Beschreibung und Eigenschaften von einfach anzubauenden und ertragreichen Paprikasorten

Pfeffer

Paprika gehört zu den Nachtschattengewächsen und benötigt für ihr Wachstum besondere Aufmerksamkeit für das Wurzelsystem. Dazu gehören die rechtzeitige Düngung des Bodens, die Aufrechterhaltung einer mäßigen Bodenfeuchtigkeit und die Schaffung optimaler Klimabedingungen ohne plötzliche Temperaturschwankungen.

Eine Paprikasorte ist pflegeleicht, wenn sie resistent gegen Krankheiten wie Krautfäule oder Pilzinfektionen ist und auch unter ungünstigen Wetterbedingungen die Fähigkeit besitzt, zukünftige Fruchtknoten zu bilden.

Hochertragreiche Paprikasorten

Die Wahl robuster und anspruchsloser Paprikasorten wird durch den Bedarf bestimmt, diese sowohl im Freiland als auch im Gewächshaus in den gemäßigten und nördlichen Regionen mit überwiegend kaltem Klima anzubauen. Gleichzeitig liefern die Pflanzen hohe Erträge mit einem charakteristisch ausgewogenen Geschmack.

Herkules

Die Paprikasorte Hercules eignet sich besonders gut für das unbeständige Klima der Region. Die Sträucher wachsen kompakt bis halbausladend und erreichen eine Höhe von etwa 50 cm. Die Reifezeit beträgt ab der Keimung rund 100 Tage. Reife Früchte sind tiefrot und wiegen etwa 200 Gramm.

Die Paprika kann sowohl im biologischen als auch im technischen Reifezustand verwendet werden. Im technischen Reifezustand sind die Früchte dunkelgrün, aber nicht bitter. Sie erreichen eine Höhe von 12 cm und ihre Fruchtwände, die das saftige, aromatische Fruchtfleisch enthalten, sind etwa 7 mm dick. Die Hercules-Paprika eignet sich hervorragend zum Frischverzehr, für warme Gerichte und zum Einmachen für den Winter.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Ertrag: Ein Strauch kann etwa 3 kg Früchte tragen. Die Erntezeit erstreckt sich von Juli bis Oktober. Die Beliebtheit dieser Sorte bei erfahrenen Gärtnern beruht auch auf ihrer Resistenz gegen die meisten gefährlichen Krankheiten. Die Pflanzen sind besonders resistent gegen Fusariumwelke, die zu einer schnellen Fäulnis des Wurzelsystems und des Wurzelhalses führt.

Wichtig! Werden die Sämlinge im Freien ausgepflanzt, werden sie die ersten 5 bis 8 Tage mit einer Schutzfolie abgedeckt, um ihnen die Eingewöhnung zu erleichtern. Bei der Anzucht im Gewächshaus ist dies nicht notwendig.

Unter den obligatorischen Betreuungsanforderungen ist Folgendes hervorzuheben:

  • rechtzeitiges, mäßiges Gießen (mindestens 2 Mal pro Woche);
  • (höchstens zweimal im Monat und mit einer Mindestpause von 7-8 Tagen);
  • Durch Auflockern des Bodens wird die Bildung einer Kruste verhindert und die Wurzeln erhalten den notwendigen Sauerstoff.

Ein wichtiger Vorteil der Sorte Hercules ist ihre gute Haltbarkeit, wodurch alle ihre vorteilhaften Eigenschaften und Qualitäten erhalten bleiben, was für den Anbau zum Verkauf notwendig ist.

Sibirischer Bonus

Bei Einhaltung der Mindestbedingungen für den Anbau der Paprikasorte „Siberian Bonus“ entstehen etwa 15 große, orangefarbene Früchte mit einem Gewicht von jeweils ca. 280–310 Gramm. Die Sträucher erreichen typischerweise eine Höhe von 80 cm. Diese Sorte eignet sich sowohl für den Anbau im Freiland als auch im Gewächshaus.

Diese Sorte wird hauptsächlich frisch verwendet. Der maximale Ertrag wird durch die Anzucht aus Sämlingen erzielt. Die Aussaat erfolgt 60–70 Tage vor dem geplanten Auspflanztermin. Während für die Keimung eine Lufttemperatur von mindestens 24–26 °C erforderlich ist, sollte der Boden zum Auspflanzen mindestens 16–17 °C warm sein.

Beim Pflanzen sollte eine Pflanzdichte von maximal 6–7 Pflanzen pro Quadratmeter eingehalten werden. Entfernen Sie während des Wachstums die unteren Blätter, damit die oberirdischen Teile nicht den Boden berühren. Diese Sorte ist resistent gegen Krautfäule, die sich durch graubraune Flecken mit weißem Schimmel an den Rändern der Stängel und Blätter äußert.

Wichtig! Für den erfolgreichen Anbau der Paprikasorte „Siberian Bonus“ ist ein mäßig saurer Boden erforderlich. Geeignete Erde für den Paprikaanbau besteht aus gleichen Teilen Gartenerde und gut verrottetem Kompost, dem gesiebte Holzasche (im Verhältnis 1:10 der Mischung) beigemischt wird.

Zu den zwingend erforderlichen Pflegemaßnahmen gehören rechtzeitiges Gießen, Düngen des Wurzelsystems mit mineralischen Substanzen (1-2 Mal im Monat) und rechtzeitiges Auflockern des Bodens nach Regenfällen (um die Bildung von Krusten zu verhindern).

Die Sonne Italiens

Die pflegeleichte Paprikasorte „Sun of Italy“ zeichnet sich durch große, leuchtend gelbe Früchte mit einem Gewicht von bis zu 490–510 Gramm aus. Ein weiteres wichtiges Merkmal ist das saftige Fruchtfleisch mit einer Dicke von etwa 6–8 mm. Zudem hat die Paprika einen ausgewogenen, nicht bitteren Geschmack. Mit ausreichend Wasser und rechtzeitiger Düngung können Sie mit einer Ernte von 6–8 kg rechnen.

Vom Austrieb der ersten Triebe bis zur ersten Ernte vergehen etwa 115 bis 120 Tage. Der Paprika „Sonne Italiens“ wird frisch, in Saucen und sogar zur Winterkonservierung verwendet. Da die Pflanzen unbeständiges Klima gut vertragen, können sie nicht nur im Gewächshaus, sondern auch im Freiland angebaut werden (vorausgesetzt, sie werden aus Setzlingen gezogen).

Die Sträucher weisen Resistenzen gegen Pilz- und Viruserkrankungen wie Krautfäule, Fusariumwelke und Schwarzbeinigkeit auf. Die Paprikasorte „Sun of Italy“ verträgt kurze Kälteperioden sehr gut, ohne ihre Fruchtfähigkeit einzubüßen.

Für optimale Wachstumsbedingungen ist regelmäßiges Mulchen wichtig, um übermäßige Verdunstung zu verhindern und den Boden aufzulockern, damit die Wurzeln ausreichend Sauerstoff erhalten. Gießen Sie mindestens zweimal wöchentlich mit warmem Wasser (mindestens 25–28 °C). Düngen Sie alle 7–10 Tage. Besonders wichtig ist das Düngen beim Einpflanzen an den endgültigen Standort und vor der Blüte.

Shorokshars

Die Paprikasorte Shorokhshary ist ertragreich und liefert mit minimalem Pflegeaufwand etwa 3–3,5 kg pro Pflanze. Die Früchte sind orangerot, oval-würfelförmig und haben eine Wandstärke von 6–8 mm. Diese Sorte zeichnet sich durch ein ausgewogenes, süßes Aroma aus und eignet sich sowohl zum Frischverzehr als auch zum Einmachen.

Das Hauptmerkmal beim Anbau der Sorte Shorokhshary ist die Resistenz der Pflanze gegen Blütenendfäule, die sich durch braune Früchte an den Fruchtwänden äußert und meist auf einen Kalziummangel hinweist (eine Substanz, die dazu neigt, sich bei plötzlichen Änderungen der Bodenbedingungen abzubauen: von zu nass zu zu trocken).

Die Vegetationsperiode dauert etwa 110–125 Tage. Die Sträucher wachsen spindelförmig und erreichen eine Höhe von etwa 50–65 cm. Jede Frucht wiegt 100–150 g.

Der erfolgreiche Anbau der Shorokhshary-Sorte beruht auf einigen bewährten Düngetechniken. Folgende Düngemittel eignen sich hierfür besonders gut:

  • Holzasche;
  • Tabakstaub;
  • Schwefel.

Ausreichende Beleuchtung und das Ausbleiben strenger Fröste sind ebenfalls unerlässlich. Im Freilandanbau ist in den südlichen und mittleren Regionen möglich. Bei möglichen Frösten in der zweiten Maihälfte wird der Anbau im Gewächshaus empfohlen.

Beloserka

Die Paprikasorte Beloserka zählt zu den mittelfrühen Sorten, da sie bereits nach 115 Tagen vom Austrieb an reif ist. Die Früchte reifen zunächst grün und werden dann allmählich hellgelb. Im biologisch reifen Zustand nehmen sie eine kräftige rote Farbe an. Die Reifung erfolgt nahezu gleichzeitig.

Die Sträucher erreichen eine durchschnittliche Höhe von 40–70 cm. Die Früchte nehmen allmählich eine kegelförmige Gestalt an und wiegen jeweils etwa 80–90 Gramm. Ihre Wandstärke beträgt 6–7 mm, was für die Langzeitlagerung und den Transport der geernteten Früchte ausreichend ist. Pfeffer wird sowohl frisch als auch zur Winterkonservierung und sogar zum Einfrieren verwendet.

Die Sträucher sind pflegeleicht und benötigen lediglich ausreichend Sonnenlicht und mäßige Bodenfeuchtigkeit. Sie tragen auch unter ungünstigen Bedingungen Früchte und sind zudem resistent gegen Alternaria- und Verticillium-Welke (Pilzkrankheiten, die braune Flecken auf Blättern und Früchten verursachen) sowie gegen Viruserkrankungen.

Wichtig! Die Paprikasorte Beloserka eignet sich für den Anbau im Freiland, da sie ausreichende Belüftung und genügend Sonnenlicht benötigt.

Voraussetzung für eine gute Ernte ist regelmäßiges Gießen mit warmem Wasser (unbedingt erforderlich) direkt an den Wurzeln. Um die Krankheitsresistenz zu erhöhen, empfiehlt es sich, die Samen vor der Aussaat 20–30 Minuten in einer hellrosa Kaliumpermanganatlösung einzuweichen. Pikieren sollte erst erfolgen, wenn sich mindestens zwei voll entwickelte Blätter an den Stängeln gebildet haben. Neben dem Auflockern des Bodens und dem Düngen mit Mineraldünger ist es wichtig, regelmäßig Unkraut zu jäten und die Sträucher anzuhäufeln, um die Bodenfeuchtigkeit zu erhalten.

Anastasia

Die Paprikasorte „Anastasia“ erfreut sich bei erfahrenen Gärtnern nicht nur aufgrund ihres hohen Ertrags und ihrer Pflegeleichtigkeit großer Beliebtheit, sondern auch wegen ihres süßen, knackigen Fruchtfleisches mit fruchtigem Geschmack. Bei regelmäßiger, mäßiger Bewässerung und Auflockerung des Bodens können Sie mit einer Ernte von etwa 6–7 kg Paprika pro Quadratmeter bzw. 8–12 Paprika pro Pflanze rechnen.

Die Sträucher selbst sind recht kompakt und erreichen nur eine Höhe von 60–80 cm. Dadurch lassen sie sich sowohl im Freilandgarten als auch in Gewächshäusern und Frühbeeten platzsparend anpflanzen. Die Früchte haben saftiges Fruchtfleisch und eine charakteristische Kirschfarbe und werden sowohl in frischen Salaten als auch auf Grillgerichten häufig verwendet.

Die Anastasia-Paprika ist 15 cm lang und wiegt etwa 200–230 Gramm. Sie ist pflegeleicht und resistent gegen viele häufige Krankheiten wie Fusarium und Blütenendfäule. Selbst bei längerer Trockenheit trägt sie Früchte. Auch niedrige Temperaturen und wenig Licht kommen gut zurecht. Die Wachstumsperiode dauert etwa 120–130 Tage. Zur zusätzlichen Nährstoffversorgung kann die Bestäubung mit gesiebter Holzasche erfolgen. Bei hoher Frostgefahr empfiehlt es sich, die Pflanzen mit Folientunneln abzudecken. Gut verrottetes Stroh oder Kiefernnadeln, die man leicht im Garten oder im nahegelegenen Wald findet, eignen sich gut zum Mulchen.

Goldenes Jubiläum

Die Paprikasorte Golden Jubilee zeichnet sich durch ihre Fähigkeit aus, ohne großen Aufwand goldgelbe Früchte mit einem duftenden, süßen Geschmack hervorzubringen. Die Wachstumsperiode dauert etwa 115–120 Tage. Die Früchte sind flach-rund und wiegen etwa 110–180 Gramm. Die Pflanzen selbst sind recht kompakt und erreichen eine Höhe von maximal 30 cm, wodurch sie sich nicht nur für den Anbau im Garten oder Gewächshaus, sondern auch auf einer sonnigen Balkonfensterbank eignen.

Das saftige und knackige Fruchtfleisch besticht durch sein intensives Aroma. Die Fruchtwände können bis zu 9–10 mm dick sein. Die Golden Jubilee-Paprika eignet sich zum Frischverzehr, als Zutat in Saucen und Salaten sowie zum Einmachen für den Winter. Bei minimalem Pflegeaufwand können Sie mit einer Ernte von 3,5–4 kg goldgelber, aromatischer Paprika pro Quadratmeter rechnen.

Die pflegeleichte Sorte Zolotoy Yubilei verdankt sich ihrer erhöhten Resistenz gegen Verticillium-Welke, die braune Flecken auf Früchten und Blättern verursacht. Sie ist außerdem frostbeständig. Die Samen können direkt ins Freiland unter einer Schutzfolie ausgesät werden. Die Anzucht der Sämlinge an einem warmen, sonnigen Standort (mindestens 17–18 Grad Celsius) führt jedoch zu kräftigeren Keimlingen und einer besseren Ernte.

Wichtig! Für die Anzucht von Golden Jubilee-Paprika-Setzlingen empfehlen wir spezielle Torftöpfe. Weichen Sie die Samen vor dem Pflanzen 24 Stunden lang in warmem Wasser (mindestens 20–25 Grad Celsius) ein.

Pflanzen können umgetopft werden, wenn sie älter als 1 bis 1,5 Monate sind. Folgende Pflegehinweise sind dabei unerlässlich:

  • rechtzeitiges Jäten des Bereichs von Unkraut;
  • Regelmäßiges, mäßiges Gießen (mindestens einmal pro Woche), um Staunässe im Boden zu vermeiden (da diese die Sauerstoffversorgung des Wurzelsystems behindert);
  • Düngung des Bodens während der Aussaat, des Umpflanzens der Pflanzen und zu Beginn der Blüte der Sträucher selbst (jedoch nicht öfter als einmal alle 3-4 Wochen).

Zum Schutz vor Schädlingen empfiehlt es sich, die Sträucher alle 25 bis 35 Tage zu besprühen. Dies kann mit chemischen Mitteln oder Hausmitteln erfolgen. Bei der Verwendung von Fungiziden ist es wichtig, die eigene Sicherheit im Vorfeld zu gewährleisten und die Behandlung spätestens zwei bis drei Wochen vor der geplanten ersten Ernte durchzuführen. Ein bewährtes Hausmittel ist ein zweitägiger Schöllkrautaufguss (1 bis 1,5 kg gehacktes frisches Kraut auf 10 Liter Wasser). Die Behandlung sollte nach 8 bis 12 Tagen wiederholt werden.

Bel Goy

Die Paprikasorte Bel Goy ist eine großfrüchtige, spät reifende Pflanze. Die Sträucher erreichen eine Höhe von 1,2–1,5 cm und können sowohl im Gewächshaus als auch im Freiland angebaut werden. Erfahrene Gärtner schätzen diese Sorte wegen ihrer großen Früchte mit einem Gewicht von etwa 400–600 Gramm. Zudem ist die Pflanze selbst sehr pflegeleicht.

Wenn Bel-Goy-Paprika in gesundem Boden und an einem geschützten Standort angebaut werden, sind keine Schutzmaßnahmen erforderlich. Aufgrund der Größe der Früchte kann ein einzelner Strauch etwa 2,5–4 kg Ertrag bringen. Unabdingbar sind der Kauf von hochwertigem, sortenreinem Saatgut, die Verwendung von gedüngtem, nicht saurem und lockerem Boden sowie die regelmäßige Bewässerung der Pflanzen.

Der Boden wird aufgelockert, um Verkrustungen vorzubeugen und die Sauerstoffversorgung der Wurzeln zu gewährleisten. Düngen Sie den Boden mindestens 3-4 Mal im Abstand von etwa 4-5 Wochen. Die Sorte Bel Goy verträgt auch leichte Kälteeinbrüche.

Roter Platz

Die Paprikasorte „Red Square“ ist sehr pflegeleicht und stellt geringe Ansprüche an den Anbau. Die Pflanzen sind recht robust gegenüber anhaltendem Regen und Kälteeinbrüchen. Sie bilden weiterhin Fruchtknoten und tragen 95 bis 110 Tage nach der Keimung die erste Ernte. Die Früchte sind würfelförmig und wiegen durchschnittlich 220 bis 300 Gramm. Ihre Wandstärke von 8 bis 10 mm sorgt für knackiges Fruchtfleisch und ermöglicht den Transport der geernteten Paprika über weite Strecken.

Ein entscheidender Vorteil der Sorte Red Square ist ihre Krankheitsresistenz, insbesondere gegen Pilz- und Virusinfektionen. Dies gilt vor allem für Fusarium-, Blütenendfäule und Verticillium-Welke, die Wurzel- und Stammfäule sowie Schäden an Früchten und Blättern verursachen.

Pfeffersträucher wachsen kräftig und erreichen eine Höhe von bis zu 60–70 cm. Sie sind windfest, jedoch sind Standorte mit starker, kalter Zugluft nicht empfehlenswert. Diese Sorte ist vielseitig verwendbar: Sie kann sowohl frisch verzehrt als auch zu Saucen und Konfitüren verarbeitet werden.

Wichtig! Die Paprikasorte „Red Square“ reagiert empfindlich auf Wurzelverpflanzungen. Daher empfiehlt es sich, die Sämlinge in einzelnen kleinen Töpfen vorzuziehen. Die Töpfe sollten mindestens 12 Stunden am Tag beleuchtet werden, beispielsweise von 8 bis 20 Uhr.

Zwei Wochen vor dem Auspflanzen müssen die Sämlinge abgehärtet werden, indem man sie täglich für mehrere Stunden ins Freie stellt und die Zeit, die sie der Sonne und dem Wind ausgesetzt sind, stetig verlängert.

Ivanhoe

Die Früchte der Sorte Ivanhoe zeichnen sich durch ihre außergewöhnliche Süße und ihr intensives Aroma aus. Die Sträucher benötigen lediglich zuverlässigen Schutz vor Frost und regelmäßige Bewässerung des Wurzelbereichs. Die Wachstumsperiode dauert ab dem Austrieb der ersten Triebe etwa 110–115 Tage. Reife Früchte sind hellrot und kegelförmig. Ihre Wandstärke beträgt 6–7 mm.

Der hohe Ertrag ermöglicht eine Ernte von 7–8 kg Früchten pro Quadratmeter. Paprika sollte aus Jungpflanzen gezogen werden, die 60–65 Tage vor dem Auspflanzen an ihren endgültigen Standort ausgesät werden. Ein weiterer Vorteil der Sorte Ivanhoe ist ihre frühe Reife, wodurch sie resistent gegen Krautfäule ist. Zum Schutz vor Fusarium- und Verticillium-Welke können die Samen mit einer schwachen Kaliumpermanganatlösung vorbehandelt werden. Weichen Sie die Samen 25–30 Minuten in der Lösung ein und lassen Sie sie anschließend trocknen.

Wichtig! Es wird nicht empfohlen, Ivanhoe neben scharfen Paprikasorten anzubauen, da es zu einer falschen Bestäubung kommen kann und der süße Geschmack der Früchte einen bitteren Nachgeschmack annimmt.

Werden Paprikapflanzen im Freien angebaut, schützt eine spezielle Plastikabdeckung vor Kälteeinbrüchen. Gießen Sie die Pflanzen mindestens ein- bis zweimal pro Woche. Regelmäßiges Auflockern des Bodens und Unkrautbekämpfung fördern die Entwicklung leuchtend roter Paprika mit einem Gewicht von 95–140 Gramm, die reich an verschiedenen wertvollen Vitaminen und Nährstoffen sind. Daher eignet sich diese Paprikasorte für den Verzehr und kann zur Krebsprävention beitragen. Ivanhoe-Paprika kann frisch verzehrt und auch zum Einkochen erhitzt werden.

Funtik

Die Paprikasorte Funtik zeichnet sich durch hohe Erträge aus: Eine einzelne Pflanze trägt etwa 12–18 Früchte mit einem Durchschnittsgewicht von 140–180 Gramm. Diese frühreifende Sorte ermöglicht die erste Ernte bereits 120–130 Tage nach der Keimung. Die Pflanzen erreichen eine Höhe von etwa 55–70 cm. Reife Früchte haben eine kräftige rote Farbe.

Die Pflanze benötigt keinen zusätzlichen Schutz gegen Verticillium-Welke und Tabakmosaik. Für einen guten Ertrag genügen mäßiges, regelmäßiges Gießen (etwa 1-2 Mal pro Woche) und 3-4 Düngergaben während der Saison (die letzte vor dem Erscheinen der ersten Blüten). Pro Quadratmeter können maximal 4-5 Paprikapflanzen gesetzt werden.

Dank ihrer geringen Pflegeansprüche eignet sich diese Sorte sowohl für den Anbau in beheizten Gewächshäusern oder Frühbeeten als auch im Freiland. Im letzteren Fall empfiehlt es sich, die Fläche mit Schutzfolie abzudecken, um sie vor möglichen Nachtfrösten im Frühjahr zu schützen.

Wichtig! Erfahrene Gärtner empfehlen, die unteren Blätter umgehend zu entfernen, damit die oberirdischen Pflanzenteile nicht den Boden berühren. Dies schützt die Paprikapflanzen vor Krankheiten und führt zu einer reichen Ernte.

Czardas

Die Hauptcharakteristik der Paprikasorte Csardas ist ihre exquisite Farbe: Während die kegelförmigen Früchte zu Beginn der Reife ein leuchtendes Zitronengelb aufweisen, färben sie sich gegen Ende der Wachstumsperiode orange. Die Früchte können in jedem Reifestadium verwendet werden. Nach der Ernte behalten die Paprikaschoten ihr Aussehen und ihren Geschmack noch 1,5 bis 2 Monate lang.

Das durchschnittliche Fruchtgewicht liegt bei etwa 190–230 Gramm. Die Wandstärke beträgt 5–6 mm, wodurch die Früchte ihre charakteristische Knackigkeit behalten und sich problemlos über längere Strecken transportieren lassen. Ein weiterer wichtiger Vorteil ist der kompakte Wuchs der niedrigen Sträucher (bis zu 55–60 cm), der eine effizientere Flächennutzung ermöglicht. Eine gute Ernte liegt bei etwa 12–15 kg Pfeffer pro Quadratmeter. Ein einzelner Strauch kann bis zu 15–17 Früchte tragen.

Diese Sorte gilt als pflegeleicht, da regelmäßiges Gießen (mindestens ein- bis zweimal wöchentlich), Düngen mit Mineraldünger und Auflockern des Bodens für eine reiche Ernte ausreichen. Die Sorte Czardas verträgt kurzzeitige Trockenheit und starken Wind und ist auch gegen plötzliche Kälteeinbrüche resistent, wodurch sie sich sowohl für den Anbau im Gewächshaus als auch im Freiland eignet.

Ochsenohr

Die Paprikasorte Volovye Ukho zählt zu den mittelfrühen Sorten. Die Reifezeit beträgt etwa 120–125 Tage. Die Sträucher wachsen niedrig, aber breit, daher sollten die Setzlinge in einem Abstand von mindestens 40–50 cm gepflanzt werden. Die Früchte sind längliche Zapfen (bis zu 12–16 cm lang) mit einem durchschnittlichen Gewicht von 180–210 Gramm.

Bei technischer Reife sind die Früchte dunkelgrün, mit Beginn der biologischen Reife nehmen sie eine satte rote Farbe mit glänzendem Schimmer an. Der Geschmack bleibt unverändert, und das Fruchtfleisch ist auch im unreifen Zustand nicht bitter. Die Ochsenohr-Paprika wird frisch in Salaten und als Zutat für selbstgemachte Konfitüren verwendet.

Die geringen Pflegeansprüche der Sorte Volovye Ukho sind auf ihre hohe Resistenz gegen Viruserkrankungen wie Tabakmosaik und Verticillium-Welke zurückzuführen, die grüne und braune Flecken auf Blättern und Früchten verursachen. Die Sorte behält ihre Fruchtfähigkeit auch unter widrigen Witterungsbedingungen erfolgreich bei.

Zu den unbedingt notwendigen Maßnahmen gehören regelmäßiges Jäten, Auflockern des Bodens und Gießen mit warmem Wasser (mindestens einmal wöchentlich). Während des Wachstums sollte die Pflanze von oben, über die Blätter, gegossen werden. Sobald sich die ersten Blüten und Fruchtknoten bilden, sollte das Wasser direkt an die Wurzeln gegeben werden. So können Sie mit einem Ertrag von 2–3,5 kg Früchten pro Strauch rechnen.

Wichtig! Für den erfolgreichen Anbau der Sorte Ochsenohr wählen Sie helle Standorte. Wenn der Anbau im Gewächshaus bevorzugt wird, muss dieses gut belüftet sein.

Atlas

Die Atlant-Sorte erfreut sich aufgrund ihres hohen Vitamin-C-Gehalts und der Möglichkeit, die erste Ernte bereits Ende Juni einzubringen, großer Beliebtheit. Die Früchte sind saftig, süß und haben eine fleischige, knackige Konsistenz. Jede Frucht wiegt etwa 110–170 Gramm. Die biologische Reife tritt 130–140 Tage nach dem Austrieb ein, die technische Reife bereits nach 110–115 Tagen. Diese Sorte gilt als ertragreich und liefert nach dem Anbau etwa 3–5 kg pro Quadratmeter.

Eine besondere Eigenschaft dieser Sorte ist ihre Fähigkeit, zweimal geerntet zu werden. Dies erfordert jedoch eine zügige Anzucht der Setzlinge im Frühjahr. Die zweite Ernte fällt aber genauso ergiebig aus wie die erste.

Die Sorte ist resistent gegen Schädlinge und Krankheiten, insbesondere Fusarium- und Verticillium-Welke, und resistent gegen Blütenendfäule. Das Besprühen der Sträucher ist der einzige Schutz gegen Schädlinge, die die Blätter befallen könnten. In solchen Fällen können spezielle Fungizide oder ein zweitägiger Knoblauchaufguss verwendet werden, für den 250 Gramm zerdrückter Knoblauch auf 10 Liter Wasser benötigt werden. Wichtig ist, dass die chemische Behandlung spätestens 2–3 Wochen vor der geplanten Ernte erfolgen sollte.

Bei der Pflege der Sorte Atlant ist zu beachten, dass sie Trockenheit deutlich besser verträgt als Lichtmangel oder unerwarteten Frost. Zum Gießen sollte ausschließlich warmes Wasser (ca. 28–30 °C) verwendet werden. Nachgießen ist erst wieder nötig, wenn die Erde leicht angetrocknet ist. Düngen ist nur in zwei Phasen erforderlich: beim Umpflanzen und vor dem Austrieb der ersten Knospen. Für die erste Phase eignen sich Stickstoffdünger, die man selbst herstellen kann, indem man Mist mit sauberem, warmem Wasser im Verhältnis 1:12 mischt. Für die zweite Phase sind Kalium-Phosphor-Komplexe besser geeignet.

Die einzige wichtige Voraussetzung ist, die Sträucher sorgfältig und rechtzeitig an einer zusätzlichen Stütze zu befestigen. Dünne, schmale Bretter eignen sich hierfür am besten.

Eroshka

Die Paprikasorte Eroshka ist eine mittelfrühe, niedrig wachsende Sorte. Die Wachstumsperiode dauert ab dem Austrieb etwa 100–105 Tage. Die Pflanzen erreichen eine durchschnittliche Höhe von 50–60 cm. Durch ihre kompakte Größe können sie platzsparend angebaut werden (8–10 Pflanzen pro Quadratmeter). Dies gilt insbesondere für den Anbau im Gewächshaus.

Reife Früchte haben eine satte rote Farbe und wiegen etwa 200 Gramm. Das fleischige Fruchtfleisch und die dicke Schale sorgen für einen charakteristischen Biss, wodurch sie sich nicht nur ideal zum Frischverzehr, sondern auch zum Einmachen für den Winter eignen.

Diese Sorte ist resistent gegen die Viruskrankheiten Tabak- und Wassermelonenmosaik, Fusariumwelke (die Wurzelfäule verursacht), Krautfäule und Blütenendfäule. Darüber hinaus behalten die Sträucher auch bei deutlich sinkenden Temperaturen ihre Fruchtfähigkeit. Die Sorte Eroshka ist eine der am besten an extrem wechselnde und unvorhersehbare Wetterbedingungen angepassten Sorten.

Die Pflanze ist sehr ertragreich und produziert 10 bis 16 Früchte pro Strauch. Die Bewässerung erfolgt nach Bedarf. Kurzzeitige Trockenperioden sind deutlich besser zu tolerieren als Staunässe und übermäßige Bewässerung, die zu Sauerstoffmangel und Wurzelfäule führen kann.

Zitronenwunder

Die Sorte „Lemon Miracle“ bietet das Potenzial für eine reiche Ernte leuchtend gelber Paprika bei minimalem Pflegeaufwand. Diese frühreifende Pflanze eignet sich besonders für die Anzucht aus Sämlingen, die 60–70 Tage vor dem Auspflanzen ins Freiland vorgezogen werden sollten. Bei häufigen und unerwarteten Frösten, auch in der zweiten Maihälfte, empfiehlt sich der Anbau der „Lemon Miracle“-Paprika im Gewächshaus.

Das durchschnittliche Fruchtgewicht liegt bei etwa 110–130 Gramm. Pro Quadratmeter (maximal 3–4 Sträucher pro Parzelle) lassen sich mindestens 4,5–5,5 kg reife und schmackhafte Früchte ernten. Im reifen Zustand ist die Schale glänzend und das Fruchtfleisch 6–7 mm dick. Paprika wird nicht nur frisch oder zum Kochen verwendet, sondern auch zum Einmachen für den Winter.

Diese Sorte ist recht resistent gegen Fusarium- und Verticillium-Welke. Sie ist außerdem resistent gegen Blütenendfäule und Tabakmosaik. Zu den wichtigsten Wachstumsbedingungen gehören eine mäßige Bodenfeuchtigkeit und eine Düngung von 3–4 Mal im Abstand von 3–4 Wochen. Nach dem Erscheinen der ersten Blüten sollten die Wurzeln und nicht die Blätter gegossen werden.

Wichtig! Die Sorte Lemon Miracle verträgt das Pflücken nicht gut, daher empfiehlt es sich, Paprika in separaten Töpfen oder Bechern anzubauen und deren Volumen schrittweise zu erhöhen (von 100-200 ml auf 500-700 ml).

Wie man eine pflegeleichte Sorte erkennt

Die Pflegeleichtigkeit einer Paprikasorte lässt sich anhand der Angaben auf der Saatgutverpackung bestimmen. Dabei geht es vor allem um den geeigneten Temperaturbereich und die Dauer warmer Sommer, wenn die Paprika im Freien angebaut werden. Außerdem ist wichtig, ob die Pflanzen auch unter widrigen Wetterbedingungen wie Nachtfrösten, anhaltender Trockenheit oder umgekehrt anhaltendem Starkregen und Wind Früchte tragen können.

Ebenso wichtig sind Informationen über die Pflanzenresistenz (ihre Widerstandsfähigkeit gegen Viren und Krankheiten) sowie über notwendige Pflegemaßnahmen, wie beispielsweise Rankhilfen oder zusätzliche Bodendüngung während der Fruchtbildung und -entwicklung. Viele einfach anzubauende Paprikasorten vertragen Trockenheit besser, können aber durch Staunässe absterben, da diese die Sauerstoffversorgung der Wurzeln unterbindet, was zu Wurzelfäule und schließlich zum Absterben der gesamten Pflanze führt.

Wichtig! Um Pflanzenkrankheiten vorzubeugen, ist es entscheidend, hochwertige Erde zu verwenden, die frei von Pilzbefall und Krankheitserregern ist. Dazu kann die Erde mit einer kochenden, hellrosa Kaliumpermanganatlösung bedampft werden. Die Samen sollten erst ausgesät werden, nachdem die Erde vollständig abgekühlt ist.

Rezensionen

Irina Andreevna, 59 Jahre alt

Um das Risiko von Krankheiten bei Paprikapflanzen zu minimieren, empfiehlt es sich, die Samen mit einer hellrosa Kaliumpermanganatlösung vorzubehandeln. 30–40 Minuten einweichen und anschließend vorsichtig trocknen lassen. Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Normalisierung des pH-Werts im Boden: Hierfür kann gesiebte Holzasche oder Kalk (20–30 kg pro 100 m²) verwendet werden. Im Rahmen der Herbstvorbereitung sollte der Boden gründlich umgegraben werden. Gut verrotteter Mist kann zu diesem Zeitpunkt in den Boden eingearbeitet werden.

Fedor Stepanovich, 68 Jahre alt

Beim Anbau von Paprika im Gewächshaus ist es entscheidend, einen Spinnmilbenbefall zu verhindern. Spinnmilben treten häufig in Gewächshäusern auf, insbesondere bei längeren Trockenperioden und extrem hohen Temperaturen ohne ausreichende Belüftung. In solchen Fällen sollten die Pflanzen wieder regelmäßig gegossen, für ausreichende Belüftung im Gewächshaus gesorgt und mit einer Natronlauge (200 Gramm auf 8–9 Liter Wasser) besprüht werden. Wiederholen Sie diesen Vorgang nach 8–12 Tagen. Alternativ kann ein zweitägiger Schöllkrautaufguss verwendet werden. Dafür werden 1–1,5 kg gehacktes frisches Schöllkraut mit 9–10 Litern Wasser aufgegossen.

 

Veronica Alekseevna, 39 Jahre alt

Auch beim Paprikaanbau ist Fruchtfolge wichtig: Paprika sollte nicht dort angebaut werden, wo zuvor Tomaten standen. Besser ist ein Standort nach Hülsenfrüchten oder Kartoffeln. Die erste obligatorische Düngung erfolgt im Herbst durch Bodenvorbereitung und Düngung, gefolgt von der Bodenbearbeitung. Dies gilt sowohl für Freiland als auch für Gewächshäuser.

 

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