Die Zier-Thuja ist ein hübscher Strauch, der in vielen verschiedenen Formen vorkommt. Sie wird aufgrund ihrer Fähigkeit, die Luft und Energie des Raumes, in dem sie steht, zu reinigen, auch als „Baum des Lebens“ bezeichnet.
Nur wenige wissen, dass es von der Thuja keine Zimmerpflanzenvariante gibt. Was Gärtner als Zier-Thuja bezeichnen, ist botanisch gesehen keine Thuja. Platycladus orientalis ist der einzige Vertreter der Gattung Platycladus (Platycladus, Biota) innerhalb der Familie der Zypressengewächse (Cupressaceae). In manchen Quellen wird sie auch als Orientalische Thuja bezeichnet. Dieser Name verweist auf ihre frühere taxonomische Stellung.
Floristen schätzen die Lebensbaum-Art Platycladus wegen ihres exotischen Aussehens und ihrer Pflegeleichtigkeit. Die Pflege einer Zimmerpflanze erfordert keine besonderen Kenntnisse und sie gedeiht prächtig in Innenräumen. Die vielfältigen Möglichkeiten, die Krone zu formen, tragen zu ihrem Charme bei.
Merkmale von Thujapflanzen in Innenräumen und Artenvielfalt
Die Thuja hat ein flaches, schnell wachsendes Wurzelsystem. Der Stamm ist aufrecht und von einer dünnen, hellbraunen Rinde bedeckt. Er trägt gerade, nach oben geneigte Äste. Deren Rinde ist etwas dunkler als die des Stammes.
Die Triebe sind abgeflacht. Sie bilden ein System von Platten aus, die radial zum Hauptstamm hin angeordnet sind. Die Triebe sind hellbraun.

Anders als bei vielen anderen Nadelbäumen handelt es sich bei den Blättern nicht um Nadeln, sondern um flache Schuppen. Sie wachsen sehr dicht und eng aneinander. Die Blätter sind grün, wobei der Farbton von der Sorte abhängt. Die Nadeln besitzen keine Harzdrüsen.
Man unterscheidet zwischen männlichen und weiblichen Zapfen. Männliche Mikrostrobili (Zapfen) sind länglich und befinden sich an den Triebspitzen. Weibliche Mikrostrobili befinden sich an den Spitzen einzelner Zweige und sind kugelförmig.
Die orientalische Thuja wird durch folgende Sorten repräsentiert:
- Aurea. Langsam wachsende, schattenliebende Bäume.
- Aurea Nano. Zwergthuja.
- Cupressoidess. Vertreter dieser Sorte ähneln Zypressen.
- Magnifica. Dicht verzweigte Thuja.
In der Zimmerpflanzenzucht findet nur die Hybride Aurea Nano weite Verbreitung.
Die Geheimnisse und Herausforderungen der Thuja-Pflege zu Hause
Die Pflege von Thuja ist einfach und unkompliziert. Am wichtigsten für ihr Wachstum ist die richtige Bewässerung.
Erde und Topf zum Einpflanzen
Die Bodenbeschaffenheit für junge und ausgewachsene Thujapflanzen unterscheidet sich. Das Substrat für junge Thujapflanzen sollte folgende Bestandteile enthalten:
- Sand – 1/7 Anteil;
- Nadelholzboden – 2/7 Teile;
- Lauberde – 4/7 Teile.
Für ausgewachsene Pflanzen verwenden Sie folgende Zusammensetzung:
- Torf – 2/5;
- Sand – 1/5;
- Laubboden – 2/5.

Der Blumentopf muss folgende Anforderungen erfüllen:
- Größe. Wählen Sie für Ihre Thuja einen Topf, der ihrem Wachstum genügend Raum bietet, damit Sie sie nicht so oft umtopfen müssen.
- Drainage. Der Topf muss große Abflusslöcher am Boden haben.
- Herausnehmbare Auffangschale. Notwendig zum Auffangen von überschüssigem Wasser.
Lage und Beleuchtung
Thuja gedeiht nur im Halbschatten. Direkte Sonneneinstrahlung schadet der Pflanze. Allerdings verträgt sie auch keine vollständige Dunkelheit. Lichtmangel führt zu übermäßigem Längenwachstum der Stängel, was ihr dekoratives Aussehen beeinträchtigt.
Der ideale Standort ist ein nach Norden ausgerichtetes Fensterbrett oder in unmittelbarer Nähe. Ost- und Westfenster sind zu hell für diese Pflanze. Daher sollte der Topf an einem Ost- oder Westfenster nur im hinteren Teil des Raumes platziert werden. Ein nach Süden ausgerichtetes Fenster ist für die Thuja ungeeignet.
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Im Frühling und Sommer sollte die Pflanze bei Temperaturen zwischen 20 °C und 30 °C stehen. Sobald das Wetter besser wird, ist es ratsam, die Pflanze ins Freie zu stellen. Dadurch wird sie kräftiger und widerstandsfähiger.

Im August wird der Unterschied zwischen Tag- und Nachttemperatur deutlicher, daher wird der Topf zu dieser Zeit ins Haus geholt. Im Winter sinkt die Temperatur auf 15 °C. Der Übergang sollte allmählich erfolgen, um die Thuja nicht zu schädigen. Die Pflanze ist zwar recht frosthart, extreme Kälte sollte ihr aber nicht ausgesetzt werden.
Bewässerung und Luftfeuchtigkeit
Die Pflanze benötigt regelmäßiges Gießen. Achten Sie darauf, dass die Erde nicht austrocknet, da die Thuja sonst ihren dekorativen Reiz verliert.
Die Blume gedeiht sowohl bei hoher als auch bei niedriger Luftfeuchtigkeit. Darüber hinaus verträgt sie auch Hitze gut. Experten empfehlen jedoch, die Thuja in der Sommerhitze mit Wasser zu besprühen. Die Kombination aus trockener Luft und hohen Temperaturen kann Krankheiten oder Schädlingsbefall begünstigen.
Düngemittel und Fütterung
Thuja benötigt keine häufige Düngung. Einmal im Monat im Frühling und Sommer genügt.
Im Frühjahr empfiehlt sich die Verwendung stickstoffreicher Dünger. Im Sommer sollten diese durch Kalium- und Phosphordünger ersetzt werden. Im Herbst und Winter benötigt die Thuja keine zusätzliche Düngung, daher sollte in dieser Zeit darauf verzichtet werden.
Als Dünger können spezielle Mineraldünger für Zierpflanzen verwendet werden. Thuja verträgt organische Substanzen gut, daher ist ein Wechsel zwischen mineralischen und organischen Düngemitteln unbedenklich.
Beschneiden und Formen
Der Thuja-Schnitt dient der Desinfektion der Pflanze und der Formgebung des Strauchs. Beim Hygieneschnitt werden abgestorbene Pflanzenteile entfernt. Er kann ganzjährig durchgeführt werden.
Der Formschnitt erfolgt jedes Frühjahr. Dabei wird der Strauch in die gewünschte Form gebracht. Das dichte Laub bietet unzählige Gestaltungsmöglichkeiten. Sie können die Thuja zu einem kompakten Strauch oder einem kleinen Baum formen. Auch eine Kugelform ist möglich.

Erfahrene Gärtner schneiden die Sträucher in Herz-, Spiralen- und sogar Schachfigurenform. Einige Pflanzenarten werden in der Bonsai-Kunst verwendet.
Überweisen
Junge Blumen müssen jährlich umgetopft werden. Ausgewachsene Pflanzen werden nach Bedarf umgetopft, die oberste Substratschicht sollte jedoch jährlich ausgetauscht werden.
Gründe für das Umpflanzen einer ausgewachsenen Thuja können unter anderem folgende sein:
- Die Wurzeln der Blume wachsen aus den Abflusslöchern des Topfes heraus.
- Die oberste Bodenschicht war mit einem Salzfilm bedeckt.
- Auf der Bodenoberfläche bildete sich Moos.
- Der Boden ist stark verdichtet und behindert die normale Entwicklung des Wurzelsystems.
- Das Substrat ist mit Infektionen oder Schädlingen befallen.
Die Wurzeln der Thuja sind sehr lang und zerbrechlich. Um Beschädigungen zu vermeiden, sollten sie beim Umpflanzen zusammen mit dem Wurzelballen transportiert werden.
Reproduktionsmethoden
Thuja wird durch Samen und Stecklinge vermehrt. Die erste Methode wird von Gärtnern aus mehreren Gründen selten angewendet. Erstens ist die Anzucht einer Blume aus Samen sehr aufwendig. Zweitens erreicht der Strauch erst im fünften Jahr seine volle Reife. Drittens behält der Samen nicht die sortentypischen Merkmale der Mutterpflanze.

Stecklinge gelten als schnellere und effektivere Methode. Dazu schneidet man einfach einen Zweig von einer ausgewachsenen Pflanze ab und steckt ihn in feuchte Erde, die für die Anzucht junger Thujen vorgesehen ist. Bis der Steckling Wurzeln schlägt, wird er regelmäßig besprüht. Der bewurzelte Trieb wird im folgenden Frühjahr eingepflanzt. Die Pflege des Stecklings unterscheidet sich nicht von der üblichen Thujapflege.
Das könnte Sie auch interessieren:Was tun, wenn eine Thujapflanze im Haus austrocknet?
Gärtner stoßen beim Anbau von Zimmerpflanzen oft auf Schwierigkeiten. Am häufigsten kommt es dabei zu gelben Blättern oder zum Austrocknen der Thuja. Wenn die Thuja ausgetrocknet ist, liegt das wahrscheinlich an Pflegefehlern.

Wenn eine Blume gelb wird und vertrocknet, ist es wichtig, die Ursache zu ermitteln und alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um sie zu beheben. Zu den häufigsten Fehlern von Gärtnern, die dazu führen, dass eine Pflanze gelb wird und vertrocknet, gehören folgende:
- Einwirkung direkter Sonneneinstrahlung.
- Der Wurzelhals sitzt zu tief oder ragt zu weit aus dem Boden heraus.
Wenn alle oben genannten Fehler ausgeschlossen sind, deutet dies darauf hin, dass die Blume von Krankheiten oder Schädlingen befallen ist.
Krankheiten
Thuja-Pflanzen in Innenräumen sind häufig von Krankheiten wie Zytosporose und Fusarium befallen. Dabei handelt es sich um ansteckende Pilzkrankheiten, die durch Kontakt mit Pflanzen im Freien oder anderen Zimmerpflanzen übertragen werden können. Zur Bekämpfung des Pilzbefalls sollten Fungizide (z. B. Fitosporin, Oxychom) eingesetzt werden.
Die Zytosporose befällt die Rinde der Stängel. Es bilden sich schwarze Flecken auf der Rinde, die sich mit der Zeit zu Geschwüren entwickeln. Der Pilz breitet sich in das Innere des Holzes aus und führt zum Absterben der Pflanze. Die Blätter einer von Zytosporose befallenen Pflanze verfärben sich gelb, dann braun und vertrocknen.
Fusarium befällt das Wurzelsystem und stört den Stoffwechsel der Pflanze. Dies führt zu Nährstoffmangel, und die Pflanze stirbt ab. Die Krankheit lässt sich an der Farbe und dem Zustand der Nadeln erkennen. Bei mit Fusarium infizierten Lebensbäumen verfärben sich die Blätter zunächst gelb, dann rotbraun und vertrocknen schließlich.
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Die Thuja kann von folgenden Schädlingen befallen werden:
- Blattläuse. Ein leichter Befall dieser Schädlinge lässt sich an einem klebrigen Belag auf den Nadeln erkennen. Blattläuse treten jedoch oft in ganzen Kolonien auf: Die Schädlinge bedecken dann die gesamte Astoberfläche. Bei genauerem Hinsehen erkennt man eine Masse beiger, sich bewegender Punkte.

Blattlaus - Schildläuse. Dieser Schädling ist schwer zu entdecken. Erfahrene Gärtner erkennen ihn an den dunklen, wachsartigen Flecken auf den Nadeln.
- Borkenkäfer. Der Käfer frisst kleine Löcher in die Rinde, aus denen Späne und andere Bestandteile fallen. Die Schädigung des Holzes geht mit dem Austrocknen der Nadeln einher.
Die Schädlingsbekämpfung umfasst den Einsatz von Insektizidpräparaten (Aktara, Actellic).
Wie kann man eine ausgetrocknete Thuja wiederbeleben?
Wenn die Thuja vollständig ausgetrocknet ist, können Sie versuchen, sie wiederzubeleben. Gehen Sie dazu wie folgt vor:
- Lebende Triebe erkennen. Trockene Nadeln sind kein Indikator, da sie auch an lebenden Trieben vorkommen können. Biegen Sie den Zweig leicht: Ist er biegsam, lebt der Trieb und kann gerettet werden.
- Rückschnitt. Sobald alle lebenden Triebe identifiziert wurden, wird die Thuja von abgestorbenem Holz befreit. Bitte beachten Sie!Es ist sehr wichtig, alle abgestorbenen Bereiche zu entfernen, da diese infiziert sind.
- Behandlung mit Chemikalien. Viele Gärtner empfehlen, die verbleibenden Triebe der Thuja mit Epin zu behandeln. Es können jedoch auch andere Biostimulanzien verwendet werden.
Ist die Blume noch jung, muss sie umgetopft werden. Vor dem Einpflanzen sollte die Thuja mit Kornevin behandelt werden.
Häufig gestellte Fragen
Die Zier-Thuja ist pflegeleicht und daher einfach zu handhaben. Die Pflanze verströmt einen zarten Duft, der an den angenehmen Geruch von Fichtenharz erinnert und dazu beiträgt, nach einem anstrengenden Arbeitstag emotionale und körperliche Erschöpfung zu lindern und Stress effektiv abzubauen.





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