Salate besitzen zahlreiche positive Eigenschaften und werden in vielen Gerichten sowie als Dekoration verwendet. Sie lassen sich nicht nur während der Pflanzsaison, sondern auch im Gewächshaus während der kalten Jahreszeit anbauen. Da die Pflanzen wenig Pflege benötigen, kann dies sogar ein lohnendes Unterfangen sein.
Eigenschaften
Salat ist eine einjährige Pflanze, deren Früchte und Samen in nur einer Saison geerntet werden. Er wird frisch verzehrt, oft in Kombination mit anderem Gemüse. Die Salatblätter werden mit Pflanzenöl, Olivenöl, normalem Essig, Balsamico-Essig oder Sojasauce beträufelt. Er eignet sich als Hauptgericht oder als Beilage zu Fleisch- oder Fischgerichten. Grüne Salate sind ein beliebter Bestandteil gesunder Ernährung; sie sind kalorienarm, liefern aber wichtige Vitamine und Mineralstoffe.
Salat enthält für den menschlichen Körper essentielle Säuren sowie Mineralstoffe und organische Substanzen. Die meisten Sorten haben kurze Reifezeiten; frische Blätter können in der Regel innerhalb eines Monats nach der Aussaat geerntet werden.
Gängige Salatsorten:
- Kopfsalat – verträgt Kälte gut und reift schnell. Die Ernte erfolgt üblicherweise im Frühling, da die Blätter zu dieser Zeit vermutlich viele Ballaststoffe und Vitamine enthalten.
- Blattsalat kann sowohl im Frühling als auch im Winter angebaut werden. Er hat jedoch Nachteile: Er ist nicht lange haltbar, da er verdirbt. Auch der Transport gestaltet sich schwierig. Wichtig ist zudem, ihn innerhalb der Erntezeit zu ernten, da die Blätter sonst überreif und zäh werden.
- Romanasalat ist ein lockerer, künstlich geformter Kohlkopf. Die Blätter werden in der Mitte der Pflanze zusammengebunden. Die Aussaat erfolgt bei wärmerem Wetter, und um die Ernte zu beschleunigen, werden Jungpflanzen verwendet. Diese Salatsorte ist nicht lange haltbar, daher werden die Köpfe zusammen mit den Wurzeln und einem kleinen Erdklumpen ausgegraben.
- Spargelsalat – muss vor dem Verzehr gekocht werden. Die Stängel der Pflanze erreichen eine Höhe von bis zu einem Meter. Vor dem Verzehr werden die Stängel geschält und anschließend gekocht oder gedämpft. Danach werden sie in Teig frittiert. Um die Haltbarkeit zu verlängern, wird die Pflanze mitsamt den Wurzeln ausgegraben und an einem trockenen, dunklen und kühlen Ort gelagert.
Die Vorteile und Herausforderungen des Anbaus von Salat für den Verkauf
Viele Hobbygärtner, die bereits Erfahrung gesammelt haben, denken darüber nach, mit ihrem Gemüseanbau Gewinn zu erzielen. Kräuter gehören zu den pflegeleichtesten Kulturpflanzen. Sie wachsen sehr schnell und benötigen wenig Dünger. Schädlinge und Krankheiten befallen sie selten. Eine Marktanalyse zeigt, dass Kräuter ganzjährig gefragt sind und somit gute Umsätze garantieren.
Der Anbau von Salat im kleinen Maßstab ist aufgrund der Kosten für Saatgut, Dünger, Bewässerungswasser und Heizung in der kalten Jahreszeit nicht sehr rentabel. Die industrielle Produktion ist eine sinnvolle Alternative, jedoch nur, wenn die Möglichkeit besteht, die Ernte im Groß- oder Einzelhandel zu verkaufen. Andernfalls ist die Ernte, das Ergebnis aller Mühen und Investitionen, schlichtweg vergeudet.
Derzeit bauen nur wenige Landwirte Salat in Gewächshäusern für den Winterverkauf an. Daher ist der Wettbewerb gering, und die Gemüsepreise sind im Winter deutlich höher als im Sommer. In Regionen mit wärmerem Klima ist die Rentabilität höher, da die Heizkosten für Gewächshäuser dort wesentlich niedriger sind. Der Verkauf außerhalb des Anbaugebiets ist zwar möglich, doch müssen dann die Transportkosten berücksichtigt und Sorten ausgewählt werden, die sich gut lagern lassen und leicht zu transportieren sind. Schließlich muss der Salat auch ansprechend präsentiert werden.
Kennt man den Großhandelspreis für Produkte und die ungefähren Kosten für Gewächshauspflege und Verbrauchsmaterialien, lässt sich ein grober Gewinn berechnen. Dieser kann jedoch höher oder niedriger ausfallen; beispielsweise steigen in einem strengen Winter die Heizkosten, was den Gewinn natürlich schmälert. Ein früher Frühling hingegen steigert die Einnahmen. Die Rendite eines „grünen“ Unternehmens ist oft höher als beim Gemüseanbau und erreicht 20 bis 30 Prozent. Gibt es schließlich eine bessere Art, den Winter zu verbringen, als neue Ideen zu entwickeln und umzusetzen?
Anforderungen an das Gewächshaus
Wenn im Sommer für Offenes Land eignet sich für den Anbau von Salat.Im Winter kommt man ohne ein stabiles Gewächshaus nicht aus. Es ist zwar die größte Anfangsinvestition, aber eine einmalige Angelegenheit. Sobald sich die Kosten für das Gewächshaus amortisiert haben, kann man damit Gewinn erzielen.
Rahmen und Abdeckung
Um ein Gewächshaus im Winter warm zu halten, ist eine stabile Konstruktion und ein solides Fundament unerlässlich. Zunächst sollten Sie die Größe bedenken: Ein kleines Gewächshaus wirft keine nennenswerten Erträge ab, und ein großes amortisiert sich ohne etablierte Verkäufe nicht schnell. Der durchschnittliche Ertrag liegt zwischen 1.500 und 2.000 Gramm pro Quadratmeter. Wenn Sie planen, Salat im Einzel- oder Großhandel in kleinen Mengen zu verkaufen, reichen 8 bis 10 Quadratmeter aus. Daher beträgt die optimale Gewächshauslänge 5 Meter und die Breite 2 Meter. Bei etablierten Verkäufen kann das Gewächshaus später erweitert werden.
Um das richtige Material auszuwählen, müssen Sie sich genauer über die einzelnen Materialien informieren. Es gibt drei Arten von Gewächshäusern:
- Film;
- Polycarbonat;
- glasiert;
Folie ist zwar ein preiswertes Material, kann aber reißen, hält im Winter die Wärme schlecht und muss alle drei Jahre ausgetauscht werden. Natürlich gibt es auch frostbeständige oder verstärkte Folie; deren Qualität ist deutlich besser als die von Standardfolie, allerdings ist sie auch teurer. Bei begrenztem Budget kann man sich jedoch eine Folienkonstruktion bauen, die später ausgetauscht werden kann.
Glas hält die Wärme besser und ist deutlich stabiler; einzelne Scheiben lassen sich bei Beschädigung austauschen. Der Bau eines Gewächshauses aus Glas ist zwar teurer und die Installation dauert länger, aber man kann Geld sparen; viele verkaufen ihre alten Fenster nach dem Austausch gerne günstiger.
Polycarbonat ist ein relativ neues Material für Gewächshäuser; es ist äußerst widerstandsfähig und langlebig. Dank seines geringen Gewichts lässt sich ein Gewächshaus schnell und einfach selbst bauen. Das Material speichert Wärme gut und senkt so die Heizkosten. Allerdings ist Polycarbonat teuer und wird daher nur industriell eingesetzt.
Das Gerüst besteht meist aus Holz, da Metall sehr schnell abkühlt und die Temperatur im Gewächshaus senkt. Holzbalken speichern die Wärme besser, müssen aber vor der Montage mit einem Holzschutzmittel behandelt werden, um die Konstruktion vor Fäulnis und Austrocknung zu schützen.
Heizung
In jedem Fall benötigt ein Gewächshaus eine Heizung, und Infrarotheizungen sind hierfür die praktischste Lösung, da sie den Boden schnell erwärmen und die Temperatur im Inneren konstant halten. Außerdem sind sie leicht zu transportieren und erfordern keine besonderen Kenntnisse für die Installation. Der Nachteil dieser Heizart sind die laufenden Kosten, da sie Strom benötigt.
Man kann auch einen Holzofen bauen. Dazu werden im gesamten Gewächshaus Rohre verlegt, die durch den hindurchströmenden Rauch erhitzt werden. Kohlenmonoxid entweicht durch den Schornstein, und die Luft im Gewächshaus erwärmt sich. Das ist natürlich günstiger, erfordert aber ständige Aufmerksamkeit; alle vier Stunden muss Holz nachgelegt werden.
Zusätzlich kann eine Heizung eingesetzt werden. Nachts können die Wände mit Agrofaser abgedeckt werden. Eine Mulchschicht aus Pflanzenresten, angereichert mit Mist oder Pflanzenkot, hält die Bodentemperatur gut konstant; beim Verrotten wird viel Wärme freigesetzt.
Bewässerung
Salatpflanzen gedeihen nicht ohne regelmäßiges Gießen. Verwenden Sie ausschließlich sauberes, warmes Wasser. Tropfbewässerung gilt als die beste Methode. Sie ist einfach einzurichten: Stellen Sie ein großes Fass in den Unterstand, schließen Sie eine Pumpe daran an und verlegen Sie poröse Schläuche in den Beeten, die mit der Pumpe verbunden werden. Leitungen vom Wasseranschluss werden verlegt, um das Wasser in den Behälter zu leiten. Achten Sie darauf, die Leitungen zu isolieren, da das Wasser sonst bei Kälte gefrieren kann.
Wie man im Winter Salat im Gewächshaus anbaut
Salat anzubauen ist nicht arbeitsintensiv; mit dem nötigen Engagement und einem geeigneten beheizten Gewächshaus ist er ganz einfach. Wichtig ist außerdem ausreichend Licht, weshalb in manchen Regionen zusätzliche Beleuchtung erforderlich sein kann. Die Aussaat im Gewächshaus erfolgt im September, die Ernte kann bis Dezember dauern. Alternativ kann auch im Januar ausgesät werden, dann lassen sich bis März frische Blätter ernten. Den Rest des Jahres kann Salat im Freien angebaut werden. Die Nachfrage nach Salat ist sehr hoch, da viele Menschen Wert auf eine gesunde Ernährung legen. Besonders während der Neujahrsfeiertage ist mit einem hohen Bestellaufkommen für dieses Gemüse zu rechnen.
Salat wird industriell hydroponisch angebaut. Zunächst sind automatisierte Systeme erforderlich, um Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Beleuchtung zu steuern. Die Samen werden in spezielle Behälter gesät, zwei bis drei pro Behälter. Anschließend wird ein Wachstumsmedium hinzugefügt, um ein aktives Pflanzenwachstum zu fördern. Die Behälter haben Löcher im Boden für das Wurzelwachstum. Sobald die Wurzeln ausgetrieben sind, werden die Behälter reihenweise in eine spezielle Wanne gestellt. Durch diese Wanne wird dann mit Vitaminen und Nährstoffen angereichertes Wasser zugeführt. Die Zusammensetzung des Wassers wird mithilfe von Sensoren überwacht. Diese Anbaumethode führt zu schnellem Wachstum und gesunden Blättern in hoher Handelsqualität.
Salatanbau zusammen mit anderen Nutzpflanzen
Salat wird üblicherweise in der ersten Umtriebszeit von Gewächshäusern oder Frühbeeten angebaut. Die Pflanze wächst schnell, benötigt kaum Pflege und liefert hervorragende Erträge. Darüber hinaus wirkt sich Salat positiv auf den Boden aus, was wiederum zu einem ausgezeichneten Pflanzenwachstum beiträgt. Tomaten Und GurkenDie
Salat lässt sich auch zusammen mit Tomaten und Gurken anbauen, indem man ihn zwischen die Reihen sät, um den Boden zu verdichten. Um die Aussaat anderer Kulturen nicht zu verzögern, empfiehlt es sich, Blattsalate zu wählen, da diese schnell keimen und eine kurze Wachstumsperiode haben. Die Reihen werden alle 20–30 Tage neu bepflanzt, und während Tomaten und Gurken keimen und wachsen, kann man mit dem Verkauf des Salats Geld verdienen.
Salatmerkmale
Für Gartenanfänger eignen sich pflegeleichte, schnell wachsende Blattgemüsesorten ideal. Dazu gehören:
- Kresse;
- eichenblättrig;
- Fries;
Sobald Sie etwas Erfahrung gesammelt haben, können Sie sich an exotischere Sorten wie Eisbergsalat oder Rucola wagen. Diese sind zwar etwas anspruchsvoller in der Pflege, aber auch teurer. Eisbergsalat hat ein frisches Aroma und einen angenehmen Geschmack, und seine Blätter sind reich an Ballaststoffen und wertvollen Mikronährstoffen. Er eignet sich für Menschen, die auf ihre Ernährung achten oder aufgrund von Erkrankungen spezielle Bedürfnisse haben. Wichtig ist jedoch Folgendes zu beachten:
- Die Vegetationsperiode ist etwas länger;
- Die Sorte stellt hohe Anforderungen an die Beleuchtung und die Bodenbeschaffenheit;
- Damit sich ein Kohlkopf bilden kann, muss die Temperatur im Gewächshaus 20-25 Grad betragen; Eisbergsalat reagiert schlecht auf niedrigere und höhere Temperaturen;
Rucola eignet sich auch für eine kalorienarme Ernährung und ist ballaststoffreich. Er ist anspruchslos. Die Blätter haben einen erfrischenden, leicht bitteren Geschmack. Rucola wird nicht nur als Garnitur und in Salaten verwendet, sondern auch warmen Gerichten beigefügt. Die wichtigsten Wachstumsbedingungen für Rucola sind:
- regelmäßiges Gießen;
- nährstoffreicher, feuchtigkeitsspeichernder Boden;
- Vorhandensein von mineralischen Düngemitteln;
- Temperaturbereich 18-20 Grad Celsius.
Auswahl des Saatguts und Aussaat
Sobald das Gewächshaus bereit ist, müssen nur noch die Samen für die Aussaat ausgewählt werden. Am besten eignen sich blattreiche Sorten mit kurzer Reifezeit. Folgende Sorten sind dafür ideal:
- Lola Rossa;
- "Enkel";
- "Gourmet";
- Kitezh
- Feuervogel
Sie können auch eine detailliertere Marktanalyse durchführen und eine andere Sorte für die Aussaat auswählen. Die Saatgutmenge hängt hauptsächlich von der Größe des Gewächshauses und der Aussaathäufigkeit ab. Die Aussaatregeln sind recht einfach:
- Der Boden sollte feucht und locker sein;
- Bei blattreichen Sorten sollte der Reihenabstand mindestens 20 cm betragen, bei kopftragenden Sorten 35-45 Zentimeter;
- Beim Aussäen sollten die Samen 5-6 cm tief in die Erde gelegt werden.
- Nach dem Erscheinen der Sämlinge ist es notwendig, die Pflanzen regelmäßig zu gießen und das Mikroklima im Gewächshaus zu überwachen;
Pflege der Ernte
Salatpflanzen sind pflegeleicht. Jede Sorte hat natürlich ihre Eigenheiten, und Empfehlungen zu Temperatur und Licht finden Sie auf der Verpackung. Gießen Sie die Pflanze anfangs ein- bis zweimal pro Woche und erhöhen Sie die Häufigkeit mit zunehmendem Wachstum. Achten Sie darauf, dass die Blätter nicht nass werden.
Die Beleuchtung sollte ebenfalls berücksichtigt werden; unzureichendes Licht führt zu übermäßigem Längenwachstum. Bei sehr kurzen Tagen sollten Leuchtstoffröhren verwendet werden. Für die meisten Sorten sollte die Tagestemperatur im Gewächshaus zwischen 15 und 20 Grad Celsius liegen, während die Nachttemperaturen auf 8–10 Grad Celsius sinken. Düngen Sie ein- bis zweimal während der Wachstumsperiode mit:
- Harnstoff 15 g/m²;
- Ammoniumnitrat 10 g/m²;
- Kaliumchlorid 15 g/m²;
Der Reihenabstand wird während der Wachstumsperiode ein- bis zweimal gelockert. Die Ernte erfolgt 3–4 Wochen nach der Aussaat, wenn der Boden nach dem Gießen abgetrocknet ist. Zu diesem Zeitpunkt sollten die Salatblätter 7–10 cm hoch sein.
Krankheiten und Schädlinge
Salatpflanzen sind besonders anfällig für Pilzkrankheiten, die durch falsche Bewässerung und die Verwendung von verunreinigtem Material (Erde, Saatgut) entstehen. Junge Sämlinge sind besonders gefährdet. Blattläuse sind die häufigsten Schädlinge an Salat; spezielle Produkte können helfen, sie zu bekämpfen. Um sich vor Krankheiten und Insekten zu schützen, ist es wichtig, die richtigen Anbaumethoden anzuwenden und vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen.
Abschluss
Salat lässt sich ganzjährig im Gewächshaus anbauen, vorausgesetzt, die Bedingungen sind optimal und die Pflanzen werden richtig gepflegt. Der Anbau von Blattgemüse kann sich lohnen, besonders in der Vorweihnachtszeit. Schließlich ist Salat eine unverzichtbare Zutat für viele Gerichte, sowohl für den Alltag als auch für besondere Anlässe.
