Wie man Paprikasämlinge zu Hause zieht, ohne sie zu pflücken

Pfeffer

Paprika gedeiht in jedem Garten, unabhängig vom Klima. In unserem Land säen Hobbygärtner ihre Paprika traditionell im Spätwinter aus, was ihnen zu einer hochwertigen Ernte verhilft.

Paprika wird aufgrund ihrer langen Wachstumsperiode aus Setzlingen gezogen. Dieses Gemüse benötigt nicht nur Wärme, sondern auch besondere Pflege. Daher ist es ratsam, die Setzlinge nicht zu verpflanzen.

Wenn Paprika zu Hause angebaut wird

Das Pikieren ist bei der Anzucht von Sämlingen unerlässlich. Dabei werden die Sämlinge nicht nur in andere Töpfe umgepflanzt, sondern auch die Hauptwurzel ausgeknipst. Dieses Vorgehen hilft:

  •         der Kulturpflanze ein großes Futtergebiet zur Verfügung stellen;
  •         Unterentwickelte, infizierte Paprikapflanzen aussortieren;
  •         das Wachstum der Sämlinge so regulieren, dass die Sämlinge nicht in die Länge wachsen;
  •         die Entwicklung von Seitenwurzeln und des gesamten Wurzelsystems aktivieren

Das Umpflanzen stresst die Pflanze, daher braucht sie nach dem Umpflanzen lange Zeit, um sich am neuen Standort zu etablieren. Paprikawurzeln sind sehr empfindlich. Um Paprika ohne Umpflanzen anzubauen, muss man besonders auf die Töpfe, den Pflanzzeitpunkt und die Erde achten.

Wie wählt man einen Behälter aus?

Beim Auspflanzen von Paprika werden die Samen zunächst in gemeinsamen Anzuchtbehältern ausgesät. Dies schafft ein günstiges Klima für alle zukünftigen Sämlinge. Außerdem benötigen kleine Paprikapflanzen nicht viel Platz. Sobald die Sämlinge etwas gewachsen sind, werden sie in einzelne Töpfe umgepflanzt.

Wie funktioniert die Methode ohne Pikieren? Paprikapflanzen werden in verschiedenen kleinen Gefäßen ausgesät, die dann nach ihrer Größe ausgewählt werden. Die Samen können in kleinen Plastik- oder Papierbechern oder Mini-Kassetten ausgesät werden. Diese Gefäße sollten je nach Anzahl der Paprikapflanzen vorbereitet werden. Bei vielen Pflanzen werden zwei Samen in jedes Gefäß gelegt, anschließend wird der schwächste Sämling entfernt.

WichtigEs ist besser, Paprika nicht in großen Töpfen zu pflanzen, da sonst der Boden sauer wird und sich die Wurzeln nicht normal entwickeln können.

Die Pflanzgefäße werden ebenfalls sofort vorbereitet. Umpflanzen und Pikieren sind unterschiedliche Vorgänge. Beim Umpflanzen wird die Pflanze zusammen mit einem Erdklumpen in einen größeren Topf gesetzt. Das Wurzelsystem bleibt intakt, und die Pflanze bleibt gesund.

Bohren Sie in den Boden jedes Bechers ein Loch, damit das Wasser aus der Erde ablaufen kann. Es empfiehlt sich, Untersetzer oder Ständer zu verwenden, um zu verhindern, dass die Erde durch Fenster auskühlt.

Torftöpfe und -tabletten sind heutzutage beliebt. Erstere sind praktisch, da man die Sämlinge sofort in ein Frühbeet oder Gewächshaus umpflanzen kann. Der Torf zersetzt sich und gibt so die Wurzeln der Paprikapflanzen frei.

Die Aussaat in Anzuchttöpfen ist vorteilhaft, da die Sämlinge nach dem Erscheinen von drei bis vier Blättern in Töpfe mit Torfmoos umgepflanzt werden können. In diesem Fall benötigen die Paprikapflanzen jedoch zusätzliche Feuchtigkeit, da sie sonst austrocknen. Torf absorbiert Feuchtigkeit sofort, was zu Trockenheit führen kann.

Grundierung

Die Bodenqualität ist entscheidend für das Wachstum der Pflanzen. Sie können eine im Handel erhältliche Erdmischung verwenden, diese sollte jedoch nicht ausschließlich aus Torf bestehen. Am besten eignen sich folgende Bodenarten für Paprika: Rasensoden, Laubkompost, Torf, Humus und aufbereiteter Flusssand.

Besteht die gekaufte Mischung ausschließlich aus Torf, werden Sand und Erde hinzugefügt, um sie aufzulockern und die Belüftung zu verbessern. Lesen Sie beim Kauf von Erde im Handel die Zutatenliste sorgfältig durch.

Die Setzlinge werden im Frühjahr vorgezogen, die Bodenvorbereitung erfolgt jedoch im Herbst. Man kann Wiesenrasen oder Waldboden verwenden, der unter Laubbäumen, nicht aber unter Nadelbäumen, ausgehoben wurde. Im Winter friert der Boden, daher sollte er vor der Aussaat ins Haus geholt und erwärmt werden. Der Boden sollte gedämpft, gesiebt und mit einer Kaliumpermanganatlösung behandelt werden.

Aussaatzeit

Wann sollte man Paprikasamen aussäen und welche Faktoren bestimmen den richtigen Zeitpunkt? Um den richtigen Zeitpunkt zu ermitteln, sollten Sie Folgendes beachten:

  •         Paprikasorten und ihre Eigenschaften;
  •         Wettermerkmale der Region;
  •         Bedingungen, unter denen das Gemüse wachsen wird

Paprika wird typischerweise in Gewächshäusern und Treibhäusern angebaut, wo sie höhere Erträge liefert. Der Anbau im Freiland eignet sich für diese Kulturpflanze nur im Süden, und es ist ratsam, in kälteren Regionen Russlands keine Experimente damit durchzuführen.

Manche Gärtner schaffen sogenannte „warme Beete“ für Paprika: Sie pflanzen das Gemüse unter mit Folie oder Vliesstoff bedeckten Bögen.

Die beste Aussaatzeit ist Ende Februar oder Anfang März. Genauere Informationen finden Sie im Mondkalender.

Frühreife Paprikasorten werden vor Ende März ausgesät, da die Samen Zeit zum Keimen benötigen; mittelfrühe und spätreife Paprikasorten werden bis Mitte März ausgesät, damit die Früchte Zeit zum Reifen haben.

Aussaatverfahren

Bevor das Pflanzmaterial in die Erde gebracht wird, sollten diese Samen:

  •         sortiert und kalibriert, insbesondere wenn sie nicht gekauft wurden;
  •         mit Kaliumpermanganat geätzt;
  •         sprießen

Die Kaliumpermanganatlösung sollte rosa sein. Legen Sie die Samen für etwa 20 Minuten in die Beutel. Spülen Sie sie anschließend mit klarem Wasser ab und trocknen Sie sie gründlich. Um ein schnelles und gleichmäßiges Keimen zu gewährleisten, weichen Sie die Sämlinge in einer Lösung aus EPIN, Natriumhumat oder Ideal-Dünger ein.

Verwenden Sie zum Keimen feuchtes Material und flache Gefäße. Die optimale Temperatur beträgt 25 Grad Celsius; falls Wasser knapp ist, gießen Sie die Samen. Sobald einige Samen gekeimt sind, können Sie mit der Aussaat beginnen.

Die Erde wird auf die vorbereiteten Becher verteilt (1–2 Stück pro Becher), angegossen, leicht besprüht und mit Frischhaltefolie abgedeckt. Die Behälter werden in einen warmen Raum gestellt und regelmäßig auf Keimlinge kontrolliert.

Sobald die Sämlinge keimen, wird die Folie entfernt, die Sämlinge werden an einen helleren Ort gestellt und die Temperatur auf 18 °C gesenkt. Die Pflanzen verbleiben 5–6 Tage lang unter diesen Bedingungen ohne Bewässerung.

Pflege

Die Sämlinge müssen mit Wasser versorgt, vorsichtig aufgelockert und natürlich gedüngt werden.

Eine Woche lang werden die Jungpflanzen unter eher rauen Bedingungen gehalten: bei mäßigen Temperaturen und ohne Bewässerung. Dies ist notwendig für das Wurzelwachstum und um ein Vergeilen der Paprikapflanzen zu verhindern. Nach einer Woche werden die Sämlinge vorsichtig gegossen, wobei darauf geachtet werden muss, dass kein Wasser auf die Blätter gelangt, da dies Krankheiten verursachen kann. Weder zu viel noch zu wenig Wasser ist akzeptabel.

Sämlinge, die im Haus vorgezogen werden, sollten zweimal gedüngt werden. Komplexe oder spezielle Präparate wie AGRICOLA und KEMIRA eignen sich hierfür.

Schutz

Paprika kann ohne Licht nicht wachsen; sie benötigt Sonne. Dieses Gemüse braucht mindestens 12 Stunden Tageslicht. Wenn die Pflanzen im März oder Februar gesetzt wurden, bekommen sie in der Regel nicht genügend Licht. Deshalb verwenden Gärtner Pflanzenlampen und Leuchtstoffröhren.

Man sollte jedoch bedenken, dass die Sonne am Ende des Frühlings sehr hell scheinen kann, daher sollten die Paprikapflanzen auf der Südseite abends abgedeckt werden.

Auch nach dem Umladen benötigt die Ernte Schutz. Decken Sie das Gemüse für 2–3 Tage mit Vorhängen oder Zeitungspapier ab. So verhindern Sie Blattverbrennungen und das Welken der Sämlinge.

Temperatur

Damit Sämlinge gut wachsen und gedeihen, benötigen sie Wärme. Unerfahrene Gärtner glauben jedoch oft, Paprika gedeihe am besten bei höheren Temperaturen. So einfach ist es aber nicht: Die benötigten Temperaturen variieren in jedem Entwicklungsstadium der Pflanze.

Vor dem Auspflanzen ins Freiland sollten die Sämlinge abgehärtet werden, indem man sie auf eine Veranda oder einen Balkon mit geöffneten Fenstern oder Lüftungsschlitzen stellt. Die Paprikapflanzen gewöhnen sich so allmählich an die kühleren Temperaturen, beginnend mit 15–20 Minuten. In gemäßigten Klimazonen können die Pflanzen dann direkt ins Freie gestellt werden, wo sie sich an die ungewohnten Bedingungen anpassen. Dies gilt insbesondere für Pflanzen, die in Privathäusern gehalten werden. Diese Sämlinge gedeihen im Gewächshaus besser und entwickeln sich dort schneller.

Die letzte Pflanzung der Paprika erfolgt bei warmem Wetter, bei einer Lufttemperatur von 16-18 Grad.

Mit zunehmender Tageslänge bieten erfahrene Gemüsegärtner ihren Setzlingen Anfang Mai 12 Stunden Licht. Paprikapflanzen können von 18:00 bis 6:00 Uhr abgedeckt werden. Dies führt zu einer früheren Ernte.

Rezensionen

„Meiner Meinung nach muss man Paprika gar nicht pikieren. Früher habe ich das gemacht, aber es hat den Sämlingen nur geschadet. Obwohl ich Paprika immer vorsichtig umpflanze. Mir wurde geraten, die Samen direkt in Töpfe zu säen. So wachsen sie besser. Und wenn ich das Gemüse im Gewächshaus anpflanze, bleibt das Wurzelsystem intakt und die Pflanze wurzelt leicht an.“ (Elena)

 

„Ich ziehe meine kleinen Paprikapflanzen in Torfquelltöpfen, die ich in Wasser einweiche. Sobald sie drei Blätter haben, pflanze ich sie direkt in größere Töpfe um, wo sie bleiben, bis sie ins Freiland gepflanzt werden können. Die Beete müssen gemulcht und mit Tropfbewässerung versorgt werden. Dann erntet man eine fantastische Ernte.“ (Andrey)

Umpflanzen oder nicht? Das entscheidet jeder Gärtner selbst. Expertenmeinungen gehen auseinander. Paprikasämlinge ohne Umpflanzen anzubauen ist jedoch völlig unbedenklich, da die Wurzeln der Pflanze nicht gestutzt werden müssen.

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