Paprika mit Hefe im Gewächshaus und im Freiland füttern

Pfeffer

Fleißige Gärtner verwenden die unterschiedlichsten Düngemittel, um gesunde Paprikapflanzen zu ziehen und eine reiche Ernte einzufahren. Dabei kommen sowohl organische als auch chemische Methoden zum Einsatz. Natürliche Mittel bleiben jedoch die bevorzugte Methode.

Seltsamerweise gilt Hefe als eines der wirksamsten Nahrungsergänzungsmittel.

Hefepräparat: Beschreibung

Hefen sind einzellige Pilze (lebende Mikroorganismen), deren Zellen mikroskopisch klein sind (etwa 5 Mikrometer) und durch Knospung Kolonien bilden. Diese Mikroorganismen bestehen aus Kohlenhydraten, Proteinen, verschiedenen Vitaminen, Mineralstoffen, Aminosäuren, Eisen und anderen Substanzen. Sie vermehren sich rasch in einem warmen, dunklen und geschlossenen Raum. Glukose unterstützt sie dabei.

Warum ist Hefe im Gartenbau so beliebt geworden? Und warum wird sie so häufig zur Herstellung von Düngemitteln verwendet? Weil Hefe dank ihrer nützlichen Mikro- und Makronährstoffe ein kräftiges und vor allem gesundes Wachstum von Paprikasämlingen fördert.

Hintergrund: Hefe wurde bereits im Alten Ägypten für verschiedene Zwecke verwendet. Offiziell entdeckt wurde sie Mitte des 19. Jahrhunderts von dem Biologen Pasteur. Er beschrieb als Erster alle positiven Eigenschaften der Hefe. Seit über hundert Jahren wird Hefe als Düngemittel eingesetzt.

Ein Vorteil dieses Düngemittels ist, dass Hefe für Pflanzen völlig unschädlich ist. Seine Verwendung beeinträchtigt weder Geschmack noch Aussehen der Früchte (außer vielleicht zum Besseren).

Die Versorgung von Pflanzen mit allen notwendigen Vitaminen und Spurenelementen mittels herkömmlicher Mineraldünger ist sehr aufwendig, da es kein Produkt gibt, das wirklich alle Mineralstoffe enthält. Hefedünger hingegen ist ein vollständiger Komplex aller essenziellen Mineralien. Pflanzen erhalten mit nur einer Anwendung eine hohe Dosis an Vitaminen. Experimente haben gezeigt, dass ein 1%iger Hefeextrakt alle herkömmlichen Düngemittel ersetzen kann.

Bitte beachten Sie: Sie können pulverförmige, trockene oder lebende Hefe zum Verdünnen des Futters verwenden.

Vorteile der Hefeergänzung

• sättigt den Boden mit nützlichen Mikroelementen;
• steigert die Vitalität der Pflanzen;
• fördert das Wachstum von Paprika;
• fördert die schnelle Entwicklung des Wurzelsystems;
• Zusätzliche Wurzeln erscheinen zwei Wochen früher;
• Die Sämlinge wachsen richtig, ohne zu strecken;
• Die Grünmasse wächst intensiv.

Nachteil: Hefedünger neutralisiert Kalium.

Ergebnis: Die Fütterung mit Hefe erweckt die Bodenmikroflora, die, gesättigt mit Vitaminen, alle Nährstoffe an die Pflanzenwurzeln weitergibt.

Wie funktioniert Hefedünger?

Hefe wirkt nicht auf die Pflanzen selbst, sondern auf den Boden, insbesondere auf die darin lebenden Bakterien (Pflanzen ernähren sich von Mineralien, nicht von Proteinen und Kohlenhydraten). Einzellige Pilze, die alle oben genannten nützlichen Substanzen enthalten, beginnen in Wasser gelöst, Mesoinositolalkohol, Vitamin H (Biotin) und Vitamin B1 zu produzieren, welche die Wurzelbildung anregen. Die Enzyme aktivieren Phytohormone, welche wiederum Regenerationsprozesse beschleunigen. Die im Boden lebenden Mikroorganismen vermehren sich rasant, verarbeiten organische Substanz schnell und verteilen Nährstoffe über ihre Sporen.

Die Anwendung dieses einfachen Düngers ist unkompliziert. Denken Sie daran, dass Hefe drei Dinge zum Funktionieren benötigt: Wärme, Zeit und Zucker. Zucker ist teuer, und nicht jeder kann es sich leisten, seinen gesamten Garten damit zu düngen. Daher kann Zucker im Dünger weggelassen werden. Wärme und Zeit sind jedoch unerlässlich. Wenn Sie zu früh mit der Arbeit beginnen, bevor die Hefe ausgereift ist, kommt der Gärprozess nicht in Gang, und in zu kaltem Boden wird die Hefe nicht aktiv.

Fakt ist: Die Fütterung mit Hefe ist eine effektive und kostengünstige Methode zur Pflege von Paprikapflanzen.

Verbindung

Hefe enthält einen Komplex an Vitaminen, die für junge Triebe unerlässlich sind. Sie enthält über 60 % Protein, 10 % Kohlenhydrate sowie organisches Eisen, Mineralstoffe und Makronährstoffe.

In Hefe enthaltene Stoffe:

• Aminosäuren;
• Nukleinsäuren;
• Lipide;
• Kohlenhydrate;
• B-Vitamine;
• Ergosterol;
• Mineralien (Calcium, Kupfer, Phosphor, Magnesium, Eisen, Natrium, Kalium, Zink).

Man sollte jedoch bedenken, dass die Zusammensetzung von Hefe variabel ist, da es sich schließlich um einen lebenden Mikroorganismus handelt. Ihre Menge ändert sich in Abhängigkeit von äußeren Faktoren.

Hinweis: Da Hefe deutlich weniger Kalium enthält, ist es besser, die Hefedüngung mit anderen Düngemitteln zu kombinieren, die dieses Element enthalten.

Effizienz

Wenn Sie Ihre Pflanzen während der Keimlingsphase mit Hefedünger versorgen, erhält jeder Sämling alle benötigten Nährstoffe. Dadurch wachsen Ihre Paprikapflanzen besser, sind weniger anfällig für Krankheiten, lassen sich problemlos verpflanzen und überstehen widrige Wetterbedingungen besser.

Wann sollte man Hefefütterung anwenden?

• Die Pflanze entwickelt sich langsam;
• Die Farbe der Blätter verblasst;
• Sträucher werden oft krank und verwelken;
• Blätter rollen sich ein und verlieren ihre Elastizität.

Tipp: Neben Paprika eignen sich Tomaten und Auberginen besonders gut für die Düngung mit Hefe. Zwiebeln, Knoblauch und Kartoffeln sollten hingegen nicht mit Hefe gedüngt werden.

Zeitpunkt der Düngung

Das Leben einer Paprikapflanze beginnt mit der Aussaat. Dafür werden große, gesunde Samen ausgewählt. Die Sämlinge keimen und werden während ihres Wachstums sorgsam gepflegt. Sobald sie Blätter entwickelt haben, können sie ins Freiland gepflanzt werden.

Das Umpflanzen von Paprikapflanzen an ihren endgültigen Standort ist für junge Pflanzen eine schwierige Zeit. Sie haben Probleme, sich an die neuen Bedingungen anzupassen und werden oft krank. Eine gezielte Düngung kann die Eingewöhnungsphase erleichtern. Hier kommt ein einfacher, aber effektiver Hefedünger ins Spiel. Mithilfe von Pilzen wird der Boden mit essenziellen Nährstoffen angereichert und versorgt die geschwächten Paprikapflanzen mit dreifacher Nährstoffmenge. Die Paprikapflanzen entwickeln schnell eine Resistenz gegen viele äußere Einflüsse, einschließlich Krankheiten.

Schon nach wenigen Tagen kann man sehen, wie gut Hefe das Pflanzenwachstum fördert. Paprikapflanzen gehen auf, füllen sich mit Saft und beginnen zu wachsen.

Die Düngung mit Hefe kann etwas früher, während des Keimlingswachstums, erfolgen, sobald die ersten Blätter an den Trieben erscheinen. Hefe fördert deren schnelles Wachstum. Die nächste Düngung kann nach drei bis vier Wochen erfolgen.

Tipp: Vor der Aussaat können Sie die Samen in einer Hefelösung einweichen. Dadurch keimen sie schneller.

Wenn Sie sich für die Verwendung von Hefedünger entscheiden, denken Sie daran, dass Sie Paprikapflanzen nur zweimal pro Saison damit düngen können.

Tipp: Paprika düngt man am besten im Freien morgens an einem warmen Tag. Im Gewächshaus empfiehlt es sich, an einem bewölkten Tag zu düngen, damit der Boden nicht zu warm wird und der Pilz abstirbt.

Regeln für die Verwendung von Hefe als Düngemittel

1. Wie wir wissen, wird Hefe durch Wärme aktiviert. Stellen Sie daher vor dem Düngen sicher, dass der Boden ausreichend warm ist. Ist der Boden nicht warm genug, werden die gewünschten Ergebnisse möglicherweise nicht erzielt.
2. Das Wasser zur Hefevermehrung sollte nicht zu heiß sein. Die optimale Temperatur liegt bei 30–40 Grad Celsius. Kaltes Wasser verlangsamt den Gärprozess. Zu heißes Wasser tötet die Hefe ab.
3. Die Düngung von Paprikapflanzen mit Hefe erfolgt hauptsächlich bei der Aussaat ins Freiland. Bei Bedarf kann die Hefe auch während der Vegetationsperiode erneut ausgebracht werden. Eine Überdosierung ist jedoch nicht empfehlenswert.
4. Es ist besser, die Hefefütterung mit anderen Mineralstoffpräparaten zu kombinieren (insbesondere solchen, die reich an Kalzium und Magnesium sind).
5. Die zubereitete Lösung muss sofort verwendet werden. Sie kann nicht aufbewahrt werden.
6. Bier und Kwas sind als Düngemittel nicht empfehlenswert, da sie für Pflanzen schädliche Bestandteile enthalten können. Trockenhefe ist besser geeignet.

Heferezepte zum Füttern

Hefedünger lässt sich sehr einfach und schnell zubereiten. Frische oder Trockenhefe eignet sich für die Mischung. Jeder Gärtner verwendet sein eigenes Rezept, und davon gibt es unzählige. Manche mischen die Hefe mit Wasser, andere fügen verschiedene Zutaten hinzu.

Achtung! Es ist wichtig, stets die richtigen Mischungsverhältnisse einzuhalten und rechtzeitig zu düngen.

Klassisches Rezept für Topping

Viele Gärtner machen sich nicht die Mühe und greifen zur einfachsten Hefedünger-Rezeptur. Sowohl lebende als auch trockene Hefe eignen sich zur Herstellung dieses Düngers.

Bei Verwendung von Lebendhefe 200 Gramm Substrat in 10 Litern Wasser auflösen. Die Lösung 24 Stunden ruhen lassen und anschließend die Paprikapflanzen gießen.

Eine Trockenhefemischung lässt sich deutlich schneller, in etwa zwei Stunden, zubereiten. Die Lösung benötigt 10 Gramm Hefe, 10 Liter warmes Wasser und 20 Gramm Zucker (um die Gärung zu beschleunigen). Nach 2–3 Stunden ist der Dünger gebrauchsfertig.

Tipp: Bei der Verwendung von Hefedünger sollte dem Boden unbedingt Holzasche beigemischt werden. Dadurch wird verhindert, dass die Hefe den Kaliumgehalt im Boden beeinflusst. Streuen Sie dazu die Asche vor dem Düngen unter die Sträucher und befeuchten Sie den Boden gründlich, damit die Asche gut einziehen kann. Gießen Sie die Pflanzen anschließend (direkt an den Wurzeln) mit der vorbereiteten Hefelösung – 0,5 Liter pro Strauch. Bei ausgewachsenen Pflanzen kann die Lösungsmenge auf zwei Liter erhöht werden.

Hefe mit Unkraut

Unkraut ist nicht immer schädlich. In Kombination mit Hefe ergibt es einen hervorragenden Dünger für Paprika. Die Zubereitung ist einfach: Geben Sie das gemähte Gras in einen Metallbehälter, fügen Sie etwas zerbröseltes Brot und 50 Gramm verdünnte Hefe hinzu. Füllen Sie die Mischung mit 5 Litern Wasser auf und lassen Sie sie einige Tage gären. Der so entstandene Dünger sollte mit einem Liter pro Pflanze ausgebracht werden.

Hefe in der Milch

Dieses Rezept wird von Gärtnern selten verwendet, da es eine relativ große Menge Milch erfordert, die daher meist durch Wasser ersetzt wird. Die Lösung benötigt 200 Gramm Trockenhefe und 5 Liter Milch.
Zuerst die Hefe mit etwas Milch verrühren und Zucker hinzufügen, um das Pilzwachstum anzuregen. Die Mischung gründlich verrühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Die Lösung einige Stunden an einem warmen Ort ruhen lassen. Anschließend die restliche Milch und 50 Liter warmes Wasser hinzufügen. Die Sträucher mit dem vorbereiteten Dünger gießen (1 Liter pro Strauch).

Hefe mit Kot

Jeder Gärtner kennt die Vorzüge von Hühnermist als organischem Dünger. Vermengt man ihn mit Hefe, erhält man einen hervorragenden Dünger. Zur Zubereitung vermischt man zwei Handvoll Hühnermist, eine halbe Tasse Zucker, 200 Gramm Holzasche und 100 Gramm Hefe. Alle Zutaten gut verrühren und 2–3 Stunden ziehen lassen. Anschließend die Mischung in zehn Litern Wasser auflösen und die Paprikapflanzen (direkt an den Wurzeln) gießen.

Tipps zur Verwendung von Hefefutter

• Junge Sämlinge benötigen 0,5 Liter Hefelösung, ausgewachsene Pflanzen 2 Liter;
• Sie können sowohl im Freiland als auch im Gewächshaus mit Hefe düngen;
• Sie können Pflanzen vor der Blütezeit mit Hefe düngen;
• Wenn man der Hefe weitere organische Bestandteile hinzufügt, erhöht sich die Wirksamkeit des Düngers;
• Trockenhefe ist schneller zubereitet als Frischhefe.

Wir stellen die Hefe selbst her.

Sie müssen keine fertige Hefe kaufen; Sie können sie auch selbst herstellen.

Zubereitungsmethoden:

1. Weizenanbau. Die Körner mahlen, ein paar Esslöffel Zucker und zwei Esslöffel Mehl hinzufügen. Gründlich vermischen und eine halbe Stunde bei schwacher Hitze köcheln lassen. Anschließend die Mischung zwei Tage lang ruhen lassen, damit sie vollständig fermentiert. Das vorbereitete Substrat mit Wasser vermischen und als Dünger für Ihre Pflanzen verwenden.
2. Hopfenansatz. Die Hopfenzapfen mit kochendem Wasser übergießen und eine Stunde köcheln lassen. Die Mischung abseihen und 2 Esslöffel Mehl sowie etwas Zucker hinzufügen. Zwei Tage gären lassen. Sobald die Gärung einsetzt, zwei gekochte Kartoffeln unterrühren. Nach 24 Stunden kann der Ansatz als Dünger verwendet werden (1 Tasse Mehl auf 10 Liter Wasser).

https://youtu.be/7E21KrQlCEA

Rezensionen

Maria
Mein Mann und ich sind große Verfechter traditioneller Methoden. Wir haben schon vor langer Zeit auf Chemie verzichtet und es keine Sekunde bereut. Seit einigen Jahren verwenden wir Hefe als Dünger. Sie ist wirklich einzigartig! Wir nutzen sie nicht nur für Paprika, sondern auch für andere Pflanzen. Die Ergebnisse sind sofort sichtbar. Die Pflanzen wachsen gerade und werden saftig. Sie sind wunderschön, hoch und kräftig! Die Früchte reifen schnell und gleichmäßig! Die Sträucher sind gesund. Kurz gesagt: Hefe ist ein wahrer Segen für alle, die eine hochwertige Ernte einfahren möchten.

 

Nikolaj
Hefe enthält alles, was Pflanzen brauchen. Im Gegensatz zu organischen Düngemitteln ist sie zudem völlig unschädlich. Sie ist eine hervorragende Alternative zu im Handel erhältlichen Mineraldüngern. Und man braucht kein Vermögen, um einen ganzen Garten zu düngen.

 

Sofia
Solange ich in der Stadt lebte, dachte ich, Hefe würde nur zum Kochen verwendet. Dann, durch einen glücklichen Zufall, zogen wir aufs Land, legten einen Gemüsegarten an und hielten Vieh. Unser Boden war karg, und die Ernte fiel immer eher mäßig aus. Wir versuchten alles, um die Qualität zu verbessern. Dann entdeckte ich rein zufällig, dass man Hefe als Dünger verwenden kann. Ich war mehr als überrascht! Zuerst glaubte ich den Geschichten über die wundersame Wirkung von Hefedünger einfach nicht. Aber dann beschloss ich, es auszuprobieren … Die Ergebnisse verblüfften mich. Es stellte sich heraus, dass man nur wenige Päckchen Hefe braucht, die fast nichts kosten, um die Bodenfruchtbarkeit zu verbessern und jedes Jahr hervorragende Ernten zu erzielen! Seitdem verwenden wir nur noch diese Art von Dünger. Manchmal experimentieren wir und mischen Mist, Milch oder Eierschalen unter. Zu sehen, wie die Pflanzen gesünder wachsen, ist einfach magisch!

 

Irina
Ich verwende seit einigen Jahren Hefedünger. Ich schätze ihn aus mehreren Gründen. Erstens ist die Zusammensetzung des Düngers sehr einfach, und ich kann mich stets auf die Unbedenklichkeit der Inhaltsstoffe verlassen. Zweitens ist er schnell zubereitet. Drittens ist Hefedünger preiswert. Viertens kann ich mich immer auf seine Wirksamkeit verlassen. Ich dünge meine Paprikapflanzen einmal im Monat und wechsle dabei die Komponenten des Hefedüngers ab.

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