Wie bereitet man Kartoffeln für die Pflanzung vor? Methoden und Schritte

Kartoffel

Kartoffeln gehören zu den beliebtesten Gemüsesorten in unserer Region. Daher wünscht sich jeder Hobbygärtner eine reiche Ernte. Doch der Anbau guter, schmackhafter Kartoffeln erfordert harte Arbeit während der gesamten Saison. Schon im Herbst sollte man mit der Planung der Pflanzung für die kommende Saison beginnen.

Wichtig ist, dass Pflanzkartoffeln im Herbst ausgewählt werden. Sie sollten die richtige Form und eine einheitliche Farbe haben. Die Knollen sollten nicht mehr als 90 Gramm wiegen. Kleinere Kartoffeln ergeben den gleichen Ertrag, während größere für das Kraut verwendet werden. Pflanzkartoffeln sind auch in Fachgeschäften erhältlich.

Schrittweise Vorbereitung von Kartoffeln für die Pflanzung

Die erste Phase

Zunächst sollten Sie im Keller einen speziellen Lagerplatz für die Knollen vorbereiten. Dieser Ort sollte trocken, dunkel und kühl sein. Er sollte zudem keimfreundliche Bedingungen bieten, was das Pflanzen und Keimen der Kartoffeln deutlich erleichtert.

Die zweite Phase

Diese Arbeiten werden etwa 40 bis 50 Tage vor dem Pflanzen durchgeführt. Die Kartoffeln werden sortiert und ungeeignete Knollen (solche ohne Keime) aussortiert. Auch die Keime der übrigen Kartoffeln werden überprüft. Sie sollten keine schwarzen Ränder haben. Kartoffeln, die unansehnlich sind oder eine faserige Konsistenz aufweisen, sollten vermieden werden.

Am besten geeignet sind Kartoffeln mit deutlich sichtbaren Augen und ohne faule Enden. Alle Triebe sollten kräftig und gesund sein. So lässt sich eine gute Ernte erzielen und die Eignung des gewählten Lagerorts unmittelbar feststellen.

Die dritte Phase

Dies geschieht etwa 15 Tage vor dem Pflanzen. Die Kartoffeln werden ins Haus geholt und anschließend in einen Raum gestellt, in dem die Temperatur nicht über 8 Grad Celsius liegt. Dadurch erhalten die Kartoffeln im warmen Raum diffuses Licht, wodurch sie grün werden. Dies trägt dazu bei, die Anzahl der Bakterien in den Knollen zu reduzieren und pathogene Pilze abzutöten.

Man kann die Knollen auch vorkeimen lassen, bis sie voll entwickelte Triebe bilden. Die Kartoffeln müssen dazu an einen hellen Ort gestellt werden, wo die Temperatur auf etwa 13 Grad Celsius steigt und nachts nicht unter 6 Grad Celsius fällt. Diese Prozedur kann einen Monat lang durchgeführt werden. Ein wöchentlicher Wechsel der Standorte ist empfehlenswert. Die Triebe wachsen in der Wärme schnell und werden bei kälteren Temperaturen kräftiger.

Während der Lagerung können Kartoffeln leicht angefeuchtet werden, um ein Austrocknen zu verhindern.

Kartoffeln lassen sich auch im Nassverfahren vorziehen. Dazu werden die Kartoffeln in Torf oder Sägemehl gelegt. Die Knollen kommen in eine Kiste mit einer dünnen Schicht angefeuchteter Erde. Experten empfehlen eine Raumtemperatur von mindestens 16 Grad Celsius und eine Luftfeuchtigkeit von 80 %. Mit dieser Methode keimen die Kartoffeln und bilden kleine Wurzeln.

Zwei bis drei Tage vor dem Pflanzen werden die Knollen erwärmt. Dazu werden sie für etwa acht Stunden in einen Raum mit einer Temperatur von rund 35 Grad Celsius gebracht und anschließend belüftet, um ein Überhitzen zu verhindern.

Um Krankheiten vorzubeugen, werden Kartoffelknollen häufig mit Kupfersulfat behandelt.

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