Gärtner wissen, dass die Anzucht von Paprikasämlingen in Innenräumen besondere Aufmerksamkeit erfordert. Nur mit der richtigen Vorgehensweise in der Anfangsphase lassen sich kräftige Sämlinge ziehen, die das Auspflanzen ins Freie gut überstehen und eine reiche Ernte liefern.
Was benötigt man, um Paprikasämlinge zu ziehen?
Anzuchttöpfe
Kleine Anzuchtgefäße eignen sich gut. Praktische Töpfe dieser Art gibt es im Fachhandel, alternativ können Sie auch saubere Joghurt- oder Sauerrahmgläser verwenden. Wichtig ist, jede Pflanze in einen separaten Topf zu setzen, damit sich die Wurzeln beim Wachsen nicht verheddern. So können Sie die Paprikapflanzen später schonend ins Freiland umsetzen, ohne sie zu beschädigen. Wurzelschäden sind oft der Grund, warum Sämlinge nach dem Umpflanzen nicht anwachsen.
Auswahl von Saatgut
Achten Sie bei der Auswahl von Saatgut für Ihre Setzlinge darauf, dass es nicht zu alt ist. Paprikasamen, die drei Jahre oder länger gelagert wurden, gelten als alt. Junge Samen keimen hervorragend, ältere hingegen nicht. Wenn Sie Ihr Saatgut selbst sammeln, ist die richtige Lagerung wichtig. Dazu gehört, es vor Hitze und Feuchtigkeit zu schützen.
Anbaugebiet
Die Samen sind in Töpfen ausgesät, nun benötigen die Sämlinge einen geeigneten Standort zum Keimen. Paprika liebt volle Sonne, daher können Sie sie an ein Südfenster stellen. Bei unzureichendem Licht (beispielsweise bei der Aussaat im Februar) ist zusätzliches künstliches Licht erforderlich. Herkömmliche Tischlampen eignen sich hierfür.
Grundierung
Natürlich ist Gartenerde nicht die beste Wahl für die Anzucht von Paprikasämlingen. Besser ist es, fertigen Torf im Verhältnis 1:1 mit Erde zu mischen. Die Erde sollte zudem im Herbst aus dem Garten stammen. Eine weitere hervorragende Methode für die Anzucht von Paprikasämlingen ist die Verwendung von Torftabletten im Haus. Die Sämlinge wachsen kräftig, keimen schnell und bescheren Ihnen schließlich eine reiche Ernte.
Interessant! Preisgünstige Torfquelltöpfe sind mittlerweile in fast jedem Fachgeschäft erhältlich. Die Anzucht in Torfquelltöpfen macht eine separate Bodenvorbereitung überflüssig; in vielen Fällen ist sogar eine zusätzliche Düngung der Sämlinge nicht notwendig. Erfahrungsgemäß vertragen Pflanzen, die in Torfquelltöpfen gezogen wurden, das Auspflanzen ins Freiland gut und liefern eine reiche Ernte.
Weitere Merkmale des Sämlingswachstums
Wenn Sie die in diesem Artikel beschriebene Vorgehensweise befolgen und für jeden Samen ein separates Glas verwenden, ist das Pikieren nicht notwendig. Ansonsten pikiert man Paprikapflanzen zu Hause, sobald die ersten zwei bis drei Blätter erscheinen. Paprikapflanzen müssen schnell umgepflanzt werden; andernfalls verfilzen die Wurzeln mit zunehmendem Wachstum, was das Umpflanzen ohne Beschädigung äußerst schwierig macht.
Kleine Gläser benötigen Löcher, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann. Saure Sahnegläser haben natürlich keine solchen Löcher, aber man kann sie leicht selbst machen. Füllen Sie nun jedes Gefäß mit der vorbereiteten Erde und lassen Sie dabei einen Rand von maximal einem Zentimeter zum Gießen frei. Gießen Sie die Erde.
Vor der Landung Die Samen müssen 4 Stunden lang in einer Kaliumpermanganatlösung eingeweicht werden (alternativ kann eine Wachstumsstimulanslösung verwendet werden). Paprikasamen sät man am besten Anfang März. Die Keimung kann bis zu einem Monat dauern. Vieles hängt jedoch von der Qualität der Samen ab; manchmal keimen die ersten Paprikaschoten bereits nach einer Woche.
Als Nächstes pflanzen Sie 2–3 Samen in jedes vorbereitete Glas mit Erde und bedecken diese leicht mit Erde. Decken Sie die Gläser mit Frischhaltefolie ab und stellen Sie sie bis zur Keimung an einen warmen Ort. Kontrollieren Sie die Erde täglich auf Feuchtigkeit.
Sobald die Keimlinge erscheinen, stellen Sie die Gläser an einen hellen, nach Süden ausgerichteten Platz, damit die Sämlinge nicht zu lang werden. Die Folie wird am Rand leicht geöffnet, aber erst nach weiteren fünf Tagen vollständig entfernt. Die Sämlinge müssen regelmäßig, aber mäßig gegossen werden: Vermeiden Sie Staunässe oder Austrocknung. Viele Hobbygärtner, insbesondere Anfänger, möchten Paprikasämlinge zu Hause düngen. Dies kann alle zehn Tage mit Mineral- oder Torfdünger erfolgen.
Interessant! Liegt die Außentemperatur bereits über 5 Grad Celsius, empfiehlt es sich, die Paprikasämlinge tagsüber auf den Balkon zu stellen. Maximale Sonneneinstrahlung und Wärme fördern ein kräftiges Wachstum.
Paprikasamen auszusäen und die Jungpflanzen drinnen vorzuziehen, ist kinderleicht. Diese Pflanze benötigt keine besondere Pflege: nur ausreichend Licht, Wärme und Wasser. Mit ein paar Tricks keimen die Samen gut und die Pflanzen bringen nach dem Auspflanzen eine reiche Ernte.

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