Qualität und Quantität der Ernte hängen von der richtigen Pflege der Pflanzen ab. Sie benötigen regelmäßige Düngung. Die Wirkung des Düngers hängt nicht nur von seiner Zusammensetzung, sondern auch vom Zeitpunkt der Ausbringung ab. Bei sachgemäßer Pflege wird der Boden mit wertvollen Spurenelementen angereichert und schützt selbst alte Bäume vor Auslaugung. Pflanzen nehmen Stickstoff, Phosphor und Kalium auf, die dem Boden jedes Jahr im Herbst zugeführt werden sollten.
Warum den Boden nähren?
Gartenanfänger glauben fälschlicherweise, dass der Boden nur im Frühling und Sommer Nährstoffe benötigt. Tatsächlich braucht der Boden aber gerade im Herbst zusätzliche Mikronährstoffe. Über mehrere Monate hinweg hat er bereits alle Nährstoffe an die Pflanzen abgegeben und ist dadurch ausgelaugt. Wird nicht rechtzeitig gedüngt, fällt die Ernte im nächsten Jahr deutlich geringer aus.
Das könnte Sie auch interessieren:Moderne Bodenverbesserungsmittel sind auf Langzeitwirkung ausgelegt. Granulate beispielsweise verbleiben im Boden und reichern ihn nach und nach mit Phosphor, Kalium und Stickstoff an. Zudem werden nicht alle Nährstoffe gleich schnell aufgenommen. Manche werden fast sofort absorbiert, andere dringen erst mit dem Schmelzwasser tief in den Boden ein. Phosphorhaltige Düngemittel beispielsweise sättigen den Boden lange und werden im Frühjahr nicht weggespült, weshalb sie meist im Herbst ausgebracht werden. Es gibt mehrere Gründe, nach der Ernte zu düngen:
- Siegel für von Bäumen betroffene Bäume Krankheiten werden im Herbst gebildet, woraufhin sie zusätzliche Nährstoffe benötigen, um den Saftverlust durch Risse und Hohlräume auszugleichen;
- Die Vorbereitung des Bodens für Neuanpflanzungen (insbesondere für Rasenflächen) beginnt im September;
- um die Fruchtbarkeit und Blüte in der nächsten Saison zu steigern.
Wann und womit düngen?
Der Herbst dauert drei Monate, aber Düngen ist nicht jederzeit möglich. Beginnt man zu spät mit der Bodenpflege, bringt sie keinen Nutzen oder schadet den Pflanzen sogar. Es ist wichtig, den Boden vor dem ersten Frost zu düngen, da die Nährstoffe sonst nicht ausreichend aufgenommen werden können und Feuchtigkeit die Wurzeln schädigt. Kaltes Wetter verlangsamt die Aufnahme von Mikronährstoffen durch die Pflanzen erheblich, da sich ihr Stoffwechsel verlangsamt. Daher ist Anfang September ein guter Zeitpunkt zum Düngen. Vermeiden Sie es, nach dem Laubfall zu düngen.
Phosphordünger wird am häufigsten im Winter eingesetzt. Pflanzen nehmen ihn schnell und leicht auf, sodass er auch bei kühlerem Wetter wirksam ist. Dieser Dünger reduziert den Säuregehalt des Bodens, beschleunigt das Baumwachstum und fördert die Bildung neuer Triebe. Ein weiterer positiver Effekt: Phosphordünger stärkt die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gegen Wind, Regen und Frost.
Kaliumhaltige Düngemittel sind in der kalten Jahreszeit unerlässlich. Sie erhöhen die Frostresistenz und schützen die Pflanzen vor Krankheiten. Bäume sind im Winter besonders anfällig für Witterungsschäden, daher ist eine ausreichende Nährstoffversorgung wichtig. Kalium fördert zudem die Zuckerbildung in Obst und Gemüse und macht die Ernte dadurch noch schmackhafter. Mit der Kälte gehen die Pflanzen in eine Winterruhe über und stellen die Wasseraufnahme ein. Der Saftfluss verlangsamt sich und setzt erst mit dem Frühling wieder ein. In dieser Zeit besteht die Gefahr von Feuchtigkeitsverlust, und Kalium hilft, diesen zu speichern. Daher trägt Dünger dazu bei, die Pflanzen auf den Winter vorzubereiten.
Das könnte Sie auch interessieren:Welche Düngemittel sind für den Herbst ungeeignet?
Erfahrene Gärtner wissen, dass Stickstoffdünger nach der Ernte ungeeignet sind. Sie sollten erst im Frühjahr ausgebracht werden, wenn der Schnee vollständig geschmolzen ist. Grund dafür ist die ausreichende Wasserverfügbarkeit, die den Dünger bereits im April vollständig auswaschen kann. Es gibt jedoch Stickstoffdünger, die im Herbst verwendet werden können. Ammoniumnitrat beispielsweise ist im Herbst vorteilhaft für den Boden. Es dringt selbst in gefrorenen Boden ein und benötigt kein Wasser. Das Pulver wird auf dem Boden verteilt und mit einem Rechen eingeebnet. Auch Ammoniumsulfat eignet sich. Es enthält 20 % Stickstoff und Schwefel. Die Anwendung ist ähnlich wie bei Ammoniumnitrat, allerdings sollte der Boden für eine bessere Aufnahme gründlich umgegraben werden.
Vorpflanzungsdünger sind im Herbst nutzlos, da die Aussaatzeit bereits vorbei ist. Eine Ausnahme bildet das Umpflanzen von Bäumen, das meist im Herbst erfolgt. Dann lässt sich der Boden optimal vorbereiten. Hierfür werden organische Bodenverbesserungsmittel verwendet. So hilft beispielsweise gemischter Kompost den Bäumen, schneller an ihrem neuen Standort anzuwachsen. Mikronährstoffdünger werden im Herbst ebenfalls nicht eingesetzt. Sie sind nur situationsbedingt erforderlich und nach der Ernte überflüssig. Gartenneulinge sollten sich bei der Auswahl von Herbstdüngern von erfahrenen Gärtnern beraten lassen.
Die Vorbereitung Ihres Bodens auf die neue Saison ist ganz einfach. Kaufen Sie einfach den passenden Dünger im Gartencenter. Die Anwendungshinweise finden Sie auf der Verpackung. Dünger wird meist in Wasser verdünnt oder trocken auf die Erde gestreut. Schon nach einem Tag können Sie im nächsten Jahr eine reiche Ernte einfahren.

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