Kann man Mais und Gurken im selben Beet anbauen?

Gemüse

Es wird immer üblicher, zwei Nutzpflanzen gleichzeitig im Freiland auf Gartenbeeten anzubauen. Zum Beispiel Mais und Gurken. Um sicherzustellen, dass die Pflanzen eine gute Ernte bringen und die Vorteile einer solchen Nachbarschaft spürbar werden, ist es notwendig, sich an den Pflanzplan zu halten.

Können verschiedene Pflanzenarten zusammen angebaut werden oder nicht?

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Verschiedene Pflanzenarten im selben Beet anzubauen ist nicht nur möglich, sondern sogar ideal. Gemeinsam angebaute Pflanzen gedeihen prächtig und liefern eine reiche Ernte. Mais und Gurken wachsen besonders gut im Freiland, vor allem, wenn sie nebeneinander gepflanzt werden. Der Mais bietet den Gurken Halt und schützt sie vor Wind.

Aufmerksamkeit!
Sobald die ersten Ranken an den Gurken erscheinen, sollten diese am Maisstängel befestigt werden. Wenn die Früchte nach oben wachsen, wird das Risiko einer Pilzinfektion minimiert.

Darüber hinaus befinden sich die Wurzeln der Pflanzen in unterschiedlichen Tiefen, sodass sich die Gemüsepflanzen nicht gegenseitig beeinträchtigen. Die Fruchtbildung dauert zudem bis in den Frühherbst hinein und in manchen Regionen sogar bis zur Mitte der Saison.

Vor- und Nachteile des Anbaus von Gurken zusammen mit Mais

Der Anbau von Gurken zusammen mit Mais im Freiland hat seine Vorteile:

  • Nützliche Mikroelemente werden besser aufgenommen, daher entwickeln sich die Pflanzen schneller, ebenso wie die Fruchtbildung;
  • Die Erntezeit verlängert sich;
  • Die Gurken erhalten den nötigen Schutz vor Umwelteinflüssen und müssen nicht angebunden werden – Mais dient als Stütze.
  • Die Wahrscheinlichkeit einer Pilzentwicklung wird verringert;
  • Das spart Platz im Garten und Zeit bei der Pflanzenpflege.

Doch trotz dieser Liste an Stärken hat das Verfahren auch seine Nachteile:

  • Werden die Ausläufer der Gurken nicht angeleitet, beeinträchtigen sie den Maisertrag, da sie die Maisstängel zerstören. Daher ist es ratsam, sie etwas früher als die Gurken zu pflanzen.
  • Mais und Gurken benötigen Stickstoff und konkurrieren daher darum. Um dies zu vermeiden, muss der Boden regelmäßig gemulcht werden.

Die neue Pflanzanordnung verringert den Luftaustausch in Bodennähe, wodurch Gurken weniger Energie für die Verdunstung benötigen. Dies verbessert die Photosynthese, da die gesamte Energie für die Fruchtbildung genutzt wird.

Häufige Krankheiten

Mais und Gurken können gleichzeitig von einem Pilzbefall befallen werden. Ursache ist falsche Bewässerung. Diese sollte morgens erfolgen. Wird sie jedoch bis zum Abend verschoben, sinkt die Lufttemperatur über Nacht, wodurch der Boden nicht austrocknet und sich der Pilz vermehren kann.

Um solche Folgen zu vermeiden, können Sie die neuen Pflanzen auch auf Flächen anbauen, auf denen zuvor Erbsen, Kohl, Tomaten, Kartoffeln und Bohnen wuchsen. Diese Pflanzen sind nicht anfällig für gemeinsame Krankheiten. Sollten die Gurken also befallen werden, bleiben die Bohnen gesund. Diese Regel gilt auch umgekehrt.

Wenn der Mais jedoch von einem Pilz befallen ist, sollte er entfernt werden, um eine Infektion anderer Maiskolben zu vermeiden.

Merkmale und Bedingungen benachbarter Gemüsekulturen

Gurken und Mais gedeihen am besten bei warmen Temperaturen. Daher pflanzt man sie am besten erst dann ins Freie, wenn man sicher ist, dass keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Dies geschieht üblicherweise Ende Mai.

Für eine reiche Ernte reicht es nicht aus, Mais und Gurken einfach nur zu pflegen. Bestimmte Regeln müssen ebenfalls befolgt werden:

  • Säen Sie das Getreide etwas früher aus und schaffen Sie Gewächshausbedingungen für es. Diese Vorgehensweise ermöglicht es den Sämlingen, stark genug zu werden, um die grünen Triebe zu tragen;
  • Folgen Sie dem Muster für die Aussaat bzw. die Anpflanzung von Setzlingen.
Aufmerksamkeit!
Mais bietet möglicherweise keinen ausreichenden Windschutz, daher kann zusätzlicher Schutz erforderlich sein.

Wenn Sie Samen aussäen, sollten die Löcher etwa 30 cm voneinander entfernt sein. Legen Sie jeweils drei Samen jeder Kulturpflanze in die Erde. Die Beete sollten mindestens einen Meter voneinander entfernt sein.

Gurken und Maisfrüchte

Vor dem Pflanzen sollten die Samen vorgekeimt und desinfiziert werden, um die Keimung zu beschleunigen. Eine Kaliumpermanganatlösung eignet sich hierfür. Maissamen trocknen während der Lagerung aus und müssen daher vor dem Pflanzen eingeweicht werden. Gurkensamen sollten abgehärtet werden, um ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber verschiedenen Witterungsbedingungen zu erhöhen. Dazu werden die Samen 24–48 Stunden im Kühlschrank gelagert.

Sobald die ersten Sämlinge erscheinen, sollte man Humus und Mulch in den Boden einarbeiten und eine mindestens 10 cm dicke Schicht aufbringen. Dadurch wird der Boden mit wichtigen Nährstoffen angereichert, das Unkrautwachstum unterdrückt und die Bewässerungshäufigkeit reduziert.

Außerdem müssen die Pflanzen pikiert werden, um sicherzustellen, dass nur kräftige und gesunde Sämlinge übrig bleiben.

Bodenvorbereitung, Zeitpunkt und Pflanzmuster

Pflanzen im selben Beet anzubauen, bietet offensichtliche Vorteile. Diese Kombination ist harmonisch und für alle Beteiligten vorteilhaft. So dient beispielsweise Mais als Rankhilfe für Gurken, indem er den Boden beschattet und vor dem Austrocknen schützt.

Agronomen nutzen diese Technik seit Langem, um eine gute Ernte dieser Nutzpflanzen zu erzielen. Die Aussaat erfordert jedoch einige Überlegungen. In diesem Fall gedeihen Gurken und Getreide nebeneinander.

Bodenvorbereitung

Diese Pflanzen lieben Wärme und sollten daher im letzten Frühlingsmonat zusammen ausgesät werden. Nach dem Ausheben der Pflanzlöcher legt man jeweils drei Samen jeder Sorte hinein.

Aufmerksamkeit!
Vor der Aussaat sollten die Samen eingeweicht werden, da sie während der Lagerung austrocknen. Dadurch erhöht sich die Anzahl der Keimlinge.

Sobald die ersten Gurken- und Maiskeimlinge erscheinen, sollten die Pflanzlöcher mit Kompost (50 kg pro 10 m²) gedüngt werden. Landwirte geben im Herbst zusätzlich frischen Mist hinzu. Kaliumsalz, Salpeter und Doppelsuperphosphat können den Boden ebenfalls mit Nährstoffen anreichern. Das Beet selbst sollte gemulcht werden. Diese einfache Maßnahme reduziert Unkraut und den Gießaufwand.

Zeitpunkt der Pflanzarbeiten

Die Pflanzung sollte unter Berücksichtigung der Witterungsbedingungen der jeweiligen Region erfolgen. Für alle Kulturen gilt jedoch die gleiche Voraussetzung: Der Boden muss sich auf mindestens 12 °C erwärmen. Die Pflanzzeit erstreckt sich in der Regel von Mitte bis Ende Mai.

Auch die Aussaat erfordert eine bestimmte Reihenfolge. Mais sollte einen Monat vor Gurken gepflanzt werden, damit die Stängel kräftig werden und Halt geben können. Wird der Mais direkt ins Beet gesät, geht die Pflanzzeit für Gurken verloren, und diese haben nicht genügend Zeit zum Reifen.

Empfohlene Layouts

Die Anordnung der Pflanzen richtet sich in der Regel nach den erwarteten Ergebnissen, dem Wetter, der Gartengröße und den Pflanzbedingungen. Der Algorithmus variiert außerdem je nachdem, ob das Gemüse im Gewächshaus oder im Freiland angebaut wird.

Werden Mais und Gurken zusammen angebaut, sollte der Reihenabstand mindestens 100 cm betragen, da sie sonst zu eng beieinander stehen. Die optimale Pflanzreihenfolge hängt jedoch oft vom regionalen Klima ab. In windstillen Gebieten können Mais und Gurken zusammen mit einem Abstand von etwa 30 cm angebaut werden, um ein Verheddern der Wurzeln zu verhindern. Idealerweise entwickelt sich der Mais schneller als die Gurken, sodass diese sich daran festhalten können.

Aufmerksamkeit!
Mais sollte direkt ins Freiland gepflanzt werden, Gurken hingegen lassen sich besser aus Torftöpfen umpflanzen.

Im Freilandbeet sollte das Getreide in vier Reihen gepflanzt werden. Diese Methode schützt vor Wind und verhindert, dass die Halme intakt bleiben. Das 1:1-Verhältnis lässt sich verbessern, indem man drei Gurken neben jeden Halm pflanzt. Diese Anordnung sollte mindestens 1 m² Fläche beanspruchen. Unter diesen Bedingungen beträgt der Ertrag 30 kg.

Gurkenanbau auf Mais

Das „2:1“-Muster sieht vor, Mais in der Mitte des Beetes zu pflanzen und Gurken in einer Reihe am Rand anzubauen. Eine andere Methode sieht vor, den Mais in Reihen mit 0,5 Metern Abstand zu pflanzen und die Stängel als Rankhilfe zu nutzen. Gurken werden in der Mitte in einer Reihe gepflanzt. Dadurch sind sie leichter zu erkennen und zu ernten. Das „30:30:30“-Muster ist am praktischsten.

Gurken und Mais im selben Beet anzubauen ist nicht nur möglich, sondern sogar notwendig. Wichtig ist jedoch der richtige Zeitpunkt für die Aussaat, die Bodenvorbereitung und die Wahl des Pflanzmusters. Sollten Unklarheiten bestehen, helfen die Schritt-für-Schritt-Fotos weiter.

Wie man Mais und Gurken im Freien zusammen anbaut: Vorteile und Pflanzmuster
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