Methoden zur Bekämpfung von weißen Gallmücken an Gurken in Gewächshäusern und im Freiland

Gurken

Gefräßige Weiße Fliegen auf den Blättern von Gurkenpflanzen können einen Großteil der Ernte vernichten, wenn sie nicht bekämpft werden. Dieses gefährliche Insekt ist leicht zu erkennen. Es besitzt zwei Flügelpaare, deren Oberfläche mit einem hellgelben Belag bedeckt ist. Am liebsten hält es sich auf der Blattunterseite auf. Das Auftreten der Weißen Fliegen ist auf Fehler im Gartenbau zurückzuführen, beispielsweise auf eine mangelhafte Pflege der Sämlinge. Wirksame Bekämpfungsmethoden setzen voraus, diese Mängel zu beheben.

Welche Faktoren begünstigen das Auftreten des Schädlings?

Hohe Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit sind zwei negative Faktoren, die das knackige Gemüse beeinträchtigen. Es ist ein Irrtum anzunehmen, dass die Weiße Fliege nur in Gewächshäusern lebt, wo ein geschlossenes Ökosystem herrscht. Auch im Freiland können sich Weiße Fliegen bemerkbar machen. Ausgewachsene Tiere bevorzugen Pflanzensaft – ihre Lieblingsnahrung. Je aktiver der Schädling seinen Hunger stillt, desto schneller stirbt die Pflanze.

Das zweite Problem, das durch die Aktivität des Parasiten verursacht wird, ist das von ihm produzierte Sekret, der sogenannte Honigtau. Krankheitserregende Pilze vermehren sich in diesem Sekret. Innerhalb von 24–30 Stunden werden die Gurkenkeimlinge infiziert, was zu Ertragseinbußen führt. Das dritte Problem besteht darin, dass die Gallmücken die Blätter zur Eiablage nutzen. Die Eier befinden sich an der Blattinnenseite. Seltener sind sie am Stängel oder an der Blattbasis sichtbar.

Notiz!
Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit sind nicht die einzigen Faktoren, die das Auftreten der Weißflügelmücke im Garten begünstigen können. Eier der Weißflügelmücke können durch ungetestetes Pflanzmaterial eingeschleppt werden. Auch der Garten eines Nachbarn, dessen Besitzer die Schädlingsbekämpfung vernachlässigt, kann eine Problemquelle darstellen.

Anzeichen für die Aktivität geflügelter Schädlinge

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Die frühzeitige Erkennung von Gallmücken minimiert potenzielle Schäden an Sämlingen. Das erste und auffälligste Symptom sind weiße Flecken auf den Blättern. Sind nur Eier auf dem Strauch, können verschwommene weiße Flecken sichtbar sein. Weitere Symptome sind:

  • das Auftreten des charakteristischen Mehltaus, der von Insekten an den Blatträndern abgesondert wird;
  • ein starker Rückgang der Gurkenmasse;
  • Blätter rollen sich ein;
  • Es treten Anzeichen einer Chlorose auf, die von Gnitzen übertragen wird;
  • Die Knospen trocknen schnell aus;
  • Die Eierstöcke und Knospen fallen ab.

Sowohl Schwärme als auch einzelne Exemplare dieser Insekten sind besorgniserregend. Dieser Schädling ist gefräßig. Blätter sind für ihn eine Delikatesse, die er in großen Mengen verzehrt. Innerhalb von zwei bis vier Tagen nach Beginn der aktiven Phase sind die Blattspreiten mit einer klebrigen Masse überzogen. Diese lässt sich ertasten. Sobald die Mücke ausgewachsen ist, ist ihr Körper von einer klebrigen Substanz bedeckt. Diese schützt das Insekt vor widrigen Umwelteinflüssen. Sie ist jedoch schädlich für Sämlinge. An den Blattspreiten sind Brandspuren sichtbar.

Chemische Bekämpfungsmittel

Der Einsatz spezieller Chemikalien ist im Freiland und in Gewächshäusern in begrenzten Mengen zulässig. Die Nichteinhaltung der auf der Verpackung angegebenen Dosierungsempfehlungen richtet mehr Schaden an als die Mücken selbst. Iskra Bio enthält Inhaltsstoffe, die Gurkenpflanzen nur minimal beeinträchtigen.

  • Die Verarbeitung von Sämlingen im Fruchtstadium ist zulässig;
  • sicher für Nutztiere;
  • Für Menschen unbedenklich, Iskra Bio darf jedoch nur mit Schutzhandschuhen verwendet werden;
  • 72 Stunden nach der Behandlung sind im Getreide keine Bestandteile des Präparats mehr nachweisbar;
  • Die Applikation erfolgt tagsüber bei einer Temperatur von +25 °C bis +30 °C.

Lösen Sie 40 ml Iskra Bio in 5 Litern sauberem, warmem Wasser auf. Wenden Sie die Lösung einen Monat lang zweimal wöchentlich an. Verschwinden die Symptome, setzen Sie die Anwendung des biologisch aktiven Mittels für weitere 3–4 Tage fort. Besitzer großer Grundstücke oder kommerzieller Landwirtschaftsbetriebe bereiten Lösungen auf Basis von Aktara zu.

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Lösen Sie 4 g des Produkts in 10 Litern Wasser auf. Sprühen Sie die Lösung 3 Wochen lang alle 5 Tage. Alternativ kann „Mospilan“ eingesetzt werden. Dieses Breitbandmittel wird im Anfangsstadium des Schädlingsbefalls angewendet. Verwenden Sie ein Produkt auf 2 Liter Wasser. Die Aufwandmenge beträgt 200 ml pro m².

Volksmethoden des Kampfes

Botaniker mahnen zur Vorsicht vor voreiligen Schlüssen. Einerseits haben traditionelle Hausmittel zur Schädlingsbekämpfung keine Nebenwirkungen. Wiederholte Behandlungen führen nicht zur Anreicherung von Giftstoffen in den Früchten. Andererseits lässt die Wirksamkeit dieser Mittel oft zu wünschen übrig. Im Anfangsstadium des Befalls besteht eine gute Chance, die Blätter von den Mücken zu befreien.

Wichtig!
Wenn der Befall mit Weißen Fliegen länger als 5-7 Tage anhält, lohnt sich der Einsatz von Chemikalien.

Ein altbewährtes Hausmittel gegen Mücken ist roter Pfeffer, aus dem eine Tinktur hergestellt wird. Man nehme 200 Gramm Tabakpulver und 10 Liter Wasser. Die beiden Zutaten vermischen. So geht's:

  • 30 g Paprika hinzufügen;
  • Die Mischung 24 Stunden ruhen lassen;
  • 1 Esslöffel Waschmittel hinzufügen;
  • 3 Esslöffel Holzharz hinzufügen;
  • Gründlich vermischen;
  • Die Besprühung erfolgt einmal alle 7 Tage über einen Zeitraum von 3 Wochen.

Die zweite Empfehlung lautet wie folgt: Bekämpfen Sie die Plage selbst!Diese Methode verwendet Fallen. Man nehme ein Stück hellen Karton und bestreiche es mit einem nicht trocknenden Dekorkleber. Alternativ kann man Rizinusöl verwenden. Diese Fallen werden zwischen den Gurkenpflanzen platziert. Jede Pflanze wird morgens und abends vorsichtig geschüttelt. Die Trauermücken fliegen auf und landen auf dem Karton. Eine Knoblauchlösung gilt laut Volksrezepten als radikaleres Mittel.

  • 2 Knoblauchzehen;
  • zermahle sie zu einem Brei;
  • Knoblauch in einen Eimer Wasser (1 l) geben;
  • Die Lösung wird 24 Stunden lang an einem dunklen Ort aufbewahrt;
  • Nach 24 Stunden wird die Mischung filtriert;
  • Die Pflanzen werden dreimal wöchentlich besprüht;
  • Nach einer einwöchigen Pause wird die Sprühbehandlung wiederholt.

Hausmittel sind kein Allheilmittel. Wenn die Anzahl der Mücken innerhalb von 5-6 Tagen nicht abgenommen hat, sollten Sie auf chemische Mittel zurückgreifen.

Notiz!
Wenden Sie dieselben Hausmittel nicht öfter als viermal pro Saison an. Mücken entwickeln Resistenzen, wodurch weitere Behandlungen wirkungslos werden.

Präventive Maßnahmen

Gurken im Gewächshaus

Weiße Fliegen, Schädlinge an Gurken, treten bei anhaltend ungünstigen Temperaturen auf. Ein Thermometer im Gewächshaus reicht aus, um einen Befall zu verhindern. Die Nachttemperaturen sollten zwischen 17 °C und 20 °C liegen, die Tagestemperaturen 28 °C nicht überschreiten. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Belüftung. Im Gewächshaus sorgt das System für eine gleichmäßige Luftzirkulation und verhindert Zugluft. Drittens ist eine regelmäßige, vorbeugende Bodendesinfektion wichtig. Verwenden Sie Karbofos oder Decis alle vier Wochen gemäß der Gebrauchsanweisung. Weitere Empfehlungen:

  1. Pünktlichkeit ist wichtig – die Aussaattermine müssen unbedingt eingehalten werden. Alles hängt von den Eigenschaften der gewählten Gurkensorte ab.
  2. Qualität – Das Saatgut wird im Handel gekauft. Es darf nicht ohne vorherige Desinfektion mit einer Kaliumpermanganatlösung ausgesät werden.
  3. Feuchtigkeitsgehalt – Prüfen Sie vor jedem Gießen den Feuchtigkeitsgehalt der Erde. Ist sie feucht, warten Sie mit dem Gießen. Sowohl zu viel als auch zu wenig Wasser schwächen die Pflanze.
  4. Sauberkeit – Unkraut, Laub und andere Verunreinigungen werden sofort entfernt. Biologische Abfälle, die Schädlingen als Brutstätte dienen können, sollten nicht im Beet verbleiben.

Die Ernte endet mit einer gründlichen Reinigung des Gewächshauses. Wurden die Gurken im Freien angebaut, wird der Boden umgegraben. Abschließend empfiehlt der Gärtner, den Boden zu bearbeiten. Hierfür werden Kupfer- oder Eisensulfat verwendet.

Die Weiße Fliege ist ein Schädling, der sich von den Blättern von Gurkenkeimlingen ernährt. Sowohl ausgewachsene Tiere als auch Jungpflanzen sind gefährlich. Erste Symptome zeigen sich unmittelbar nach dem Befall. Charakteristische weiße Flecken und Punkte auf den Blättern sollten Gärtner alarmieren. Im Anfangsstadium des Befalls können Hausmittel angewendet werden. Sobald das Insekt aktiv wird, kommen chemische Bekämpfungsmittel zum Einsatz.

weiße Mücken
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