Richtiges Jäten von Kartoffeln: Methoden, Werkzeuge, Trimmeraufsatz

Kartoffel

Regelmäßiges und rechtzeitiges Jäten von Kartoffeln fördert die Bildung von Blättern und Knollen. Kartoffeln sind pflegeleicht, doch vor dem Jäten ist es wichtig, die Pflegehinweise zu beachten. Zunächst stellt sich die Frage, ob das Knollenwachstum überhaupt gejätet werden sollte. In den ersten Lebenswochen können die Sämlinge ohne die Hilfe eines Gärtners nicht ohne Unkrautbekämpfung zurechtkommen. Wie oft gejätet werden muss, hängt von Luftfeuchtigkeit und Temperatur ab. Eine weitere Regel lautet: Mittelgroße Pflanzen sollten angehäufelt werden.

Den richtigen Zeitpunkt bestimmen

Es gibt keine allgemeingültigen Empfehlungen. Gärtner orientieren sich an den Eigenschaften der gewählten Sorte. Die Pflanzenhöhe zeigt an, wann es Zeit ist, die Kartoffeln zu jäten. Die optimale Höhe liegt bei 25 cm.

Das Anhäufeln erfolgt gleichzeitig mit dem Jäten. Wächst die Sorte nicht so schnell, wird ein anderes Kriterium angewendet. Einen Monat nach dem Pflanzen wird zum ersten Mal gejätet. Das nächste Jäten, entweder von Hand oder mit einer Gartenfräse, sollte einige Tage vor der Blüte – im Juli – erfolgen. Sobald sich die ersten Blüten an den Sämlingen gebildet haben, ist der Strauch ausgewachsen. Weiteres Jäten ist dann nicht mehr nötig.

Notiz!
Unabhängig von der gewählten Kartoffelsorte werden Wurzelkartoffeln in der ersten Saison höchstens dreimal von Hand oder mit einem Werkzeug gejätet.

Welche Methode ist geeignet?

Ein kleines Stück Land von maximal 2 Morgen kann manuell bearbeitet werden. Zur Ausrüstung eines Gärtners gehören selbstgemachte oder gekaufte Werkzeuge:

  • Flachschneider;
  • Hacke;
  • Hacke.

Der einzige Nachteil des manuellen Jätens ist der damit verbundene Kraftaufwand. Für Gärten mit zwei bis fünf Kartoffelbeeten empfiehlt sich eine leichtere Hacke. Eine handliche Gartenschere kann helfen, Zeit und Mühe auf kleinen Flächen zu sparen. Durch die Anpassung des Winkels lässt sich Unkraut schneller entfernen. Nach ein paar Stunden Gartenarbeit werden Sie keine Rückenschmerzen haben.

Mechanisches Bearbeitungsverfahren

Ein Rasentrimmer ist ein kleines Gerät, mit dem man schnell Wildwuchs entfernen kann. Kurz gesagt, ein Rasentrimmer ist eine mit einem Motor ausgestattete Sense. Um Kartoffeln schnell und sicher zu jäten, sollten Sie folgende Regeln beachten:

  • Das Gerät darf erst in Betrieb genommen werden, nachdem der Gärtner eine Schutzbrille aufgesetzt hat;
  • Das Einschalten des Trimmers zum schnellen Jäten ist erlaubt, nachdem die Person eine Atemschutzmaske aufgesetzt hat.
  • Kartoffeln werden vor und während der Blüte höchstens einmal alle 14 Tage behandelt.
  • Drücken Sie beim Jäten nicht zu fest auf den Trimmer, da der Motor sonst überhitzt.

Nach jeder Behandlung der Sämlinge muss die Düse desinfiziert werden. Andernfalls können sich Virus- oder Bakterienkrankheiten in der Umgebung ausbreiten.

Einsatz eines Einachsschleppers auf einem Gelände

Eine große Fläche muss mit einem Einachsschlepper bearbeitet werden. Je nach Modell bietet das Gerät unterschiedliche Funktionalitäten:

  • die Fläche pflügen;
  • Hügel den Boden hinauf;
  • Wurzelgemüse;
  • Ernte.

Anfänger, die noch nie mit einer Motorhacke gearbeitet haben, können sich vorher ein Video ansehen. Darin werden die Funktionsprinzipien des Geräts erklärt. Eines davon ist die Verwendung von Anbauteilen zur effizienteren Sämlingsbearbeitung. Zu diesen Anbauteilen gehören die Zinken, die man gut mit einem Flachmesser vergleichen kann. Im Gegensatz zu manuellen Hackmessern sind sie schonender. Selbst Anfänger werden kaum Probleme haben, beim Bearbeiten der Reihen einen Strauch zu beschädigen.

Notiz!
Die Bearbeitungstiefe mit den Pfoten beträgt maximal 4 cm. Bei feuchtem Boden oder wenn die Kartoffeln auf Schwarzerde gepflanzt werden, kann die Bearbeitungstiefe bis zu 7 cm betragen.

Vor dem Kartoffelanbau mit einem modernen Einachsschlepper werden die Zinken fixiert. Zweitens sollte der Abstand zwischen den Zinken der Furchenbreite entsprechen. Drittens sollte der Gärtner eine leichte Überlappung einplanen, damit Pflanzenreste ungehindert durchkommen können. Ohne diesen Freiraum wird das Jäten schwierig und zeitaufwendig. Außerdem besteht ein hohes Risiko, dass die Zinken schnell verstopfen.

Einseitige und doppelseitige Instrumente

Die Art des verwendeten Werkzeugs ist direkt proportional zur Größe der Parzelle. Jäten und Anhäufeln erfolgen entweder mit einem ein- oder doppelseitigen Werkzeug. Ersteres hat eine einseitig geschärfte Arbeitsfläche, letzteres eine beidseitig geschärfte. Dies schränkt die Einsatzmöglichkeiten des Werkzeugs ein. Der Gärtner kann neben dem vorhandenen Trimmer auch auf andere Werkzeuge zurückgreifen.

  1. Ein Unkrautstecher ist ein Gerät für Einachsschlepper. Informationen dazu finden Sie in der Bedienungsanleitung. Eine Trommel und mehrere Messer sind an einem Metallrahmen montiert. Die Messer entfernen das Unkraut, das von der Trommel ausgeworfen wird. Es empfiehlt sich, dieses Gerät selbst zum Jäten frisch gepflanzter Kartoffeln zu verwenden, bevor sich das Unkraut festsetzen kann, da sonst der ganze Vorgang sinnlos ist.
  2. Unkrautstecher in Igelform sind nützlich, wenn Wildkräuter den Garten überwuchert haben. Das Gerät besteht aus mehreren kreisförmigen Klingen. An den Seiten des Unkrautstechers befinden sich Stifte zum Entfernen des gesammelten Grases.

Bevor Sie einen Unkrautstecher verwenden, sollten Sie sich über die verschiedenen Ausführungen informieren – konisch und rotierend. Die konische Variante eignet sich am besten zum Entfernen von jungem Unkraut. Bei stärkerem Unkrautbefall ist eine rotierende Variante unerlässlich. Unabhängig von der Ausführung wird der Unkrautstecher in einem Winkel von 45 Grad am Körper befestigt.

Unkraut lässt sich mit einem weiteren Anbaugerät – einer Bodenfräse – entfernen. Diese werden auch als Bodenfräsen bezeichnet. Je nach Arbeitsaufwand werden Bodenfräsen nach Form und Größe kategorisiert. Gemeinsam ist ihnen lediglich, dass sie Gras und Unkraut zerkleinern.

Die Vor- und Nachteile von selbstgemachten Werkzeugen

Viele Gärtner glauben fälschlicherweise, dass man auf einem 700 Quadratmeter großen Grundstück keine Gartengeräte braucht. Da ist etwas Wahres dran. Das schnelle Jäten von Kartoffelpflanzen mit einer Gartenschere birgt die Gefahr, die Pflanze zu beschädigen. Nutzt ein unerfahrener Gärtner einen Einachsschlepper zum Jäten von Jungkartoffeln, stört er die nährstoffreiche Bodenschicht. Das führt zu Wachstumsstörungen und Ernteausfällen.

Der Nachteil ist, dass die Qualität selbstgemachter Gartengeräte oft zu wünschen übrig lässt. Gärtner halten sich nicht immer an die korrekte Positionierung der Klingen, was die Qualität der Arbeit beeinträchtigt. Beispielsweise können Kartoffeln, die während der Blüte mit einer selbstgemachten Hacke direkt geerntet werden, nicht keimen. Wer experimentierfreudig ist, kann sich ein einfacheres Werkzeug herstellen.

Eine universelle Lösung sind „Igel“, die an einem Benzinmotor montiert werden können. GrubberZunächst lernen sie die Grundlagen kennen. Der „Igel“ besteht aus mehreren Elementen:

  • Bodenaufreißer (Hohlrohr) - daran sind Stahlzähne angeschweißt;
  • Halter;
  • rahmen.

https://youtu.be/iyg-cnlozfU

Der Bodenaufreißer wird an einem Distanzrahmen befestigt, anschließend wird ein Holzgriff angebracht. Dieser ist notwendig, um das Gerät über die Bodenoberfläche zu bewegen. Als nächstes werden drei Stahlscheiben mit folgenden Durchmessern benötigt:

  • 100, 200, 300 mm;
  • 240, 180, 100 mm.

Für den Aufbau benötigen Sie ein Rohr mit 25 mm Durchmesser. Um die Langlebigkeit der Kartoffelschneider zu gewährleisten, werden die Stahlscheiben mit einer Stahlquerstrebe verbunden. Beginnen Sie mit der Scheibe mit dem größten Durchmesser und arbeiten Sie sich zur kleinsten vor. Der Abstand zwischen den Scheiben beträgt 15–17 cm. Die Zähne bestehen aus einem in 40 Stücke geschnittenen Stahlstab.

Um ein erfolgreiches Jäten der gepflanzten Kartoffeln mit einem Einachsschlepper zu gewährleisten, wird die selbstgebaute Vorrichtung mit fünf Stacheln ergänzt. Diese werden an der kleinsten Scheibe befestigt. Zehn Stacheln werden an der mittleren Scheibe und 15 Stacheln an der größten Scheibe angebracht.

Notiz!
Bevor sie ein selbstgefertigtes Werkzeug in die Hand nehmen, ziehen sie ihre eigenen Erfahrungen zu Rate. Reicht diese nicht aus, greifen sie zu einer Hacke, einem Spaten oder einem Flachmesser.

Rezensionen

Gennady

In gemäßigten Klimazonen verwendet man selbstgebaute „Igel“. Sie sind kostengünstig und effektiv. Ich habe die „Igel“ aus einem Hohlrohr gefertigt. Darauf habe ich Zähne aus Metallstäben geschweißt. Anschließend habe ich die selbstgebauten „Igel“ an einem Metallrahmen befestigt. Zum Schluss habe ich noch einen Holzgriff angebracht.

Oleg

Blühende Kartoffelpflanzen werden ausschließlich von Hand verarbeitet. Dadurch wird das Risiko einer Beschädigung der Pflanzen verringert. Hacke und Flachmesser gehören zu den wichtigsten Werkzeugen.

Tamara

Am einfachsten ist es, eine Hacke herzustellen. Zuerst benötigt man einen etwa 80 cm langen Stahldraht mit einem Durchmesser von 2 mm. Außerdem braucht man ein Polypropylenrohr und eine Heißklebepistole. Zuerst biegt man den Draht in der Mitte und führt ihn dann in das Rohr ein. Das Ende wird mit einer Zange fixiert. Zum Schluss wird das andere Ende mit Isolierband umwickelt.

Das Jäten von Kartoffeln richtet sich nach der Sorte. Der Gärtner greift erstmals einen Monat nach dem Pflanzen zum Unkrautbekämpfungsgerät. Dabei sollte die Höhe der Pflanzen auf 20 bis 25 cm beachtet werden. Das zweite Jäten erfolgt kurz vor der Blüte. Sobald Kartoffeln blühen, ist kein weiteres Jäten mehr nötig. Bei der Wahl des Werkzeugs sollten die Größe des Beetes, die Anzahl und Größe des Unkrauts berücksichtigt werden.

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