Durch sorgfältige Überwachung des Tomatenanbaus ab der Aussaat, frühzeitige Recherche zu Tomatenkrankheiten und deren Behandlung sowie genaues Studium von Fotos (da viele Mineralstoffmangelkrankheiten ähnliche Symptome aufweisen) lassen sich Probleme vermeiden. Dies gilt insbesondere für gefährliche Krankheiten wie die Krautfäule, die erhebliche Ernteausfälle verursacht.
Sehen - Die besten Tomatensorten für den Anbau im Freiland sind niedrig wachsende Sorten. — weniger Krankheiten, bessere Ernte.
Tomatenkrankheiten – Vorbeugung
Im Herbst sollten Sie Problemstellen umgraben, um sicherzustellen, dass der Boden vollständig durchfriert. Behandeln Sie diese Stellen im Frühjahr mit Kaliumpermanganat und bringen Sie beim Pflanzen der Setzlinge Asche aus – all diese Maßnahmen können das Krankheitsrisiko um bis zu 50 Prozent reduzieren. Behandeln Sie die Setzlinge anschließend, nur eine Woche nach dem Pflanzen, mit Kupfersulfat, um einen noch besseren Schutz zu gewährleisten. Geben Sie dazu 1 g Kupfersulfat in 4 Liter Wasser und besprühen Sie die Blätter damit. Vor der Blütezeit sollten Sie die Pflanzen mit Epin behandeln, um sowohl vor Krankheiten zu schützen als auch den Ertrag zu steigern. Ein Milliliter pro halben Eimer Wasser ist ausreichend.
Wenn alle anderen Maßnahmen fehlschlagen und die Krautfäule, der wichtigste Schädling der Tomatenpflanze, auftritt, behandeln Sie die Tomaten mit kupferhaltigen Mitteln wie Bordeauxbrühe. Entfernen Sie alle befallenen Blätter und verbrennen Sie diese gründlich, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Ein Knoblauch-Jod-Aufguss ist ebenfalls wirksam. Besprühen Sie die Tomaten anschließend mehrmals (alle 5–7 Tage) mit folgender Mischung: eine Tasse zerdrückter Knoblauch, 1 g Kaliumpermanganat und einige Esslöffel geriebene Waschseife. Verdünnen Sie die Mischung in einem Eimer Wasser und besprühen Sie jede Pflanze mit etwa 100 g.
Echter Mehltau an Tomaten lässt sich mit einem Aufguss aus Königskerzenöl, Natronlauge, Wasser und Seife, kolloidalem Schwefel oder Fungiziden wie Topaz vorbeugen. Falls Sie letztes Jahr Mehltau hatten, hilft übrigens eine Lösung aus 80 g Kupfersulfat pro Eimer Wasser, die gründlich auf die Erde gesprüht wird, um diese zu desinfizieren.
Auch zur Vorbeugung von Tomatenkrankheiten sind Hausmittel wirksam. Man empfiehlt, Tomatensämlinge beim Pflanzen mit Asche zu behandeln und zu bestreuen: Dazu gibt man 1 kg Asche in einen Eimer mit warmem Wasser. Nach einer Woche Einwirkzeit seihen. Anschließend die Pflanzen und den Boden drei Tage lang besprühen, um beides zu desinfizieren.
Erfahrene Gärtner raten: Beginnen Sie im Juni mit dem Besprühen der Tomatenpflanzen mit einer schwachen Kaliumpermanganatlösung, wiederholen Sie dies eine Woche später mit einer Borsäurelösung (1 Teelöffel pro Eimer), und stellen Sie nach 5-7 Tagen erneut eine Lösung mit Jodzusatz im gleichen Verhältnis her. Dann, so versprechen sie, wird sich die Krautfäule in Ihrer Gegend nicht ausbreiten.
Das ist interessant zu wissen. Tomatenpflege in einem Polycarbonat-GewächshausDie
Behandlung von Krankheiten
Grauschimmel tritt bei feuchtem Wetter als dunkle Flecken auf den Blättern und ein grauer Belag auf. Entfernen Sie einfach die unteren Blätter, um die Luftzirkulation im Wurzelbereich zu verbessern. Sobald wieder sonniges Wetter herrscht, verschwindet das Problem.
Blütenendfäule ist eine häufige Tomatenkrankheit, die durch Kalziummangel verursacht wird. Sie äußert sich durch eine Schwarzfärbung der Blütenköpfe. Um dem vorzubeugen, geben Sie beim Pflanzen der Setzlinge einen Löffel Asche und Kalziumnitrat hinzu. Falls dies nicht möglich ist, gießen Sie die grünen Früchte mit der Lösung.
Das Mosaikvirus breitet sich besonders schnell beim Pikieren, Umpflanzen, Stützen und Stutzen aus – also bei Pflegemaßnahmen, die die Blatthaare beschädigen. Vorbeugung: Verwenden Sie behandeltes Saatgut. Zur Vorbeugung sollten die Sämlinge nach dem Pflanzen mehrmals mit einer schwachen, rosafarbenen Kaliumpermanganatlösung gegossen werden.
Fusariumwelke – Blätter vergilben, Stängel werden schwarz und Sträucher welken. Dieser Pilz dringt aus dem Boden in den Strauch ein. Vorbeugend wirkt Fruchtwechsel, zur Behandlung Trichodermin. Auch Previkur hat sich als wirksam erwiesen.
Septoria-Blattflecken treten besonders häufig in feuchten Gebieten auf und zeigen sich als weiße Flecken. Bekämpfung: Befallene Blätter entfernen und vernichten. Für solche Gebiete ist es wichtig, resistente Sorten zu wählen. Bei Auftreten von Septoria-Blattflecken dreimal im Abstand von 10 Tagen mit einer bewährten 1%igen Bordeauxbrühe spritzen.
Schwarzbeinigkeit tritt häufiger in Gewächshäusern auf, in denen Sämlinge vorgezogen werden, insbesondere bei schlechter Belüftung. Der Wurzelhals verfault, und die Pflanze stirbt ab. Behandelt werden kann dies durch Gießen mit einer Furazilinlösung. Durch häufigere vorbeugende Maßnahmen lassen sich spätere Probleme und Sorgen beim Tomatenanbau vermeiden.

Tomaten mit Salz düngen
Wie man Gemüsesetzlinge mit normalem Jod düngt
Wann und wie man Tomatensämlinge im März 2024 aussät – einfach und verständlich für Anfänger
Katalog der schwarzen Tomatensorten