Manchmal bemerken Gemüsegärtner beim Gurkenanbau weiße Flecken auf den Blättern. Die Blattfarbe kann sich bei Gurken, die im Gewächshaus, Frühbeet oder im Freiland angebaut werden, verändern. Häufig ist falsche Pflege die Ursache für diese Weißfärbung. Manchmal entsteht das Problem durch Nährstoffmangel oder eine Krankheit. Auch nach Kälteeinwirkung tritt Weißfärbung sehr häufig auf.
Ursachen der Weißfärbung von Gurkenblättern
Die Ursache für weiße Flecken auf Gurkenblättern lässt sich bei Pflanzen aus dem Gewächshaus oder Freiland nicht immer eindeutig bestimmen. Farbveränderungen werden durch ungünstige Umweltfaktoren oder Krankheitserreger hervorgerufen. Um die Ursache der hellen Flecken genau zu ermitteln, sollten die Begleitsymptome beachtet werden.
Es gibt zwei Faktorengruppen, die dazu führen, dass Gurkenblätter weiß werden und austrocknen:
- Die Nichteinhaltung landwirtschaftlicher Praktiken, Fehler bei der Bewässerung und Bodenvorbereitung vor der Pflanzung sowie das Versäumnis, zu düngen, führen häufig zum Auftreten weißer Flecken.
- Krankheiten und Schädlinge schädigen die Oberfläche der Blattspreiten. Diese werden dünner und weisen charakteristische Flecken auf. Es treten auch andere Anzeichen einer Infektion auf.
Um zu entscheiden, was mit Gurken mit weißen Blättern zu tun ist, muss die Ursache genau ermittelt werden. Es gibt keine allgemeingültige Lösung für dieses Problem. Treten die hellen Flecken beispielsweise aufgrund einer Krankheit auf, können Hausmittel und Fungizide eingesetzt werden. Ist Kälte die Ursache, sollten die Pflanzen mit Frischhaltefolie oder einem anderen Abdeckmaterial geschützt werden.
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Dieses wärmeliebende Gemüse benötigt spezielle Wachstumsbedingungen. Daher treten Probleme oft direkt nach dem Auspflanzen der Gurkensetzlinge auf. Manchmal kann Lichtmangel zu Blattweißfärbung führen. Dieses Phänomen ist besonders häufig bei Pflanzen aus dem Gewächshaus zu beobachten. Im Freiland ist Blattweißfärbung deutlich seltener. Meist sind zuerst die unteren Blätter betroffen. Sind keine weiteren Schäden vorhanden, sind keine besonderen Maßnahmen erforderlich.
Ähnliche Veränderungen treten auf, wenn nützliche Elemente fehlen:
- Ein Mangel an Kalium und Magnesium führt dazu, dass die Blätter der unteren Blattebene weiß werden;
- Bei einem Mangel an Eisen und Mangan bildet sich eine weiße Schicht in Kombination mit dunklen Adern;
- Aufgrund von Kupfermangel verkümmern die oberen Triebe als erste.
Solche Probleme lassen sich durch die Gabe des notwendigen Düngers beheben. Junge Pflanzen leiden typischerweise unter Nährstoffmangel. Nach der Ernte ist eine Blattverfärbung ein natürlicher Bestandteil des Verfalls der Pflanze.
Landezeit
Gurken gedeihen am besten in warmen Klimazonen. Kälte schadet ihnen. Daher sollte man bei der Wahl des Pflanzzeitpunkts das Klima der Anbauregion berücksichtigen. In Zentralrussland können Gurkensetzlinge Anfang Mai oder Ende April im Gewächshaus oder Frühbeet vorgezogen werden. Es empfiehlt sich, mit dem Auspflanzen ins Freiland nicht zu überstürzen. Bei angekündigten Kälteeinbrüchen oder Frost sollte das Auspflanzen verschoben werden, bis es wärmer wird.
Bewässerung
Rechtzeitige Bewässerung ist für das gesunde Wachstum von Gemüse unerlässlich. Manchmal kann zu wenig oder zu viel Feuchtigkeit dazu führen, dass Gurkenblätter weiß werden. Dies tritt häufig beim Anbau in Freilandbeeten auf, da sich die Feuchtigkeit dort schwieriger regulieren lässt.
In einigen Regionen des Landes kommt es im Sommer zu starken Regenfällen. Die erhöhte Boden- und Luftfeuchtigkeit führt zu weißlichen Flecken auf den Gurkenblättern. Durch die überschüssige Feuchtigkeit kann das Wurzelsystem nicht ausreichend belüftet werden und beginnt zu faulen. Dies führt dazu, dass sich das Laub weiß verfärbt und die Pflanze allmählich abstirbt.
Wassermangel beeinträchtigt auch die Gesundheit von Gurkenpflanzen. Durch die fehlende Feuchtigkeit werden die Blätter an den Rändern heller und trocknen aus. Daher ist es wichtig, die Pflanzen sorgfältig zu beobachten. Der Boden unter den Gurken sollte feucht, aber nicht nass oder trocken sein.
Bodenazidität
Ein hoher Säuregehalt im Boden führt oft dazu, dass Gurkenblätter an den Rändern weiß werden. Solche Böden sind für den Gurkenanbau ungeeignet, wodurch das Wachstum der Pflanzen abbricht. Um dies auszuschließen, wird eine Bodenanalyse durchgeführt.
Um den Boden zu normalisieren, sollte er desoxidiert werden. Dazu kann man Holzasche, Dolomitmehl oder zerstoßene Kreide hinzufügen. Am besten geschieht dies im Voraus, bevor die Sämlinge an ihren endgültigen Standort verpflanzt werden.
Krankheiten und Schädlinge
Wenn alle Pflegehinweise befolgt wurden, die Gurkenblätter aber trotzdem weiß werden, welken und austrocknen, könnte eine Krankheit oder ein Schädlingsbefall die Ursache sein. Insektenbefall lässt sich leicht feststellen. Untersuchen Sie die Sträucher sorgfältig, insbesondere die Blattunterseiten. Dort verstecken sich Schädlinge bevorzugt. Achten Sie bei der Diagnose von Krankheiten auf weitere Anzeichen: Fäulnis, unangenehmer Geruch und ein Belag auf der Pflanzenoberfläche.
Echter Mehltau
Diese Pilzkrankheit führt meist dazu, dass sich die Blattspitzen und die gesamte Blattoberfläche weiß verfärben. Hohe Luftfeuchtigkeit und niedrige Temperaturen begünstigen die Entwicklung von Mehltau. Zunächst bildet sich ein weißer, pudriger Belag auf den Blättern. Die Infektion breitet sich dann auf Stamm und Früchte aus. Die Krankheit hemmt die Photosynthese. Unbehandelt stirbt die Pflanze daher ab.
Echter Mehltau kann mit folgenden Mitteln behandelt werden:
- Besprühen Sie die Sträucher mit einer Lösung aus 7 Litern Wasser und 3 Litern Molke. Milchsäurebakterien zerstören den Krankheitserreger und steigern den Ertrag. Für eine effektivere Behandlung können Sie der Lösung auch 1 Tasse Kristallzucker hinzufügen.
- Frischer Mist wird in Wasser eingeweicht und drei Tage lang stehen gelassen. Anschließend wird die Flüssigkeit gefiltert und mit sauberem Wasser im Verhältnis 1:10 verdünnt. Die so entstandene Lösung wird dann auf die befallenen Sträucher aufgetragen.
- Bei starkem Mehltau-Befall ist die Behandlung mit Topaz, Jet, Hom und KE wirksam. Im Freiland können die Pflanzen mit einer 20%igen kolloidalen Schwefellösung besprüht werden. Für Gewächshauspflanzen kann die Konzentration auf 40% erhöht werden.
Ascochytose
Eine weitere Pilzinfektion verursacht Blattverfärbungen bei Gurkenkeimlingen und ausgewachsenen Pflanzen. Die Symptome treten typischerweise an den Blattspitzen auf, können sich aber seltener über die gesamte Blattoberfläche ausbreiten. Im Verlauf der Krankheit verfärbt sich das Laub schmutziggrau und vertrocknet. Bereits gebildete Früchte schrumpfen.
Zur Bekämpfung der Ascochytose sind vorbeugende Maßnahmen wirksam:
- Die Pflanzen werden nur mit warmem Wasser gegossen;
- Temperaturschwankungen im Gewächshaus vermeiden;
- Vor der Verwendung wird der Boden für die Anzucht der Setzlinge gedämpft oder mit einer Kaliumpermanganatlösung bewässert;
- Die Pflanzen werden regelmäßig mit Bordeauxbrühe in einer Konzentration von 1%, einer Lösung aus Kupfersulfat oder Harnstoff, besprüht.
Anthraknose
Diese Pilzkrankheit wird durch Nährstoffmangel und feuchte, verbrauchte Luft im Gewächshaus begünstigt. Anthraknose verursacht weiße Flecken auf den Blättern frisch gepflanzter Pflanzen und eine Dunkelfärbung der Blattspitzen. Die befallenen Pflanzen trocknen anschließend aus. An den Blättern von Gurkenpflanzen, die von Anthraknose befallen sind, bilden sich häufig Krebsgeschwüre.
Zur Behandlung der Anthraknose werden folgende Mittel eingesetzt:
- Pflanzen an den Wurzeln mit einer Lösung des Arzneimittels "Abiga-Pika" mit einer Konzentration von 0,5 % oder einer einprozentigen Bordeauxbrühe bewässern;
- Besprühen der Blätter mit dem Arzneimittel „Poliram“ oder Kupferoxychlorid;
- Befallene Sträucher können mit Quadris, Kumus oder Strobi behandelt werden.
Weißfäule
Diese Pilzkrankheit führt dazu, dass sich die Blätter von Sämlingen nach dem Einpflanzen im Gewächshaus weiß verfärben. Auslöser sind ein plötzlicher Temperaturabfall im Raum oder Zugluft. Auch mangelnde Belüftung trägt dazu bei. Um Weißfäule vorzubeugen, sollten die Sämlinge mit ausreichend Abstand zueinander gepflanzt werden, um Überbelegung zu vermeiden.
Zu den Anzeichen einer Weißfäuleinfektion gehören:
- feuchte Stellen auf der Oberfläche von Gurken;
- Wucherungen, die an der Verletzungsstelle weißer Watte ähneln;
- schleimartiger Ausfluss.
Pilzsporen gelangen über kontaminierten Boden oder unbehandelte Geräte in die Pflanzen. Sie dringen über beschädigtes Pflanzengewebe ein. Weißfäule ist nicht heilbar. Daher werden befallene Pflanzen vernichtet und der Boden mit kochendem Wasser übergossen oder mit Dampf behandelt.
Weißes Mosaik
Die Krankheit ist eine Virusinfektion. Das pathogene Virus dringt über geschädigte Stellen in das Pflanzengewebe ein und breitet sich allmählich in Richtung Wurzelsystem aus. Die Krankheit ist an den gelblich-weißen Flecken auf der Blattoberfläche erkennbar. Befallene Pflanzen weisen Wachstumsstörungen auf, und die Früchte verformen sich und schmecken unangenehm.
Spinnmilbe
Diese winzigen Parasiten siedeln sich auf der Blattunterseite an und saugen den Pflanzensaft. Dadurch wird die Photosynthese beeinträchtigt und die Abwehrkräfte der Pflanze geschwächt. Spinnmilbenbefall tritt häufig zusammen mit Grauschimmel auf, der sich an den unteren Teilen von Stängeln und Blättern bildet. Man erkennt Spinnmilbenbefall an weiß-gelben Flecken auf der Blattunterseite und am gehemmten Wachstum junger Pflanzen. Hohe Temperaturen und trockene Luft begünstigen das Auftreten der Schädlinge.
Kontrollmethoden:
- Wenn Spinnmilbe Sind einzelne Pflanzen befallen, werden sie mit einer Waschmittellösung behandelt. Zwischen den Reihen können stark duftende Ringelblumen, Minze und Zwiebeln gepflanzt werden. Diese Pflanzen wehren Schädlinge ab.
- Sie können den Schädling schnell und sicher bekämpfen, indem Sie die Phytoseiulus-Milbe an Ihren Pflanzen aussetzen. Sie ernährt sich von den Eiern des Parasiten. Dies wird alle 20 Tage wiederholt.
- Bei starkem Spinnmilbenbefall Bitoxibacillin oder Karbofos anwenden. Abends anwenden, damit die Behandlung über Nacht wirken kann.
Weiße Fliege
Weiße Fliegen befallen typischerweise Gewächshäuser, können aber unter günstigen Bedingungen auch Gurken im Freiland befallen. Die ausgewachsenen Tiere sind 1,5 mm lang und fliegende Insekten mit hellen Flügeln. Sie bilden große Kolonien und siedeln sich auf der Blattunterseite an. Berührt man eine befallene Pflanze, steigt ein Schwarm winziger weißer Fliegen auf.
Die Insekten ernähren sich vom Saft der Gurke. Um diesen zu gewinnen, stechen sie in die Blattoberfläche. Dadurch entstehen helle Flecken an den beschädigten Stellen. Das Blatt trocknet allmählich aus und fällt ab. Während des Saugens sondern die Weißen Fliegen eine zuckerhaltige Substanz ab, die Infektionen begünstigt.
Weiße Fliegen lassen sich mit folgenden Mitteln bekämpfen:
- Schädlinge werden mechanisch bekämpft. Dazu stellt man Klebefallen aus einem Stück Pappe und einem klebrigen Köder her und platziert diese in der Nähe der befallenen Pflanzen.
- Zur physikalischen Bekämpfung von Weißen Fliegen wird der Parasit Encarsia eingesetzt. Er wird auf die befallenen Pflanzen aufgebracht. Sobald alle Weißen Fliegen vertilgt sind, stirbt auch Encarsia.
- Bei starkem Befall mit Weißer Fliege werden die Pflanzen mit Insektiziden behandelt. Produkte wie Aktara, Actellic und andere sind wirksam.
Behandlung von weißen Flecken
Quadris behandelt Pflanzen wirksam gegen viele Krankheiten und beugt deren Wiederauftreten vor. Dieses systemische Fungizid dringt in das Pflanzengewebe ein und zerstört Krankheitserreger. Bereiten Sie die Anwendungslösung gemäß der Gebrauchsanweisung zu. Wenden Sie 100 bis 200 ml pro Pflanze an. Während der Wachstumsperiode wenden Sie die Lösung dreimal im Abstand von 3 bis 5 Wochen an.
Das Produkt „Kuproksat“ eignet sich zur Behandlung von Pflanzen in Gewächshäusern oder Freilandbeeten. Es beugt dem Befall von Gemüsepflanzen durch Schädlinge und Krankheiten vor. Es ist als gebrauchsfertige Flüssigkeit erhältlich. „Kuproksat“ ist besonders wirksam zur Vorbeugung. Daher sollte es vor dem Auspflanzen der Sämlinge auf deren Keimblätter aufgetragen werden.
Falls die Keimblätter der Gurken nach dem Keimen heller geworden sind, behandeln Sie sie mit „Jet“. Dieses Produkt ist als Pulver im Handel erhältlich. Vor Gebrauch gemäß der Gebrauchsanweisung mit Wasser verdünnen (100 g auf 10 Liter Wasser). Die Lösung sofort verwenden, da sie bei Lagerung ihre Wirkung verliert. Bis zur Ernte zweimal monatlich besprühen.
Volksheilmittel zur Blattaufhellung
Um Gurken vor vielen Schädlingen zu schützen, verwenden Sie einen Sud aus Zwiebelschalen. Geben Sie 300 Gramm Zwiebelschalen auf 5 Liter Wasser. Bringen Sie die Mischung bei schwacher Hitze zum Kochen und lassen Sie sie 30 Minuten köcheln. Anschließend in einem abgedeckten Behälter abkühlen lassen. Nach 12 Stunden die Flüssigkeit abseihen und im Verhältnis 1:5 mit Wasser verdünnen. Besprühen Sie die befallenen Pflanzen mit dieser Lösung und gießen Sie die Erde darunter.
Brotaufguss wird aus altem Brot hergestellt. Das Brot wird zerkleinert und mit sauberem Wasser bedeckt. Die Mischung lässt man 12 Stunden in einem verschlossenen Behälter ziehen. Anschließend wird der Brotbrei ausgepresst, ein Esslöffel Jodlösung hinzugegeben und die Mischung mit 10 Litern sauberem Wasser verdünnt. Die Lösung wird alle 15 Tage auf Gurkenblätter gesprüht, um deren natürliche grüne Farbe zu erhalten.
Verhütung
Um Probleme beim Gurkenanbau zu vermeiden, empfiehlt es sich, hochwertiges Saatgut regionaler Sorten zu verwenden. Dieses sollte man am besten in vertrauenswürdigen Geschäften kaufen. Vor der Aussaat der Setzlinge sollten Saatgut und Erde unbedingt behandelt werden.
Während der Vegetationsperiode werden die Sträucher regelmäßig auf erste Anzeichen von Krankheiten oder Schädlingsbefall untersucht. Zusätzlich werden sie mit Pflanzenschutzmitteln besprüht. Die Mittel „Fitosporin-M“ und „Obereg“ sind wirksam.
Beim Anbau im Gewächshaus oder Frühbeet ist ein gesundes Mikroklima wichtig. Sorgen Sie durch regelmäßiges Lüften und reduzieren Sie die Luftfeuchtigkeit. Vermeiden Sie plötzliche Temperaturschwankungen und Zugluft.
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Weiße Flecken auf Gurkenblättern entstehen durch Krankheiten, Nährstoffmangel oder unsachgemäße Anbaumethoden. Um die Pflanze zu retten, muss die Ursache der Veränderungen ermittelt und behandelt werden.

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