Wann kann man junge Kartoffeln nach der Blüte zur Lagerung ernten?

Kartoffel

Frühkartoffeln sind im Sommer besonders lecker, da die Ernte vom Vorjahr bereits an Geschmack und Aroma verloren hat. Mit der richtigen Kartoffelsorte und fachgerechter Pflanzung können Sie schon im Juni Frühkartoffeln ernten und genießen.

Die Hauptsaison für die Kartoffelernte ist der Herbstanfang. Doch selbst erfahrene Gärtner können den genauen Erntezeitpunkt nicht immer bestimmen, da zahlreiche Faktoren ihn beeinflussen. Je nach Klima, Kartoffelsorte und Pflanzzeitpunkt variieren Blüte und Reife der Knollen. Daher lässt sich die Erntereife erst nach sorgfältiger Prüfung der Knollen und Beurteilung des Bodenzustands feststellen. Die agronomische Praxis in unserer Region, im Moskauer Gebiet, zeigt, dass der optimale Erntezeitpunkt anhand verschiedener Faktoren berechnet werden kann.

Wann hört die Blüte bei Kartoffeln auf? Anzeichen für das Ende der Kartoffelblüte

Das Endstadium, wenn die Kartoffeln mit der Blüte fertig sind und die frühe Ernte eingebracht werden kann, lässt sich an folgenden charakteristischen Anzeichen erkennen:

  • Die Kartoffelsträucher sind bereits verblüht.
  • An den Kartoffelstängeln haben sich Beeren gebildet.
  • Das Wachstum der Triebspitzen hat aufgehört.
  • Kartoffelknollen sind deutlich kleiner als ausgewachsene Kartoffeln.
  • Die Knollen reichen unter den vergilbten Blättern bis in eine Tiefe von 20 cm.

Sobald die Kartoffeln ihre Blüte beendet haben, kann man den Zeitpunkt für das Ausgraben festlegen.

Wann kann ich Kartoffeln ernten? Bestimmung des richtigen Zeitpunkts zum Ausgraben von Jungkartoffeln nach der Blüte.

Es gibt mehrere äußere Faktoren, die Ihnen helfen können, festzustellen, ob neue Kartoffeln erntereif sind. Jeder erfahrene Gärtner weiß, dass die folgenden Anzeichen unbedingt zuerst beachtet werden müssen:

  • Aussehen der Knollen

Nachdem die neuen Kartoffeln das Knospenstadium abgeschlossen haben (sie haben geblüht), beginnen die Knollen zu wachsen. Sobald sie eine Größe von 5 cm erreicht haben, können Sie die Pflanzen ausgraben.

Es ist wichtig, junge Kartoffeln rechtzeitig auszugraben, ohne den Zeitpunkt zu verpassen, an dem die Wurzelknolle bereits das Stadium einer normalen Kartoffel erreicht hat.

Interessanterweise kann der Kartoffelgeschmack von bestimmten Anbaumethoden abhängen – der Wahl des Düngers und Mineraldüngers, der Schädlingsbekämpfung, dem Bewässerungsplan und der Bewässerungsintensität, der Wasserreinheit und der Bodentemperatur. Es ist außerdem wichtig, die Kartoffelbeete regelmäßig umzugraben und Veränderungen im Zustand der Pflanzen und des Bodens zu beobachten.

Wann sollte man neue Kartoffeln ernten?

Während der Kartoffelblüte ist es wichtig abzuschätzen, wie lange es noch dauert, bis man mit dem Ausgraben der Beete beginnen kann. Normalerweise vergehen 14 bis 20 Tage von der Blüte bis zur Ernte. Das Aussehen der ausgegrabenen Kartoffeln kann ein guter Indikator für die Ernte sein: Sind die Kartoffeln ausreichend groß, fällt die Ernte reichlich aus.

Da die Knollen noch etwa 30 Tage weiterwachsen, ist es wichtig, beim Ausgraben die Pflanzen nicht zu beschädigen. Es empfiehlt sich, am Rand des Beetes entlang zu graben.

Gärtnern ist ohne Fehler unmöglich – zu viel Eile oder im Gegenteil zu viel Verzögerung bei der Kartoffelpflege können den Kartoffeln nach dem Kochen einen ungewöhnlichen Geschmack verleihen oder die Konsistenz des Gerichts verändern und es wässrig machen. Doch nur durch Erfahrung, durch Ausprobieren und Lernen aus Fehlern, lassen sich gute Ergebnisse beim Anbau und der Ernte von Frühkartoffeln erzielen.

  • Zustand der Kartoffelknollen

Ob neue Kartoffeln erntereif sind, lässt sich feststellen, indem man eine einzelne Kartoffelpflanze aus dem Garten ausgräbt. Größe und Anzahl der Knollen geben Aufschluss darüber, wie reif die Wurzelgemüse sind.

Gärtner empfehlen, den Bodenzustand zu prüfen, bevor man die erste Kartoffel ausgräbt. Ist die oberste Erdschicht des Beetes rissig, ist die Knolle erntereif. Das liegt daran, dass die wachsende Kartoffel die darüber gehäufte Erdschicht auseinanderdrückt und so Risse entstehen.

Die Festigkeit und Dicke der Kartoffelschale kann ebenfalls Aufschluss über die Erntereife geben. Im Sommer ist die Kartoffelschale weniger fest. Je nach Sorte kann sich die Schale jedoch unterschiedlich verhalten – sie kann sich beim Reiben ablösen oder fest bleiben. Daher ist dieser Indikator nur zur Beurteilung weniger Kartoffelpflanzen geeignet.

  • Zustand einer Pflanze gemäß ihrem oberirdischen Teil

Ein deutliches Zeichen dafür, dass junge Kartoffeln erntereif sind, sind vergilbte und vertrocknete Blätter. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Stängelverfärbungen oder -vertrocknetheit auch andere Ursachen haben können, beispielsweise einen Stickstoffüberschuss im Boden.

Es wird außerdem nicht empfohlen, sich hauptsächlich auf dieses Merkmal zu verlassen, da Kartoffelbeete oft mit verschiedenen Sorten bepflanzt werden, was bedeutet, dass Blüte und Reife der Wurzelgemüse zu unterschiedlichen Zeiten erfolgen.

Erfahrene Gärtner raten davon ab, mit der Ernte zu warten, bis das Kraut vollständig vertrocknet ist – idealerweise sollte es etwa ein Siebtel der gesamten Pflanzmenge verwelken. Wartet man zu lange mit dem Ausgraben der Knollen, riskiert man, weiche und fade Kartoffeln zu ernten, die unter unzureichenden Feuchtigkeitsbedingungen auf die Ernte gewartet haben.

Junge Kartoffeln sollten nach und nach ausgegraben werden, indem man die Knollen in mehreren Portionen entfernt.

Wie gräbt man Kartoffeln richtig aus? Technische Aspekte beim Ausgraben von Jungkartoffeln

Um Beschädigungen der Kartoffelknollen beim Ausgraben zu minimieren, sollten Sie beim Mähen der Beete jegliches Unkraut entfernen. Dadurch entstehen übersichtlichere Reihen, und verbleibende Vegetation behindert die Kartoffelernte nicht mehr.

Die oberirdischen Teile der Kartoffelpflanzen sollten bis auf einen Abstand von 10 cm zum Stängel zurückgeschnitten werden. Warten Sie ein bis zwei Tage, bevor Sie die Pflanzen ausgraben. Diese kurzen Triebe erleichtern das Auffinden der Pflanze, und die verbleibenden Nährstoffe versorgen die Kartoffelknollen in dieser Zeit zusätzlich. Das Mähen des oberirdischen Pflanzenteils verringert außerdem das Infektionsrisiko.

Das Vorschneiden ist jedoch nicht notwendig, wenn das Gartenbeet nicht sehr groß ist. Erstreckt sich die Kartoffelanbaufläche über mehrere Hektar, ist es ratsam, zum Jäten von Unkraut und zum Ausgraben der Knollen einen Einachsschlepper anstelle von traditionellen Werkzeugen wie Schaufel und Mistgabel zu verwenden.

Wichtig! Es wird dringend davon abgeraten, Stängel und Blätter auf dem Feld liegen zu lassen oder das „Abfallmaterial“ in einen Kompostbehälter zu werfen. Diese Entsorgungsmethoden können die Bodenqualität für zukünftige Kartoffelpflanzungen beeinträchtigen und zu Bodenverunreinigungen sowie zur Verbreitung bodenbürtiger Infektionskrankheiten führen.

Welche Methoden gibt es zur Kartoffelernte?

Die Kartoffelernte erfolgt mit Kartoffelrodern oder Kartoffelausgräbern nach verschiedenen technologischen Verfahren:

  1. Direkte Erntetechnologie

Die Knollen werden ausgegraben, indem man sie vom Boden und den Wurzelstöcken trennt. Anschließend werden sie verladen und zu einer spezialisierten Kartoffelverarbeitungsanlage transportiert.

  1. Anwendung der Technik der separaten Kombination

Die Kartoffelreihen werden ausgegraben und anschließend mit einem Kartoffelroder zum Trocknen aufgeschichtet. Sobald die Knollen trocken sind, wird die Schale fester und die Wurzeln können geerntet werden. Durch die Anwendung einzelner und kombinierter Techniken lässt sich die Kartoffelernte deutlich beschleunigen.

  1. Kombiniertes Verfahren

Die kombinierte Technologie beinhaltet die Kombination von Kartoffelernteverfahren mit speziellen Maschinen, die die Knollen aus dem Boden ziehen, und der manuellen Ernte nach dem Trocknen der Knollen.

Wie lagert man neue Kartoffeln nach der Ernte richtig? Tipps und Empfehlungen

Bevor Sie mit der Kartoffelernte beginnen, sollten Sie sich Gedanken darüber machen, wie und unter welchen Bedingungen die geernteten Kartoffeln getrocknet und gelagert werden sollen und wie lange Sie sie lagern möchten.

Es gibt zwei Möglichkeiten, Kartoffeln richtig zu lagern:

  1. Die geernteten Kartoffeln können auf dem Feld verbleiben. Diese Methode eignet sich jedoch nur für sandige Böden, da die ausgegrabenen Kartoffeln dort bereits fast trocken und sauber sind und lediglich kurz an der Luft gelüftet werden müssen. Bei dieser Lagerungsmethode ist es wichtig, wechselnde Wetterbedingungen zu berücksichtigen und die Knollen vor Regen und starker Sonneneinstrahlung zu schützen.
  2. Die meisten Hobbygärtner bevorzugen nach wie vor die zweite Option zum Trocknen und Lagern von Kartoffeln: die Ernte in Schuppen, unter einem Vordach oder in einer Garage zu lagern.

Die Knollen benötigen in der Regel nur ein bis zwei Tage, um die restliche Erde zu verlieren und die Schale zu trocknen. Anschließend werden die Kartoffeln sorgfältig nach Größe sortiert. Große und mittelgroße Kartoffeln werden üblicherweise zum Kochen verwendet, während kleinere Kartoffeln als Tierfutter dienen.

Bei der Lagerung von Kartoffeln ist es wichtig, ein bestimmtes Temperaturregime einzuhalten., Die gut getrockneten Kartoffeln in einen Stoffsack geben, damit sie nicht verfaulen. Neue Kartoffeln sollten nicht zu lange gelagert und sofort verzehrt werden.

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Gärtnererfahrungen: Erfahrungsberichte und Empfehlungen zum Pflanzen und Ausgraben von Frühkartoffeln

Um eine reiche und qualitativ hochwertige Ernte junger Kartoffeln zu gewährleisten, geben erfahrene Gärtner folgende Empfehlungen:

„Ich ziehe immer schon im Herbst Furchen für die zukünftigen Beete, damit der Boden im Frühjahr bereits für die Pflanzung der neuen Kartoffeln vorbereitet ist. Auf diese Weise erwärmt sich der Boden schneller, und alle darin enthaltenen Mikroorganismen beginnen früher zu arbeiten.“

 

„Zusätzlich zu Düngemitteln und Mineralzusätzen gebe ich beim Kartoffelanbau auch Asche in den Boden, die eine Quelle für Kalzium, Phosphor und nützliche Mikroelemente für den Boden ist.“

 

„Um die Qualität der zukünftigen Ernte zu erhalten und Schadkäfer zu beseitigen, verwende ich eine Lösung aus Kaliumpermanganat und Seifenwasser im Verhältnis 0,1 g pro 10 Liter.“

 

„Ich wähle den genauen Zeitpunkt zum Kartoffelernten je nach Wetterlage – ein sonniger, klarer Tag bietet hervorragende Bedingungen. Bei hohen Lufttemperaturen ist es unwahrscheinlicher, dass die Kartoffeln beim Ernten die Knollen möglichst wenig beschädigen.“

Rechtzeitiges Düngen und ein optimaler Bewässerungsplan ermöglichen jedem Hobbygärtner eine hochwertige und schmackhafte Kartoffelernte schon früh im Sommer. Durch das schrittweise Ausgraben der Wurzeln lässt sich eine langanhaltende Kartoffelernte erzielen, die nicht nur den Gärtner, sondern auch seine Familie erfreut.

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