Actinidia – Herbstpflege und Vorbereitung auf den Winter: Rückschnitt, Winterschutz

Beeren

Actinidia-Ranken sind in unseren Gärten selten anzutreffen. Dies liegt an ihrer hohen Kälteempfindlichkeit, da diese exotische Pflanze aus Südostasien stammt, wo ein deutlich milderes Klima herrscht. Daher müssen Actinidia bereits im Herbst sorgfältig auf den Winterfrost vorbereitet werden. Um eine erneute Blüte im Frühjahr zu gewährleisten, muss die Pflanze fachgerecht zurückgeschnitten und vor Frost geschützt werden.

Allgemeine Tipps zur Vorbereitung von Actinidia auf den Winter

Das Überleben von Actinidia während der Winterfröste im russischen Klima hängt vollständig von der richtigen Pflege im Herbst ab. Um sich vor häufigen Krankheiten zu schützen und sich auf die Kälte vorzubereiten, werden eine Reihe wichtiger Maßnahmen ergriffen.

Bewässerung und Düngung

Actinidia ist eine feuchtigkeitsliebende Pflanze. Für optimales Wachstum sollte der Boden daher stets feucht gehalten werden. Staunässe an den Wurzeln führt jedoch zum Absterben der Pflanze. Achten Sie daher beim Einpflanzen auf eine gute Drainage. Eine Bewässerung im Herbst ist nur nach längerer Trockenheit notwendig. In diesem Fall benötigt jede Pflanze 60–80 Liter Wasser.

Zur Herbstdüngung exotischer Actinidia eignen sich phosphor- und kaliumreiche Dünger oder organische Substanzen. Lockern Sie gleichzeitig den Bereich um den Stamm herum flach auf. Pro Quadratmeter reichen 2 kg verrotteter Mist oder 15 g Kaliumsalz und 50 g Superphosphat. Alternativ können Sie auch fertige, stickstofffreie Mehrkomponentendünger verwenden und zwei Eimer Kompost hinzufügen.

Wichtig!
Das Wurzelsystem dieser Kletterpflanze ist flach. Daher wird der Boden weniger als 30 cm tief umgegraben, um die Wurzeln nicht zu beschädigen.

Herbstschnitt

Der Herbstschnitt richtet sich nach der Rebsorte. Bei Actinidia-Sorten, die nur an kurzen Trieben Früchte tragen, wird die Krone stärker zurückgeschnitten, um den Fruchtansatz anzuregen. Andere Sorten hingegen tragen Früchte an langen Trieben, sodass selbst ein leichter Rückschnitt den Ertrag mindert.

Beim Beschneiden sollten die Strukturmerkmale der Aktinien berücksichtigt werden. Die Rebe besitzt drei Triebtypen:

  • vegetativ, nicht an der Fruchtbildung beteiligt;
  • Bei vegetativ-generativen Bäumen bilden sich Beeren nur an den Zweigenden;
  • Die Hauptfrucht bildet sich an den Seitentrieben generativer Natur.

Beim Beschneiden ist neben der Bestimmung der Astart zu berücksichtigen, dass sich Beeren nur an einjährigen Ästen bilden.

Aktiniden

Die Notwendigkeit des Beschneidens

Mit dem Einsetzen des Herbstes beginnen erfahrene Gärtner, diese exotische Kletterpflanze zu beschneiden. Wird dies versäumt, kann es zu Problemen bei der Pflanzenentwicklung und zu Ertragseinbußen kommen.

Das Beschneiden von Actinidia ist notwendig, um:

  • Die Krone war nicht zu dicht;
  • Verbesserung der Krankheitsresistenz;
  • das Wachstum junger Triebe anregen;
  • Verbesserung der Ernteerträge;
  • um der Liane ein attraktiveres Aussehen zu verleihen.

Rückschnittzeitraum

Actinidia kann man schneiden, wenn kein Saft fließt. Der beste Zeitpunkt dafür ist der Spätherbst, wenn die Pflanze bereits ihre Blätter abgeworfen hat, oder das zeitige Frühjahr, bevor die Knospen anschwellen. Wartet man bis April, wenn der Saftfluss einsetzt, bleiben die Schnittstellen unheilbar, und die Pflanze kann absterben.

Aktiniden

Im Herbst erfolgt der Rückschnitt, nachdem die Blätter abgefallen sind und die Nachttemperaturen dauerhaft unter den Gefrierpunkt gesunken sind. Dies ist in der Regel im Oktober oder November der Fall, abhängig von der Klimazone.

Wichtig!
Actinidia sollten erst nach dem festgelegten Zeitpunkt, wenn der Saftfluss aufgehört hat, zurückgeschnitten werden. Andernfalls könnte die Pflanze absterben.

Richtige Schnitttechnik

Actinidia ist eine schnellwüchsige Pflanze. Daher muss sie regelmäßig zurückgeschnitten werden, damit die Krone nicht zu dicht wird. Dieser Schnitt erhöht die Widerstandsfähigkeit der Pflanze gegen Krankheiten und verbessert ihr Überleben im Winter.

Der Rückschnitt der Aktiniden im Herbst erfolgt in folgender Reihenfolge:

  1. Alle Triebe mit Beschädigungen, Krankheitsanzeichen oder Austrocknungserscheinungen werden abgeschnitten, sodass zwei lebende Knospen zurückbleiben.
  2. Zweige, die seit drei Jahren Früchte tragen, werden ebenfalls zurückgeschnitten und durch jüngere ersetzt. Das Alter des Triebs wird in diesem Fall anhand der Schattierung der Rinde bestimmt.
  3. Vegetative Zweige werden auf eine Länge von 50 cm gekürzt.
  4. Alte Triebe, die nicht viele Früchte tragen, werden ringförmig zurückgeschnitten.
  5. In den darauffolgenden Jahren wird die Krone lediglich ausgedünnt und beschädigte Äste werden entfernt.

Wenn diese Anweisungen genau befolgt werden, können selbst Anfänger Aktiniden beschneiden. Dadurch liefert die Pflanze eine reiche Ernte und wird dekorativer.

Aktiniden

Pflege nach dem Beschneiden

Nach dem Rückschnitt der Aktiniden sammeln Sie alle abgefallenen Blätter und Pflanzenreste zusammen, entfernen diese und verbrennen sie. Eine Düngung der Pflanze ist jetzt nicht nötig. Bereiten Sie die Aktiniden anschließend für die Winterlagerung vor.

Winterunterkunft

Die meisten Actinidia-Arten sind wärmeliebend und vertragen Winterkälte schlecht. Daher wird in Russland am häufigsten Actinidia kolomkita angebaut, da sie Temperaturen von -23 bis -35 Grad Celsius ohne zusätzlichen Schutz übersteht. Andere Arten sind weniger verbreitet und können unter den russischen Winterbedingungen ohne zusätzlichen Schutz nicht kultiviert werden.

Unabhängig von der Sorte werden junge Reben, die nicht älter als zwei bis drei Jahre sind, abgedeckt. Dies liegt an der geringen Bodennähe des Wurzelsystems. Zudem ist die Rinde junger Triebe sehr dünn und bietet keinen ausreichenden Frostschutz. Ausgewachsene Reben werden je nach Klimabedingungen und Rebsorte je nach Bedarf abgedeckt. Dies geschieht durch Mulchen des Bodens und Bedecken des unteren Stammbereichs.

Aktiniden

Materialauswahl

Um einen Schutz zu schaffen, verwenden Sie spezielle Agrofasern oder geeignete Naturmaterialien. Um das flache Wurzelsystem vor Kälte zu schützen, wird der Bereich um den Stamm mit geeignetem organischem Material wie Laub, Stroh, Kiefernzweigen oder Sägemehl abgedeckt. Für eine bessere Wirkung empfiehlt es sich, verschiedene Schutzmaterialien zu kombinieren. Beispielsweise kann der Boden mit Stroh oder Sägemehl bedeckt und mit Kiefernzweigen beschwert werden, um das Material vor starkem Wind zu schützen und Schnee aufzufangen.

Industriell hergestellte Vliesstoffe finden seit Kurzem Anwendung. Aufgrund ihrer Eigenschaften und ihrer praktischen Vorteile haben sie schnell an Beliebtheit gewonnen:

  • Ihre Eigenschaften verändern sich nicht unter dem Einfluss von Temperaturschwankungen und Niederschlägen;
  • gute Durchlässigkeit für Luft und Feuchtigkeit gewährleisten;
  • verrotten nicht und schimmeln nicht;
  • beständig gegen mechanischen Abrieb;
  • dauerhaft.
Wichtig!
Es gibt viele verschiedene Arten von Agrofasern, jede mit unterschiedlichen technischen Spezifikationen. Material mit einer überdurchschnittlich hohen Dichte eignet sich am besten zur Abdeckung von Aktiniden.

Anordnung zur Unterbringung

Die Isolierung der Weinreben beginnt, sobald die Blätter abgefallen sind und es kühler wird. Zuerst werden die Wurzeln mit Mulch bedeckt. Dazu wird ein geeigneter natürlicher Mulch in einem Radius von 50 cm um den Stamm verteilt. Anschließend wird die Rebe von ihrer Stütze gelöst, zu einem ordentlichen Bündel gewickelt und um den Stamm gelegt. Um die Actinidia vor Nagetieren zu schützen, werden Mäusegift oder Bündel getrockneter Hundsminze um die Rebe herum platziert. Zum Schluss wird die Rebe vollständig mit Sägemehl oder Laub bedeckt und mit Kiefernzweigen abgedeckt.

Zum Schutz vor starkem Frost wird zusätzlich Agrofaser verwendet. Die Rebe wird gebündelt und mehrfach darin eingewickelt, erst dann kommen Mulch und Fichtenzweige hinzu. Ausgewachsene Actinidia-Sorten, die eine Winterisolierung benötigen, werden nur teilweise abgedeckt. Dazu wird der Boden gemulcht und der Stamm bis zu einer Höhe von 20 cm mit natürlichem Material bedeckt, anschließend werden Fichtenzweige darübergelegt.

Wichtig!
Bei längeren Tauperioden öffnen sich die Aktinidien leicht, um ein Verfaulen zu verhindern.

Die Abdeckung wird schließlich im April entfernt. Sollte es in der Region jedoch häufig zu wiederkehrenden Frösten kommen, wird die Pflanze zum Schutz vor Frost in Spinnvlies oder Lutrasil eingewickelt.

Vorbereitung auf den Winter in verschiedenen Regionen

Das Winterwetter variiert in den verschiedenen Regionen Russlands. Dies sollte beim Abdecken ausgewachsener Reben im Winter berücksichtigt werden. In der Moskauer Region und in Zentralrussland kann die winterharte Actinidia kolomkita unbedeckt bleiben. Andere Sorten sollten mit Mulch abgedeckt und mit Nadelzweigen beschwert werden.

In der Wolgaregion wird die Weinrebe auf ein vorbereitetes Mulchbett gelegt. Sägemehl oder Laub werden darüber gestreut und mit Agrofaser oder Dachpappe abgedeckt. Zum Schutz vor Mäusen und anderen Nagetieren wird Gift in der Nähe ausgelegt.

Im rauen Klima Sibiriens und des Urals werden alle Actinidia-Arten im Winter vollständig abgedeckt. Dazu werden die Ranken gebündelt, auf eine Mulchschicht gelegt und mit alten Lappen oder Stoffresten bedeckt. Anschließend wird eine Plastikfolie darübergelegt und mit einer 20 cm dicken Erdschicht bedeckt.

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Mögliche Fehler

Gärtner führen nicht immer die erforderlichen Vorbereitungsarbeiten durch, was zu Schäden oder zum Absterben der Weinrebe führen kann. Häufige Fehler sind:

  1. Die Anwendung derselben Herbstschnittmethode auf alle Sorten kann zu Ertragseinbußen oder sogar zum vollständigen Ausbleiben von Früchten führen. Die Pflanze kann ihr Wachstum einstellen oder ganz absterben.
  2. Wird die Rebe zu früh geschlossen oder die Arbeiten zu spät durchgeführt, stirbt die Pflanze ab.
  3. Ein Rückschnitt während des Saftflusses führt dazu, dass Schäden lange Zeit nicht heilen und die Rebe abstirbt.

Abschluss

Bei fachgerechtem Rückschnitt und Winterschutz bleibt die Actinidia bis zur nächsten Saison lebensfähig. So schmückt die Pflanze den Garten den ganzen Sommer über und trägt reichlich Früchte.

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