Um jedes Jahr eine reiche Himbeerernte zu gewährleisten, muss der Strauch optimal auf die anspruchsvolle Jahreszeit vorbereitet werden. Damit der Beerenstrauch den Winter gut übersteht und im Sommer reichlich Früchte trägt, ist es notwendig, alte Zweige zu entfernen, da diese die jungen Triebe an der Nährstoffversorgung hindern. Diese Maßnahme empfiehlt sich jedoch nur im Ural und weiter nördlich. Besser ist es, die Triebe zusammenzubinden, um ihre Widerstandsfähigkeit gegen Witterungseinflüsse zu erhöhen.
Vorbereitung der Beerensträucher auf den Winter
Nach der Schneeschmelze verharren Himbeeren eine Zeitlang in der Ruhephase. Damit der Saftfluss einsetzt, muss die Summe der effektiven Temperaturen erreicht sein. Doch selbst wenn sich eine stabile Wärme einstellt, öffnen sich an manchen Trieben die Blattknospen nicht. Dies liegt an Frostschäden, die durch Fehler bei der Vorbereitung auf die schwierigste Phase im Lebenszyklus der Beerenpflanze entstehen.
Nach der Ernte werden die Pflanzen mit Phosphor und Kalium gedüngt, um den Stoffwechsel anzuregen. Diese Nährstoffe stärken die Pflanzenimmunität und Kälteresistenz. Stickstoff sollte jedoch nicht gedüngt werden, da er das Wachstum fördert und die Beerenpflanze an der Wintervorbereitung hindert. Darüber hinaus werden verschiedene weitere landwirtschaftliche Maßnahmen durchgeführt.
Trimmen
Um sicherzustellen, dass die Beerensträucher den Winter gut überstehen und im Frühjahr üppig blühen, werden sie im Herbst zurückgeschnitten. Zweijährige Zweige werden direkt nach der gesamten Ernte entfernt. Beschädigte und kranke Triebe werden ebenfalls an der Wurzel entfernt, sodass durchschnittlich nicht mehr als sieben pro Strauch verbleiben. Junge Triebe bleiben weitgehend unberührt; lediglich die obersten 30 cm werden abgeschnitten. Dies fördert eine bessere Blüte und Fruchtbildung.
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Der Herbstschnitt dient sowohl der Gesundheit als auch der Formgebung. Nach dem Schnitt sollten etwa 40 cm Abstand zwischen den Zweigen verbleiben. So gelangt ausreichend Licht an alle Triebe, was die Ernte erleichtert. Ein häufiger Fehler beim Herbstschnitt ist das Belassen des Laubs. Dadurch entsteht überschüssige Feuchtigkeit, die zu Knospenfäule führen kann.
Unterschlupf
In vielen Regionen mit mildem Klima wird Schnee als Abdeckung verwendet. Er bildet eine warme und schützende Schicht für Beerensträucher. Wenn ein Gärtner sich für diese Art der Abdeckung entscheidet, muss er darauf achten, dass sich keine Eiskruste bildet. Diese kann die Pflanzen ersticken, da die Luftzufuhr teilweise oder sogar vollständig eingeschränkt wird.
Wenn das Gebiet aufgrund mangelnden Winterschnees als Risikozone für den Anbau von Himbeeren eingestuft ist, sollten die Pflanzen am besten vorher mit Laub abgedeckt werden. Verwenden Sie dabei jedoch nur Laub von Bäumen, die nicht von Schädlingen befallen sind. Alternativ können Sie Plastikfolie verwenden, die Sie aber vorher mit Löchern versehen sollten, um eine ausreichende Belüftung zu gewährleisten. Für eine erfolgreiche Überwinterung der Himbeeren ist nicht nur die Abdeckung selbst, sondern auch der Zeitpunkt des Anbringens wichtig. Diese Maßnahme erfolgt zwischen zwei Ereignissen:
- Laubfall;
- erste Schneefälle.
Sollten alte Äste zurückgeschnitten werden? Meinungen von Gärtnern
In warmen Regionen mit langen Herbsten und milden Wintern werden alte Triebe zurückgeschnitten. Dies sichert eine reiche Ernte im Folgejahr, da vertrocknende und fruchttragende Zweige den Saft der Mutterpflanze nicht aufnehmen. Der Rückschnitt dient außerdem der Hygiene, da er die Infektionsquelle sofort beseitigt.
In nördlichen Regionen empfiehlt es sich, die Zweige im Frühjahr nach der Schneeschmelze auszudünnen. Dichte Himbeersträucher sind weniger frostempfindlich. Da die Winter streng sind, können alte und frostgeschädigte Zweige im Frühjahr gleichzeitig entfernt werden. Nach dem Zusammenbinden der Triebe sollte man darauf achten, sie nicht bis zum Boden zu biegen, da sie sonst durch austretendes Wasser faulen können. Nachdem die Zweige zu einem Haufen zusammengefasst wurden, genügt es, den Bereich um die Stämme mit einer 15–20 cm dicken Schicht Laub zu mulchen.
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