Um den Gurkenertrag zu steigern und die Pflege und Ernte zu vereinfachen, kommen verschiedene Hilfsmittel zum Einsatz. Ein Gurkenrankgitter ist eine Konstruktion, die den Ernteertrag positiv beeinflusst und deutlich Platz spart. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung hilft Ihnen dabei, ein solches Gitter selbst zu bauen.
Zweck des Rankgitters für Gurken
Gurkenstängel können eine Höhe von 2 Metern erreichen. Sie winden sich leicht und klettern empor, indem sie sich mit Ranken an Zäunen und anderen Pflanzen festhalten. Rankgitter helfen, die Pflanzen zu ordnen. Der Hauptzweck der Konstruktion ist jedoch folgender:
- Ertragssteigerung um 50-80%;
- Erleichterung der Anlagenverarbeitung;
- Schutz der Pflanzen vor Schädlingen und Pilzkrankheiten.
Durch das Anlegen eines Hochbeets lässt sich der Platz für Gurken deutlich reduzieren. Ein Rankgitter kann zudem als Hecke oder Abgrenzung des Beetes dienen.
Designoptionen
Gurkenrankgitter werden je nach Form in folgende Typen unterteilt:
- Rechteck;
- Kreis;
- Bogen;
- horizontal;
- Hütte.
Je nach verwendetem Material können die Konstruktionen aus Holz oder Metall bestehen. Die Installationsmethoden können fest installiert oder mobil sein. Rankgitter werden auch aus einem speziellen Drahtgeflecht hergestellt.
Vorteile und Merkmale der Spaliermethode
Die Verwendung von Rankhilfen für Gurkenpflanzen ermöglicht eine höhere Lichteinstrahlung als herkömmliche Anbaumethoden. Dies führt zu schnellerem Wachstum, mehr Fruchtansatz und folglich zu höheren Erträgen.
Weitere Vorteile sind:
- Alle Früchte werden gleichmäßig Licht und Luft ausgesetzt. Auch die Wurzeln erhalten mehr Luft.
- Wenn die Stängel nicht mit dem Boden in Berührung kommen, verringert sich das Risiko von Krankheiten und dem Befall durch bodenlebende Schädlinge. Gurken an Rankgerüsten lassen sich im Falle eines Befalls deutlich einfacher behandeln.
- Die Nährstoffe werden direkt an die Wurzeln abgegeben, sodass sie nicht in die grünen Pflanzenteile gelangen können.
- Komfort bei der Ernte.
Gleichzeitig weist die Methode aber auch einige Besonderheiten auf:
- Die Konstruktion ist teuer. Dies lässt sich leicht lösen, indem man Rankgitter aus leicht verfügbaren Materialien herstellt.
- Es ist wichtig, wachsende Triebe rechtzeitig anzubinden, damit sie nicht abbrechen.
- Gießen und Füttern ist deutlich häufiger notwendig.
In heißen Regionen empfiehlt sich das Mulchen der Beete. Dadurch wird die Verdunstung von Feuchtigkeit verlangsamt und das Unkrautwachstum gehemmt.
Das könnte Sie auch interessieren:Sollen die Pflanzen im Beet vertikal wachsen, empfiehlt sich verzinkter Draht mit einem Durchmesser von 2,5 bis 3 mm. Dieser sollte unten 15–20 cm, oben 80 cm und in der Mitte ebenfalls 80 cm hoch gespannt werden. Zum Anbinden der Gurkenstängel eignen sich Stoffbänder, die sich leicht an Hanf- oder Kunstfaserschnur befestigen lassen.
Der Aussaatzeitpunkt hängt von Bodenfeuchtigkeit und -temperatur ab. Sobald der Boden in 5 cm Tiefe 12–15 °C erreicht hat, können Sie mit dem Pflanzen beginnen. Verwenden Sie idealerweise Jungpflanzen. Stützen Sie die Pflanzen alle 2–4 Tage.
Wie man eine Stütze herstellt
Wer selbst ein Gurkenrankgitter bauen möchte, beginnt mit der Bestimmung der gewünschten Form und der verfügbaren Materialien. Eine Zeichnung der zukünftigen Konstruktion ist ebenfalls unerlässlich.
Aus Holz gefertigt
Mit hochwertigem Holz lässt sich leicht ein optisch ansprechendes Bauwerk errichten. Hier die einzelnen Schritte:
- Eckbalken werden einbetoniert. Sie sind 50 mm dick und 70 bis 80 cm tief im Boden verankert. Zur Bewehrung werden Drahtanker verwendet.
- Setzen Sie die zusätzlichen Pfosten 2 Meter von den Stützen zurück, bei kleineren Beeten 1 Meter. Deren Durchmesser kann kleiner sein als der der Eckpfosten.
- Zwischen den Eckbalken wird eine Querstange angebracht und recht fest befestigt – dies ist die zukünftige Befestigung des Gitters.
- Hängen Sie ein Netz mit einer Maschenweite von 15 cm auf.
Hergestellt aus Metallprofil
Für das Gerüst können robuste Metallkonstruktionen verwendet werden. Zwei Meter lange Bewehrungsstäbe dienen als Basis. Dies ist die optimale Höhe des Rankgitters, damit die Gurken ihr volles Wachstumspotenzial entfalten können.
Die Arbeiten beginnen mit dem Einrammen der Pfosten in den Boden. Anschließend wird ein Querträger daran angeschweißt. Steht hierfür kein geeignetes Gerät zur Verfügung, werden die Verbindungen mit Kabeln oder Drähten gesichert und fest angezogen. Schweißen gilt jedoch als die zuverlässigste Methode. Im nächsten Schritt werden, wie bei einer Holzkonstruktion, zwischen den Eckpfosten in gleichmäßigen Abständen von 15 cm zusätzliche Pfähle eingeschlagen. Anschließend wird ein Drahtgitter mit Maschenweiten von 15 bis 20 cm gefertigt. Alle Metallteile werden vor der Verwendung mit einem Korrosionsschutzmittel behandelt.
Vom Reifen
Dies ist ein selbstgebautes, tragbares Gurkenrankgitter. Es ist kompakt. Sie benötigen zwei Fahrradfelgen (vorher die Speichen entfernen), eine Eisenstange, Draht und Bindfaden. Der Aufbau des Gurkenrankgitters beginnt mit dem Einschlagen des Mittelfußes. Anschließend wird die Felge daraufgesetzt und die Erde um die Felge herum festgedrückt. Eine zweite Felge wird mithilfe von Draht oben an der Eisenstange befestigt. Der Bindfaden wird durch die vorhandenen Speichenlöcher gezogen.
Aus dem Raster
Hergestellt aus Polypropylen, das mechanisch widerstandsfähig ist. Das Material ist fäulnisbeständig und UV-beständig. Die Zellen sind groß – 150 bis 170 mm. Die Rippe bietet trotz ihrer geringen Dicke eine hervorragende Stängelstütze.
Ein Gurkenrankgitter aus Maschengewebe lässt sich leicht herstellen. Das Material wird je nach Beetlänge in zwei bis drei Lagen gefaltet und auf den Boden gelegt. Wie auf dem Foto zu sehen, werden Pfosten an den Rändern angebracht, um das Netz zu fixieren. Die Setzlinge werden direkt in die einzelnen Zellen gepflanzt. Die wachsenden Pflanzen müssen nicht festgebunden werden, da sich ihre Ranken von selbst an den Maschen des Netzes festhalten.
Eine Rankhilfe aus Metall ist ebenfalls möglich. In diesem Fall ist die Konstruktion bogenförmig. Die Basis bilden mit Erde gefüllte Holzkästen, in die Gurken gepflanzt werden. Solche bogenförmigen Rankhilfen eignen sich hervorragend, um ein einzigartiges Blätterdach zu schaffen. Mehrere Kästen können längs aufgestellt werden und bilden so einen Korridor, der das Gartenbeet dekorativ gliedert. Anstelle eines Metallgitters wird oft auch ein Holzgitter verwendet.
Besonderheiten beim Anpflanzen und Anbauen von Gurken
Der Anbau von Gurken an Rankgerüsten erfordert eine Reihe von landwirtschaftlichen Arbeitsschritten. Deren Pflegeaufwand variiert je nach den jeweiligen Bedingungen.
Im offenen Gelände
Die richtige Platzierung der Beete ist entscheidend für hohe Erträge. Eine West-Ost-Ausrichtung ist empfehlenswert, da sie für gleichmäßige Sonneneinstrahlung sorgt. Weniger erfahrenen Gärtnern empfiehlt sich der Bau eines Rankgitters aus Bambusstangen. Diese sollten 3 bis 4 cm Durchmesser und 1,5 m lang sein. Zuerst sollte der Boden umgegraben, das Beet aufgelockert und mit Kompost gedüngt werden. Erst dann sollte das Rankgitter aufgebaut werden.
Das könnte Sie auch interessieren:Die Stäbe sind maximal 60 cm tief im Boden vergraben und im Abstand von 50 cm einander gegenüberliegend angeordnet. Sie verlaufen auf einer Seite waagerecht und auf der anderen in einem Winkel von 60°. Oben sind alle Teile der Konstruktion mit Draht verbunden. Parallel angeordnete Stützbalken sorgen für zusätzliche Stabilität.
Das Pflanzmuster für die Setzlinge hängt von der Strauchart ab, die Sie in Ihrem Garten anpflanzen möchten. Bei stark verzweigten Stängeln beträgt der optimale Abstand 30 bis 40 cm. Bei weniger verzweigten Stängeln genügen 25 bis 30 cm. Rankgitter werden im Abstand von 1 Meter aufgestellt. Es wird nicht empfohlen, diesen Abstand zu verringern; letztendlich hängt es jedoch vom verfügbaren Platz in Ihrem Garten ab.
In manchen Regionen erfordern die klimatischen Bedingungen eine Isolierung der Sämlinge. Am besten eignet sich Plastikfolie, die gewächshausähnliche Bedingungen schafft. Sobald die Jungpflanzen angewachsen sind und sich eine konstante Temperatur eingestellt hat, wird die Abdeckung entfernt und die Stängel fixiert.
Im Gewächshaus
Man kann auch ein Gurkenrankgitter im Gewächshaus anbringen. Dabei müssen jedoch bestimmte Regeln beachtet werden:
- Die Wahl des Pflanzzeitpunkts hängt von der Möglichkeit ab, die für die jeweilige Kulturpflanze empfohlene Temperatur einzuhalten;
- In einem Gewächshaus lässt sich die Luftfeuchtigkeit leichter aufrechterhalten, aber es muss einen Mechanismus geben, der die Fenster öffnet und schließt, um für Belüftung und Temperaturregulierung zu sorgen;
- Die Bepflanzung sollte nicht zu dicht sein, damit die Luft frei zirkulieren kann.
Ein Rankgitter für Gurken, die in einem Polycarbonat-Gewächshaus (oder einem anderen Material) angebaut werden, unterscheidet sich nicht von einem Rankgitter für Freilandgurken. Je nach Art des Gurkens wird eine von zwei Rankgittervarianten ausgewählt:
- Vertikale;
- horizontal.
Im ersten Fall genügt eine einfache U-förmige Stütze. Sie kann bis zu 2 Meter hoch sein. Eine horizontale Stange, die durch Draht ersetzt werden kann, dient zur Befestigung der Schnur, an der die Stängel emporranken. Jede Pflanze benötigt eine eigene Stütze.
Das könnte Sie auch interessieren:Bei horizontaler Befestigung werden mehrere Metallstützen an gegenüberliegenden Enden des Gewächshauses angebracht. Die empfohlene Höhe beträgt 2 Meter. An den Stützen werden mehrere Stränge dicker, stabiler Seile befestigt. So entsteht eine Rankhilfe, an der sich die Pflanzen festhalten können.
Um die Gurkenpflege im Gewächshaus zu erleichtern, können Sie die Gurken in Holzkästen pflanzen. Die Ständer sorgen für zusätzliche Belüftung. Vermeiden Sie es, sich beim Gießen zu bücken.
Der Einsatz von Rankgerüsten hilft, mehrere Probleme gleichzeitig zu lösen. Diese Konstruktionen dienen der Platzersparnis. Bei fachgerechter Montage können sie die Erträge deutlich steigern.

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