Asche als Dünger für Ihre Gartenbeete

Düngemittel und Präparate

Asche wird häufig als Dünger in der Landwirtschaft verwendet. Diese Methode ist sehr einfach und umweltfreundlich. Die Aufbereitung ist so einfach wie das Ernten, Lagern und Behandeln der Pflanzen damit.

Die darin enthaltenen Mikroelemente versorgen den Boden mit verschiedenen nützlichen Substanzen, wodurch viele Bäume und Blumen besser wachsen und gesund bleiben. Die Zusammensetzung der Asche unterscheidet oft ihre verschiedenen Arten voneinander.

Aschearten:

  • Torfasche eignet sich ideal für stark saure Böden, jedoch nur, wenn sie ausreichend Kalium und Phosphor enthält. Obwohl sie reich an Kalzium ist, mangelt es ihr an anderen Elementen. Daher sollte sie nicht auf Lehmböden verwendet werden, da sie dort nur Schaden anrichtet.
  • Holzasche ist die gebräuchlichste und beliebteste Option. Sie entsteht einfach durch Holzverbrennen. Die Holzart spielt dabei eine wichtige Rolle, ebenso wie das Alter des Holzes. Holzasche enthält die meisten Mineralien. Laubbäume wie Birken liefern Asche mit einem höheren Kaliumgehalt, Nadelhölzer hingegen mehr Phosphor. Benötigt Ihr Boden Asche mit hohem Kaliumgehalt, wählen Sie Harthölzer. Ist Kalium unbedingt erforderlich, verbrennen Sie Ulmenholz. Je älter der Baum, desto weniger Kalium enthält seine Asche.
  • Kohlenasche wird selten verwendet. Sie ist mineralarm, enthält aber Schwefel. Diese Asche erhöht sogar den Säuregehalt des Bodens. Da sie außerdem viel Silizium enthält, wird sie häufiger für tonhaltige Böden eingesetzt. In diesen Fällen wirkt sie jedoch nicht als Dünger, sondern als Bodenlockerer. Daher sollte sie nicht auf sandigen oder stark sauren Böden verwendet werden.
  • Asche von verbranntem Gras eignet sich gut, wenn viel Pflanzenmaterial vorhanden ist. Es muss sich nicht um eine bestimmte Grassorte handeln. Stroh, Laub, Grashalme und oberirdische Pflanzenteile sind gleichermaßen geeignet. Diese Asche enthält den größten Anteil an Kalium, etwas weniger Phosphor und dann Phosphor. Sie enthält jedoch nicht mehr Kalium als Baumasche.

Nützliche Eigenschaften von Asche

Asche enthält Spurenelemente, die ihre Verwendbarkeit bestimmen. Dazu gehören:

  • Kalzium;
  • Kalium;
  • Phosphor;
  • Magnesium;
  • Natrium.

Kalzium in Asche findet sich üblicherweise in verschiedenen chemischen Salzverbindungen (Sulfate, Chloride usw.). Kalzium fördert das Wachstum und die Entwicklung von Pflanzen und ist besonders wichtig für schnell wachsende Jungpflanzen. Es unterstützt den Kohlenhydrat- und Proteinstoffwechsel und ist ebenso wichtig für die Entwicklung und Funktion des Wurzelsystems. Kalzium bindet Säuren im Boden und macht ihn dadurch weniger sauer. Zudem trägt es zur Nährstoffaufnahme der Pflanzen bei und hilft ihnen, mehr Mineralien aufzunehmen.

Pflanzen benötigen Kalium etwas häufiger als andere Mineralstoffe, da es bei starkem Gießen oder Regen schnell aus dem Boden und den Pflanzenzellen ausgewaschen wird. Kalium ist für eine optimale Photosynthese und die Ausbildung hochwertiger Früchte unerlässlich. Es spielt außerdem eine wichtige Rolle im Kohlenhydratstoffwechsel und verbessert die Enzymaktivität.

Phosphor ist eine einzigartige Energiequelle für alle Pflanzen. Er wird sowohl für die Photosynthese als auch für den Stoffwechsel benötigt und ist zudem Bestandteil von ATP. Eine ausreichende Phosphorversorgung ist wichtig für die normale Reifung von Samen und Früchten, einen höheren Ertrag und eine bessere Fruchtqualität.

Asche enthält weniger Magnesium und Natrium als andere Elemente, diese sind aber genauso wichtig. Magnesium ist an der Photosynthese beteiligt, da es Bestandteil des Chlorophylls ist. Bei einem Mangel vergilben die Blätter und fallen ab. Natrium hingegen hilft Pflanzen, Kälte und andere widrige Umweltbedingungen zu überstehen.

Wie man einen Ascheaufguss zubereitet und wie man ihn später verwendet

Asche lässt sich vielfältig einsetzen. Sie wird häufig zur Verbesserung der Bodenbeschaffenheit und zum Schutz vor Schädlingen und Krankheiten verwendet. Dafür muss sie jedoch sachgemäß aufbereitet werden.

Anwendung zur Bodenverbesserung

Nicht jeder Boden ist für jede Pflanzenart optimal. Er lässt sich jedoch mit gewöhnlicher Asche verbessern. Bei schwerem Lehmboden sollte man nicht oberflächlich, sondern in einer Tiefe von etwa 0,2 m düngen. Jede Ascheart eignet sich dafür, außer Torf. Zur Neutralisierung des Bodens kann man Holzasche verwenden. Diese sollte im Herbst ausgebracht werden. Dadurch wird der Boden weniger sauer, sodass die Pflanzen den Winter besser überstehen.

Zur Bodenverbesserung kann Asche trocken oder als Lösung hinzugefügt werden. Für eine Lösung mischen Sie 50 Gramm Asche mit 5 Litern Wasser. Da sich Asche nicht auflöst, muss sie beim Einbringen in die Erde ständig umgerührt werden. Beachten Sie jedoch, dass dadurch etwas weniger Mineralien zugeführt werden. In trockener Form nehmen die Pflanzen die Nährstoffe über ihre Wurzeln auf. Die benötigte Menge an trockener Asche variiert je nach Bodenart, beträgt aber im Durchschnitt 250 Gramm pro Quadratmeter.

Ein Nachteil ist, dass die Asche durch starken Regen schnell weggespült wird. Daher ist es am besten, sie entweder kurz vor dem Pflanzen oder im späten Frühjahr hinzuzufügen.

Asche lässt sich herstellen und lange lagern. Trockene Asche sollte trocken aufbewahrt werden, da sich sonst die Konzentration der wertvollen Mineralien verringert. Kaufen Sie nicht zu oft einen Vorrat; die Wirksamkeit der Asche hält vier Jahre an.

Wenn Sie zusätzlich Stickstoffdünger ausbringen, tun Sie dies frühestens einen Monat nach dem Hinzufügen der Asche, da seine Wirksamkeit sonst deutlich reduziert ist. Verbrennen Sie keine künstlichen Materialien, um Asche zu gewinnen. Verbrannter Müll ist nicht die benötigte Asche. Auch lackiertes oder lasiertes Holz sollte nicht verbrannt werden.

Anwendung zur Krankheitsbekämpfung

Asche kann auch zur Bekämpfung häufiger Krankheiten eingesetzt werden. Beispielsweise können Sie Erdbeeren mit einer Lösung aus Asche und Wasser besprühen, wenn Sie Anzeichen von Grauschimmel bemerken. 15 Gramm reichen für einen Strauch. Lösen Sie dazu 100 Gramm Asche in einem Liter Wasser auf und lassen Sie die Lösung sechs Stunden ziehen. Geben Sie anschließend Seife und weiteres Wasser hinzu. Sie erhalten insgesamt etwa drei Liter. Diese Lösung sollte im Frühstadium der Krankheit zweimal im Abstand von zwei Wochen angewendet werden. In späteren Stadien der Krankheit sind wirksamere Behandlungsmethoden ratsam.

Wie man Asche gegen Schädlinge, Käfer, Larven und Schnecken einsetzt

Pflanzen sind stets anfällig für Krankheiten, Unkraut und Schädlinge. Während Unkraut mechanisch entfernt werden kann, erfordern viele Insekten den Einsatz von Chemikalien, was den Früchten schadet. Viele Gärtner verzichten daher auf diese Methode und verwenden stattdessen Asche. Tatsächlich kann gewöhnliche Asche sogar helfen, Schachtelhalm zu bekämpfen.

Wenn Ihre Pflanzen von Schnecken und ähnlichen Schädlingen befallen werden, ist Asche die Lösung. Streuen Sie sie einfach um die Pflanzen. Sie können sich damit auch vor Ameisen und Drahtwürmern schützen, müssen aber deren Gänge behandeln.

Sie können der Asche weitere Zutaten hinzufügen, beispielsweise 10 Gramm Waschmittel pro Liter Lösung. Dies verbessert die Sprühwirkung. Tabakasche eignet sich auch zum Bestäuben von Zwiebeln, Radieschen, Kohl und anderen Pflanzen. Diese Mischung schützt vor Kreuzblütler-Erdflöhen und -Fliegen.

Welche Pflanzen können mit Asche gedüngt werden?

Esche ist nur bei richtiger Auswahl von Nutzen. Sie wird häufig für Obstbäume, Beerensträucher, Gemüse und Blumen verwendet. Als Düngemittel findet sie gängige Anwendung bei Kartoffeln, Tomaten und Gurken, im Weinbau und bei Erdbeeren.

Asche ist sehr vorteilhaft für Gemüse, da sie wichtige Nährstoffe für diese Pflanzen enthält. Um eine reiche Ernte an Gurken, Kürbissen oder Zucchini zu erzielen, geben Sie eine Tasse Asche in die Erde und anschließend noch ein paar Esslöffel pro Pflanze hinzu. Gießen Sie die Pflanzen nach dem Bestreuen mit Asche, um die Wurzeln zu nähren.

Für Nachtschattengewächse reichen 3 Tassen pro Quadratmeter. Nach dem Pflanzen der Setzlinge kann noch etwas Asche hinzugegeben werden. Bei Kreuzblütlern gibt man vor Beginn der Gartensaison etwa 2 Tassen pro Quadratmeter Erde und zusätzlich eine halbe Tasse direkt in die Pflanzlöcher. Für Blattgemüse (Dill, Petersilie, Kräuter) genügt 1 Tasse; diese Pflanzen erhalten bereits ausreichend Mikronährstoffe aus dem Boden.

Bei Knoblauch und Zwiebeln (Winterkulturen) wird der Boden im Herbst gedüngt.

Kann man blühende Kartoffeln besprühen?

Kartoffeln werden oft mit Asche bestreut, sowohl als Dünger mit hohem Kalium- und niedrigem Chlorgehalt als auch zum Schutz vor Krankheiten und Schädlingen. Pro Pflanzloch und Pflanze werden etwa 200–400 Gramm Asche in die Erde gegeben, was den Ertrag deutlich steigern kann. Gärtner und Kartoffelliebhaber wissen das schon lange. Man kann die Knollen auch mit Asche bestäuben. Dafür muss die Asche jedoch gut verteilt werden. Sie wird üblicherweise im Knospenstadium hinzugefügt. Häufig wird Holzasche verwendet. Wenn Sie Torfasche verwenden, erhöhen Sie alle Mengenanteile um ein Drittel. Das sorgt für kräftige, gesunde und gut entwickelte Kartoffelknollen. Das Besprühen der Kartoffeln kann auch Krautfäule vorbeugen und sie behandeln, ein häufiges Problem bei Kartoffelanbauern. Kohlenasche ist in diesem Fall die beste Wahl, da sie deutlich mehr Kupfer enthält.

Das Besprühen von Kartoffelblättern mit Asche kann sogar den Kartoffelkäfer abtöten. Er stirbt dann allmählich. Dies gilt jedoch nicht immer für seine Larven.

Asche eignet sich ideal für solche Zwecke, denn während der Blütezeit der Kartoffeln kann man sie nicht mit Chemikalien besprühen. Auch das Entfernen von Hand ist nicht möglich. Oft sind ganze Kartoffelfelder befallen. Und bis man die Kartoffelkäfer von einer Hälfte entfernt hat, sind sie schon auf der anderen. Man kann die Sträucher auch mit Maismehl bestäuben. Besser ist es jedoch, die Asche zu sieben, ein Kilogramm Asche mit zehn Litern Wasser zu vermischen und die Lösung aufzukochen. Nach dem Abkühlen gibt man ein halbes Stück Waschmittel hinzu, am besten gerieben.

So können Sie die Kartoffeln einmal pro Woche besprühen, auch wenn sie blühen.

Asche richtig als Dünger verwenden

Streuen Sie keine Asche auf das Saatgut. Sie wird für die Wurzeln benötigt, es sei denn, Sie besprühen die Pflanzen aus anderen Gründen damit. Auch das Mischen mit anderen Düngemitteln ist unerwünscht. Sie können den Boden nicht mit allen Düngemitteln gleichzeitig düngen. Dies gilt für ammoniak-, stickstoff- und kaliumhaltige Düngemittel, da diese sonst ihre positiven Eigenschaften verlieren. Dasselbe gilt für phosphorhaltige Düngemittel.

Bei der Düngung im Sommer können diese Regeln ignoriert werden, da die Düngemittel dann schneller aufgenommen werden.

Zu viel Kalzium ist auch für Pflanzen schädlich. Daher sollte man gekalkten Böden keine Asche zusetzen. Die Pflanzen verhalten sich dann ungewöhnlich und zeigen beispielsweise Anzeichen von Metall-, Zink- und Bormangel, obwohl sie ausreichend davon vorhanden sind. Bei Zugabe von Asche mit hohem Kaliumgehalt reagieren die Pflanzen hingegen so, als ob sie an Kalziummangel litten.

Man kann nie genug Asche haben. Daher ist es ratsam, einen separaten Bereich für die Ascheerzeugung einzurichten. Dies kann in Metallfässern erfolgen. Dadurch verringert sich der Aufwand für die Brandbekämpfung. Durch das Abdecken der Fässer wird außerdem verhindert, dass sich Holzkohlepartikel in der Asche bilden, und das Material verbrennt vollständig.

Kann man die Asche ersetzen und wenn ja, womit?

Wenn Sie keine Asche verwenden können, lässt sie sich durch andere Zutaten ersetzen. Sie kann jedoch nicht vollständig ersetzt werden, wählen Sie daher je nach Ihren Zielen. Um den Säuregehalt des Bodens anzupassen, wird Asche manchmal durch Dolomitmehl ersetzt. Alternativ können Sie auch gelöschten Kalk verwenden. Wenn Sie den Boden mineralisieren möchten, verwenden Sie verschiedene Mineraldünger, die in ihrer Zusammensetzung der Asche möglichst ähnlich sind. Die notwendigen Elemente haben wir zu Beginn des Artikels beschrieben. Solche Dünger werden üblicherweise in Wasser verdünnt, und die Dosierung ist auf der Verpackung angegeben.

Wenn die Verwendung von Asche verboten ist

Asche sollte nicht in stark alkalischen Böden verwendet werden. Da Asche den Boden weniger sauer macht, kann ihre Zugabe zu einem Überschuss an Alkalität führen und das Pflanzenwachstum beeinträchtigen. Auch das Aussehen der Pflanzen kann darauf hinweisen, dass Asche unnötig ist. Bei zu viel Kalzium bilden Weinreben und Apfelbäume vermehrt Blattrosetten. Tomaten zeigen einen Kalziumüberschuss durch absterbende Triebe, und Gartenblumen werfen ihre Blätter ab. Insbesondere Rosen leiden unter Interkostalchlorose. Die Blätter aller Pflanzen werden heller und weißer.

Ein Kaliumüberschuss äußert sich etwas anders. Äpfel und Birnen werden braun und bitter. Kleinere Pflanzen, auch Zimmerpflanzen, verlieren vorzeitig ihre Blätter.

Empfehlungen und Rezensionen zu Asche

Sommergäste, Hobbygärtner und Landwirte tauschen sich oft über Gartenarbeit und natürlich auch über Düngemittel aus. Manche wollen sich nicht mit Asche herumschlagen, andere sehen darin ein Allheilmittel. Das führt zu ständigen Diskussionen darüber, was besser ist: normale Asche oder gekaufter Dünger, oder Asche mit oder ohne Zusätze. Doch alle sind sich einig, dass Holzasche die beste Wahl ist und empfehlen sie. Die meisten stellen ihre Asche selbst her, aber manche wissen nicht, wo man sie kaufen kann. Der übliche Rat lautet, ungetestete Düngemittel zu meiden und stattdessen selbst Holz zu verbrennen. Man findet es im Wald oder kann es günstig kaufen.

Asche weckt mehr Vertrauen als diverse Chemikalien und chemische Zusätze. Ihre Wirksamkeit ist unbestreitbar, doch der Preis für ihren Einsatz ist eine vergiftete Ernte.

Manche Gärtner empfehlen, der Asche weitere organische Substanzen beizumischen, um ihre Düngewirkung zu verstärken. Allerdings nicht alles gleichzeitig. Man kann den Boden beispielsweise zuerst mit Kompost und etwas später mit Baumasche und anderen Aschearten düngen. Kies eignet sich als Füllmaterial. Er enthält keine sauren Bestandteile, dafür aber viele der wichtigen Mineralien der Asche: Kalzium und Kalium. Daher kann er fast jedem Boden beigemischt werden. Und viele Pflanzen profitieren von dieser Art Dünger.

Es wird empfohlen, Asche mit Harnstoff zu mischen. Dazu mischen Sie eine halbe Tasse Asche mit einem Teelöffel Harnstoff und lösen die Mischung in 5 Litern Wasser auf. Rühren Sie vorsichtig um, bis sich der Harnstoff aufgelöst hat. Dieser Dünger darf nicht mit den Blättern in Berührung kommen. Gießen Sie ihn unter ständigem Rühren direkt unter die Wurzeln der Pflanze.

Um zu verhindern, dass sich Pflanzen an denselben Dünger gewöhnen, empfiehlt es sich, diesen abzuwechseln. Das bedeutet, dieselbe Asche und dasselbe Wasser als Basis zu verwenden, aber beispielsweise Königskerze oder Vogelkot hinzuzufügen. Zwiebeln und Knoblauch sollen mit dieser Art von Dünger deutlich besser wachsen.

Sie finden auch sehr hilfreiche Tipps zur Zugabe von Asche zum Kompost selbst. Kompost kann sehr sauer und leicht schädlich für Pflanzen und Boden sein, aber Asche neutralisiert diese Säure, verhindert die Freisetzung von Ammoniak und ermöglicht es verschiedenen nützlichen Organismen, im Boden zu überleben und ihn anzureichern.

Einen Kommentar hinzufügen

Apfelbäume

Kartoffel

Tomaten