
Die Paprikasorte „Orange“, benannt nach ihrer leuchtend gefärbten Schale, die tatsächlich an eine tropische Frucht erinnert, und ihrem hohen Zuckergehalt, eignet sich nicht nur für Salate, sondern auch als Basis für Marmeladen und andere Desserts. Diese Eigenschaften machen sie zu einer beliebten Wahl bei Hobbygärtnern, die eine neue Gemüsesorte in ihren Garten pflanzen möchten.
Diese Paprikasorte unterscheidet sich von herkömmlichen Paprikasorten dadurch, dass sie speziell für die zentralen und nordwestlichen Regionen Russlands entwickelt wurde. Daher wird die „Orange“-Paprika nicht nur in Gewächshäusern, sondern auch im Freiland angebaut, um plötzlichen Umweltveränderungen standzuhalten. Berichten zufolge reifen die Früchte selbst bei kurzen Tagen vollständig aus. Diese Eigenschaften sind nicht verwunderlich, da sie von Züchtern des Unternehmens „Russian Garden“ entwickelt wurde.
Agrotechnische Eigenschaften der Sorte
Paprikapflanzen wachsen kompakt und kleinwüchsig und erreichen nie eine Höhe von mehr als 45 cm. Dadurch können bis zu fünf Pflanzen pro Quadratmeter angebaut werden, ohne dass der Ertrag darunter leidet. Diese Sorte ist mittelfrüh, das heißt, die Früchte reifen 90–100 Tage nach der Aussaat vollständig. Sie wird hauptsächlich aus Jungpflanzen gezogen, da die Aussaat im Freien Ertrag und Keimung beeinträchtigen kann.
Merkmale reifer Früchte:
- Länge bis zu 10 cm;
- Wandstärke 4–5 mm;
- Gewicht der reifen Früchte 40–50 g;
- Die Farbe der Schale variiert von leuchtend gelb bis orangerot;
- Der Zuckergehalt erreicht 6%.
Da eine einzelne Pflanze 30–35 Schoten hervorbringen kann, lassen sich pro Quadratmeter etwa 7,5–8 kg Paprika ernten. In Gewächshäusern erhöht sich dieser Ertrag bei ausreichender Nährstoffversorgung des Bodens. Obwohl diese Sorte süß ist und einen hohen Zuckergehalt aufweist, ist ihr Brennwert mit nur 26 kcal pro 100 g niedrig. Dadurch eignet sie sich ideal für alle, die auf ihre Ernährung achten.
Anbaubedingungen und Saatgutqualität von Paprika
In den mittleren und südlichen Regionen gedeihen Paprikapflanzen gut im Freiland und benötigen keine zusätzliche Isolierung, in den nördlichen Regionen hingegen können Gewächshäuser aus Kunststoff erforderlich sein. Mit Beginn des Herbstes muss der Boden mit einer speziellen Folie abgedeckt werden, um die Wurzeln vor Frostschäden durch plötzliche Nachtfröste zu schützen.
Selbst unter Gewächshausbedingungen verringert die Anzucht im Freiland die Keimung um das Ein- bis Zweifache, was zu schwachen und kranken Pflanzen führt. Im Freiland keimen Paprikapflanzen sehr schlecht; aufgrund des Mangels an Wärme und Nährstoffen in der Anfangsphase bleiben sie zu klein. Ihre vegetativen Organe sind schwach, was die Fruchtbildung verzögert. Durch die späte Entwicklung und den unzureichenden Nährstofftransport von den Wurzeln zu den Trieben reifen die Schoten langsamer, und es besteht die Gefahr, dass sie unreif geerntet werden müssen.
Überprüfung des Pflanzmaterials
Um die benötigte Anzahl an Sämlingen und später Sträuchern zu erhalten, muss zunächst die Qualität des Pflanzmaterials geprüft werden. Schütteln Sie dazu den Behälter mit den Samen und wählen Sie 3–5 Samen zum Testen aus. Durch diese Methode werden die Samen durchmischt, was ein genaueres Ergebnis liefert und verhindert, dass Samen aus nur einer Frucht ausgewählt werden.
Die Kontrollsamen werden auf ein dickes, weiches, großzügig mit Wasser angefeuchtetes Tuch gelegt. Das andere Ende des Tuchs wird über die Sämlinge geschlagen, und das Bündel wird anschließend in ein locker verschlossenes Gefäß gegeben. Danach stellt man die Sämlinge an einen dunklen, warmen Ort, beispielsweise unter eine Heizung. Wichtig ist, die Temperatur konstant hoch zu halten, sie sollte aber 23–25 Grad Celsius nicht überschreiten.
Wenn alle Anweisungen für den Test befolgt wurden, sollten die meisten Samen im Behälter innerhalb von 4–5 Tagen keimen. Falls dies nicht der Fall ist, müssen die Samen ausgetauscht werden. Wichtig ist auch, dass die Samen faulen können, wenn der Behälter luftdicht verschlossen war. Daher ist eine gute Belüftung notwendig, um überschüssige Feuchtigkeit abzuführen. Der Luftstrom sollte jedoch nicht zu stark sein, da sonst nicht genügend Wasser für die Keimung vorhanden ist.
Es empfiehlt sich, das Tuch täglich zu kontrollieren, um sicherzustellen, dass es feucht, aber nicht zu trocken ist. Vermeiden Sie es, das Tuch anzuheben, um die Umgebung der Samen nicht zu stören. Falls das Tuch zu trocken erscheint, gießen Sie kein Wasser darauf, sondern besprühen Sie es. Eine Sprühflasche für Zimmerpflanzen ist dafür ideal; falls Sie keine haben, befeuchten Sie Ihre Finger und schütteln Sie die Wassertropfen ab. Durch diese Methoden der Feuchtigkeitszufuhr verhindern Sie, dass die Samen austrocknen oder zu viel Wasser bekommen, was die Keimung beeinträchtigen kann.
Auswahl von Saatgut zum Anpflanzen
Bevor man Samen in Töpfe mit Erde pflanzt, ist es wichtig, alle nicht keimenden Samen auszusortieren. Diese Samen werden aufgrund des Mangels an Nährstoffen, die für die normale Entwicklung des Embryos und des Keimlings notwendig sind, auch als „hohl“ bezeichnet. Selbst wenn sie keimen, bleiben die daraus entstehenden Pflanzen aufgrund von Entwicklungsstörungen sehr schwach. Daher ist es wichtig, qualitativ hochwertiges Saatgut auszuwählen.
Zum Überprüfen benötigen Sie:
- 1 Liter abgekochtes Wasser;
- 30 g Salz (etwa 1 gehäufter Esslöffel);
- Einmachglas oder tiefe Schüssel.
Gib Wasser und Salz in ein Gefäß und rühre gründlich um, bis sich das Salz vollständig aufgelöst hat. Die Flüssigkeit kann Zimmertemperatur haben oder etwas wärmer sein, sollte aber nicht zu kalt oder zu heiß werden. Sobald sich alle Körner aufgelöst haben, gib die Samen hinzu und rühre 3- bis 6-mal mit einem Löffel um, bis alle Körner benetzt sind.
Innerhalb von ein bis zwei Minuten trennen sich die Samen in zwei Teile. Ein Teil sinkt zu Boden, der andere schwimmt an die Oberfläche. Letzterer sollte sorgfältig aufgefangen und entsorgt werden, da er ungeeignete Samen enthält. Die abgesunkenen Samen werden mit kaltem Wasser abgespült und zur Anzucht von Setzlingen verwendet.
Sämlinge heranwachsen
Zunächst müssen Sie den richtigen Zeitpunkt für die Aussaat bestimmen. Dazu müssen Sie wissen, wo die Samen wachsen sollen. Im Freien empfiehlt sich die Aussaat zwischen dem 20. Februar und dem 10. März. Dieser Zeitraum ist ideal für gemäßigte Klimazonen, in denen die Umgebungstemperatur zum Zeitpunkt der Aussaat über 13 Grad Celsius (55 Grad Fahrenheit) liegt. Am besten beginnen Sie mit der Anzucht der Setzlinge im Februar, um genügend Zeit für eine zweite Aussaat zu haben, falls einige Samen nicht keimen. In Gewächshäusern werden die Samen früher ausgesät, da die gewünschte Temperatur dort schneller erreicht wird.
Für die Anzucht von Setzlingen im Haus empfiehlt es sich, Erde im Fachhandel zu kaufen, da selbstgemischte Erde einen recht unangenehmen Geruch hat. Wenn Sie jedoch einen separaten Raum dafür einrichten möchten, können Sie Ihre eigene Anzuchterde herstellen.
Optimaler Boden für Sämlinge:
- 2 Teile Torf;
- 2 Teile Humus aus Blättern gewonnen;
- 1 Teil gewöhnliche Erde.
Die Erde wird in Torf- oder dünne Plastikbecher gefüllt. In die Mitte wird ein 5 mm großes Loch gestochen, in das ein gekeimter Samen gelegt wird. Das Loch wird mit Erde bedeckt. Wichtig ist, die Erde nicht zu verdichten, da die Samen sonst nicht keimen können. Die Behälter werden mit Frischhaltefolie oder Klarsichtfolie abgedeckt und an einen warmen Ort gestellt.
Setzlinge in die Erde umpflanzen und Pflanzen pflegen
Laut Erfahrungsberichten von regelmäßigen Züchtern der Paprikasorte „Orange“ ist der optimale Zeitpunkt zum Auspflanzen der Setzlinge etwa 50 Tage alt. Wichtig ist jedoch zu beachten, dass alle Paprikasorten ihr Wachstum bei Temperaturen unter 13 Grad Celsius einstellen. Daher sollten die Nachttemperaturen nicht unter 14 Grad Celsius fallen. Andernfalls können die Setzlinge in eine Ruhephase eintreten oder sogar absterben. Diese Temperaturen sind jedoch für abgehärtete Triebe ausgelegt. Die Anzuchtschalen sollten daher zwei Wochen vor dem Auspflanzen im Freien stehen. Beginnen Sie am besten um 13:00 Uhr nachts und verlängern Sie die Zeit allmählich.
Sobald die Pflanze angewachsen ist, wird sie angebunden und der Hauptstamm gestutzt. Während des Wachstums ist es wichtig, die Anzahl der Seitentriebe zu kontrollieren, da sich dort die Früchte bilden. Gärtnern zufolge verträgt die Pflanze maximal fünf Seitentriebe; andernfalls sinkt der Ertrag und die Früchte werden kleiner.
Die Paprikasorte „Orange“ ist eine gute Wahl für alle, die Süßes lieben, aber auf zusätzliche Kalorien verzichten möchten. Da sie speziell für die mittleren Klimazonen gezüchtet wurde, benötigt die Pflanze nur wenig Pflege – eine leichte Düngung mit in Wasser verdünntem Mist genügt. Das macht sie zu einer idealen Sorte für Gartenanfänger.

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