Paprika und Auberginen können im selben Gewächshaus oder nebeneinander im Gartenbeet angebaut werden. Gärtner müssen die Pflanzrichtlinien beachten, landwirtschaftliche Praktiken berücksichtigen und auf ausreichend Abstand zwischen den Pflanzlöchern achten. Eine Ausnahme gilt für die Pflanzung von scharfen Paprika neben Auberginen. In diesem Fall könnten die Gemüsesorten sich kreuzbestäuben und bitter werden. Daher ist eine solche Nachbarschaft inakzeptabel.
Verträglichkeit von Paprika und Auberginen im selben Gartenbeet
Paprika und Auberginen sind pflegeleichte Gemüsesorten. Beim gemeinsamen Anbau ist die Wahl der richtigen Sorte wichtig. Da beide viel Wärme und Sonnenlicht bevorzugen, ist der gemeinsame Anbau unproblematisch. Paprika und Auberginen benötigen nahezu die gleiche Bewässerung, was die Pflege erleichtert.
Der Anbau von Paprika und Auberginen im selben Gewächshaus ist für den großflächigen Winteranbau zulässig, sofern das Gewächshaus beheizt ist. Auch für die Aussaat von Setzlingen im Freiland gibt es keine Einschränkungen. In beiden Fällen sind jedoch einige Besonderheiten zu beachten.
Für eine gute Ernte empfehlen Gärtner Folgendes:
- Zwischen den Pflanzen sollte ein Abstand von 40-50 cm eingehalten werden, damit sich der Busch vollständig ausbilden kann.
- Die Reihen sollten in einem Abstand von 60-70 cm zueinander angeordnet sein.
- Um zu verhindern, dass die Setzlinge in der Sonne „verbrennen“, werden sie abends vor Sonnenuntergang gepflanzt;
- Das Umpflanzen aus dem Gewächshaus oder Frühbeet ins Freiland sollte zwischen dem 1. und 10. Mai erfolgen, wobei die Wetterbedingungen in der jeweiligen Region unbedingt zu berücksichtigen sind.
- Paprika und Auberginen gedeihen gut in einem Polycarbonat-Gewächshaus;
- Bei der Anzucht im Freiland sollte das Beet vor Zugluft geschützt werden;
- Der Boden sollte nur oberflächlich aufgelockert werden, da sonst die Gefahr besteht, die Wurzeln zu beschädigen.
Unabhängig von der Gemüsesorte wird empfohlen, Setzlinge nicht an ihren endgültigen Standort zu verpflanzen, solange die Nachttemperaturen noch nicht stabil sind. Schon leichter Frost kann junge Pflanzen schädigen. Bei drohenden Kälteschäden sollten die Beete mit Heu, Laub oder Vlies abgedeckt werden.
Zeitpunkt und Pflanzmuster für Paprika und Auberginen
Die Samen dieser Gemüsesorten werden je nach Sorte und Herstellerempfehlung vom 25. Februar bis zum 5. März für die Anzucht von Jungpflanzen ausgesät. Nach 2 bis 2,5 Monaten, also in den ersten zehn Maitagen, werden die kräftigen und abgehärteten Pflanzen ins Freiland verpflanzt. Beim Anbau von Paprika und Auberginen im Gewächshaus oder im Freilandbeet muss der Standort im Voraus vorbereitet werden.
Die empfohlene Pflanztiefe beträgt 15 cm. Paprika sollten in einem Abstand von 35–55 cm, Auberginen in einem Abstand von 55–60 cm gepflanzt werden. Als Dünger empfiehlt sich Humus oder Holzasche. Geben Sie diese auf den Boden der Pflanzlöcher. Setzen Sie die Setzlinge bis zur Tiefe des ersten Laubblatts ein. Gießen Sie jede Pflanze nach dem Einpflanzen mit 2–3 Litern Wasser.
Auberginen sollten zusammen mit Paprika im Verhältnis 6 Pflanzen pro Quadratmeter Boden gepflanzt werden. So erhalten sie ausreichend Nährstoffe und benötigen keinen zusätzlichen Dünger. Werden die empfohlene Pflanzenanzahl nicht eingehalten und die Pflanzen zu dicht gesetzt, fällt die Ernte geringer aus.
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Im Vergleich zu scharfen Paprikaschoten gelten letztere als pflegeintensiver. Ungeachtet dessen gibt es jedoch Anbaurichtlinien für dieses Gemüse, die unbedingt beachtet werden müssen.
Eine größere Ernte erzielen Sie, wenn Sie Paprika nach folgenden Pflanzen anbauen:
- verschiedene Zwiebelpflanzen;
- Melonen und Kürbisse;
- Grünzeug (normales und Blattgemüse);
- jede Kohlsorte und -art;
- alle Hülsenfrüchte.
Wurzelgemüse gedeiht an diesem Standort im Folgejahr besser. Dies sollte bei der Planung der Beetgestaltung für die kommende Saison berücksichtigt werden. Auberginen liefern eine reiche Ernte nach Hülsenfrüchten, Salat, Blattgemüse und allen Kohlsorten. Nachtschattengewächse eignen sich jedoch ideal als Vorpflanzen.
Vergleich der Wachstumsbedingungen für Paprika und Auberginen
Beim Anbau von Auberginen und Paprika im selben Gewächshaus und im Freiland sollten Gärtner zunächst einige der spezifischen Eigenschaften der jeweiligen Pflanzenarten studieren.
| Paprika | Auberginen |
| Der Strauch ist mehrjährig, Paprikapflanzen werden jedoch einjährig angebaut. Die Blätter sind einfach aufgebaut und stehen einzeln oder in Rosetten am Stängel. Die Farbe gesunder Blätter variiert von sattem Grün bis zu dunklem Olivgrün. Die großen, weißen Blüten stehen einzeln oder in Büscheln. | Der Strauch ist mehrjährig, wird aber einjährig kultiviert. Seine Blätter sind groß, rau, wechselständig angeordnet und sattgrün (sumpfgrün) mit einem dunkleren Farbton an der Basis. Die blauvioletten Blüten stehen einzeln oder in Büscheln. |
| In den Beeten wachsen üppige Sträucher mit hohlen Früchten. Im Inneren befinden sich zahlreiche Samen. Form, Größe und Farbe der Paprika hängen von der Sorte ab. Das Gewicht variiert zwischen 80 und 120 g. Die Wandstärke beträgt durchschnittlich 5–7 mm. | Auberginen, die im Freiland und im Gewächshaus angebaut werden, bringen zylindrische, birnenförmige oder runde Früchte hervor. Ihre Oberfläche ist matt oder glänzend und von charakteristischer violetter Farbe. Das Gemüse erreicht eine Länge von etwa 70 cm, einen Durchmesser von bis zu 20 cm und wiegt rund 1 kg. Junge Früchte enthalten wenige kleine Samen. |
| Die Kultur liebt Feuchtigkeit und gedeiht gut bei Temperaturen von 18 bis 25 °C. | Liebt Wärme und Feuchtigkeit, die ideale Temperatur für die Entwicklung liegt bei 25-28 °C. |
| Paprika sollte in leichter, strukturreicher Erde gepflanzt werden. Mit organischem Dünger düngen. | Auberginen gedeihen gut im Freiland auf neutralem oder leicht saurem Boden mit einer geringen Menge organischer Zusätze. |
| Die Reifezeit von Gemüsepflanzen beträgt 4 Monate. | |
Laut Tabelle ist die Pflege von Auberginen und Paprika im selben Gewächshaus oder Freilandbeet identisch. Da Wachstum, Entwicklung und Fruchtbildung unter ähnlichen Bedingungen erfolgen, können die Pflanzen nebeneinander angebaut werden.
Vorbereitung von Auberginen- und Paprikasamen zum Anpflanzen
Beide Gemüsesorten gelten als relativ pflegeleicht. Dies trifft jedoch nicht auf die Saatgutauswahl und -aussaat zu, insbesondere bei leichten und kleinen Sämlingen. Solche Sämlinge haben wahrscheinlich eine Keimrate von maximal 40 % und benötigen lange zum Keimen. Daher werden zunächst vielversprechende Sorten ausgewählt.
Es ist ratsam, auf das Sammeln von Samen selbst zu verzichten. Die meisten Hybriden eignen sich dafür nicht. Die daraus entstehenden Pflanzen weisen nicht die Eigenschaften und Merkmale der Mutterpflanze auf. Kaufen Sie Pflanzgut am besten in Fachgeschäften. Achten Sie dabei unbedingt auf die Verpackung.
Die Beutel müssen luftdicht verschlossen sein. Der Hersteller muss das Verpackungsdatum und die Sorten- oder Hybridbezeichnung auf der Verpackung angeben. Am besten wählt man möglichst frisches Saatgut, da älteres Saatgut eine geringere Keimrate aufweist. Um vielversprechendes Pflanzgut auszuwählen, kann man eine 3%ige Salzlösung verwenden.
Weichen Sie die Samen in Flüssigkeit ein und entfernen Sie alle, die an die Oberfläche steigen. Diese sind hohl, daher ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Sämlinge nicht keimen. Spülen Sie die hochwertigen Samen nach diesem Test mit kaltem Wasser ab und legen Sie sie zum Trocknen auf ein Blatt Papier. Bewahren Sie die Samen vor der Aussaat 5 Tage lang in einem feuchten Baumwollbeutel bei 27–28 °C auf. Keimen 70 % der Samen, ist die Charge von hoher Qualität und zur Aussaat geeignet.
Ernährung und Desinfektion
Manche Gärtner glauben, dass im Handel erhältliches Saatgut nicht desinfiziert werden muss. Obwohl Saatgut vor dem Verpacken ohnehin desinfiziert wird, ist es ratsam, vor der Aussaat zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.
Dazu werden ausgewählte, vielversprechende Samen in einen mit einer der folgenden Lösungen getränkten Stoffbeutel gegeben: Kaliumpermanganat (dunkelkirschrot), Wasserstoffperoxid oder Aloe-vera-Saft. Die Samen sollten etwa eine halbe Stunde in dieser Lösung einweichen und anschließend mit warmem Wasser abgespült werden.
So behandelte Pflanzen wachsen kräftig und ihre Früchte reifen schneller. Sie sind widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge. Auch das Umpflanzen vertragen sie gut und sie etablieren sich problemlos am neuen Standort. Bei Verwendung eines gebrauchsfertigen Wachstumsstimulans beachten Sie bitte die Anweisungen auf der Verpackung.
Wenn Sie noch nicht genügend Erfahrung im Gärtnern haben, können Sie die folgenden Rezepte verwenden:
- Die Samen werden 20 Minuten lang in einer Kaliumpermanganatlösung eingeweicht. Anschließend werden sie gründlich abgespült und in Epin (2 Tropfen pro 125 ml) gegeben. Sie verbleiben 16–18 Stunden in dieser Lösung.
- Nach 20 Minuten Einweichen in der Kaliumpermanganatlösung die Samen in Zircon einweichen. Dazu 1 Tropfen der Lösung in 1 Tasse Wasser geben und die Samen 18 Stunden lang einweichen lassen. Anschließend in einen feuchten Beutel geben und keimen lassen.
- Desinfizieren Sie die Samen in einer 10%igen Wasserstoffperoxidlösung und spülen Sie sie anschließend gründlich ab. Übergießen Sie die Samen dann mit auf Raumtemperatur erwärmtem Wasser und lassen Sie sie 48 Stunden einweichen. Wechseln Sie das Wasser alle 8 Stunden. Nach zwei Tagen pflanzen Sie die Samen in Torftöpfe.
- Frisch gepresster Aloe-Saft wird mit Wasser verdünnt, bis er flüssig ist, und die Samen werden in die Lösung gegeben. Sobald das Material gequollen ist, werden sie in vorbereitete Erde gepflanzt.
- Desinfizieren Sie das Material in einer Lösung aus Wasserstoffperoxid oder Kaliumpermanganat. Anschließend geben Sie es in eine Mischung aus 1 Liter Wasser und 1/3 Teelöffel komplexem Mineraldünger und lassen es 12 Stunden einwirken.
Für mehr Komfort empfiehlt es sich, den Vorgang in einem vorbereiteten Beutel aus Naturfasern durchzuführen. Sollen die Samen nach der Desinfektion gehärtet werden, ist eine Methode zu wählen, die keine Wartezeit bis zur Keimung erfordert.
Abhärtung der Samen
Bevor Sie Auberginen und Paprika im selben Beet anpflanzen, sollten Sie Jungpflanzen vorziehen. Ein entscheidender Schritt bei der Saatgutvorbereitung ist die Abhärtung. Hierfür eignet sich ein Kühlraum. Überstehen die Samen diesen Prozess, entwickeln die Pflanzen eine starke Widerstandsfähigkeit und sind resistent gegen Krankheiten.
Zunächst wird vielversprechendes Saatgut ausgewählt. Anschließend wird es desinfiziert. Das Wachstum wird dann gemäß dem gewählten Zeitplan angeregt. Bis zur Keimung werden die Samen in einen feuchten Stoffbeutel gegeben und auf die unterste Ablage des Kühlschranks gelegt. Die Temperatur sollte nicht unter 1–2 °C über dem Gefrierpunkt fallen.
Nach 12 Stunden die Samen entnehmen und bei 18–20 °C lagern. Nach weiteren 24 Stunden für zusätzliche 12 Stunden in den Kühlschrank stellen. Wichtig ist, dass das Tuch feucht, aber nicht nass bleibt. Nach diesen beiden Abhärtungsschritten die Samen sofort aussäen.
Erde für Sämlinge
Bei der Anzucht und Pflege von Setzlingen ist die Wahl der richtigen Erde und des passenden Düngers wichtig. Dies fördert ein schnelleres Keimen und ein kräftigeres Wachstum. Paprika und Auberginen benötigen unterschiedliche Erdmischungen, daher empfiehlt es sich, sie in getrennten Töpfen vorzuziehen.
Für die blauen:
- Humus – 2 Teile + Torf – 1 Teil + verrottetes Sägemehl – ½ Teil;
- Gartenerde – 1 Eimer + Holzasche – ½ Tasse + Superphosphat – 1 EL + Harnstoff oder Kaliumsulfat – 1 TL
Für Paprika:
- Rasenerde – 1 Teil + Humus – 2 Teile;
- Torf – 2 Teile + Humus – 2 Teile;
- Rasenerde – 3 Teile + Humus – 3 Teile;
- Torfboden – 2 Teile + Rasenboden – 1 Teil;
- Torf – 4 Teile + Rasenerde – 2 Teile + Humus – 1 Teil + verrottetes Sägemehl – 1 Teil.
Gärtner raten davon ab, die Bodenbestandteile vorab durch ein feines Sieb zu sieben. Andernfalls wird das Substrat zu weich und verkrustet nach dem Gießen. Die Aussaat in reinem Humus oder Kompost ist strengstens untersagt. Unverdünnt fördern diese Düngemittel lediglich das Blattwachstum und schwächen das Wurzelsystem.
Auberginen- und Paprikasetzlinge pflücken
Wie bereits erwähnt, sollten Chilischoten und Auberginen nicht zu dicht beieinander gepflanzt werden. Diese Regel ist beim Umpflanzen zu beachten. Gießen Sie die Setzlinge etwa einen Tag vor dem Umpflanzen großzügig. Die Pflanzen lassen sich dann leichter aus der feuchten Erde entnehmen. Graben Sie die Setzlinge unmittelbar vor dem Einsetzen in das endgültige Pflanzloch aus. Verwenden Sie dazu am besten eine Holzschaufel.
Setzen Sie die Auberginen und Paprikaschoten in den Topf und heben Sie sie vorsichtig am Rand an, bis sie vollständig herausgenommen sind. Entfernen Sie die Auberginen und Paprikaschoten zusammen mit dem Erdklumpen. Ziehen Sie nicht an den Blättern, da diese sehr empfindlich sind und leicht abreißen können. Füllen Sie den vorbereiteten Topf mit Blumenerde (für jede Sorte separat).
Graben Sie in der Mitte ein Loch, nicht tiefer als 3 cm. Es ist wichtig, dass die Wurzeln frei liegen und sich nicht einrollen. Falls die Sämlinge zu groß werden, können Sie sie stutzen, um ihr schnelles Wachstum zu verlangsamen. Bestreuen Sie die Sämlinge mit Torf und drücken Sie die Erde um sie herum leicht an. Sobald sie sich gesetzt haben, geben Sie noch etwas Torf hinzu.
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Im Freiland werden Chilischoten 10–15 Meter von Auberginen an ihrem endgültigen Standort entfernt gepflanzt, während Gemüsepaprika 50–70 cm Abstand erhalten. Die Setzlinge werden etwa 24 Stunden vor dem Pflanzen gründlich gewässert. Gleichzeitig werden sie mit einem Wachstumsregulator besprüht oder bewässert. Der Hauptboden wird mit einem Pflanzenschutzmittel behandelt. Dazu wird Gerste mit Getreideabfällen gekocht und anschließend mit BI-58 vermischt.
Gemüsepflanzen gedeihen gut im Gartenbeet. Lassen Sie 45 cm Abstand zwischen den Setzlingen und etwa 60 cm zwischen den Reihen. In ein Pflanzloch kann ein Auberginen- oder zwei Paprikasetzlinge gesetzt werden. Es empfiehlt sich, die Pflanzen abends kurz vor Sonnenuntergang oder an bewölkten Tagen auszupflanzen.
Die Pflanzlöcher sollten etwa 15–20 cm tief sein. Paprika und Auberginen werden so lange in die Erde gepflanzt, bis die ersten richtigen Blätter erscheinen. Düngen Sie die Erde mit einer Mischung aus 10 g Superphosphat und einer Handvoll Kompost. Anschließend wässern Sie die Pflanzlöcher gründlich und bestäuben sie leicht mit Erde, um Verbrennungen der Wurzeln zu vermeiden.
Der Hauptstamm der Pflanze wird senkrecht ausgerichtet. Anschließend wird das Wurzelsystem mit Erde bedeckt und festgedrückt. Um ein Abbrechen der Stämme zu verhindern, können Stützpfähle in der Nähe platziert werden. Die Sträucher werden dann an diesen Pfählen festgebunden. Der Standort für die Beete sollte eben und zugfrei sein. Die Pflanzen werden 2-3 Mal pro Woche gegossen und während der Saison 3-4 Mal angehäufelt.
Maßnahmen zur Krankheits- und Schädlingsbekämpfung bei Paprika und Auberginen
Da beide Gemüsesorten im selben Beet angebaut werden können, sind sie auch anfällig für ähnliche Krankheiten und Schädlinge. Gärtner sollten sich daher schon vor dem ersten Befall mit möglichen Problemen und deren Bekämpfung vertraut machen.
| Krankheiten und Schädlinge | Kontrollmaßnahmen |
| Blattlaus | Bei Befall die Pflanzen mit Fosbecid behandeln. 10 ml auf 10 Liter Wasser verdünnen. Alternativ Iskra verwenden. ½ Tablette in 5 Litern Wasser auflösen. Vor und nach der Blüte besprühen. |
| Spinnmilbe | Unter den künstlichen Präparaten ist Karbofos vorzuziehen. Lösen Sie 30 g Pulver in 5 Litern Wasser auf. Alternativ kann Fosbecid verwendet werden. Verdünnen Sie 10 ml des Produkts in 10 Litern Wasser. Beide Präparate sind ergiebig (1 Liter Lösung pro m²). Unabhängig vom Wachstumsstadium können Sie ein Hausmittel anwenden. Nehmen Sie dazu je 2 Tassen Zwiebeln (Knoblauch) und Löwenzahnblätter. Vermischen Sie diese mit 2 Esslöffeln Flüssigseife oder Gel und lösen Sie die Mischung in 20 Litern Wasser auf. Filtern Sie die Mischung ab und verwenden Sie sie anschließend wie angegeben. |
| Nacktschnecken | Entfernen Sie regelmäßig das Gras entlang der Beete und um die Pflanzlöcher herum. Besprühen Sie die Beete mit gelöschtem Kalk oder einer Mischung aus Asche, Kalk und Tabakstaub. Achten Sie beim Gießen darauf, kein Wasser in die Furchen zu gießen. Lockern Sie die Beete tagsüber bei heißem und trockenem Wetter 4–6 cm tief auf. Besprühen Sie die Pflanzen gleichzeitig mit Chili- oder rotem Pfeffer. Verwenden Sie 1 Teelöffel pro Quadratmeter Pflanzfläche. Alternativ kann getrockneter Senf im gleichen Verhältnis verwendet werden. Für größere Beete verwenden Sie Metaldehyd-Granulat (60 g pro 20 m²). |
| Kartoffelkäfer | Neben fertigen synthetischen Präparaten werden auch Hausmittel verwendet. Für eine Lösung 1 kg fein gehackte Wermutblätter, 2 Tassen Holzasche und 2 Esslöffel Flüssigseife oder Gel in 20 Liter heißes Wasser geben, umrühren und 5 Stunden ziehen lassen. Nach dem Abseihen die Sträucher besprühen, um Schäden durch Larven und Käfer vorzubeugen. |
| Schwarzbein | Bei kranken Pflanzen die Wassertemperatur und die Gießhäufigkeit anpassen. Die Erde auflockern und trocknen lassen. Holzasche darüberstreuen. Für gesundes Wachstum von Paprika und Auberginen die Pflanzen mit einer Zaslon-Lösung gießen (10–15 Verschlusskappen der Lösung auf 5 Liter Wasser mischen). Alternativ kann Chrom (80 g pro 20 Liter Wasser für 200 m²) verwendet werden. |
| Mosaik | Desinfizieren Sie das Saatgut vor der Aussaat. Kranke Pflanzen sollten entfernt werden. Entfernen Sie alle Gänsedisteln in der unmittelbaren Umgebung der Beete. Zur Bodendesinfektion lösen Sie 100 g Kupfersulfat in 20 Litern Wasser auf. Die empfohlene Aufwandmenge beträgt 5 Liter pro 50 m². Die Behandlung sollte im Frühjahr und Herbst erfolgen. |
Pflege ausgewachsener Pflanzen
Die Pflege von ausgewachsenen Paprika- und Auberginensetzlingen ist einfach. Achten Sie auf die Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit. Öffnen Sie im Gewächshaus regelmäßig Fenster und Türen, um Fäulnis vorzubeugen. Behandeln Sie die Pflanzen bei ersten Anzeichen einer Krankheit mit den empfohlenen Mitteln.
Es ist wichtig, Paprika und Auberginen regelmäßig zu gießen und die Erde aufzulockern. Beide Pflanzen sind selbstbefruchtend. Steigt die Außentemperatur über 30 °C, wird der Pollen steril und es bilden sich keine neuen Fruchtknoten. Um dies zu vermeiden und eine gute Ernte zu sichern, sollten die Pflanzen alle zwei bis drei Tage leicht geschüttelt werden. Dadurch wird die Bestäubung angeregt.
Topdressing
Um Schäden an den Jungpflanzen zu vermeiden, empfiehlt es sich, sie zu düngen. Der wichtigste Dünger ist Stickstoff. Zur Zubereitung mischen Sie 15 g des fertigen Produkts mit 10 Litern Wasser. Die Anwendung dieser Mischung, sobald sich die ersten Laubblätter bilden, fördert ein kräftiges Wachstum bei Auberginen und Paprika.
Etwa 10–12 Tage vor dem Auspflanzen an ihren endgültigen Standort sollten die Pflanzen mit einer Kaliumsulfatlösung (15 g Kaliumsulfat pro 10 Liter Wasser) gedüngt werden. Dies stärkt die Abwehrkräfte der Pflanzen gegen Schädlinge. Paprika und Auberginen reagieren besonders gut auf die Blattdüngung.
Das könnte Sie auch interessieren:Es gibt kaum eine bessere Kombination als Auberginen und Paprika im selben Beet. Beide Gemüsesorten haben ähnliche, fast identische Ansprüche an Anbau, Bewässerung und Düngung. Bei richtiger Anwendung steigert diese Kombination den Ertrag um 25 %.

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