Frische Gurken sind in den Regalen der Geschäfte selten zu finden, daher beginnen erfahrene Gärtner damit, sie selbst in beheizten Gewächshäusern anzubauen.
Allerdings ist es in dieser Angelegenheit wichtig, die Details zu lernen, Meinungen und Rezensionen anderer zu studieren, den richtigen Zeitpunkt für einen effektiven Anbau zu bestimmen und nützliche Tipps zu lesen.
Kann man Gurken im Winter im Gewächshaus anbauen?
Gurken im Winter im Gewächshaus anzubauen ist durchaus möglich. So können Sie das ganze Jahr über frisches Gemüse genießen.
Man sollte sich vor Augen halten, dass Gurken benötigen im Gewächshaus besondere Pflege.Gurken sind recht anspruchsvoll, was Wärme und regelmäßige Bewässerung angeht. Innerhalb der jeweiligen Saison tragen sie je nach Sorte Früchte. Solange die richtige Temperatur eingehalten wird, haben die Umweltbedingungen keinen Einfluss auf den Ertrag im Gewächshaus.
Wie sollte ein Wintergewächshaus für Gurken aussehen?
Wie man gute Ergebnisse bei der Gewächshausplanung erzielt:
- Sicherstellung eines fachgerecht geplanten und platzierten Gewächshauses;
- Verfügbarkeit von hochwertiger Heizung;
- Regulierung der Luftfeuchtigkeit;
- Licht aus zusätzlichen Quellen;
- aufgelockerter Boden.
Schaffen Sie solche Bedingungen für Gurken lassen sich in einem Polycarbonat-Gewächshaus anbauen. oder Glasmaterial im Winter. Foliengewächshäuser sind aufgrund ihrer geringen Festigkeit nicht optimal für den Wintereinsatz geeignet: Bei starkem Schneefall kann die Folie durchhängen, und der Schnee sammelt sich darauf an, was zum Einsturz der Konstruktion führen kann.
Gewächshausdesign
Im direkten Vergleich hat die Außentemperatur nur geringen Einfluss auf die Innentemperatur des Gewächshauses. Für die Gestaltung winterlicher Gewächshausbedingungen verwenden Gärtner häufig Polycarbonat und Glas. Befindet sich das Gewächshaus im Süden des Landes, wo die Temperaturschwankungen gering sind, kann auch dicke Polyethylenfolie eingesetzt werden.
Die wichtigste Anforderung ist der Schutz der Pflanzen vor Kälte und die Gewährleistung maximalen Sonnenlichteinfalls. Das Gewächshausdach besteht häufig aus Glas oder Polycarbonat, das Gestell aus Holz oder Metall. Die Neigung der Südwand hängt bei diesem Gewächshaustyp vom Sonnenstand ab. Optimaler Sonnenlichteinfall um die Mittagszeit wird bei einem Einfallswinkel von 90 Grad durch das Glas erreicht.
Die Beete im Gewächshaus sollten geneigt oder stufenförmig angelegt sein. So kann die Sonne die Pflanzen ungehindert beleuchten und gut erwärmen. Streichen Sie die Rückwand des Gewächshauses weiß oder bekleben Sie sie mit Folie, da das Sonnenlicht von dieser reflektiert wird und die Pflanzen von hinten beleuchtet.
Das Gewächshaus wird über einen Vorraum leicht zugänglich sein. Dieser schützt die Gurken vor Kälte. Dort können ein Wassertank und eine Heizung installiert werden. Die Belüftung im Wintergewächshaus sollte nicht über ein Fenster erfolgen, da Gurken keine Zugluft benötigen. Am besten eignet sich ein Zu- und Abluftsystem mit Kunststoffrohren.
Heizung
Gurken gedeihen nicht in extrem trockenen Bedingungen, daher sollten Heizgeräte in Gewächshäusern vermieden werden, da sie die Luft austrocknen. Die beste Lösung ist ein wasserbasiertes Heizsystem: Der Boden wird durch Rohre erwärmt und die Luft durch Heizkörper.
Zum Erhitzen des Kühlmittels kann ein Heizkessel oder ein Ofen verwendet werden. Ein Heizkessel ist aufgrund seiner höheren Verbrennungseffizienz und der Automatisierung besser geeignet. Er kann mit Gas, Strom oder Festbrennstoffen betrieben werden. Die benötigte Leistung sollte nach folgender Formel berechnet werden: ein Kilowatt pro etwa zehn Quadratmeter.
Gewächshausbeleuchtung
Im Winter benötigen Gurken zusätzliches Licht. Dieses lässt sich leicht mit speziellen Lampen erzeugen. Dabei sind jedoch einige Parameter zu beachten, insbesondere die Lichtstärke und die Farbtemperatur.
Pflanzen benötigen Tageslicht oder eine möglichst helle Umgebung. Die Farbtemperatur des Lichts sollte 5.000 Kelvin betragen. Leuchtstoffröhren, Quecksilberdampflampen und Metallhalogenlampen eignen sich gut als Lichtquellen. Während der Wachstumsphase empfiehlt sich eine kühlere Farbtemperatur (ca. 6.500 Kelvin), während der Blüte- und Fruchtphase hingegen eine wärmere Farbtemperatur (ca. 4.000 Kelvin) ist ratsam. Unter diesen Bedingungen bleiben die Pflanzen kräftig und tragen reichlich Früchte.
Spezielle LED-Pflanzenlampen eignen sich ebenfalls zur Beleuchtung. LEDs erzeugen ein rot-blaues Lichtspektrum, das das Wachstum beschleunigt und den Fruchtansatz verbessert. Langfristige Exposition gegenüber diesem Spektrum ist jedoch extrem schädlich für das menschliche Auge, daher sollten Gewächshausarbeiten bei natürlichem Licht durchgeführt werden.
Bodenarbeiten
Die Bodenvorbereitung sollte rechtzeitig abgeschlossen sein, damit die Aussaat Ende September und die Ernte Anfang Januar erfolgen kann. Die nächste Aussaat kann Ende des ersten Wintermonats erfolgen. Bei einem neuen Gewächshaus ist es notwendig, ein humusreiches Substrat anzumischen, den Boden zu desinfizieren, zu düngen und etwa 30 Zentimeter tief umzugraben.
Austausch und Desinfektion des Bodens
Ist das Gewächshaus nicht mehr neu, sollte der Gärtner die oberste Erdschicht (etwa 15 Zentimeter) entfernen und ersetzen. Die Mischung kann aus Humus und Walderde (im Verhältnis 1:1) bestehen. In torfreichen Gebieten dient Hochmoortorf als Basis, dem unbehandelte Gartenerde (ohne Herbizide und andere Chemikalien) und Humus im Verhältnis 50:20:30 beigemischt werden. Die Mischung sollte gründlich umgegraben und in die Beete gedrückt werden.
Der nächste Vorbereitungsschritt ist die Bodendesinfektion. Die optimale Methode besteht darin, das Substrat mit einer Kupfersulfatlösung (Konzentration: fünf bis sieben Prozent) zu bewässern.
Anwendung von Düngemitteln und Spezialsubstanzen
Der Boden sollte mit mineralischen Düngemitteln wie Kemira oder Nitrophoska gedüngt werden. Lockern Sie den Boden 30 cm tief auf. Die Bodentemperatur sollte zum Zeitpunkt der Aussaat etwa 20 Grad über Null betragen. Um den Boden etwa eine Woche vor der Aussaat mit nützlichen Mikroorganismen anzureichern und schädliche Elemente zu entfernen, geben Sie eine Lösung von „Ecomik Urozhainy“ oder „Baikal EM-1“ im Verhältnis 100 ml pro Liter Wasser hinzu. Säen Sie die Samen Ende Oktober aus oder pflanzen Sie die Setzlinge in den letzten zehn Oktobertagen.
Gurkensorten für den Winteranbau
Hybriden sind die beste Wahl, da sie keine Bestäuber benötigen und auch bei wenig Licht gut gedeihen. Die folgende Tabelle zeigt die beliebtesten Wintergurkensorten:
| Hybrid | Beschreibung |
| Kolibri F1 | Der Ertrag beträgt neun Kilogramm pro Quadratmeter; die Früchte reifen in vierzig Tagen. Das Klima ist gemäßigt. Sie sind knackig und nicht bitter. Ihre Form ist ein spitz zulaufender Zylinder. |
| Zozulya F1 | Pro Quadratmeter sollten zwei bis drei Sträucher gepflanzt werden. Der Ertrag beträgt etwa zwanzig Kilogramm pro Quadratmeter, im ersten Monat bis zu sechzehn Kilogramm pro Quadratmeter. |
| Picnic F1 | Die Fruchtbildung beginnt am 48. Tag nach der Keimung und setzt sich bei weiblichen Blüten fort. Geeignete Bodenverhältnisse sind offene und geschützte Standorte; auch eine Abdeckung mit Plastikfolie ist möglich. Die Pflanze ist mittelgroß und wenig verzweigt. Der Haupttrieb bildet bis zu zehn Fruchtknoten. Die Früchte sind bis zu zwölf Zentimeter lang, wiegen etwa einhundert Gramm und sind mit weißen Stacheln besetzt. Der Ertrag beträgt bis zu sieben Kilogramm. |
Saatgutvorbereitung
Die Samen müssen sortiert werden, wobei beschädigte oder schlechte Samen aussortiert werden. Anschließend werden sie in Salzwasser gelegt, die an der Oberfläche schwimmenden Samen entfernt und abgespült, um das Salz zu entfernen. Gärtner wählen ihre Desinfektionslösung je nach Bedarf selbst. Verdünnte Borsäure oder Kaliumpermanganat eignen sich gut zur Desinfektion von Samen. Behandelte Samen können etwa eine Woche lang im Kühlschrank aufbewahrt werden, indem man sie auf ein regelmäßig angefeuchtetes Mulltuch legt, und anschließend zum Aussäen verwendet werden.
Technologie zur Anzucht von Gurkensetzlingen im Gewächshaus im Winter
Die Samen sollten in Torftöpfen oder speziellen Anzuchttabletten ausgesät werden. Die Sämlinge sollten so eingepflanzt werden, dass der Wurzelballen nicht beschädigt wird. Beim Umpflanzen von Sämlingen aus verschiedenen Töpfen sollte der Wurzelhals über der Erdoberfläche bleiben, um das Infektionsrisiko zu verringern. Pflanzen mit 3–4 Blättern im Alter von 25–30 Tagen können ins Freiland gepflanzt werden.
Landwirtschaftliche Technologie für den Gurkenanbau im Wintergewächshaus
Im Gewächshaus lassen sich Gurken am besten mit Setzlingen anbauen, da diese Methode kräftige Pflanzen fördert und die Erntezeit verkürzt. Verwendet man hingegen im Handel erhältliches Saatgut, sind keine Vorbereitungen vor dem Pflanzen nötig.
Aussaat und Pflanzung von Setzlingen
Die Häufigkeit der Aussaat hängt direkt von der Gurkensorte ab und beträgt etwa zwei bis vier Pflanzen pro Quadratmeter, um ausreichend Platz für Wachstum und gute Lichtverhältnisse zu gewährleisten. Bei der Pflanzung in Reihen sollte ein Abstand von etwa 45 Zentimetern zwischen den Setzlingen eingehalten werden. Nach dem Pflanzen werden Drahtspaliere angebracht und mit Schnur oder speziellem Netz befestigt.
Temperaturbedingungen
Während der gesamten Wachstumsperiode von Gurken sollte die Bodentemperatur zwischen 15 und 18 °C liegen. Niedrigere Temperaturen können Pilzbefall an den Wurzeln begünstigen. Die Tagestemperaturen sollten zwischen 23 und 25 °C und die Nachttemperaturen zwischen 18 und 20 °C liegen.
Bewässerung und Luftfeuchtigkeit
Gurken bevorzugen einen feuchten Standort und benötigen regelmäßiges Gießen. Schwankungen der Bodenfeuchtigkeit sind unerwünscht. Vom Einpflanzen bis zur Blüte sollte mäßig gegossen werden, um ein übermäßiges Blattwachstum zu verhindern. Gießen Sie etwa alle fünf Tage. Sobald die Blüte beginnt, erhöhen Sie die Gießfrequenz auf dreimal alle sieben Tage.
Während der Fruchtbildung sollte die Bewässerungsmenge auf zehn Liter pro Quadratmeter erhöht werden. Die Pflanzen sollten mit warmem, abgestandenem Wasser gegossen werden, dessen Temperatur nahe der Bodentemperatur (etwa zwanzig Grad Celsius) liegt.
Sind die Wurzeln freigelegt, sollte man die Pflanze anhäufeln oder Blumenerde hinzufügen. Am besten gießt man die Pflanzen morgens oder abends, um Verbrennungen während der Sommersonnenwende zu vermeiden. Sobald die Temperatur 25 Grad Celsius erreicht, sollte man das Gewächshaus lüften, Zugluft jedoch vermeiden.
Topdressing
Man kann beispielsweise Hühnermist als Dünger verwenden (im Verhältnis 1:15). Um den Aufguss mit Spurenelementen anzureichern, gibt man Holzasche hinzu (eine Tasse pro Eimer). Umrühren und 2–3 Tage ziehen lassen.
Zur Vorbeugung sollten die Pflanzen dreimal alle fünfzehn Tage mit Fitosporin besprüht werden, um das Auftreten von Pilzen zu verhindern.
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Gurken müssen alle 14 Tage gedüngt werden, wobei mineralische und organische Düngemittel abwechselnd zum Einsatz kommen. Eine hohe Luftfeuchtigkeit ist ebenfalls entscheidend. Um dies zu gewährleisten, sollten Boden und Heizungsrohre regelmäßig bewässert werden. Offene Wasserbehälter im Gewächshaus sorgen für Luftbefeuchtung, Absetzen des Wassers und Erwärmung.
Vor der Blüte sollten die Pflanzen zweimal alle sieben Tage gegossen werden, danach gründlicher und häufiger. Die Blätter sollten fest und saftig bleiben. Welke, trockene Blätter deuten auf starken Wassermangel hin. Junge Pflanzen benötigen zunächst niedrig hängende Lampen, die mit zunehmendem Wachstum höher gehängt werden sollten. Die Tagestemperaturen sollten über 20 °C liegen. Das Gewächshaus muss sorgfältig belüftet werden, damit keine kalte Luft direkt auf die Sträucher gelangt.
Tipps von erfahrenen Gärtnern
Um Unannehmlichkeiten bei der Pflanzenpflege zu vermeiden, ist eine optimale Aufteilung des Platzes wichtig. Zuerst sollte der Boden gründlich umgegraben und aufgelockert werden, anschließend kann die Anzahl der Beete festgelegt werden.
- Man kann ein großes Beet in die Mitte des Gewächshauses stellen, dann sind die Pflanzen von allen Seiten zugänglich.
- Man kann zwei Beete durch Wege in der Mitte, an den Seiten oder quer voneinander trennen, was die Pflege erheblich vereinfacht.
- Alternativ besteht die Möglichkeit, zwei breite Seitenbeete mit einem Mittelweg anzulegen, was die Pflege der Pflanzen erleichtert und den Raum effizient aufteilt.
Gärtner verwenden üblicherweise Holzbalken, um die Beete abzugrenzen. Die Breite des Weges beträgt mindestens sechzig Zentimeter.
Rezensionen
Anna Mikhailova, 35 Jahre alt
Gurken lassen sich dank spezieller Wintersorten für Gewächshäuser jederzeit anbauen. Achten Sie unbedingt darauf, Zugluft zu vermeiden! Im Winter benötigen die Pflanzen ausreichend Licht, da natürliches Licht für die Fruchtbildung nicht ausreicht. Vergessen Sie nicht, Sämlinge und ausgewachsene Gurken zu düngen; ich empfehle die Sorte „Baikal“.
Kirill Matveev, 56 Jahre alt
Ich habe Gurken mit einer ähnlichen Methode angebaut. Dafür benötigt man LED-Lampen mit einem bestimmten Lichtspektrum. Superwarmweiß hat 2.700 Kelvin, Warmweiß 3.000 Kelvin, Neutralweiß 4.000 Kelvin und Kaltweiß über 5.000 Kelvin. Das liegt daran, dass das gesamte Lichtspektrum benötigt wird. Standard-LED-Lampen sind dafür ungeeignet. Wichtig ist außerdem, sowohl im Gewächshaus als auch im Boden die richtigen Lichtverhältnisse zu gewährleisten, um ein Durchfrieren zu verhindern.
Abschluss
Es ist wichtig zu wissen, dass Gurken im Winter nur dann länger reifen, wenn sie etappenweise gepflanzt und regelmäßig nachgepflanzt werden. Mit dem richtigen Wissen, modernen Techniken und Geräten kann ein Gärtner eine reiche Ernte einfahren.

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