
Paprika ist in russischen Gärten und Kleingärten eine Seltenheit. Die geringe Beliebtheit dieses Gemüses rührt von seinen Ansprüchen her: In gemäßigten Klimazonen gedeiht es schlecht und stirbt oft in kalten Nächten ab. Ohne Gewächshaus ist eine reiche und schmackhafte Ernte praktisch unmöglich.
Für Hobbygärtner bietet sich die Sorte „Bison Yellow“ an, die durch gezielte Züchtung entstanden ist. Diese Paprikasorte gedeiht im Sommer in Südrussland prächtig und kann in anderen Klimazonen ohne großen Pflegeaufwand im Gewächshaus angebaut werden. Sie ist sowohl für Hobbyköche als auch für Gastronomen eine Überlegung wert.
Allgemeine Merkmale der Sorte: Farbe, Höhe, Gewicht der Früchte
Die Stängel der Bison-Paprika sind hoch und erreichen eine Länge von 90 bis 100 cm. Sie ist die höchste unter den Paprikasorten.
Die Blätter wachsen entlang des gesamten Stängels und sind an Zweigen befestigt, die jeweils mehrere Blätter tragen. Am Stängelansatz können auch eigenständige Blätter wachsen. Diese sollten bis zur Knospe zurückgeschnitten werden, damit keine Nährstoffe an unnötige Pflanzenteile verschwendet werden. Durch richtiges Beschneiden werden die Früchte saftiger und knackiger.
Besonderheiten des Anbaus unter russischen Bedingungen
Die Sorte 'Bison' eignet sich für den Freilandanbau in südlichen Regionen, wo die Nachttemperaturen im Sommer nicht unter -12 bis -15 °C fallen. Die minimalen Tagestemperaturen liegen bei -20 °C. Niedrigere Temperaturen reduzieren den Ertrag. Gärtner in nördlicheren Regionen sollten der Pflanze ein Gewächshaus oder einen anderen beheizten Standort zur Verfügung stellen.
Unter russischen Bedingungen müssen Sträucher regelmäßig bewässert werden, um Überhitzung und Sonnenbrand zu vermeiden. Dies kann mit speziellen Geräten oder einem Gartenschlauch mit kleinem Sprühkopf erfolgen.
Zeitpunkt der Aussaat und des Pflanzens von Setzlingen
Paprika kann Ende Februar in gedüngte Erde gesät werden. Streuen Sie die Samen nicht direkt ins Freiland, wo sie den ganzen Sommer über keimen. Bereiten Sie stattdessen mehrere Anzuchtschalen für die Jungpflanzen im Haus oder im Gewächshaus vor.
Die Pflanzen sollten bis zum Einsetzen wärmerer Temperaturen in den Anzuchtschalen bleiben. Die Pflanzung erfolgt üblicherweise Ende Mai. Zu diesem Zeitpunkt beginnen die Gemüsepflanzen bereits Früchte anzusetzen. Da sie selbstbefruchtend sind, sind keine zusätzlichen Bestäubungsmaßnahmen erforderlich.
Vor dem Pflanzen müssen Sie nicht nur spezielle Pflanzlöcher vorbereiten, die mit Dünger bestreut werden, sondern auch Stützelemente für die Pflanzen bereitstellen. Für kleine Sträucher eignen sich Zweige bis zu einer Länge von 70 cm. Die Triebspitzen können dann an einem herkömmlichen Rankgitter befestigt werden.
Produktivität und Reifezeit
Die Paprikasorte „Bison“ ist frühreif. Die ersten Früchte erscheinen innerhalb von 85 bis 100 Tagen nach der Pflanzung. Darüber hinaus ist die Fruchtbildungsperiode sehr lang und dauert unter günstigen Bedingungen bis in den späten Herbst hinein.
Der Ertrag ist hoch. Der gesamte Stiel ab der ersten Gabelung ist mit Pfefferkörnern besetzt. Eine einzelne Paprika kann bis zu 200 Gramm wiegen – ein ausgezeichnetes Gewicht für eine Paprika. Die Fruchtwand ist 0,5 cm dick. Die Pfefferkörner enthalten viel Wasser, haben aber ein intensives Aroma. Die Früchte sind knackig und erreichen ihre optimale Reife im Juli. In südlichen Regionen Russlands können die ersten Pfefferkörner bereits Mitte bis Ende Mai reifen, und in gemäßigten Klimazonen, selbst bei Anbau im Gewächshaus, beginnt die Reife Ende Juni.
Allgemeine Pflegeregeln
Um die Gesundheit und das schnelle Wachstum der Pflanze zu erhalten, reichen die üblichen Pflegemaßnahmen aus. Dazu gehören vor allem regelmäßiges Gießen und das Entfernen überschüssiger Blätter. Gießen Sie regelmäßig, wobei die Häufigkeit davon abhängt, wie schnell die Erde austrocknet.
Während die Pflanze wächst, muss der Strauch immer wieder neu angebunden werden, damit er nicht unter seinem eigenen Gewicht oder durch Luftströmungen abbricht.
Zum Schutz der Wurzeln ist Anhäufeln notwendig. Es empfiehlt sich, Unkraut in der Nähe der Pflanze zu entfernen und sie nicht zu nah an andere Nutzpflanzen zu setzen. Zu nahe an anderen Pflanzen grenzt die Paprika an Nährstoffe.
Vor- und Nachteile des Bisons
Diese Pflanze unterscheidet sich von anderen Paprikasorten durch ihre hohe Kältetoleranz. Ihre Elternsorte ist eine wärmeliebende Sorte aus Mexiko. Die Sorte 'Bison' benötigt jedoch nicht die gleichen warmen Klimabedingungen wie ihr Vorfahre. Und dies ist nur einer der vielen Vorteile dieser Sorte.
Weitere Vorteile:
- Im südlichen Teil Russlands benötigt sie weder ein Gewächshaus noch zusätzliche Feuchtigkeit;
- Die Pflanzenpflege erfolgt nach Standardverfahren; teure Düngemittel oder komplexe Techniken sind nicht erforderlich;
- Der Kauf und die Pflege von Setzlingen sind kostengünstig;
- Beim Verkauf erzielt das Produkt einen guten Wiederverkaufswert;
- Die Früchte sind groß und schwer, daher eignen sie sich für jedes Gericht;
- Die Sorte zeichnet sich durch hohe Geschmacksqualität aus.
Die Bison-Sorte hat aber auch Nachteile. Der größte Nachteil ist der Bedarf an einem Gewächshaus in Nordrussland und selbst in gemäßigten Klimazonen. Paprika gedeiht nicht bei Temperaturen unter 20 Grad Celsius, und diese Regionen sind selbst im Sommer kühl.
Weitere Nachteile:
- Die Pflanze hat hohe Sträucher, die ständig hochgebunden werden müssen;
- Aufgrund der Höhe der Stängel besteht ein hohes Risiko, dass sie im Wind abbrechen, was zu einem Ernteausfall führen wird.
Am besten kauft man diese Pflanze von erfahrenen Züchtern und Gärtnern, die ihr die notwendigen Bedingungen bieten können, wie regelmäßiges Gießen und die richtige Temperatur. Werden Paprika außerhalb eines Gewächshauses angebaut, bleiben die Früchte unterentwickelt und hinterlassen beim Verzehr einen unangenehmen, bitteren Nachgeschmack.
Verwendungsmöglichkeiten der Pflanze
Die Paprikasorte 'Bison' eignet sich sowohl für den Haus- als auch für den kommerziellen Anbau. Die Früchte reifen vom späten Frühling bis zum späten Herbst nach und nach und können in größeren Mengen verkauft werden. Sie sehen attraktiv aus – leuchtend gelb, groß und saftig. Da die Saatgutkosten minimal sind, rechnet sich der kommerzielle Anbau von 'Bison' um ein Vielfaches.
Die Früchte können zum Kochen verwendet werden. Die Liste der mit Paprika zubereiteten Gerichte ist umfangreich:
- gefüllte Paprika;
- Gemüsesalat;
- gebackene Paprika;
- braten;
- gebratene Paprika;
- gegrillte Paprika.
Richtig verarbeitete Paprikastücke (für den besten Geschmack empfiehlt sich das Grillen) eignen sich für Sandwiches, Burger und andere Gerichte. Gelbe „Bison“-Paprika sind in der Gastronomie und bei modernen amerikanischen Restaurantketten beliebt.
Gärtnerbewertungen
Antonina Semenovna, 56 Jahre alt, Region Moskau:
„Ich baue die Sorte 'Bison' nun schon seit drei Jahren in einem kleinen Gewächshaus an. Sie ist pflegeleicht, und rechtzeitiges Gießen und Düngen reichen für hohe Erträge aus. Letztes Jahr habe ich vergessen, die unteren Blätter zu entfernen, aber ich konnte deswegen keinen Unterschied im Fruchtgewicht feststellen.“
Alexey Petrovich, 40 Jahre alt, Perm, privater Gemüseanbauer:
„Ich habe dieses Jahr versucht, die Sorte 'Yellow Bison' zum Verkauf anzubauen. Die Früchte begannen im Juni zu reifen, und ich habe sie bis Mitte Oktober verkauft. Die Kunden sagen, der Geschmack sei ausgezeichnet.“
Anastasia Viktorovna, 62 Jahre alt, Krasnodar:
„Ich baue die Sorte 'Bison' schon lange zum Kochen und Einfrieren für den Winter an. Sie wächst bei mir auch ohne Gewächshaus gut. Sie ist köstlich, die Früchte sind groß, aber das Anbinden der Stängel ist mühsam.“
Dieses Gemüse hat bei Gärtnern positive Bewertungen erhalten und ist in verschiedenen Regionen Russlands zu Recht beliebt. „Bison“ eignet sich hervorragend sowohl für den kommerziellen als auch für den privaten Anbau. Mit minimaler Pflege liefert es gute Erträge.

Victoria-Pfeffer: Sortenbeschreibung mit Fotos und Bewertungen
TOP 10 der frühreifenden Paprikasorten
Pfeffer in einer Schnecke – Setzlinge pflanzen, ohne sie zu pflücken
Was tun, wenn Paprikasämlinge nach der Keimung umfallen?