Wie und wann man Zwiebeln und Knoblauch düngt, um ein Gelbwerden der Blätter zu verhindern

Knoblauch

Das Vergilben und Austrocknen von Knoblauch- und Zwiebelblättern gilt im Spätsommer vor der Ernte als normal. Vergilben die Blätter jedoch im Frühjahr oder Sommer, ist es wichtig, die Ursachen sorgfältig zu analysieren und zu beheben.

Was könnte das Problem sein und wie lässt es sich beheben?

  • Die Qualität des Pflanzguts beeinflusst die Vergilbung direkt. Daher ist es wichtig, nur hochwertige, unbeschädigte Zwiebeln zum Pflanzen auszuwählen. Vor dem Pflanzen sollten diese mit speziellen Präparaten wie Fundazol behandelt werden. Mit diesem Präparat behandelte Zwiebeln sind widerstandsfähiger gegen Krankheiten.
  • Unzureichende oder zu hohe Feuchtigkeit – diese Ursache ist leicht zu erkennen. Bei Staunässe im Beet sollte eine Drainage installiert werden, um überschüssiges Wasser abzuleiten. In trockenen Sommern müssen Zwiebeln und Knoblauch je nach Bedarf häufiger gegossen werden. Verwenden Sie Wasser mit einer Temperatur von 22–25 Grad Celsius; kaltes Wasser ist strengstens verboten.
  • Ein Mangel an Mikronährstoffen im Boden – in diesem Fall ist die Anwendung von Mehrnährstoffdüngern erforderlich. Es ist wichtig, alle Dosierungsanweisungen und den Düngeplan für die jeweilige Kulturpflanze genau zu befolgen;
  • Bestimmte Krankheiten und Schädlinge können zu Vergilbung und Austrocknung der Federspitzen führen. Nach der Diagnose muss die Behandlung unverzüglich beginnen. Schädlinge wie Nematoden und Zwiebelfliegen sind besonders gefährlich. Zu den häufigsten Krankheiten zählen Fusariumwelke und Bakterienfäule.
  • Wiederholter Frost kann zu Vergilbung führen. Werden Zwiebeln oder Knoblauch im Frühherbst gepflanzt, wurzeln und keimen die Setzlinge zwar schnell, erfrieren aber beim ersten Frost. Dies führt im Frühjahr zu gelben Blättern. Diese Pflanzen sollten drei Wochen vor dem ersten Frost für den Winter vorgezogen werden. Bilden sich im Frühjahr keine grünen Zwiebeln oder Knoblauchblätter, sollten die Pflanzen umgehend mit Epin besprüht werden.

Wenn Gießen und Frostschutz für Zwiebeln und Blütenköpfe im Herbst nicht möglich sind, sollten Sie die Pflanzen düngen. Möglicherweise leiden sie unter einem Mangel an bestimmten Nährstoffen.

Organische Düngemittel

Gelbe Blätter an Zwiebeln oder Knoblauch deuten auf einen Stickstoff- und Kaliummangel hin. Am besten eignet sich hierfür eine Lösung aus Königskerze oder Hühnermist. Weichen Sie dazu 1 Liter des jeweiligen Düngers 3 Tage lang in 5 Litern Wasser ein. Verdünnen Sie die fertige Mischung anschließend mit 12 Litern Wasser und gießen Sie sie zwischen die Reihen, jedoch nicht direkt an die Wurzeln der Zwiebeln.

Man sollte bedenken, dass frischer Kuhdung und Hühnermist, die als Düngemittel verwendet werden, eine Quelle für bakterielle und Pilzkrankheiten sein können. Daher wird empfohlen, sie nur in Arbeitslösungen zu verwenden.

Gründüngung ist eine hervorragende Möglichkeit, Stickstoff- und Kaliummängel auszugleichen. Sie ist sehr einfach herzustellen. Wenn Sie ein 200-Liter-Fass im Garten haben, können Sie die Mischung direkt darin anrühren. Viele Gemüse- und Blumenpflanzen lassen sich mit dieser Mischung gießen und düngen, sodass auch übrig gebliebener Dünger von Zwiebeln und Knoblauch später noch nützlich ist.

Füllen Sie das Fass mit beliebigen Unkräutern. Alle Unkräuter außer Giftpflanzen und Getreide sind geeignet. Geben Sie 1,5 Liter Holzasche, 200 g frische Hefe und 1,5 Liter Molke hinzu. Füllen Sie das Fass anschließend vollständig mit Wasser auf. Lassen Sie die Mischung zwei Wochen gären. Rühren Sie die Mischung täglich gründlich um. Die Arbeitslösung wird im Verhältnis 1:12 mit Wasser verdünnt.

Falls Sie keine Königskerze zur Hand haben, können Sie mit Harnstoff düngen. Verdünnen Sie dazu 1 Esslöffel der Lösung in einem Eimer Wasser und gießen Sie die Pflanze mit 3 Litern Lösung pro Quadratmeter direkt an den Wurzeln.

Zwiebeln und Knoblauch gedeihen gut durch die Zugabe von organischen Düngemitteln. Diese Düngemittel verteilen sich gleichmäßig im Boden und werden von den Pflanzen leicht aufgenommen.

Die häufigsten organischen

  • Vogel- oder Hühnermist enthält wesentlich mehr nützliche Mikroelemente als anderer Mist. Zur Verwendung als Dünger weicht man 0,5 Liter Mist in 10 Litern Wasser ein;
  • Humus – eine Humuslösung ist die beste Option zur Düngung von Knoblauch und Zwiebeln. Sie kann Folgendes enthalten: Mist und Pflanzenreste;
  • Torf wird hauptsächlich als einer der Bestandteile von Kompost verwendet und ist ein stark saurer Zusatzstoff.

Es wird empfohlen, Zwiebeln und Knoblauch mit organischem Dünger über die Wurzeln zu düngen. Das Gießen sollte direkt an den Wurzeln erfolgen. Wichtig ist, die Pflanzen am Morgen nach der Düngung mit klarem Wasser zu gießen, um eventuelle Düngerreste von den Wurzeln abzuwaschen.

Die organischen Zusatzstoffe werden in 3 Schritten hinzugefügt:

  • 1 Tasse flüssiger Dung wird in 10 Litern Wasser aufgelöst.
  • Flüssiger Dung, vermischt mit Pflanzenresten, wird in 9 Litern Wasser verdünnt.
  • 250 g Asche werden in 1 Liter kochendem Wasser gelöst, anschließend wird die Mischung in 9 Liter Wasser verdünnt und 2 Tage stehen gelassen.

Dünger sollte ausgebracht werden, sobald die ersten Triebe erscheinen, und ein zweites Mal etwa 14 Tage nach der ersten Düngung. Eine dritte Düngung erfolgt, sobald sich Zwiebeln und Köpfe bilden.

Für die erste Düngung empfehlen wir eine Königskerzenlösung. Verdünnen Sie diese 1:7 mit Wasser und geben Sie sie auf die Wurzeln. Düngen Sie anschließend den Boden mit Asche, indem Sie diese zwischen die Reihen streuen. Verwenden Sie danach eine Hühnerbrühelösung. Verdünnen Sie diese 1:15 mit der vorbereiteten Mischung.

Zusätzlich wird empfohlen, Zwiebeln und Knoblauch mit Mehrnährstoffdüngern zu düngen. Diese Fertigpräparate enthalten essentielle Elemente wie Kalium, Phosphor, Stickstoff, Huminstoffe, Kalzium, Eisen, Zink, Schwefel und Magnesium.

Volksheilmittel

Damit Ihre Zwiebelblätter wieder ihr gewohntes gesundes Aussehen erhalten, können Sie wirksame Hausmittel anwenden, um ein Vergilben dieser Pflanzen zu verhindern.

Ausgezeichnete Heilmittel sind:

  • Ammoniak;
  • Wasserstoffperoxid;
  • Backhefe.

Zur Lösung dieses Problems kann jede beliebige Lösung herangezogen werden. Besonders attraktiv sind sie aufgrund ihrer Effektivität und Erschwinglichkeit.

Ammoniak

Zur Düngung von Zwiebeln oder Knoblauch 5-6 Esslöffel des Produkts in 10 Litern Wasser verdünnen und nur als Wurzeldüngung verwenden.

Wasserstoffperoxid

Es wirkt sich positiv auf die Entwicklung und das Wachstum von Sämlingen aller Art aus, darunter auch Zwiebeln und Knoblauch. Das Produkt enthält atomaren Sauerstoff, der schädliche Mikroorganismen im Boden abtötet. Zudem reichert es den Boden mit Sauerstoff an, der in verschiedenen Entwicklungsstadien der Pflanzen unerlässlich ist. Zum Besprühen 2 Esslöffel 3%iges Wasserstoffperoxid auf 10 Liter Wasser geben. Es wird empfohlen, das Produkt im zeitigen Frühjahr und während des weiteren Wachstums anzuwenden.

Hefe

Hefe ist ein hervorragender Pflanzenwachstumsförderer. Sie unterstützt die Wurzelbildung und erhöht die Krankheitsresistenz. Sowohl frische als auch getrocknete Hefe eignen sich als Dünger. Für eine Lösung weichen Sie 0,5 kg Hefe, 0,5 kg gehacktes Unkraut und 0,5 kg Semmelbrösel in wenig Wasser ein. Lassen Sie die Mischung zwei Tage ziehen. Die so gewonnene konzentrierte Lösung wird mit 10 Litern Wasser verdünnt und zum Gießen von Knoblauch oder Zwiebeln direkt an den Wurzeln verwendet.

Wichtig! Eine übermäßige Hefefütterung fördert die Zersetzung von Kalium, daher sollte sie maßvoll eingesetzt und unbedingt mit Holzasche versetzt werden.

Belüfteter Komposttee

ACC, ein neuer Dünger, der sich bereits großer Beliebtheit bei vielen Gärtnern erfreut, ist eine natürliche Kompostlösung in Wasser. Belüfteter Kompost ist für den Anbau von Knoblauch und Zwiebeln unentbehrlich. Er schafft optimale Bedingungen für das Wachstum nützlicher Bakterien, die wiederum wertvolle Nährstoffe für die Pflanzen produzieren.

Die im ACC enthaltenen bioaktiven und mineralischen Substanzen fördern die Photosynthese und führen so zu einer Ernte großer, schmackhafter Früchte – in diesem Fall Zwiebeln und Köpfe. Sie können den ACC selbst herstellen.

Verbindung:

  • alter Kompost;
  • um die Bakterien zu ernähren – alte Marmelade oder Rübenmelasse;
  • Regenwasser;
  • 3-Liter-Aquarienkompressor;
  • 3-Liter-Glas.

Zur Herstellung des Komposterde-Mixers 2 Liter Wasser in ein 3-Liter-Gefäß geben und 20 ml Melasse hinzufügen. Den Kompressorschlauch in das Gefäß einsetzen und das Gerät einschalten. Nach etwa einer Minute 1 Esslöffel Kompost hinzufügen. Die Lösung 24 Stunden lang belüften lassen. Sobald der Dünger fertig ist, sofort, spätestens jedoch innerhalb von 4 Stunden, auf den Boden ausbringen.

Mineraldünger

Superphosphat ist ein wirksamer Mineraldünger für Knoblauch und Zwiebeln. Er kann sowohl trocken als auch in Lösung verwendet werden. Die Pflanzen reagieren schnell auf seine Anwesenheit im Boden und beginnen aktiv zu wachsen. Für die Lösung 1 Esslöffel des Produkts in 2 Tassen warmem Wasser auflösen und über Nacht an einem dunklen Ort stehen lassen. Anschließend die Lösung in 10 Liter Wasser auflösen. Die Pflanzen direkt an den Wurzeln gießen. Alternativ kann auch trockenes Superphosphat verwendet werden. Dazu einfach auf die Erde streuen, mit Erde bedecken und gießen.

Es ist hilfreich, Zwiebeln und Knoblauch mit Ammoniumnitrat oder Kaliumsalz zu düngen. Düngemittel wie Reflex und Cinderella sind ebenfalls empfehlenswert.

Schädlinge und Krankheiten

Nematoden sind ein gefährlicher Schädling. Das Schlimmste daran ist, dass sie, sobald sie sich eingenistet haben, praktisch nicht mehr zu bekämpfen sind. Dieser Schädling kann 8–10 Jahre im Boden überleben. In dieser Zeit kommt er ohne Nahrung und Wasser aus. Ein Befall lässt sich leicht erkennen: Zwiebel- oder Knoblauchblätter verfärben sich zunächst gelb und rollen sich dann ein. Um den Nematodenbefall zu bestätigen, gräbt man eine Zwiebel aus. Eine befallene Zwiebel weist Risse, einen weißen oder rosa Belag am Boden und verfaulte Wurzeln auf. Dies sind alles Anzeichen für einen Nematodenbefall.

Befallene Zwiebeln müssen ausgegraben und vernichtet werden. Zwiebeln und Knoblauch sollten in der nächsten Saison nicht in diesem Beet angebaut werden. Sie sollten an einen anderen Ort verpflanzt werden. Der Schädling kann durch befallene, im Handel erhältliche Zwiebeln übertragen werden. Daher ist die sorgfältige Auswahl des Pflanzguts entscheidend. Behandeln Sie die Zwiebeln vor dem Pflanzen etwa eine halbe Stunde lang mit einer 3%igen Salzlösung bei 20–25 Grad Celsius.

Nematoden bevorzugen saure Böden, daher muss der pH-Wert mit Dolomitmehl oder gelöschtem Kalk ausgeglichen werden. Die einzige Lösung ist das Anpflanzen von Ringelblumen. Die Nematoden werden von deren Duft angelockt, setzen sich an den Pflanzenwurzeln fest und sterben dann durch den für sie giftigen Pflanzensaft ab.

Die Zwiebelfliege ist ebenfalls schädlich, genauer gesagt nicht die Fliege selbst, sondern ihre Larven. Sie ähneln kleinen Würmern und können erhebliche Schäden an Nutzpflanzen verursachen. Bei genauerem Hinsehen entdeckt man sie in der Nähe von Zwiebeln und Knoblauch. Man kann sie mit einer Salzlösung bekämpfen (200 g Salz in 10 Litern Wasser auflösen und die Pflanzen damit besprühen). Die Fliege verschwindet dann von selbst.

Krankheitsprävention

Ausgehend von allen Ursachen der Chlorose, also der Gelbfärbung von Zwiebel- und Knoblauchblättern, lässt sich schließen, dass diese auf Verstöße gegen landwirtschaftliche Praktiken zurückzuführen ist. Zunächst ist es wichtig, alle Faktoren zu analysieren, die besondere Aufmerksamkeit erfordern:

  1. Die richtige Auswahl des Pflanzmaterials ist entscheidend. Wählen Sie für die Pflanzung hochwertige, formschöne und unbeschädigte Knollen. Knoblauch sollte aus großen Zehen bestehen.
  2. Winterknoblauch und Winterzwiebeln pflanzt man 3 Wochen vor dem ersten dauerhaften Frost.
  3. Das Pflanzbeet wird im Voraus gedüngt.
  4. Die Pflanzen müssen sachgemäß und regelmäßig gedüngt und bewässert werden.
  5. Fruchtfolge.

Wer alle Regeln für das Pflanzen und Wachsen von Knoblauch und Zwiebeln befolgt, kann eine gute Ernte erzielen.

Kommentare zum Artikel: 1
  1. Der Autor hat alles zusammengetragen, was er aus den Lehrbüchern finden konnte, und nichts Konkretes dabei herausgebracht. Mist.

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