Schwarzbeinigkeit ist eine bakterielle Pilzkrankheit, die Wurzelfäule bei Sämlingen verursacht. Optisch erkennbar ist die Schwarzfärbung der Stängel wachsender Sämlinge, die zu deren Zerfall führt und schließlich zum Absterben der Pflanzen führt.
Beschreibung
Beim Anbau von Paprika tritt die Schwarzbeinigkeit meist zwischen dem Erscheinen der ersten Triebe und der Ausbildung von zwei bis drei voll entwickelten Blättern am Stängel auf. Die Krankheit lässt sich oft am Zustand der Blätter erkennen, die Ursache liegt jedoch in einer bereits geschädigten Wurzel am Stängelansatz.
Mikrosporen gefährlicher Pilze verbleiben typischerweise im Boden. Sie werden durch starken Frost nicht beeinträchtigt und können nach der Verarbeitung der abgestorbenen Erntereste des Vorjahres verwendet werden, wobei geschwächte, noch lebende Strukturen zum Einsatz kommen. Besonders gefährlich sind sie für geschwächte, junge Paprikapflanzen, die daher geschützt werden müssen. Gesunde, robuste Pflanzen hingegen sind nicht anfällig für Schwarzbeinigkeit.
Der Befall mit Schwarzbeinigkeit breitet sich über das Wurzelsystem bis in den Stängel aus. In diesem Stadium entziehen die Bakterien der Pflanze aktiv alle Nährstoffe und Säfte. Bei einer Lufttemperatur über 5 °C und ausreichend feuchtem Boden vermehren sich die Bakterien rasant, sogar exponentiell. Optimale Bedingungen herrschen bei einer Temperatur von etwa 25 °C und einer Luftfeuchtigkeit von über 60 %. Nach der Ernte bleiben die Bakterien bis zu vier Jahre lang lebensfähig.
Ursachen der Filmrisskrankheit
Werden die richtigen Anbau- und Lagerbedingungen nicht eingehalten, kann dies zum Absterben von Paprikasämlingen führen. Zu den Hauptursachen für Schwarzbeinigkeit bei Sämlingen zählen:
- Verunreinigung der verwendeten Böden;
- zu hohe Saatdichte;
- übermäßige Bodenfeuchtigkeit mit stehendem Wasser;
- unzureichende Belüftung des Raumes und der Behälter, in denen die Paprika selbst angebaut wird;
- übermäßig hohe Innenraumtemperatur;
- abrupte Schwankungen der Lufttemperatur.
Der Zerstörungsprozess der Triebe nach einer Infektion mit Schwarzbeinigkeit dauert in der Regel etwa eine Woche.
Wie sieht Filmriss aus?
Infektiöse Pilze kommen in nahezu jedem Boden vor und werden bei günstigen Bedingungen aktiv. Bei infizierten Sämlingen verfärben sich zunächst die Hypokotyle braun. Darauf folgt eine Ausdünnung der Stängel, das Gewebe wird rasch weich und wässrig. Innerhalb von 5 bis 7 Tagen sterben die Pflanzen schließlich ab, als wären sie umgemäht worden.
Um die Ausbreitung der Krankheit frühzeitig zu verhindern und die Sämlinge zu retten, ist eine tägliche, sorgfältige Kontrolle, insbesondere der Wurzeln, unerlässlich. Schnelle Erste Hilfe kann die Ausbreitung der Krankheit auf die übrigen Triebe verhindern. Ein wichtiges Warnzeichen ist die Dunkelfärbung des Wurzelhalses und das allmähliche Welken der Sämlinge bei warmem, sonnigem Wetter.
Wie man Schwarzbeinigkeit bei Sämlingen erkennt
Da die Schwarzbeinigkeit eine bodenbürtige Krankheit ist, sind die ersten Anzeichen eines Befalls an Paprikasämlingen nicht immer sofort erkennbar. Zudem tritt die Krankheit lokal begrenzt auf, und nicht alle Sämlinge sind gleichzeitig betroffen. Bei der sorgfältigen Untersuchung der wachsenden Sämlinge ist es wichtig, auf die Farbe und den Zustand des unteren Stängels zu achten. Dunkle Flecken an den Stängeln sowie weiche, wässrige Stängel sind Anzeichen der Krankheit.
Werden solche Probleme festgestellt, ist es entscheidend, die in der Nähe des beschädigten Triebs wachsenden Pflanzen zu untersuchen. Eine sachgemäße und rechtzeitige Bodenbehandlung rettet die Sämlinge und sichert eine gute Ernte schöner, saftiger Paprika.
Schutz vor Rauschbrand durch Anhäufeln
Eine wirksame Methode zum Schutz von Pflanzen vor Schwarzbeinigkeit ist das sanfte, aber einfache Anhäufeln. Die Vorgehensweise ist wie folgt:
- Sobald die ersten Triebe an der Bodenoberfläche sichtbar werden, wird die Bewässerung des Bodens für mindestens 2 bis 3 Tage eingestellt.
- Der Boden muss sorgfältig aufgelockert werden, sobald er ausreichend trocken ist, und die Reihen mit den Setzlingen müssen angehäufelt werden.
- Die nächste Bewässerung sollte mäßig und gezielt in den Furchen zwischen den Sämlingsreihen erfolgen. Dadurch bleiben die Stängel trocken und das Wachstum von im Boden vorhandenen Bakterien wird verhindert.

Der Vorgang muss alle 4–5 Tage wiederholt werden, bis die Sprossen kräftiger werden.
Wie man die Krankheit bekämpft
Vorbeugen ist besser als Heilen. Deshalb ist es wichtig, hochwertiges Saatgut und gesunden, gedüngten Boden zu verwenden. Ein wichtiger Tipp: Säen Sie die Samen nicht vor dem auf der Verpackung angegebenen Zeitpunkt aus. Zu frühes Aussäen kann die Abwehrkräfte der Keimlinge schwächen und sie anfälliger für Schwarzbeinigkeit machen.
Vorbeugend empfiehlt es sich, spezielle Torftabletten zu verwenden oder die Sämlinge in einzelne Töpfe oder andere Gefäße zu pflanzen. Treten erste Anzeichen dunkler Flecken oder Wurzelschäden an den Sämlingen auf, sollte die Pflanze vollständig aus dem Gefäß entfernt werden. Nach sorgfältiger Kontrolle der verbleibenden Sämlinge wird eine hellrosa Kaliumpermanganatlösung im Verhältnis 3 Gramm auf 10 Liter Wasser auf die Erde gegeben.
Alternativ kann eine Fitosporin-Lösung (100 ml auf 10 Liter Wasser) verwendet werden. Diese sollte auf den Boden aufgetragen und zusätzlich auf die Pflanzen gesprüht werden. Eine 1%ige Bordeauxbrühe ist ein geeigneter Ersatz für Fitosporin. Zusätzlich sollte der Boden mit einer Mischung aus gesiebter Holzasche und Kupfersulfat (jeweils 1 Tasse auf 1 Teelöffel) bestreut werden.
Wenn die meisten Sämlinge befallen sind, ist es wichtig, die noch gesunden in separate, desinfizierte Töpfe umzupflanzen. Befallene Sämlinge sollten zusammen mit der Erde vernichtet werden. Die umgepflanzten Pflanzen benötigen einen warmen Standort mit Temperaturen zwischen 18 und 20 °C und sollten vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden. Lassen Sie die neue Erde einige Tage antrocknen und behandeln Sie sie anschließend mit einem Fungizid wie Baktofit. Nach 6 bis 8 Tagen sollten die Keimlinge Wurzeln schlagen. Erst dann sollten die Sämlinge an einen kühleren Ort gestellt werden.
Eine Natronlösung im Verhältnis 1 Teelöffel Natron pro Glas Wasser hat sich ebenfalls als wirksam erwiesen. Diese Lösung sollte auf den Boden aufgebracht werden, jedoch erst, nachdem die befallenen Sämlinge vollständig entfernt wurden.
Verhütung
Eines der Hauptmerkmale der Rauschbrandkrankheit ist ihr schnelles Wachstum in stark sauren Böden. In solchen Fällen wird eine Vorbehandlung des Bodens empfohlen mit:
- Dolomitmehl;
- Kalk;
- Kreide;
- Ofenasche.
Außerdem ist Erde, auf der im Vorjahr Paprika, Auberginen oder Tomaten gewachsen sind, nicht für die Anzucht von Setzlingen geeignet. Besser ist es, Erde zu wählen, auf der zuvor Gartenkräuter wie Petersilie oder Sellerie gewachsen sind. Auch Erde, auf der im Vorjahr Bohnen, Erbsen und Senfgrün gewachsen sind, eignet sich gut.
Einer der unbedingt notwendigen Schritte ist das Bewässern des Bodens mit einer kochenden, dunkelrosa Kaliumpermanganatlösung. Um eine optimale Dampfentwicklung zu gewährleisten, sollte der Behälter mit Schutzfolie abgedeckt werden. In diesem Fall erfolgt die Aussaat erst nach vollständigem Abkühlen des Bodens. Eine Behandlung des Bodens mit Kupfersulfat ist ebenfalls empfehlenswert.
Neben der Bodenvorbereitung und der Verwendung hochwertigen Saatguts sollte besonderes Augenmerk auf die Sterilität des Saatguts und das sorgfältige Umpflanzen der Sämlinge gelegt werden. Wurden die Anzuchtbehälter bereits verwendet, empfiehlt es sich, sie gründlich mit Seifenwasser oder einer anderen Desinfektionslösung zu waschen und auszuspülen.
Sie sollten außerdem vermeiden, unreifen Kompost als Bodendünger zu verwenden, da dieser die besten Bedingungen für die Aktivierung von Pilzsporen bietet.
Schaffung eines Mikroklimas
Aufgrund der spezifischen Art der Pilzinfektion im Boden ist es wichtig, im Vorfeld ein geeignetes Mikroklima für die Anzucht der Sämlinge sicherzustellen. Dies gilt insbesondere für folgende Regeln:
- Die nächste Bewässerung der Sämlinge sollte erst erfolgen, wenn der Boden nach der vorherigen Bewässerung mäßig abgetrocknet ist;
- Beim Gießen sollte das Wasser direkt in die Erde geleitet werden, ohne dass Blätter und Stängel damit in Berührung kommen.
- Die Schutzfolie wird entfernt, sobald die ersten Triebe erscheinen, da diese Folie gefährliche Kondensation verursacht, die Luftfeuchtigkeit erhöht und verhindert, dass die Sämlinge mit Sauerstoff gesättigt werden;
- Die Sämlinge sollten an einem warmen Ort mit guter Beleuchtung vorgezogen werden;
- Die Saat darf nicht zu dicht erfolgen; der optimale Abstand beträgt mindestens 0,7–1 cm.
Außerdem wird von der Verwendung von Stickstoffdünger beim Gießen abgeraten. Dies führt zu übermäßigem Längenwachstum der Stängel, wodurch diese dünner und anfälliger werden. Auch plötzliche Temperaturschwankungen sind unerwünscht.
Rezensionen
Ekaterina Alexandrovna, 48 Jahre alt
Zur Vorbeugung von Schwarzbeinigkeit empfiehlt sich die Anwendung von Fungiziden wie Fitolavin. Dessen Lösung kann sowohl auf die Anzuchterde als auch direkt auf die Sträucher aufgetragen werden. Es handelt sich um ein vielseitiges Produkt. Wichtig ist lediglich, dass die Behandlung 2–3 Wochen vor dem Umpflanzen der Sträucher in ihren endgültigen Pflanzort erfolgt. Ein bewährtes Hausmittel ist ein Aufguss aus Zwiebelschalen und verdünntem Alkohol im Verhältnis 1:10. Die Behandlung sollte nach 6–8 Tagen wiederholt werden.


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