Wie sieht die Krautfäule bei Auberginen aus und wie lässt sie sich leicht behandeln?

Auberginen

Krankheit der AuberginenAuberginen sind empfindliche Pflanzen, die besondere Pflege benötigen, da sie anfälliger für verschiedene Krankheiten sind als andere Pflanzen. Am verheerendsten ist jedoch die Krautfäule. Erfahren Sie, wie Sie diese Krankheit frühzeitig erkennen und bekämpfen können.

Ursachen der Krankheit

Krautfäule ist eine Pilzkrankheit. Sie gelangte durch infizierte Kartoffelknollen aus Europa zu uns. Zu den Ursachen der Krautfäule bei Auberginen gehören:

  • unmittelbare Nähe zu infizierten Nutzpflanzen;
  • feuchtes Wetter mit häufigen Gewittern und starken Regenfällen;
  • Verstoß gegen die Fruchtfolge und die Pflegevorschriften für Auberginen.

Folgende Fehler, die selbst erfahrenen Gärtnern unterlaufen, können ebenfalls zur Ausbreitung der Krankheit führen:

  • Auberginen zu dicht beieinander pflanzen. Das bedeutet, die Pflanzen zu dicht beieinander zu setzen. Dadurch wird eine ausreichende Belüftung verhindert und die Ausbreitung von Pilzen gefördert;
  • Überschüssige Stickstoffdüngung. Stickstoff fördert die Bildung empfindlicher Blätter, die anfällig für Pilzkrankheiten sind.

Symptome der Krautfäule

Es ist recht schwierig, eine Infektion mit dem Phytophthora-Pilz mit anderen Krankheiten zu verwechseln, da befallene Pflanzen eine Reihe charakteristischer Symptome aufweisen:

  • Die Blätter der Aubergine werden mit rötlichen Flecken bedeckt, die einen hellgrünen oder gelbgrünen Rand haben;
  • Die Infektion beschränkt sich nicht auf die Blätter, sondern breitet sich auf den Stängel der Pflanze aus;
  • Bei feuchtem Wetter bildet sich auf der Blattunterseite ein weicher, weißer Belag – ein Anzeichen für die Sporenbildung des Pilzes. Bei trockenem Wetter bildet sich dieser Belag nicht, aber die Blätter verfärben sich schwarz und trocknen aus;
  • Bei unreifen Gemüsesorten äußert sich die Krankheit in Form von harter Fäulnis;
  • Während des Wachstums des Fötus kommt es meist zu Fehlbildungen;
  • Auf reifen Früchten bilden sich braune Flecken, und bei feuchtem Wetter bildet sich zusätzlich ein weißer Belag.

Behandlung

Zur Bekämpfung dieser gefährlichen Krankheit wurden zahlreiche chemische Präparate entwickelt und zahlreiche Volksheilmittel erprobt. Wir stellen sie Ihnen alle vor.

Chemikalien

Es gibt drei Arten von Präparaten, die Pflanzen vor Pilzkrankheiten schützen können:

  • Schutzpräparate. Unwirksam, wenn die Pflanze bereits befallen ist;
  • Heilmittel. Sie werden in den frühen Stadien von Pflanzenkrankheiten eingesetzt;
  • Ausrottend. Sie beseitigen den Pilz im Sporenstadium.

Jedes dieser Medikamente wird je nach Verwendungszweck eingesetzt. Nachfolgend finden Sie eine Tabelle zur Medikamentenverträglichkeit.

Name des Medikaments Schutzwirkung Heilende Wirkung Auslöschungswirkung
Abiga-Gipfel ++
Bordeauxbrühe ++
"HOM" ++
Tridex ++
Thanos ++ ++ +
Acrobat MC +++ + ++
Ridomil Gold MC +++ +++ +++

 

Die Anwendung von Fitosporin ist ebenfalls zulässig. Es handelt sich um einen biologischen, nicht chemischen Wirkstoff. Seine Wirkungsweise beruht darauf, dass nützliche Bakterien den Pilz abbauen.

Wichtig!

Für eine stärkere Wirkung empfiehlt es sich, je nach Ausmaß der Schädigung der Pflanze mehrere Präparate zu verwenden.

Volksheilmittel

Erfahrene Gärtner empfehlen außerdem bewährte Hausmittel. Hier sind einige Rezepte:

Sole

Zur Zubereitung 1 Tasse Steinsalz in 10 Litern sauberem Wasser auflösen. Anschließend die Auberginen mit der Mischung besprühen;

Knoblauchaufguss

100 Gramm Knoblauch fein hacken und mit 10 Litern sauberem Wasser vermischen. 24 Stunden ziehen lassen. Die Pflanzen einmal pro Woche besprühen;

Kefirlösung

Einen Liter abgestandenen Kefir in 10 Litern sauberem Wasser verdünnen. Einmal pro Woche besprühen;

Molke mit Jod

30 Tropfen Jod und 10 Liter Wasser zu 2 Litern Molke geben. Die Pflanze besprühen;

Kupferdraht

Wickeln Sie den Pflanzenstängel spiralförmig mit Kupferdraht ein.

Krankheitsprävention

Um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, sollten vorbeugende Maßnahmen beachtet werden. Diese können die Krautfäule zwar nicht vollständig verhindern, verringern aber das Risiko einer Infektion der Kulturpflanzen.

  • Entsorgen Sie jedes Jahr nach jeder Ernte die oberirdischen Pflanzenteile und Pflanzenreste, da diese Träger von Pilzen sein können.
  • Zur Vorbeugung sollten die Pflanzen mit Fungiziden besprüht werden.
Wichtig!

Falls andere Pflanzen von der Krautfäule befallen sind, entsorgen Sie diese ebenfalls, um eine weitere Infektion anderer Nutzpflanzen zu vermeiden.

Resistente Auberginensorten

Eine Maßnahme zur Vorbeugung der Krankheitsentwicklung ist auch die Auswahl von Saatgut, das gegen Pilzparasiten resistent ist. Dazu gehören:

  • Traum;
  • Robin Hood;
  • Giselle;
  • König;
  • Maria;
  • Salamander.

Beratung

Um die Kultur zu erhalten und eine Pilzinfektion zu vermeiden, sollten Sie folgende Tipps beachten:

  • Achten Sie darauf, Auberginensamen zu wählen, die gegen die Ausbreitung der Krankheit resistent sind;
  • Entsorgen Sie nach der Ernte die oberirdischen Teile und Reste alter Pflanzen und bearbeiten Sie den Boden. Dadurch wird sichergestellt, dass der Boden nicht verunreinigt wird;
  • Behandeln Sie die Pflanzen regelmäßig, um Krankheiten vorzubeugen.

Wenn Sie diese einfachen Richtlinien befolgen, bleiben Ihre Gemüse garantiert gesund. Viel Erfolg bei der Ernte!

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