problem vor.

Warum trocknen Gurkenstängel sonst noch aus?

  1. Die Sämlinge haben durch Sonnenbrand vertrocknete Stängel und Blattränder. Dies ist auf falsche Bewässerung zurückzuführen. Oberflächenbewässerung führt zu zu viel Wasser an einer Stelle. Unter der sengenden Sonne trocknen die Gurken schnell aus. Abhilfe schafft Bewässerung morgens und abends.
  2. Nährstoffmangel führt bei Gurken häufig zu gelben oder trockenen Wurzeln. Sind die Wurzelränder deutlich trocken, liegt wahrscheinlich ein Magnesium- oder Kaliummangel vor. Bei Kupfermangel können sich die oberen Blätter verfärben. Beim hydroponischen Anbau ist eine sorgfältige Düngung der Pflanzen besonders wichtig.
  3. Beschädigte Wurzeln führen zum Austrocknen von Stängeln und Blättern. Regelmäßiges Jäten ist daher unerlässlich.

Alle Produkte müssen in der korrekten Dosierung angewendet werden, um chemische Verbrennungen an den Rändern zu vermeiden. Bei mechanischen Beschädigungen des Beetes empfiehlt sich eine großzügige Düngung, beispielsweise mit Brotaufguss. Entscheidend ist jedoch die Wahl des richtigen Pflanzstandorts und die Einhaltung der Pflegehinweise.

Was tun, wenn Blätter austrocknen?

Wenn junge Gurkenblätter im Gewächshaus austrocknen, sollten Sie Ihre Pflegemethode überdenken. Achten Sie auf ausreichend Licht und genügend Abstand zwischen den Beeten. Auch spezielle Erde ist erforderlich. Gartenerde ist für Gewächshauspflanzen ungeeignet. Sie benötigt einen höheren Anteil an Torf, Holzbestandteilen und Harnstoff. Hydrokultur ist ebenfalls eine gute Option. Dabei wird jede Jungpflanze in einem separaten Behälter gezogen. Die Stängel dürfen die Erdoberfläche nicht berühren. Um zu verhindern, dass die Gurken an den Rändern faulen, empfiehlt sich eine Kaliumdüngung. Kalium ist in Holzaufguss in ausreichender Menge enthalten.

Beschädigte Triebe sollten sofort entfernt werden. Sie können keine Photosynthese betreiben, entziehen dem Substrat aber weiterhin Nährstoffe. Auch die richtige Wasserversorgung ist wichtig, da die Wurzeln bei Staunässe faulen. Der Boden sollte nicht trocken, sondern leicht feucht sein. Achten Sie daher auf die Luftqualität im Gewächshaus. Bei Trockenheit trocknen zuerst die Ränder der Gurkenpflanzen aus, gefolgt von den Wurzeln und den Früchten.

Wie man kranke und infizierte Gurkensträucher behandelt

Sämlinge können durch Zugabe von Stickstoffverbindungen zum Boden behandelt werden. Dies fördert eine gute Blüte. Auch Harnstoff ist ein nützlicher Dünger. Alle diese Mittel sollten maßvoll verwendet werden, um eine Vergiftung zu vermeiden. Sollte es dennoch zu einer Vergiftung kommen, empfehlen Gärtner Bordeauxbrühe. Weitere nützliche Dünger sind beispielsweise „Acrobat“ und „Bravo“. Beliebte Dünger sind:

  1. NPK-Komplexe oder eine Mischung aus Superphosphat, Kaliumsulfat und Ammoniumnitrat; solche Substanzen müssen mit Wasser im Verhältnis 1:1 verdünnt werden.
  2. Wenn der Pflanze Kalzium fehlt, ist eine der verfügbaren Optionen ein Zwiebelaufguss.
  3. Gewöhnlicher Flüssigmist gilt bei Stickstoffmangel als preiswerter Ersatz für Stickstoffdünger.
  4. Ein universelles Heilmittel ist Beinwelltinktur.

Die Pflanzen müssen alle 14 Tage gedüngt werden. Stickstoffreiche Dünger fördern das Wachstum, kaliumreiche Dünger sorgen für eine gute Fruchtbildung. Trockene Triebspitzen sollten entfernt werden, damit sie keine Feuchtigkeit entziehen.

Geheimnis!
Wenn Sie Dill in der Nähe pflanzen, werden sich mehr Insekten darauf niederlassen.

Volksheilmittel

Bewässern Sie das Laub alle 10 Tage mit einem Aufguss aus Brotaufguss. Sie können einige Tropfen Jod hinzufügen. Weichen Sie dazu das Brot mehrere Stunden in Wasser ein. Sobald die Pflanze getrocknet ist, besprühen Sie die oberen Bereiche mit dem Aufguss. Natürliche Mittel sind anfangs hilfreich, später sind jedoch chemische Mittel notwendig.

Zu den volksmedizinischen Heilmitteln gehört die Zubereitung einer Mischung aus Waschmittel und Asche. Etwa zwei Tassen Asche werden mit geriebenem Waschmittel vermischt. Die Mischung lässt man dann einige Stunden ziehen. Anschließend werden die Blätter behandelt. Auch Aufgüsse auf Basis von Knoblauch, Schöllkraut oder einer Kombination aus Kaliumpermanganat und Kreide finden Anwendung.

Besondere Mittel

Die ideale Kombination besteht aus Asche und Heilsubstanzen. Lösungen wie „EMM-1“ und „Baikal“ sind für Gewächshäuser beliebt. Schädlinge neutralisierenFolgende Insektizide werden verwendet:

  1. Agravertin.
  2. Mospilan.
  3. Biotlin.
  4. Fitoverm.

Manche Gärtner greifen zu chemischen Gewächshaus-Pestiziden wie „Climate“ und „Fass“. Solche Behandlungen sollten jedoch mindestens zwei Wochen vor der Ernte erfolgen. Danach sind nur noch natürliche Mittel erlaubt.

Verhütung

Um Blattschäden und Vergilbung vorzubeugen, ist eine gute Fruchtfolge unerlässlich. Alle Samen werden vor der Aussaat behandelt, und der Boden wird mit speziellen Fungiziden desinfiziert. Die Qualität Ihrer Setzlinge können Sie im Voraus sicherstellen, indem Sie den richtigen Standort wählen. Dieser sollte schattig sein, um Verbrennungen an den Blatträndern zu vermeiden. Der Abstand zwischen den Pflanzen sollte mindestens einen Meter betragen. Kranke Stängel werden sofort entfernt, da Pilzinfektionen auch gesunde Bereiche schädigen. Gurken eignen sich besonders gut für den vertikalen Anbau. Ausreichende Bewässerung und regelmäßiges Düngen reduzieren das Risiko von Blattvergilbung. Die meisten Sorten sind resistent gegen Pilzbefall.

Durch die Anwendung der richtigen Pflegetechniken können Sie vorbeugen. das Auftreten gelber BlätterSollte dies eintreten, müssen Sie Ihre Pflege anpassen. Beschädigte Triebe sollten entfernt werden. Beschränken Sie das Gießen auf zweimal täglich (nicht in der prallen Sonne) und verwenden Sie einen kaliumreichen Dünger.

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