Arten von Winterabdeckungsmaterialien für Pflanzen

Gartengeräte

Der Winter kann für manche Pflanzen eine ernsthafte Herausforderung darstellen. Viele Gärtner verwenden heutzutage erfolgreich Abdeckmaterialien für junge Bäume, Sträucher und andere wärmeliebende Pflanzen. Diese schützen sie vor starkem Frost, Wind und Temperaturschwankungen. Der Markt für solche Produkte ist groß und vielfältig. Um die richtige Winterabdeckung für Pflanzen auszuwählen, ist es wichtig, die Eigenschaften und Merkmale der verschiedenen Isoliermaterialien zu kennen, da jedes seine Vor- und Nachteile hat.

Gründe für das Abdecken von Bäumen

Im Winter verlangsamt sich der Stoffwechsel der Pflanzen, das sichtbare Wachstum hört auf und sie fallen in eine Ruhephase. Während dieser Zeit bilden die Pflanzen neue Zellen und Gewebe, und es bilden sich Blattknospen, wodurch sie besonders anfällig sind.

Die Hauptgründe für das Aufsuchen von Schutzräumen sind:

Winterabdeckungsmaterial für Pflanzen
  1. In manchen Regionen tritt Frost auf, bevor Schnee fällt. Der fehlende Schneebedeckung führt zum Erfrieren von Pflanzentrieben und -wurzeln.
  2. Plötzliche Temperaturschwankungen führen zur Bildung von Frostrissen an den Baumstämmen, wodurch diese anfällig für Schädlinge und Krankheiten werden.
  3. Helle, sonnige Tage verursachen Verbrennungen an Baumstämmen.
  4. Da es im Winter an Nahrung für Nagetiere und Hasen mangelt, fressen sie mit Vorliebe Baumrinde und Triebe.
Beratung!
Das Abdecken von Bäumen im Winter kann dem vorbeugen. Welche Isolierung am besten geeignet ist, lässt sich nicht pauschal sagen. Es hängt von der Anbauregion, der Pflanzenart und dem Budget des Gärtners ab.

Isolierung von Pflanzen

Viele Nutzpflanzen können den Winter ohne Isolierung überstehen. Bestimmte Arten benötigen jedoch spezifische Bedingungen für einen erfolgreichen Anbau. Folgende Pflanzen benötigen Schutz:

Isolierung von Pflanzen

  • Zwiebelblumen;
  • alles Rosen;
  • Ziersträucher;
  • Alpenpflanzen;
  • Nadelbäume;
  • Erdbeeren, Himbeeren;
  • Rhododendren;
  • mehrjährige Blumen, Waldreben;
  • Winterknoblauch.
Wichtig!
Decken Sie die Pflanzen nicht ab, bevor die kalte Jahreszeit einsetzt. Pflanzen, die im Norden eine Isolierung benötigen, gedeihen im Süden auch ohne diese.

Natürliches Deckmaterial

Natürliches Deckmaterial

Diese Art der Isolierung ist eine traditionelle Methode der Abdeckung. Sie ist kostengünstig und nahezu überall verfügbar. Ihre natürlichen Rohstoffe sind umweltfreundlich. Sie muss am Ende der Saison nicht gewaschen oder gereinigt werden.

Blätter gehören zu den am einfachsten verfügbaren Isoliermaterialien zum Schutz von Nutzpflanzen vor Kälte. Sie sollten während längerer sonniger und trockener Perioden geerntet werden. Obligatorische Bedingungen für die Verwendung von Blättern:

  1. Das Material stammt ausschließlich von gesunden Bäumen.
  2. Das Laub sollte frei von Belägen und Flecken sein.
  3. Das Fehlen von Schädlingen in den Nutzpflanzen ist eine Voraussetzung.

Kastanien-, Birken- oder Ahornblätter sind bevorzugt. Im Gegensatz zu Obstbäumen sind sie widerstandsfähiger gegen Temperaturschwankungen und verrotten langsamer. Um zu verhindern, dass die Blätter bei Regen zusammenkleben und dadurch die Luftzufuhr zu den Wurzeln behindern, werden sie zusätzlich mit einem anderen Material abgedeckt.

In Gebieten mit Nadelbäumen werden Fichtenzweige häufig verwendet. Tannen, Kiefern und Fichten eignen sich dafür. Die Nadeln nehmen keine Feuchtigkeit auf, sind atmungsaktiv und formstabil. Mit Fichtenzweigen umwickelte Bäume sind nicht nur vor Kälte, sondern auch vor Nagetieren geschützt, die von den stacheligen Nadeln abgeschreckt werden.

Pflanzen mit Fichtenzweigen abdecken

Gesund!
Nadelbaumzweige helfen, Schnee anzusammeln und Pflanzen vor Regen und kalten Winden zu schützen. Die von ihnen erzeugte warme Luft ermöglicht es dem Sauerstoff, die Wurzeln zu erreichen. Fichtenzweige verrotten nicht und bieten keinen Nährboden für Pilze oder andere schädliche Organismen, vorausgesetzt, sie stammen von gesunden Nadelbäumen.

Schnee ist zwar das praktischste Abdeckmaterial, aber nicht überall zuverlässig. Er kann auch nach dem ersten Frost fallen, im tiefsten Winter schmelzen und dann zu einer Eiskruste gefrieren. Starke Winde können den Schnee von exponierten Flächen verwehen. Daher ist es wichtig, die Schneehöhe im Gebiet zu beobachten und gegebenenfalls Maßnahmen zum Schneeerhalt zu ergreifen. Als Abdeckmaterial eignen sich beispielsweise Mais-, Himbeer- oder Sonnenblumenstängel, abgeschnittene Äste, Wellblech oder Kunststoffnetze.

Vliesstoffe

Dies ist eine der besten Möglichkeiten, sich vor Kälte zu schützen. Das Material ist feuchtigkeits- und luftdurchlässig. Darunter herrscht eine gleichmäßige, warme Temperatur, unter anderem dank seiner Fähigkeit, Sonnenlicht durchzulassen. Durch seine weiche Struktur und sein geringes Gewicht kann das Material ohne Gestell über Pflanzen gelegt werden. Beschweren Sie es einfach mit einem schweren Gegenstand im Boden. Alle Vliesstoffe unterscheiden sich in Bezeichnung, Hersteller, Dicke und Rollengröße.

Lutrasil-Abdeckmaterial

Lutrasil, ein faseriges oder netzartiges Material in Weiß oder Schwarz, bietet Pflanzen einen hervorragenden Frostschutz. Es kann zum Abdecken von Rhododendren verwendet werden. Rosensträucher und junge Bäume. Das Material ist preiswert, weich, dicht und in verschiedenen Stärken erhältlich. Lutrasil ist fäulnisbeständig und bietet hervorragenden Frostschutz bis -7 °C. Es ist pflegeleicht und behält sein Aussehen über drei Vegetationsperioden. Es lässt sich leicht auf- und abrollen. Das Material ist unbedenklich für Pflanzen und Menschen und gibt keine Giftstoffe ab.

Geotextilien werden aus synthetischen Polypropylen- oder Polyesterfasern hergestellt. Sie zeichnen sich durch lange Lebensdauer und hohe Qualität aus. Das Gewebe ist elastisch, strapazierfähig und widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse, Insekten und Nagetiere. Das Abdeckmaterial ist umweltfreundlich und luft- sowie wasserdurchlässig. Pflanzen unter dem Material verrotten nicht. Durch Bedecken der Schutzkegel des Gewebes mit Schnee können Nutzpflanzen bei starkem Frost zusätzlich isoliert werden. Die Isolierung ist in verschiedenen Farben und Herstellungsverfahren erhältlich.

Spinnvlies ist ein Material aus dünnen, thermisch miteinander verbundenen Polypropylenfasern. Dieses Gewebe findet breite Anwendung nicht nur im Gartenbau, sondern auch industriell. Es zeichnet sich durch seine lange Lebensdauer aus. Die Agrarfaser ist nahezu schwerelos und luft- sowie feuchtigkeitsdurchlässig. Das Abdeckmaterial ist abriebfest und umweltfreundlich. Spezielle Stabilisatoren in der Isolierung verhindern Zersetzung und Schäden durch Pilze und Mikroorganismen. Eine rechtzeitige Winterabdeckung der Pflanzen mit Spinnvlies schützt sie vor extremen Witterungsbedingungen.

Polyethylenfolie

Lange Zeit war dieses Material der wichtigste Winterisolator. Seine Lebensdauer war jedoch jahreszeitlich bedingt, da es schnell trüb wurde und das Licht blockierte. Die Festigkeit der Folie nahm deutlich ab, wodurch sie leicht beschädigt wurde. Heute bietet der Markt verschiedene Arten von Polyethylenfolie an.

Verstärkter Film

Dem Aussehen nach Die verstärkte Folie ähnelt einem Netz.Das Gewebe ist beidseitig mit Polyethylenfolie laminiert. Die unterschiedlich dicken Maschenfäden bestehen aus Polyethylen, Glasfaser und Polypropylen. Dadurch erhält das Gewebe eine hohe Festigkeit und Dehnbarkeit. Beschädigungen beschränken sich auf die Maschenweite, was die Reparatur erleichtert.

Die dampf- und wasserdichten Eigenschaften der Isolierung ermöglichen den Schutz vor extremen Witterungsbedingungen, einschließlich Temperaturen bis zu -30 °C, Orkanböen sowie Hagel und Starkregen. Die verstärkte Folie ist für eine Nutzungsdauer von über fünf Jahren geeignet. Weiße Folie bietet die beste Lichtundurchlässigkeit.

Luftpolsterfolie Luftpolsterfolie ist ein transparentes Material mit kleinen, luftgefüllten Bläschen. Hersteller bieten verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Bläschengrößen an. Größere Bläschen sorgen für eine bessere Lichtdurchlässigkeit, weisen aber geringere mechanische Eigenschaften auf. Das Material ist unschädlich für Pflanzen und Menschen. Luftpolsterfolie besitzt gute Wärmespeichereigenschaften und ist daher kältebeständig. Die Dichte der Isolierfolie liegt zwischen 83 und 120 g/m². Aufgrund ihres geringen Gewichts benötigt die Folie keine Rahmenkonstruktion. Sollte dennoch ein Rahmen erforderlich sein, lässt sie sich dank ihrer Flexibilität problemlos an jeder beliebigen Struktur anbringen.

Luftpolsterfolie

Lichtstabilisierte Dämmstoffe werden während der Produktion mit einem speziellen Stabilisator versetzt, der die Folie vor UV-Strahlung schützt. Dadurch verlängert sich ihre Lebensdauer. Die Folie kann Pflanzen bis zu -8 °C vor Frost schützen. Je nach Modell hält diese Art der Dämmung bis zu 7 Jahre. Um Kondensation zu vermeiden, mischen einige Hersteller hydrophile Zusätze in das Material ein, und Farbstoffe werden hinzugefügt, um das Sonnenspektrum zu verändern. Der Kontakt mit schwefel- oder bromhaltigen Chemikalien kann die Folie beschädigen.

Weitere vorhandene Materialien

Neben natürlichen Vliesstoffen und Polyethylenfolie können auch improvisierte Materialien zur Isolierung verwendet werden. Jute ist nicht optimal, um Pflanzen im Winter abzudecken. Sie schützt die Pflanzen eher vor Sonne als vor Frost. Jute wird verwendet, um die Stämme junger Bäume zusammenzubinden und wärmeliebende Pflanzen abzudecken. Jutesäcke werden aus natürlichen und synthetischen Fasern hergestellt.

Jute zum Abdecken der Pflanze

Jute saugt Feuchtigkeit auf und trocknet bei niedrigen Temperaturen und kaltem Wind nicht, sondern bildet eine eisige Kruste, die die Pflanze umhüllt. Unter dem feuchten Stoff können sich Schimmel und Fäulnis bilden. Mangelnde Belüftung kann zum Absterben der Pflanze führen. Werden alte, nicht ordnungsgemäß desinfizierte Säcke als Abdeckung verwendet, können sie zu einer Infektionsquelle werden.

Beratung!
Baumaterialien wie Dachpappenreste, Holzpaletten, Bretter, Schieferplatten und Glas eignen sich gut zum Abdecken von Pflanzen. Manche Materialien werden für den Bau von Rahmen verwendet, andere tragen direkt zur Wärmedämmung bei und wieder andere dienen als Schneefang.

Baumaterialien können schädliche Chemikalien enthalten, daher ist bei ihrer Verwendung Vorsicht geboten. Einige sind undurchlässig für Feuchtigkeit und Luft, was zu Fäulnis bei Pflanzen führen kann.

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