Wie man Tomaten- und Paprikasetzlinge richtig wässert

Tomaten

Nur wer seine Tomaten- und Paprikasetzlinge richtig gießt, kann sich und seine Lieben mit einer köstlichen und nahrhaften Ernte erfreuen. Dazu gehört nicht nur die richtige Gießhäufigkeit und die Verwendung von aufbereitetem Wasser, sondern auch die Berücksichtigung des jeweiligen Entwicklungsstadiums der Setzlinge und ihrer Wachstumsbedingungen.

Geheimnisse der richtigen Bewässerung von Sämlingen

Das Besondere an Nachtschattengewächsen ist, dass Ertrag und Wuchskraft der Pflanzen direkt von der Gesundheit ihrer Wurzeln abhängen. Daher sollte die richtige Pflege beim Anbau von Früchten bereits mit der Aussaat beginnen und sich bis zum Pikieren der Sämlinge und dem Verpflanzen an ihren endgültigen Standort fortsetzen.

Merkmale der Bewässerung von ausgesäten Samen

Wichtig ist, dass in die Erde gesäte Samen nicht gegossen werden dürfen. Vor dem Pflanzen der Paprika- oder Tomatensamen sollte der Boden aufgelockert und angefeuchtet werden. Bedecken Sie die Erde mit einer dünnen Schicht trockener Erde und lassen Sie sie (an einem hellen, warmen Ort) ungestört, bis die ersten Keimlinge erscheinen.

Das Bewässern noch nicht gekeimter Samen kann diese tiefer in die Erde ziehen oder die Sauerstoffzufuhr unterbrechen, was die Keimung verzögern oder das Auflaufen der Keimlinge verhindern kann. Als letzte Möglichkeit (wenn die Erde sehr trocken ist) können Sie vorsichtig warmes Wasser mit Zimmertemperatur aus einer Sprühflasche aufsprühen.

Regeln für die Bewässerung gekeimter Sämlinge

Kleine, noch nicht geschlüpfte Sämlinge sollten äußerst vorsichtig gegossen werden, wobei die Erdschichtdicke zu beachten ist. Stehen die Sämlinge in einer maximal 3–4 cm dicken Erdschicht, genügt es, regelmäßig Wasser im Untersetzer oder direkt am Topfboden nachzufüllen.

Für tiefere Bodenschichten empfehlen erfahrene Gärtner, den Boden in 4–6 cm Tiefe mit einer Spritze zu befeuchten. Dies sollte höchstens alle 6–8 Tage wiederholt werden. Die oberste Bodenschicht sollte locker und trocken bleiben, um die noch kleinen und empfindlichen Sämlinge vor Krankheiten wie Schwarzbeinigkeit zu schützen. Zu viel Wasser verhindert, dass Sauerstoff die sich entwickelnden Wurzeln erreicht, wodurch sich die Wurzelzone schwarz verfärbt.

Um den Feuchtigkeitsgehalt des Bodens zu überwachen, können Sie die Samen für die Anzucht in Töpfe mit transparenten Seitenwänden pflanzen. Gießen Sie am besten erst wieder, wenn die Feuchtigkeit die Wurzeln erreicht hat und die Erde am Rand trocken ist. Wichtig ist, dass Sie Nachtschattengewächse lieber etwas weniger als zu viel gießen. Der Boden sollte trocken, aber nicht ausgetrocknet sein.

Empfehlungen zum Bewässern von Sämlingen nach dem Pflücken

Die erste Verpflanzung der Sämlinge wird empfohlen, sobald die Triebe 2–4 voll entwickelte Blätter (ohne Keimblätter) ausgebildet haben. Die letzte Bewässerung sollte spätestens zwei Tage vor dem geplanten Verpflanzen erfolgen. Dadurch wird sichergestellt, dass der Boden beim Auseinanderwachsen der Wurzeln mäßig feucht und krümelig ist, wodurch unnötiger Verlust von Seitenwurzeln vermieden wird.

Die Sämlinge sollten in bereits feuchte Erde umgepflanzt werden, da die nächste Bewässerung erst nach vier Tagen möglich ist. Dies ist notwendig, damit sich die Wurzeln schnell und vollständig an die neuen Bedingungen anpassen und Nährstoffe für das weitere Wachstum der Nachtschattengewächse aufnehmen können. Dadurch entwickeln sich die Sämlinge kräftiger und entwickeln sich besser. Die folgenden Bewässerungen sollten auf 10-tägige Abstände beschränkt werden. Ideal ist es, wenn der Pflanztopf für Tomaten und Paprika Löcher im Boden hat und auf einem Untersetzer steht, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann.

Während es beim ersten Auflaufen der Sämlinge empfehlenswert ist, sowohl den Boden als auch die Pflanzen selbst mit einer Sprühflasche zu besprühen, sollte nach der ersten Ernte die Bewässerung so erfolgen, dass nur der Boden befeuchtet wird und Blätter und Stängel der Pflanzen nicht berührt werden.

Regeln für die Bewässerung von Sämlingen im Gewächshaus

Beim Anpflanzen von Tomaten und Paprika im Gewächshaus empfiehlt es sich, direkt nach dem Ausheben der Pflanzlöcher und dem Befüllen der Wurzeln zu gießen. Die nächste Bewässerung sollte frühestens eine Woche später erfolgen (idealerweise nach 8–10 Tagen). Im Frühjahr empfiehlt es sich, die Pflanzen wöchentlich mit 2–3 Litern Wasser pro Pflanze zu gießen. Mit Beginn der Sommerhitze kann häufiger gegossen werden – alle 3–5 Tage. Am besten gießt man früh morgens oder spät abends. Nach dem Gießen sollte die Erde gründlich aufgelockert werden.

Besonderheiten beim Bewässern von Setzlingen nach dem Einpflanzen in die Erde

Die Sämlinge sollten vor dem Auspflanzen ein letztes Mal gründlich gegossen werden, spätestens 2–3 Tage vorher. Einige Stunden vor dem Umpflanzen sollte die Erde großzügig bewässert und die Pflanzen samt Wurzeln vorsichtig zusammen mit einem Erdklumpen aus der Erde genommen werden.

Tomatenpflanzen, die bereits im Freiland stehen, sollten frühestens 10 bis 15 Tage nach dem Auspflanzen zum ersten Mal gegossen werden. Danach sollte alle 4 bis 7 Tage gegossen werden. Pro Pflanze werden 3 bis 3,5 Liter Wasser empfohlen. In heißen südlichen Regionen benötigen Tomaten und Paprika etwas mehr Wasser. Um die Bewässerung optimal zu nutzen, sollte der Boden nach dem Gießen 6 bis 8 cm tief aufgelockert werden.

 

Wichtig! Die Grundregel beim Gießen von Tomaten- und Paprikapflanzen lautet: Gießen Sie die Erde direkt an den Wurzeln, damit Blätter und Stängel nicht nass werden. Dies gilt sowohl für Gewächshäuser als auch für Freilandanbau.

Wie man den angemessenen Bodenfeuchtigkeitsgrad bestimmt

Da die Erde für die Anzucht von Paprika- und Tomatensetzlingen stets mäßig feucht sein sollte, ist es wichtig, den optimalen Feuchtigkeitsgehalt im Voraus zu bestimmen. Stehen die Setzlinge in zu trockener Erde, kann ihr Wachstum gehemmt werden, was zu einer geringeren Ernte führt. Im anderen Extremfall kann ständige Staunässe Wurzelfäule und sogar das Absterben der Pflanzen verursachen. Um Staunässe zu vermeiden, sollten Sie Abflusslöcher in den Boden des Pflanzgefäßes bohren, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann.

Es gibt zwei Möglichkeiten, um zu überprüfen, ob der Boden ausreichend feucht ist:

  1. Nehmen Sie mit einem Löffel oder einem breiten Spatel eine kleine Handvoll Erde vom Boden des Topfes und formen Sie daraus eine Kugel. Bleibt die Kugel intakt und zerfällt sie nicht, geben Sie ausreichend Wasser hinzu. Andernfalls erhalten die Sämlinge nicht genügend Wasser für eine vollständige Entwicklung.
  2. Drücken Sie mit einem Holzstab oder Ihrem Finger eine 5–7 cm tiefe Mulde in die Erde und ziehen Sie sie anschließend wieder heraus. Ihr Finger oder Stab sollte feucht und schmutzig sein. Ist die Mulde trocken, gießen Sie häufiger oder verkürzen Sie die Gießintervalle.

Merkmale der Wasseraufbereitung

Unabhängig vom Entwicklungsstadium der Nachtschatten-Sämlinge, insbesondere von Paprika und Tomaten, eignet sich abgestandenes, warmes (Zimmertemperatur) Wasser zum Gießen. Bei Verwendung von Leitungswasser empfiehlt es sich, dieses zusätzlich mit Trinkwasserfiltern zu reinigen. Das Wasser sollte mindestens 8–10 Stunden absetzen. Daher ist es ratsam, die vorbereiteten Behälter abends zu füllen, abzudecken und die Sämlinge morgens damit zu gießen.

Alternativ können Sie auch Schmelzwasser verwenden. Füllen Sie dazu Flaschen oder andere geeignete Behälter mit normalem Wasser und stellen Sie diese in den Gefrierschrank, bis sie vollständig gefroren sind. Nehmen Sie die Behälter anschließend heraus und lassen Sie das Eis bei Zimmertemperatur vollständig schmelzen. Vor dem Gießen sollte das Wasser nicht nur vollständig aufgetaut, sondern auch warm (Zimmertemperatur) sein. Andernfalls können die noch empfindlichen Sämlinge an Schwarzbeinigkeit erkranken und absterben.

Wichtig! Abgekochtes Wasser ist nicht zum Gießen von Paprika- und Tomatensämlingen geeignet, da es nicht den für die Wurzeln notwendigen Sauerstoff enthält.

Gärtnerfehler, die zum Streckungswachstum von Sämlingen führen

Werden grundlegende Anbaurichtlinien nicht befolgt, können gestreckte und geschwächte Paprika- und Tomatensämlinge die Folge sein. Dies betrifft vor allem:

  • unzureichende Beleuchtung;
  • zu geringer Abstand zwischen den Löchern mit Samen oder Sämlingen;
  • übermäßig häufiges und reichliches Gießen;
  • Falsch gewählte Temperaturbedingungen.

Um der erhöhten Lufttemperatur entgegenzuwirken, sollten die Töpfe mit den Setzlingen an einen kühleren Ort gestellt werden. Viele Gärtner empfehlen spezielle Präparate, um das Wachstum der Setzlinge zu stärken und anzuregen (zu regulieren). In diesem Fall unterscheiden sich die ausgewachsenen Setzlinge und somit auch die Ernte jedoch nicht von handelsüblichen Tomaten und Paprika aus dem Supermarkt, die weder umweltfreundlich noch sauber sind. Daher ist es wichtig, im Vorfeld für geeignete Bedingungen für die weitere Pflege der Setzlinge zu sorgen.

Besonderheiten der Bewässerung mit Düngemitteln

Alle drei bis vier Wochen kann dem Gießwasser Dünger beigemischt werden. Anschließend werden die Sämlinge erneut gegossen und gestärkt. Hierfür eignen sich spezielle Mineralstoffkomplexe oder organische Substanzen wie Königskerze oder gesiebte Holzasche.

Im ersten Fall ist ein ausgewogenes Verhältnis von Komplex zu Wasser (maximal 1:10) wichtig, da ein Überschuss der chemischen Zusammensetzung Verbrennungen und weitere Schäden an den Wurzeln der Sämlinge verursachen kann. Bei der Verwendung von Königskerze und Holzasche sollte saubere, abgesetzte Flüssigkeit verwendet werden (ein Liter der Substanz pro Eimer Wasser). Das Gießwasser sollte direkt in die Wurzelzone des Bodens gegeben werden, wobei der Kontakt mit grünen Blättern und Stängeln vermieden werden sollte.

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