Wenn Sie einen Apfelbaum in Ihrem Garten haben, muss dieser vor dem Winter abgedeckt werden, um ihn vor Frost und Nagetieren zu schützen. Dies gilt auch für frostharte Sorten. Junge Bäume benötigen besonders sorgfältige Pflege. Kennt man die Grundregeln und Empfehlungen zum richtigen Abdecken von Obstbäumen, schützt man sie und beschleunigt die Ernte.
Gründe für die Verschleierung
Obstbäume gehen im Winter in die Ruhephase. Während dieser Zeit werden sie jedoch weiterhin über ihre Wurzeln und den Kronenstamm mit Nährstoffen versorgt. Junge Sämlinge benötigen zusätzlichen Schutz, da sie empfindlicher sind.
Die Isolierung von Apfelbäumen ist nicht nur zum Schutz vor starkem Frost notwendig. Es gibt auch andere Gefahren:
- Nagetiere. Das Abdeckmaterial verhindert, dass Mäuse, Hasen und Kaninchen an die Rinde gelangen. Dadurch wird der Baum vor Schäden geschützt und ist besser gegen Frost gewappnet.
- Rindenschäden und Risse. Dies gilt insbesondere für junge Bäume, deren Rinde noch nicht ausreichend ausgebildet und gefestigt ist. Risse führen zu Schäden, Schwächung und Krankheiten der Pflanze.

- Starke Winde trocknen im Winter die Rinde aus, und im Frühling können sie in Verbindung mit der Sonne die Rinde verbrennen.
Die Qualität der Ernte und der Zeitpunkt der Fruchtbildung hängen davon ab, wie gut und dicht die Pflanze bedeckt ist.
Wenn Bäume isoliert werden
Die Gesundheit und der reiche Fruchtansatz der Pflanze hängen vom richtigen Zeitpunkt des Abdeckens ab. Wird zu früh abgedeckt, wächst der junge Setzling zu kräftig und erfriert. Nach anfänglicher Kälteeinwirkung erwärmt sich die Pflanze nach dem Abdecken und treibt vorzeitig aus. Dies trifft vor allem auf einjährige Bäume zu.
Um das Absterben von Apfelbäumen zu verhindern, empfiehlt es sich, sie abzudecken, sobald der Saftfluss in den Stämmen aufgehört hat. Die Lufttemperatur sollte mindestens -10 °C betragen. Vor dem Abdecken sollten Stämme und Äste von abgestorbener Rinde befreit und mit einer Kalklösung weiß gestrichen werden.

Der Zeitpunkt, zu dem Apfelbäume im Winter abgedeckt werden müssen, kann variieren. Er hängt von der Region und dem lokalen Klima ab. Im Süden des Landes sollten Apfelbäume nicht zu stark isoliert werden, da dies zum Absterben der Pflanze führen kann.
Abdeckmaterialien
Der Wurzelhals muss als erstes vor Frost geschützt werden. Das Abdeckmaterial sollte atmungsaktiv sein. Hierfür eignet sich beispielsweise ein alter Strumpf. Nach dem Wurzelhals wird der Stamm isoliert. Verwenden Sie dazu einen normalen Zuckerbeutel, von dem Sie zuvor die Folie entfernt haben. Auch Jutesäcke oder alte Lappen sind geeignet. Decken Sie die unteren Äste teilweise mit Zeitungspapier ab.
Apfelbäume für den Winter abdecken Es können verschiedene Materialien verwendet werden:
- Fichten- oder Wacholderzweige – als Isolierung;
- Sackleinen oder Folie;
- ein Zaun aus Metall oder Kunststoff.
Unsere Vorfahren isolierten Apfelbäume mit Maisstängeln und Stroh. Doch dieses Material dient Mäusen manchmal als Unterschlupf. Deshalb wird zunächst Gift ausgelegt.
Stämme lassen sich auch mit Agrofasern isolieren. Dieses Material ist zwar teuer, schützt Bäume aber wirksam vor Frost und Nagetieren. Manche Gärtner verwenden Plastikflaschen. Diese bieten nicht nur Schutz, sondern vertreiben durch ihr Rascheln im Wind auch Schädlinge.
Billiges, grobes Toilettenpapier eignet sich hervorragend, um Bäume im Winter abzudecken. Beginnen Sie am Wurzelhals und wickeln Sie das Papier um den Stamm, wobei Sie die unteren Äste leicht einschließen. Wickeln Sie das Papier in 3–6 Lagen ein und fixieren Sie es oben mit einer Schnur.
Geschäumtes Polyethylen eignet sich gut. Es wird um den Stamm gewickelt und mit Klebeband oder Schnur befestigt. Da es dicht ist, können Nagetiere nicht an die Rinde gelangen.
Funktionstechnologie
Bevor man einen Apfelbaum isoliert, sind einige Dinge zu beachten. Jeder Baum braucht Schutz. Die Wahl der Technologie hängt vom Alter und der Sorte des Baumes ab.

Vorbereitung junger Bäume
Junge Apfelbäume benötigen besonders im Winter Schutz. Zuerst werden die Stämme mit Wacholder- oder Fichtenzweigen von mindestens einem Meter Höhe umwickelt. Anschließend werden sie mit einem Schutzvlies gegen Nagetierbefall abgedeckt.
Um junge Bäume richtig abzudecken, verwendet man eine Schneedecke. Abdeckmaterialien wie Baumkronen oder Reisig sorgen dafür, dass der Schnee länger an der Baumkrone haftet. Über den Winter wird regelmäßig Schnee nachgelegt, um die ursprüngliche Höhe der Schneewehe zu erhalten. Das Abdeckmaterial wird entfernt, sobald der gesamte Schnee geschmolzen ist. Falls junge Apfelbäume im Winter mit Dachpappe oder Zellophan abgedeckt wurden, wird diese Folie sofort nach dem Tauwetter entfernt.
Vorbereitung alter Bäume
Ausgewachsene, über acht Jahre alte Bäume benötigen keine zusätzliche Isolierung. Ihre Rinde ist bereits rau, wodurch sie Winterfröste problemlos überstehen (dies gilt, wenn der Obstbaum in der Region Moskau oder einer südlichen Region ohne anhaltende Fröste wächst). Auch Nagetiere werden von rauer Rinde nicht angezogen; sie bevorzugen einjährige Bäume und junge Setzlinge. Daher kann ein Apfelbaum, sofern der Stamm unbeschädigt oder nicht krank ist, Temperaturen bis zu -35 °C aushalten. Für eine bessere Überwinterung sind jedoch bestimmte Schutzmaßnahmen empfehlenswert.
Vor dem ersten Frost wird jeder Baum gründlich gewässert und gedüngt. Sobald alle Blätter abgefallen sind, wird die abgestorbene Rinde entfernt und die Baumkrone mit Eisensulfat behandelt. Dies schützt den Apfelbaum vor Flechten. Nach all diesen Maßnahmen wird der Bereich um den Stamm mit Gartenerde oder Mulch bedeckt. Eine 3 cm dicke Erdschicht ist ausreichend.
Schutz der Sämlinge
Es ist wichtig, Apfelbaumsetzlinge im Winter abzudecken. Dadurch werden die kleinen Bäume vor vollständigem Frost geschützt. Der Unterschied zwischen dem Abdecken von Setzlingen und jungen Apfelbäumen besteht darin, dass bei Setzlingen nicht nur der Stamm, sondern auch die Krone abgedeckt wird.
Es gibt zwei Möglichkeiten, Sämlinge für den Winter abzudecken. Wählen Sie in beiden Fällen einen trockenen Standort, der vor direktem Wind geschützt ist.
Die erste Methode besteht darin, einen flachen Graben von bis zu 60 cm Tiefe und bis zu 45 cm Breite auszuheben. Die Wurzeln der Setzlinge werden in ein Lehmgemisch getaucht und in den Graben gesetzt. Agrofaser schützt die Pflanzen vor Nagetieren. Der Graben sollte stets mit Schnee bedeckt sein. Im Frühjahr wird der Schutz nach und nach entfernt.
Bei der zweiten Methode bereiten Sie zunächst den Boden vor. Ist er lehmig, mischen Sie ihn mit Sand; ist er sandig, geben Sie Kompost hinzu. Graben Sie einen Graben. Setzen Sie den Sämling hinein und achten Sie darauf, dass er nach Süden geneigt ist. So vermeiden Sie Sonnenbrand im Frühjahr. Füllen Sie den Graben mit Erde und gießen Sie. Um Nagetiere fernzuhalten, legen Sie Hagebutten oder Brombeerzweige um den Graben. Entfernen Sie im Frühjahr nach und nach den Schnee aus dem Graben, damit sich keine Staunässe bildet.

Abdeckung von Säulenapfelbäumen
Der Säulenapfelbaum ist eine junge Sorte, die zwar kleinwüchsig bleibt, aber eine große und reiche Ernte hervorbringt. Die Isolierung dieser Sorte erfordert aufgrund der Form und Größe ihrer Krone einige Besonderheiten. Säulenapfelbäume sind frostempfindlicher, daher hat der Frostschutz höchste Priorität. Da sowohl die Krone als auch die Triebspitze frostgefährdet sind, wird der gesamte Baum abgedeckt.
Zuerst sollte der Wurzelbereich mit Sägemehl oder Stroh isoliert werden. Die oberen Äste, die für Nagetiere unzugänglich sind, werden in mehrere Lagen Zeitungspapier oder Toilettenpapier eingewickelt. Um zu verhindern, dass der Baum durch Frostwinde abbricht, empfiehlt es sich, ihn zu stützen.
Vorbereitung der Sämlinge
Die Pflanzung von Säulenapfelbäumen im Herbst wird nicht empfohlen, da sie dann nicht genügend Zeit zum Anwachsen haben. Daher werden solche Setzlinge im Frühjahr gepflanzt. Gekaufte Setzlinge müssen gut verpackt werden, um sie vor Frost zu schützen. Dazu werden sie zunächst in vorbereitete Gräben gesetzt. Dies geschieht genauso wie bei hochwüchsigen Sorten. Nach dem Einsetzen in die Gräben werden die Setzlinge mit Abdeckmaterial isoliert.
Unterkünfte in verschiedenen Regionen
Je nach Region gibt es verschiedene Methoden, um einen Säulenapfelbaum zu schützen. Im Norden beispielsweise verwendet man Schnee, da es dort häufig regnet. Je höher die Schneedecke, desto besser ist es für die Pflanze. Im Ural oder in Sibirien wird der Setzling in einen Topf gepflanzt und den ganzen Winter über im Keller gelassen.
In schneearmen Gebieten erfordert das Abdecken des Apfelbaums etwas mehr Sorgfalt. Verwenden Sie zunächst Fichtenzweige oder Sägemehl. Bauen Sie dann ein Holzgerüst um den Baum und decken Sie es mit Jute oder einer Plane ab. In gemäßigten Klimazonen eignet sich Vliesstoff zur Isolierung. Sie können den Baum ganz oder teilweise einwickeln. Bei korrekter Ausführung (wie im Video gezeigt) wird der Baum nicht beschädigt und trägt reichlich Früchte.
Um den Baum zu schützen und Frost- sowie Nagetierschäden vorzubeugen, empfiehlt es sich, Apfelbäume aller Sorten im Winter zu isolieren. Es gibt verschiedene Methoden, um den Baum zu schützen. Bei richtiger Durchführung überstehen die Bäume den Winter gut und erfrieren nicht. Im Herbst werden Sie dann mit einer reichen Ernte belohnt.


Apfelbäume im Frühjahr beschneiden
Was sind das für Flecken auf Äpfeln?
Die 10 beliebtesten Apfelsorten
Grundlegende Apfelbaumpflege im Herbst